Am Anfang war der Verein

Wow, was war das denn am Freitag?! Die Mannschaft war giftig, der Oberrang richtig stark aufgelegt und am Ende gab es nur glückliche Gesichter! Der Sieg dürfte nicht nur aus sportlicher Sicht erleichtert haben, es war sicher auch eine Portion Genugtuung dabei, als der Schlußpfiff ertönte. Scheiß RB!

An dieser Stelle daher auch noch einmal ein Dank an die DK-Besitzer der Gegengerade! Die Spiele werden uns alle – nicht nur wegen der 6 Punkte – in positiver Erinnerung bleiben. Schönen Gruß nach Frankfurt an den DFB!
By the way: Ist euch auch aufgefallen, dass die Kommuikation mit dem Oberrang/Block 8 viel besser geklappt hat? Unser Eindruck war, dass man ihn von dieser Position viel besser wahrgenommen/gehört hatte, als sonst (wenn man quasi direkt darunter steht). Dementsprechend konnte auch öfters auf ihn eingegangen werden. Übrigens: Ebenso wie auf das Spiel. Die viel bessere Sicht von der Geraden schien dann doch ein Faktor gewesen zu sein, vielleicht täuscht der Eindruck aber auch nur, denn es waren ja wirklich zwei irrsinnig emotionale Spiele!

Wir sind auf einem guten Weg zurück in die Spur. Mehr nicht und mehr muss es dieses Jahr auch nicht mehr sein!

Ein paar Worte noch in eigener Sache: Nach nur einem Verkaufstag können wir die Nr. 40 als ausverkauft vermelden! Wir waren selbst überrascht wie schnell die Teile weggingen – trotz des erhöhten Preises aufgrund des voluminösen Heftes! Aber offenbar wissen die Clubfans auch, was sie an diesem Heft haben, was auch das wiklich zahlreiche, positive Feedback beim Verkauf bestätigte! Danke, das motiviert natürlich enorm!

Interessant war auch mal wieder zu beobachten, dass das Heft vor allem bei den vermeintlich „normalen Clubfans“ heißbegehert scheint – während der „Pseudo-Ultràjugend“ mit Binninger-Seidenschal die 4 Euro kaum mehr wert ist. Man muss ja für den nächsten Kapu sparen und lesen ist ja sowieso viel zu anstrengend. ;-)

Zum Schluss kommen wir dann doch nicht um das leidige Thema RB Leipzig herum. Die Protestaktionen hinterlassen gemischte Gefühle: Die Beteiligung war schwach, auch wenn die „Werbung“ im Vorfeld ebenso schwach und kurzfristig war. Kurz: Wir hätten mehr erwartet, denn bei so einem Thema sollte man eigentlich nicht mehr groß mobilisieren brauchen. Die Aktionen selbst bezeichnen wir dagegen als äußerst gelungen. Die radikalen Anti-Sachen waren es freilich nicht, aber wozu auch? Das Kind mit RB ist schließlich schon längst in den Brunnen gefallen. Viel wichtiger war es, uns Clubfans das gute Gefühl zu geben, die Gemeinschaft zu stärken und mit dem ganzen Scheiß nebenher auch noch etwas Gutes zu tun (wie bereits angesprochen kommen die Einnahmen des Assistenza-Gewinnspiels sozialen Zwecken zugute).

Fazit: Es ist gelungen, den Fokus mehr auf uns und den Glubb, als auf bzw. gegen RB Leipzig zu richten.

Ergänzend dazu (Nachhaltigkeit ist uns ja wichtig) wollen wir euch an dieser Stelle noch den Redebeitrag als PDF und ein kleines Spieltagsvideo zur Verfügung stellen.Bis dann, wir sehn uns im Stadion!

Freshe Girls lesen Ya Basta!

Freshe Girls lesen Ya Basta!

InStyle, Vouge oder Cosmopolitan? – Nix da! Die coolsten Mädels aus Deiner Kurve sind gelangweilt von so Girlie-Kram. Denn bevor sie ihre erbeutete Kohle in Kleider, Kosmetik oder Schuhe stecken, schauen sie lieber beim nächsten Heimspiel gegen RB Leipzig bei den Ya Basta!-Verkäufer_Innen vorbei. Dort gibt es für einen Unkostenbeitrag von 4 Euro die inzwischen 40. Ausgabe des „Kampfblatts“. Auf knackigen 156 Seiten erfährt Mademoiselle dieses Mal alles Wissenswerte über Verein, Kurve und die kümmerlichen Gästemobs der laufenden Saison.

Dann ist beim Hauben stricken in der männerfreien WG auch die Abendunterhaltung gesichert – und den Fernseher mit den Desperate Housewives kann frau getrost aus dem Fenster kloppen.

Denn: Freshe Girls lesen Ya Basta!
…und natürlich geben sie einen Fick auf Red Bull.

Heimspiel – Red Bull Leipzig

Am Freitag Abend (Anstoß ist um 20.30 Uhr) kommt es also nun im Max-Morlock-Stadion zum ersten Clinch mit den Leipziger Dosen – namentlich RED BULL LEIPZIG. Die Mär vom Rasenball glauben vielleicht ihren „Rasenballisten“ – wir jedenfalls nicht! Das vor ein paar Jahren geplante Testspiel der FCN-Amas gegen Red Bull wurde mit Weitblick vom Verein abgesagt. Der Artikel über die Absage des Testspiels bestätigt auch schön die Angst von Red Bull Sportdirektor Ralf Rangnick – „ach wäre die Fußball-Welt doch nur wirklich so von Ultras bestimmt – wir hätten die Marionette Rangnick und seinen Puppenspieler Red Bull zumindest im Fußball längst gestoppt“. Am Freitag gibt es also kein Entkommen mehr – im Rahmen der zweiten Bundesliga muss sich der 1.FC Nürnberg mit Red Bull messen.

Die Nordkurve hat sich einiges vorgenommen! Offizieller Start des Fußballabends ist um 17 Uhr / Treffpunkt Steintribüne – hier sind alle Glubb-Fans eingeladen, sich zusammen auf das Spiel einzustimmen.

Bei Kaltgetränk und chilliger Musik steht u.a. folgendes auf dem Programm:

kurzweilige Reden / Worte zum Thema Red Bull Leipzig
… wie gehen wir in Nürnberg mit der Thematik um?
… was können wir aktiv unternehmen?

Assistenza „Dead Bull“ Dartspiel
… gegen kleine Spende drei Pfeile werfen und einmal das Auge des Bullen treffen
… Gutes tun (Assistenza unterstützt soziale Projekte), gutes Gefühl (nieder mit RB) und einen kleinen Preis abstauben

Überraschungs–Drink genießen
… die Gerüchteküche brodelt
… holt euch die Energie für das Spiel

YaBasta #40 kaufen
… vor Ort lesen oder mit ins Stadion nehmen oder im Auto verstauen

Infoflyer über Red Bull lesen
… „darum trinken Nürnberger Mädchen kein Red Bull“

Kommt also zahlreich – und zeigt, dass auch ihr Red Bull nicht kommentarlos in der Bundesliga akzeptiert. Informiert euch und tauscht euch in friedlicher Atmosphäre mit Gleichgesinnten aus. Kurz vor Stadionöffnung läuft die Nordkurve dann geschlossen den kurzen Weg zum Stadion – mit einem Lied auf den Lippen und heiß auf den 1.FC Nürnberg. Lasst uns dann gemeinsam im Stadion explodieren – volle Unterstützung auf den Rängen für unseren Verein!

Ach ja, das Heimspiel am Freitag ist auch das zweite – und vorerst letzte – Spiel mit geschlossenen Blöcken 7, 9 und 11 (DFL Strafen ole ole). Die Nordkurve ist wieder zu Gast auf der Gegengerade. Das Verhalten und der Respekt unter Glubb-Fans waren gegen Kaiserslautern hervorragend – so muss das sein. Bitte respektiert auch diesmal Besucher (respektive Dauerkarteninhaber), die nicht ihren Platz wechseln wollten – es ist genügend Platz für alle auf der Gegengerade und wir haben alle das gleiche Ziel.

This is GLUBB!

Die roten Bullen kommen

… und zwar am Freitag zum Heimspiel des 1.FC Nürnberg. Die Schlagzeile „Die roten Bullen kommen“ prangt auch auf dem aktuellen Cover des Transparent Magazins. Im Interview kommen dort zwei Personen vom nicht offiziellen RB Leipzig Fanclub „Rasenballisten“ zu Wort. Allzu kritische Fragen mussten sie nicht beantworten – vielmehr wird herausgearbeitet, wie sich bei Red Bull so etwas wie eine Fanszene bildet und welche Probleme die Leute dort haben. Die Antworten der „Rasenballisten“ lassen einem dann komplett die Haare zu Berge stehen. Sie sind in der Summe die vermeintlich guten, kritischen Fans – welchen es vorrangig um die Stadt Leipzig geht und die ein zu großes Engagement von Red Bull auch nicht gut heißen.

Kostprobe:
„Das ist meine Wunschvorstellung, dass sie nicht sagen >Bäh, jetzt müssen wir hier wieder auswärts zu Red Bull fahren< , sondern >Wir fahren nach Leipzig und da erwartet uns was, da können wir mit Stimmung im Stadion rechnen< , das ist so meine Vision.“ Das klingt alles ganz nach dem Motto des „Nach den Ultras“-Berichts in der am Wochenende erscheinenden Ya Basta! #40. Ehrlich gesagt weiß man bei dem zehn Seiten langen Interview nicht, ob die Fragen oder die Antworten einem mehr das sprichwörtliche Messer in der Hose aufgehen lassen!

Scheiß drauf – am Freitag dürfen die Leipziger-Dosen auf wenig Gegenliebe hoffen und das ist auch gut so. Wir werden hier am Mittwoch-Abend noch genauer mitteilen, wie der Tag seitens der Nordkurve Nürnberg geplant ist! Bis dahin empfehlen wir – für alle die sie noch nicht kennen – die ARD-Doku „Die dunkle Seite von Red Bull“ als Einstimmung.

Wir bleiben hungrig: Ya Basta! #40 out now

Es ist so weit: Beim Heimspiel gegen Leipzig erscheint das Ya Basta! #40. Nach zehn Monaten ohne reguläre Ausgabe könnt ihr für lockere 4 Euro eines der hoffentlich heißbegehrten Hefte abstauben – denn mit 156 Seiten (Rekord!) konnten wir den Umfang noch einmal massiv nach oben schrauben. Ohne zu übertreiben glauben wir, dass uns da eine unserer Referenzausgaben geglückt sein könnte. Nicht nur deswegen raten wir euch, schnell zuzuschlagen. Die Auflage bleibt reduziert und unsere Sonderausgabe war an einem Spieltag ausverkauft! Zu finden sind unsere Verkäufer wie immer an den Einkaufswägen rund um den Eingang Nordkurve – vor und nach dem Spiel.

Als kleinen Appetizer gibt es hier auch wieder eine Leseprobe zu einem nachdenklichen Thema abseits des Stadions. Leider hatte und hat unsere Kurve immer wieder mit solchen Schicksalsschlägen des Lebens zu kämpfen…
Ya Basta! 40 – Leukämie: Die heimtückische Krankheit

Kurz in eigener Sache:
Nach sieben Jahren Ya Basta! (39 regulären und sechs Sonderausgaben) hatten wir kurze Zeit ans Aufhören gedacht. Denn mal ehrlich: Ohne uns würde die Nordkurve sicherlich nicht untergehen und der Arbeitsaufwand bleibt leider enorm. Es erforderte etwas Zeit uns neu zu motivieren. Letzten Endes rauften wir uns aber zusammen und konnten in der Sommerpause neuen Antrieb sammeln. Wir sind noch immer hungrig, unser Anspruch bleibt ungebrochen: Wir wollen das geilste Fanzine in Deutschland erstellen und unserer Kurve etwas mitgeben. Dieses Mal können wir euch folgende Speisekarte anbieten:

★ Neue Liga – neue Gegner: Es geht wieder los!
★ Leitwolf eines jungen Teams: Gespräch mit Club-Rückkehrer Jan Polak
★ Im Fokus: Nach den Ultras – Wenn die Folklore weiterlebt
★ Der Glubb is a Depp: 30 Jahre Rekord-Abstieg 1984
★ Nordkurve: Kritisch und ausführlich. Die letzten Partien des 1.FCN aus Kurvensicht.
★ Staatsfeinde: Weltweit sind Fanszenen von Gästeverboten betroffen. Wir vergleichen.
★ Lesestoff und Flimmerkiste: Dieses Mal u.a. mit einem Leserbrief an Christoph Ruf, Autor „Kurvenrebellen“. Weiteres Schmankerl: Ein Interview mit Groundhopper Martin Czikowski („Im Norden des Südens“).
★ Fight modern Football: Wir werfen einen kritischen Blick auf Red Bull und die Proteste. Außerdem gewährt einer unserer Schreiber Einblicke in seine WM-Wochen 2014.
★ Amici: Fett wie immer. Dieses Mal mit Wien, Göteborg und Larissa.
★ Auswärtsblock: (Riot-)Spezial Griechenland.
★ Uvm.

Hungrig: Ya Basta! #40 out now!

Außerdem noch einmal die Info:
Das Ya Basta! wird von UN-Mitgliedern erstellt, ist aber kein UN-Heft – ebenso wie unser Blog lediglich die Ansichten der Redaktion wiedergibt. In den meisten Fällen sind die Meinungen deckungsgleich. Punktuell kann es dennoch Unterschiede geben. – Nach wie vor ist auch Kritik am Heft gerne gesehen. Bitte aber dann persönlich/direkt (z.B. beim Ya Basta!-Verkauf) und nicht über drei Ecken oder auf Plattformen, die wir nicht besuchen.

Nächste Woche: RB Leipzig!

Red Bull erhitzt die Gemüter. Auch bei uns ist es bald soweit: Heute in einer Woche spielt der 1.FCN erstmals gegen RB Leipzig. Vor zwei Tagen hat 11 Freunde eine kleine Video-Reportage über die Fans von Austria Salzburg veröffentlicht. Dort war Red Bull 2005 eingestiegen. Sehenswert!
Einen ausführlichen und (in doppeltem Sinne) kritischen Bericht zum Thema Red Bull könnt ihr im neuen Ya Basta! #40 lesen.

Ich persönlich bin zufrieden, wenn ich meinen Kindern in 20-25 Jahren erzählen kann: „Es ist so wie früher“.

Ya Basta! #40 in Druck

Wir haben es geschafft! Gestern Nacht haben wir die Daten unserer neuen Ausgabe an die Druckerei geschickt. Angefangen haben wir mit der Ya Basta! #40 vor mittlerweile fünf Monate. Damals war es zunächst unklar wie wir weitermachen wollen. Es folgten ein paar redaktionelle und konzeptionelle Änderungen und ein arbeitsintensiver Sommer. Am Ende wurde es dennoch etwas stressig. Insbesondere unser selbsternannter „Art Director“ hatte alle Hände voll zu tun. Jetzt ist das Ding aber endlich fertig. Soll heißen: Nachdem wir im August mit dem Saisonheft vorgelegt haben, folgt jetzt die Kür – vorausgesetzt dass beim Druck nichts schiefgeht. Seid also gespannt, weitere Infos folgen die Tage!

Ya Basta! #40 in Druck!

Befreiungsschlag

Mit dem Spiel am Montag und der am Dienstag stattgefundenen JHV liegen zwei aufregende Tage hinter uns. Einen Rückblick zur JHV sparen wir uns an dieser Stelle, einen lesenswerten Bericht findet ihr bereits auf Clubfans United.

Daher wollen wir noch einmal den Blick auf Montag richten und uns zuerst bei den Clubfans der Gegengerade bedanken. Es ist wahrlich keine Selbstverständlichkeit, dass man sich in einer solchen Situation aufgeschlossen zeigt und im wahrsten Sinne des Wortes zusammen rückt. Wir sind sehr froh, dass dieser Tag zu einem gemeinsamen und positiven Erlebnis geworden ist. Einige haben mit uns in den ersten Reihe supportet, sind in eine andere Welt eingetaucht und hatten offensichtlich ihren Spaß dabei.

Klar, die Mannschaft trug dieses Mal auch viel dazu bei und wir haben endlich mal wieder ein Team gesehen, das zusammen auf dem Platz stand. Das Spiel ist deswegen noch lange kein Wendepunkt, zeigt aber deutlich: sie können es ja doch!

An dieser Stelle noch einmal der Hinweis, dass viele Fangruppen auch gegen Leipzig in den Blöcken 15a/b anwesend sein werden. Natürlich könnt ihr euch auch in umliegenden Blöcken oder darüber einfinden. Wichtig ist nur, dass ihr euren Nebenmann/frau respektiert. Dann sollte es am Ende wieder mit einem positiven Erlebnis klappen, an dessen Ende der FCN auch noch finanziell profitieren dürfte. Fantastisch!

JHV – Die Dritte

Schamel ist nicht der Heilsbringer!

Hanns-Thomas Schamel und die (bislang unbekannten) Unterstützer des Konzepts „Pro 2020“ greifen auf der kommenden Mitgliederversammlung nach der Macht im Verein. Das hört sich polemisch an, wenn wir den Worten in einem Bericht der SZ Glauben schenken wollen, könnte diese Aussage allerdings zutreffen. Wir hatten angekündigt ein paar unbequeme Wahrheiten über die Hintergründe, wie sie sich aus unserer Sicht darstellen, zu liefern. In der augenblicklichen Lage kann sicher keiner etwas gegen ein Konzept und eine mögliche Perspektive haben. Der Glubb befindet sich in einer misslichen Lage und da sind Veränderungen notwendig! Es muss jedoch die Frage erlaubt sein, wie diese aussehen sollten?

Umso gefährlicher ist, aus Sicht der Ya Basta!-Redaktion, leider das angebliche Konzept von Herrn Schamel. Denn außer einigen Versprechungen (die Internet-Freunde schreiben was von „back to the roots“) ist darüber in der Öffentlichkeit wenig bekannt. Deshalb fehlt leider eine Basis um es final zu beurteilen. Wir wissen ja noch nicht einmal genau, wer von den zur Wahl stehenden Kandidaten des Aufsichtsrates sich zu Schamel bekennt und wer eben nicht. Eine heikle Situation, denn ein paar schlaue beziehungsweise wohlklingende Worte dürfen nicht ausreichen, um den Mitgliedern die sprichwörtliche „Katze im Sack“ zu verkaufen.

Wenn wir das Konzept „Pro 2020“ also ablehnen, so tun wir dies auch aufgrund unserer Erfahrungen mit Herrn Schamel in den vergangenen Jahren. Der Ex-Aufsichtsrat hat in unserem Verein sicherlich auch so manch Positives geleistet – das Stellen wir gar nicht in Frage. Insbesondere jedoch wegen seines Verhaltens in den letzten Jahren ist er für uns nicht wählbar – unabhängig vom Konzept. Einige Anekdoten:

Abstieg 2008
Schamel verabschiedet sich aus dem Sponsorenkreis der „Clubfreunde“. In einem Kündigungsschreiben spricht er von einem kurzen Zwischenhoch (gemeint ist wohl der Pokalsieg) – in der Summe beschwert er sich jedoch über fehlende Vision und Prinzipien der „Megamarke“ 1.FCN (dieses Wort hat er damals schon benutzt). Vor allem lamentiert er über fehlende Integration der eigenen Jugendspieler und über „wenig planvolle Verpflichtungen beliebiger Durchschnittskicker aus allen Erdteilen“. Dieser Meinung kann man sein, aber dann im selben Jahr als Sponsor in Fürth einzusteigen ist schon dreist. Untragbar wird es, weil sein Heimatverein (Baiersdorfer SV – mit Hauptsponsor Schamel) dann sogar Jugend-Stützpunktpartner der Fürther wurde. Sich zurückzuziehen ist eine Sache, aber dann den Ligakonkurrenten und Rivalen direkt und indirekt zu unterstützen – und das im Rahmen der von ihm kritisierten mangelhaften Integration eigener Jugendspieler – geht gar nicht. Das war aktive Arbeit und ein Engagement gegen den 1.FC Nürnberg – und dieses hält übrigens bis heute an!

Ich bereue diese Liebe nicht
Wir hatten es hier schon in einem älteren Post erklärt: Schamels Firma wollte als einziger Sponsor den Geldbetrag für die beim Aue-Heimspiel mit „IbdLn“-Fahnen überhangene Werbebande zurück. Sehr fragwürdig, hatte er doch am 26.01.2014 noch eine Lobesmail an die Kampagne „Ich bereue diese Liebe nicht“ geschickt. Dort schreibt er der Aktion „höchsten Respekt“ zu: „Erst durch solche Aktionen kann die Clubfamilie [ihre] Kraft entfalten“ oder „Auf Fans wie Euch kann man stolz sein – macht weiter so“. Die Kampagne war also gut genug, beziehungsweise konnte sich auch Schamel damit identifizieren: „Als ich nach dem Schlußpfiff das feierliche Geschehen in der Nordkurve […] verfolgte, bekam ich direkt eine Gänsehaut“ – solange Hoffnung bestand. Es schien fast so, dass wir gemeinsam durch die Kampagne einen Impuls zur Wende geben könnten. Als es dann auf das Ende der Kampagne zuging und der Erfolg ausgeblieben war, hat Herr Schamel wohl noch ein weiteres Mal Gänsehaut bekommen. Konkret bei der Vorstellung, dass seine Werbebande im Sinne von „Ich bereue diese Liebe nicht“ für ein Spiel mit Zaunfahnen überdeckt wurde. Unmöglich – wie ein Fähnchen im Wind!

Niederlegung seiner Tätigkeit im Aufsichtsrat
Es mag legitim sein, wenn ein Sponsor seine Aktivitäten einstellt, weil er nur seinem Geld verpflichtet ist. Das von den Mitgliedern gegebene Mandat sollte man aber nicht so sorglos wie Herr Schamel wegwerfen. Nach gescheitertem Putsch im Aufsichtsrat (keine Mehrheit gegen die Vorstände im August 2014), legte Schamel sein Amt als Aufsichtsrat nieder. Jetzt könnte man sagen, dass so etwas ein Zeichen von Charakter ist – vielleicht ist das auch zutreffend! Nun aber – nach ein paar Monaten und einer in Aussicht gestellten neuen möglichen Mehrheit im Aufsichtsrat – einen neuen Anlauf zu nehmen, zeigt Schamels wahren Charakter. Und sofern wieder keine Mehrheit im Aufsichtsrat für seine Wünsche und Vorstellungen vorhanden wären, würde er dann erneut wie ein beleidigtes Kind reagieren?

Die Mitglieder wählen eine Person und haben das Recht, das diese für die gesamte Dauer ihrer Amtszeit ihre Überzeugungen (und respektive sind das auch die ihrer Wähler) vertritt. Schamel steht aus unserer Sicht vielmehr für: 2008 „läuft nicht wie geplant“, schnell weg und ab nach Fürth; 2014 „keine Mehrheit und unterschiedliche Auffassungen im Aufsichtsrat“, dann lege ich mein Amt eben nieder.

In der Summe ist so ein Mann – und leider auch die immer noch unbekannten Unterstützer des Konzepts „Pro 2020“ – nicht wählbar. Bei allen Problemen des 1.FC Nürnberg ist er nicht der „Heilsbringer“. Es reicht schon sein Verbündeter Günther Koch im Aufsichtsrat, der in seiner Amtszeit gerne mal sein Zimmer mit Bayern Schals dekoriert – siehe hier. Schamel selbst spricht zwar immer von der Megamarke-FCN (bereits 2008), aber in der Summe sind seine Erfolge als Aufsichtsrat (wo man doch Einfluss haben sollte) sehr übersichtlich. Mutmaßlich könnte die Fan-Kampagne „Ich bereue diese Liebe nicht“ in dem guten halben Jahr der Aktivität mehr für das Bild (die Marke) des 1.FC Nürnberg getan haben, als die vollmundigen Sätze des Ex-Aufsichtsrats. Und die Fan-Initiative kam sogar ohne direkte Sponsorengelder aus!

Die Mitglieder stehen am Dienstag vor wirklich schwierigen Entscheidungen – die aktuelle sportliche Misere des 1.FCN tut ihr übriges dazu. Jeder Glubbfan soll natürlich wählen, wen er für richtig hält. Bei manchen weiß man allerdings für was sie im Positiven, bei anderen für was sie im Negativen stehen! Oder warum gibt Schamel seine Gefolgschaft und vor allem einen potenziellen Sportvorstand nicht schon jetzt preis?

Wenn die Mitglieder am Ende in Schamel den Heilsbringer sehen, dann soll es so sein. Der zukünftige Kurs muss dann jedoch scharf beobachtet werden. Die Opposition steht den Fangruppen sowieso besser zu Gesicht.

Im Zusammenhang mit Schamel und seiner Geschichte verweisen wir auch auf folgende Blogs / Artikel:

BAC-Homepage und Nürnberg-Fan-Blog.


Der aktuelle Tag war mal wieder eine Schmierenkomödie der besten FCN-Art. Aufsichtsrat Koch spricht mit der Presse über Bader Entlassung bzw. Rücktritt – während seitens des Aufsichtsrats noch gar nicht final entschieden wurde. Am Ende spricht der Vorsitzende Schramm von „vereinsschädigendem Verhalten“ seitens Günther Koch.

Absoluter Tiefpunkt

Der Deckel wurde lange genug drauf gehalten. In der Abstiegssaison wurde der Mannschaft noch der Arsch gepudert und auch nach der historischen Derbyniederlage, dem erneuten Pokalaus gegen einen unterklassigen Gegner und weiteren Klatschen wurde trotzdem versucht, der jungen und neu zusammengestellten Mannschaft den Rücken zu stärken. Geduldig und mitunter zähneknirschend. Irgendwann lügt man sich jedoch selbst in die Tasche.

Nach Karlsruhe gab es daher erste, krasse Reaktionen. Wer dabei war, der weiß auch, dass es lange nicht so drohend und anmaßend war, wie es später in den Medien dargestellt wurde. Zunächst war ja sogar die Rede davon, die Spieler hätten ihre Trikots zur Besänftigung verschenkt und die meisten Spieler dürften die Aufforderung auch genauso interpretiert haben: Als Geste der Wiedergutmachung, weil sie wohl selbst einfach ein schlechtes Gewissen hatten. Also erspart uns das Gewäsch der Erniedrigung, Verunsicherung und den selbst anmaßenden Belehrungen aus der Ferne, was „wahre Fans“ zu tun oder zu lassen haben. Wer in Karlsruhe war, der weiß zudem, dass etwas passieren musste. Die x-te Feststellung, dass der Auftritt „blutleer“ war, hilft uns auch nicht mehr weiter. Während die einen aber immer nur den (virtuellen) Mund voll nehmen, müssen ein paar andere eben auch die notwendige Drecksarbeit im Stadion verrichten, über die man sich danach so herrlich – aber natürlich immer im Rahmen des auferlegten Leitbildes,sportlich fair und ganz frei von Beleidigungen und Diskriminierungen – echauffieren kann. Gern geschehen und natürlich halten die Fangruppen auch als Sündenbock für den Abstieg, verlorene Zweikämpfe und die Krise im Nahen Osten her.

Nach Heidenheim bestätigt sich jedoch die Einschätzung, dass es die Mannschaft (momentan) in dieser Konstellation einfach nicht verdient hat, das Trikot des ruhmreichen 1. FC Nürnberg zu tragen! 9x Deutscher Meister, 4x Pokalsieger – es war einfach nur beschämend, wie sich diese Truppe auf einem Dorfplatz hat abfertigen lassen. Das schlimmste daran: Es war kein Ausrutscher (mehr) und auch wenn es abzusehen war, dass die Qualität nicht für einen Aufstieg reichen würde – solche Leistungen sind nicht mehr zu entschuldigen!

Natürlich können wir nun mit der Fehlersuche weiter vorne (oder oben) anfangen. Die Kaderzusammenstellung, der junge/unerfahrene Trainer und die Zielgebung „Aufstieg“ waren in der Kombination – gelinde gesagt – riskant. Vielleicht war sogar die Verbeek-Entlassung im April in zweierlei Hinsicht ein entscheidender Fehler. Erstens um die erste Liga doch noch zu halten oder zweitens um mit ihm und einem erkennbaren Konzept in der zweiten Liga neu zu beginnen. Die Bader-Raus-Rufe haben daher ebenfalls ihre Berechtigung.

Allerdings löst diese Personalfrage wohl kaum und vor allem nicht möglichst sofort unsere sportlichen Probleme. Der Trainer ist hierbei natürlich immer die erste Stellschraube, es ist aber auch offensichtlich, dass es mal wieder in der Mannschaft rumort. Junge Spieler sind gekommen und haben sich gedacht, dass es „schon laufen wird“ und sie keine Verantwortung übernehmen müssen. Tja, und einigen Platzhirschen fehlt scheinbar völlig die Bindung zur Mannschaft – regelmäßige Trainingsbesucher werden das bestätigen können. Es besteht Handlungsbedarf. Der endgültige Umbruch scheint nun unausweichlich!

So richtig beschämend wird es jedoch, wenn man weiß, dass diese Krise bei anderen Personen erst die Sektkorken knallen lässt. Man möchte in der aktuellen Situation zwar am liebsten jeden vor die Türe setzen: Trainer, Mannschaft, Vorstand. Ebenso wenig dürfen wir Schamel und Gefolgschaft, die uns die Katze im Sack verkaufen wollen, damit jedoch die Türe öffnen. Denn – man mag es kaum glauben – es geht tatsächlich noch schlimmer… und im Gegensatz zum „Meerrettich-König“ werden wir hier noch ein paar konkrete Statements liefern – versprochen. Heute galt die Aufmerksamkeit jedoch der sportlichen Krise.

In diesem Sinne…
Nürnberg sucht den Heilsbringer.

… aber wenn wir Glubberer eines können, dann Krisen bewältigen! Aufstehen & kämpfen!

JHV 2014 – Die Zweite

Satzungsänderung §5

Auf der Mitgliederversammlung am Dienstag wird unter anderem über eine Neuformulierung des §5 der Satzung abgestimmt. Dieser Paragraph regelt Gestaltung und Verwendung des Vereinslogos bzw. der Farben des 1.FC Nürnberg.

Es liegen zwei Satzungsänderungsanträge vor, – einer kommt von der Satzungskommission, der andere aus Kreisen der Fanszene. Der zweite Antrag greift den Vorschlag der Kommission auf, lässt den 1.FC Nürnberg aber mehr Spielraum und regelt die Frage hinsichtlich der Spielkleidung genauer. Das Ya Basta! Spricht sich klar für die Annahme des überarbeiteten Antrags aus.

Die Vorgeschichte ist, dass hier seit geraumer Zeit eine gewisse Konfusion vorliegt (viele erinnern sich bestimmt noch an den Fehler in den Farbwerten, welcher erst auf einer der letzten JHVs richtig gestellt wurde). Seit vielen Jahren fixiert die Satzung sowohl die Gründungsfarben (rot und weiß), wie auch Traditionsfarben (rot und schwarz) des 1.FC Nürnberg. Auch die Gestaltung des Logos regelt dieser Paragraph. Hier übernimmt der zweite Antrag die Neuformulierung des Antrags aus der Satzungskommission. Bisher sprach man vom „roten Ball mit den weißen Schriftzeichen des 1.FCN“ – besser und genauer formuliert heißt es nun „ein rotes Rund-Logo mit innerem weißen Ring und den weißen Schriftzeichen des 1.FCN“. Das Logo bleibt selbstverständlich unangetastet in seiner Form – sonst würde in der Fanszene hoffentlich ein ganz anderer Sturm aufziehen.

Ein paar kurze Überlegungen sollen zeigen, warum die Farbfrage so wichtig ist und warum eine Überarbeitung des Vorschlags aus der Satzungskommission sinnvoll erscheint.

Der 1.FC Nürnberg hat über die Jahre hinweg verschiedene Rot-Töne benutzt. Ganz früher das bekannte Weinrot (genau kann dieser Farbton nicht mehr bestimmt werden), dann viele Jahrzehnte ein klassisches Rot (in unterschiedlichen Abweichungen, was auf wenig Bewusstsein hinsichtlich der Farbfrage zurück zu führen ist) und seit einigen Jahren nun eben das sogenannte Club-Rot (was im Schnitt vielen Leuten gefällt). Dieses Club-Rot hat in den letzten Jahren das klassische Rot fast vollkommen verdrängt – das klassische Rot wird seitens der Entscheidungsträger beim 1.FC Nürnberg nicht mehr benutzt. Das ist auch nicht weiter tragisch – aber, es gibt keinen Grund das Club-Rot nun via Satzung zur Maxime und einzig richtigen Farbe zu machen. Geschmack und Zeitgeist unterliegen Veränderungen – und vielleicht haben wir uns in ein paar Jahren an diesem doch sehr „modernen“ Farbton „satt“ gesehen. Nüchtern betrachtet hat das Club-Rot wenig mit dem traditionellen Weinrot gemeinsam – und durch die noch recht kurze Verwendung seit ein paar Jahren, kann es auch nicht mit besonders großer Tradition aufwarten. Es ist schön – und darf natürlich auch im überarbeiteten Satzungsvorschlag weiter benutzt werden. Um aber eine weitere Option zu haben, bietet die Satzung und die dort aufgeführten Farbkombinationen sozusagen den Steilpass für die Definition von zwei Rot-Tönen. Gründungsfarben rot weiß (hier klassisch Rot und weiß) und Traditionsfarben rot schwarz (Club-Rot und schwarz). Der überarbeitete Vorschlag definiert die Farben mittels Werten klar und eindeutig.

Darüber hinaus regelt der Vorschlag einen Sonderfall, der bisher eigentlich ein klarer Satzungsverstoß ist bzw. war. Es geht um den Sonderfall der Verwendung der „Outlines“ – wenn also nur der weiße Außenkreis und die Zeichen 1.FCN gestickt werden. Eigentlich schreibt die Satzung klar einen roten Untergrund vor („rotes Rundlogo“-Neuformulierung und „roter Ball“ aktuell gültige Formulierung der Satzung). Denken wir beispielsweise an die Benutzung des Logos auf den kurzen schwarzen Hosen des 1.FC Nürnberg – hier werden die Outlines alle paar Jahre auf schwarzem Untergrund gestickt. Das ist sinnvoll – gefällt auch vielen Leuten – und wird nur im überarbeiteten Vorschlag final geregelt. Es gibt also diese Ausnahme, aber es gibt sie nur zugunsten der Farbe schwarz. Jeder kennt bestimmt die aktuellen blauen Trainingskleider der Profis. Dort ist das Logo als Patch mit rotem Untergrund aufgebracht – das ist satzungskonform. Keiner will hoffentlich unser Logo auf blauem Hintergrund gestickt sehen (es gab in den letzten Jahrzehnten gelegentlich so einige abstruse Verwendungen der Outlines). Um diese Frage hinsichtlich der Spielkleidung sauber und endgültig zu regeln, erlaubt der Vorschlag die Ausnahme des Farbuntergrunds eben nur zugunsten der Farbe schwarz (vorrangig für die kurzen Sporthosen).

Soweit die Informationen hier und heute. Natürlich bekommt jedes Mitglied den Text der beiden Vorschläge – und eine entsprechende Erläuterung – spätestens in der Mitgliederversammlung. Es bleibt noch anzumerken, dass der überarbeitete Vorschlag sich nicht gegen die Satzungskommission richtet, sondern die Arbeit selbiger aufgreift und konstruktiv modifiziert.

Wir haben die Schnauze voll

Dass wir uns innerhalb der Ya Basta!-Redaktion viele Sorgen um den 1.FC Nürnberg machen ist selbstverständlich – und deshalb geben wir hier und heute auch mal unseren Kommentar zur aktuellen Lage ab.

Vorweg noch der Hinweis – natürlich weichen wir beim zweiten „Repressions-Spiel“ auch wieder auf den Block 15 aus. Die Karten für das Match gegen die Dosen aus Leipzig sind erhältlich – kauft euch 15ner Karten oder entsprechend daneben.

Jetzt aber zur Sache: Beim Glubb passt zur Zeit aber auch nichts! Schon vor der Saison wurde um etwas Geduld gebeten – die junge Mannschaft soll sich finden. Mit der Niederlage gegen Karlsruhe ist der Glaube daran verloren gegangen – zumindest in der augenblicklichen Kombination. Die Anhänger des 1.FC Nürnberg sind bewundernswert. Auch zu Beginn zeigten sie mit intensiven Gesängen und Schlachtrufen im vollen Gästeblock in Karlsruhe ihre Hoffnung und Hingabe für den Verein. Am Ende gab es nur pure Enttäuschung und ein klares Zeichen: Die Mannschaft wurde nach dem Spiel aufgefordert ihre Trikots auszuziehen, denn die Spieler waren es heute nicht wert den Verein zu vertreten. Eine krasse Geschichte – die Trikots wurden aber nicht weg- oder zurückgeworfen. Sie sind in guter Verwahrung und die Mannschaft hat so wenigstens ihre Demut gegenüber Verein und Kurve gezeigt. Deswegen kam es wohl auch zu keinen größeren Turbulenzen nach dem Spiel. Sollen sie in den nächsten Spielen zeigen, dass sie sich dieses Trikot wenigstens mit Willen und Einsatz verdienen. Das ist natürlich eine symbolische Geschichte – wir gehen fest davon aus, dass die Mannschaft auch am Mittwoch in Heidenheim in Trikots aufläuft. In der Halbzeit stellte sich der Vorstand Martin Bader der Kurve – es gab ein paar „Bader-raus“-Rufe – aber in der Sache zeigte er einmal mehr, dass er vor nichts davonläuft und sich jeder Situation stellt. Ihm wurden alle hier aufgeführten Kritikpunkte mitgeteilt.

Eingestehen sollten wir jedoch, dass die Kommunikation mit dem Block bezüglich des Gesprächs mit Bader und der „Trikot-Aktion“ hätte besser sein müssen. Hier wurde versäumt, via Megafon alle Fans auf Stand zu bringen. Beschwert haben sich bislang zwar auch nicht besonders viele Fans (einige haben nach dem Spiel immerhin die Leute angesprochen), aber Transparenz bezüglich der führenden Gruppe gegenüber den Auswärtsfahren im Block ist ein hohes Gut.

Was soll diese Saison noch alles passieren?

Historische Niederlage im Derby gegen Fürth, Erstrundenaus im Pokal bei einem Drittligisten und jüngst die beiden leblosen Auftritte gegen Düsseldorf und in Karlsruhe. Die Kurve ist leidgeprüft – denken wir an die letzte bittere Abstiegssaison. Und trotzdem hat man alles mitgetragen und bis zum Ende versucht, die Dinge positiv zu beeinflussen. Ansprachen an die Mannschaft, die Initiative „Ich bereue diese Liebe nicht“ und nach dem Abstieg auf Schalke sogar die Aufmunterung der Mannschaft. Wir waren Romantiker – glaubten wir doch an den guten Charakter der Truppe und damit auch an den Willen, den sprichwörtlichen Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen. Alles vergebens – am Ende sind die meisten Spieler in alle Himmelsrichtungen verschwunden bzw. dem Geld gefolgt. Der Niedergang ist ein fortlaufender Prozess. Es braucht jetzt klare Zeichen der Veränderung und eine Einsicht über gemachte Fehler – nur so kann das Ruder herumgerissen werden!

Die Mannschaft ist jung, in der Breite reichlich unerfahren und genügt bislang kaum den Ansprüchen der zweiten Liga. An Aufstieg ist momentan nicht zu denken! Der Verein muss ein dickes Transferplus erzielt haben (es wurde zuletzt ja sogar noch Kiyotake für eine ordentliche Summe untergebracht). Die Kosten für die aktuelle Mannschaft erscheinen dagegen übersichtlich. Das ist nicht weiter schlimm – würde man dann auch zugeben, dass man offensichtlich den etwas vorsichtigeren Weg geht. Junge Mannschaft – gehen wir mal davon aus, dass die doch auch alle irgendwie „kicken“ können und sich hier etwas entwickeln kann. Warum in aller Welt muss man sich dann aber selbst so einen Druck machen – von Wegen „Anspruch des 1.FC Nürnberg“ und „Sofortiger Wiederaufstieg“. Hat man Angst mit der Wahrheit Sponsoren oder Zuschauer zu verlieren? Sprichwörtlich: „drauf geschissen“! In der Summe bleibt hier die Forderung bzw. das Eingeständnis: Korrektur des Ziels! Es sollte genügend Geld da sein, rund um die Willigen des aktuellen Kaders eine Entwicklung abzuwarten bzw. zu fördern (was auch eine Ergänzung des Kaders beinhaltet), die mittelfristig wieder in die erste Liga führt.

Mit Trainer Ismaël ist man offensichtlich ein Experiment eingegangen – ein junger, auch noch unerfahrener Mann. Die Fans hatten keine Probleme mit ihm – aber es scheint einfach nicht zu funktionieren. Wir sprechen ihm bestimmt keine Kompetenzen ab, aber er erreicht augenblicklich nicht die Mannschaft – das ist offensichtlich. Kein Kampf – kein Einsatz – kein Aufbäumen und in letzter Konsequenz ist auch kein System zu erkennen. Natürlich sind wir alle Experten und „Hobby“-Trainer – aber die Aufstellung in Duisburg und die ein oder andere Auswechslung sind schwer nachzuvollziehen. Und dann hatte man den erfolgreichen Moment in Berlin (4:0 Sieg bei Union) – eine Mannschaft wie eine Einheit, was man an vielen kleinen Gesten erkennen konnte. Was ist denn aus „Never change a winning Team geworden“? Das Momentum verpuffte – leblose und erfolglose Auftritte folgten. Die dummen Bemerkungen von Valérien Ismaël über das Verhalten des Stadionpublikums (im Rahmen des Heimspiels gegen Düsseldorf – Pfiffe nach dem Rückstand) machen den Geduldsfaden auch nicht gerade fester. Für viele ist das Experiment gescheitert – schade eigentlich.

Diese fürchterliche Situation entsteht jetzt gerade im Vorfeld der wichtigen Jahreshauptversammlung am 30.09.2014. Die Revolution von Schamel und Konsorten soll für manche die Wende bringen. Wir werden in nächster Zeit hier noch einige Dinge zu dieser JHV posten – fragen uns aber seit geraumer Zeit, was hinter den vollmundigen Ankündigungen steht bzw. welche Substanz sie haben. „Konzept2020“ – klingt alles toll – Roß und Reiter der kompetenten Veränderungen (alternative Vorstandsbesetzung) und des erfolgreichen sportlichen Neugebinns (Trainer bzw. Sponsoren) benennen sie bislang aber auch nicht. Alles nur populistisches Dampfgeplauder – zumindest bislang.

Es ist alles so schrecklich – e basta (zumindest für heute)!

JHV 2014 – Die Erste

Fakten liefern wir zu einem späteren Zeitpunkt! Beginnen möchten wir die Berichterstattung zu den auf die Mitglieder zukommenden wichtigen Entscheidungen der JHV mit einem Lacher und der klaren Aussage: NEIN ZU SCHAMEL und NEIN ZU KOCH – der 1.Fc Nürnberg darf keine vorwiegend kapitalistisch ausgerichtete „Megamarke“ (wie es Schamel so schön in der SZ gesagt hat) werden. Eine Stadt – ein Verein!

Am Container – 15.09.2014

Der Winter naht! Daher gibts ab sofort wieder eine Neuauflage der modischen ANTI-FÜ-Mützen.
Gibt ja scheinbar immer noch Leute, die das gute Stück noch nicht haben – so viele Nachfragen in den letzten Wochen eingetrudelt sind…
Außerdem gibt es noch Restexemplare des NK/MMS-Schals und ein neues NK-Shirt.
Es lohnt sich also mal wieder am Container vorbeizuschauen, Aufkleber, Lesestoff und sonstigen Kleinkram gibts eh!

Musik: „Der Tag wird kommen“

Schöner Song, wichtiges Thema und einige Glubbfans im Video: Gefällt uns!



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