Warm-Up zur neuen Saison

Hiermit fahren wir langsam hoch auf Betriebstemperatur. Schließlich startet bereits am Sonntag offiziell die neue Glubb-Saison. Die Verantwortlichen haben in unseren Augen das einzig Richtige getan und einen (fast) kompletten Neuanfang gewagt. Sicherlich auch ein Signal an die Fans: Seht her, wir sind bereit uns zu ändern! – Wollen wir hoffen, dass die Arbeit Früchte trägt.
Auf den Rängen erwarten uns viele neue Gegner und Stadien. Einige gehören zwar sicherlich zur Kategorie Langweiler (Gruß nach Baden-Württemberg), immerhin ist das aber mal was anderes als Wolfsburg, Mainz oder Leverkusen. Objektiv betrachtet waren unsere Auftritte auf den Rängen im vergangenen Jahr eher Magerkost. Sicherlich war das auch der sportlichen Situation geschuldet. Dennoch hat sich da ein gefährliches Denken bei uns eingeschlichen: „Ich singe nur dann, wenn die Leistung passt!“ – Nein, bei uns Glubbfans war und soll das anders sein: Wir unterstützen unseren Glubb immer – und ganz besonders dann, wenn er hinten liegt.
Für die neue Saison haben wir wieder viel geplant und strotzen – trotz nicht immer günstiger Vorzeichen – nur so vor Tatendrang. Fasst auch ihr euch ein Herz. Packt noch einmal eine Schippe drauf. Und vor allem: Seid gerade jetzt stolz auf den 1.FCN. Stolz auf eine Fans. Und stolz auf die Lebenskultur, die wir uns in den vergangenen Jahren in der Nordkurve aufgebaut haben.

Und wenn wir uns schon zurückmelden, dann nicht ohne eine weitere Ankündigung: Nach fast neun Monaten gibt es bald wieder ein neues Ya Basta!. Wenn alles glatt läuft, könnt ihr euch spätestens zum Heimspiel gegen den FSV Frankfurt auf unseren Saisonrückblick freuen. Und der wird fetter denn je. Versprochen.

Sonderheft 12/13 Appetizer

Ein letztes Mal in der Sommerpause

Ihr habt es vielleicht bemerkt: Wenn hier in den vergangenen Wochen etwas los war, dann meistens um auf eine neue Ausgabe Kurvenfunk zu verweisen. So auch dieses, wenn auch zum vorerst letzten, Mal während der Sommerpause:

Kur­ven­funk Sum­meredi­ti­on – kom­men­den Mitt­woch von 18-19 Uhr – fühlt sich an wie Ur­laub fürs Trom­mel­fell!

The­ma­tisch neh­men wir euch mit auf eine weite, weite Reise in die bi­zar­re Ge­dan­ken­welt un­se­rer Ord­nungs­hü­ter:
Wir wol­len die mys­te­riö­sen Vor­gän­ge rund um den Ver­fas­sungsschüt­zer Mar­tin Thein be­leuch­ten und haben ein Ge­spräch mit einer ver­meint­lich be­spit­zel­ten Per­son aus der Nürn­ber­ger Fan­sze­ne geführt.

Martin Thein ist ein Fanforscher, der unter anderem eine Feldstudie zu den Ultras Nürnberg verfasst hat. Wie nun bekannt wurde, hat er über mehrere Jahre für den Verfassungsschutz gearbeitet. Ob und wieweit seine Recherchen in Fußballkreisen Teil dieser Tätigkeit gewesen sein könnten, darüber diskutiert das Kurvenfunk-Team am Mittwoch. Dürfte interessant werden! Alles weitere dazu auf dem Kurvenfunk-Blog.
Infos zum Saisonstart und neuen Ya Basta!-Ausgaben folgen die Tage. Ab dann werden wir euch wieder regelmäßig zur Verfügung stehen.

Branik-Radio

Morgen gibt es wieder eine Stunde Kurvenfunk. Hier der Blogpost unserer Kumpels:

Kennt ihr das? Es ist wie­der 18 Uhr und im Fern­se­hen läuft nur WM? Schluss damit! Kom­men­den Mitt­woch um 18 Uhr sen­det wie­der euer Kur­ven­funk für euch!
Wir be­rich­ten dies­mal für euch, von der au­ßer­or­dent­li­chen Mit­glie­der­ver­samm­lung beim Glubb und geben euch einen Über­blick über das Trans­fer­ka­rus­sel, wel­ches sich am Valz­ner­wei­her mäch­tig ge­dreht hat.
Au­ßer­dem wird in Ham­burg die­sen Som­mer ein „neuer Ver­ein“, der HFC Falke, als Re­ak­ti­on auf die Um­wand­lung des HSV in eine AG, aus der Asche ge­ho­ben. Prä­si­den­tin Ta­ma­ra Dwen­ger stand dem Kur­ven­funk zu einem ex­klu­si­ven In­ter­view be­reit.
Bis Mitt­woch!

Fanprojekt – unglücklich …

Aus Sicht der Fanszene wurde vor rund zwei Wochen einer Mitarbeiterin des Nürnberger Fanprojekts völlig überraschend gekündigt. Wir wollen jetzt gar nicht darüber lamentieren, ob nun die große Nürnberger Fanszene mit drei Halbtagsstellen und einem überschaubar kleinen Büro ausreichend durch ein so ausgestattetes Fanprojekt betreut werden kann. Vielmehr müssen hier ein paar unangenehme Fragen hinsichtlich der Entlassung gestellt werden …

Zunächst ein paar Informationen zur entlassenen Mitarbeiterin

… sie ist in der Fanszene gut vernetzt
… sie hat eine sozialpädagogische Ausbildung (nicht unerheblich für die Zertifizierung)
… sie hat vielen Leuten aus der Fanszene mit Engagement konkret geholfen

Warum musste sie also gehen?
Wir haben mit verschiedenen Leuten über die Entlassung gesprochen – es bleibt leider viel Raum für weniger schöne Spekulationen bzw. kein schlüssiges Gesamtbild. Erstens gab es wohl interne Spannungen innerhalb des Fanprojektes – welche aber nie in der Arbeit an der Basis aufgefallen sind. Vor diesem Hintergrund können diese Spannungen nicht ursächlich der Grund der Entlassung gewesen sein. Darüber hinaus wurde mit „teambildenden Maßnahmen“ schon erfolgreich an einer Verbesserung der Situation gearbeitet. Zweitens gab es seitens des 1.FC Nürnberg gelegentliche Beschwerden über die Mitarbeiterin. Nach verschiedenen Einschätzungen sieht es aber nicht so aus, als ob der Verein die Entlassung aktiv unterstützt oder gefordert hat – was ja auch ein gefährlicher Eingriff in die Unabhängigkeit des Fanprojektes wäre. Drittens hatten wohl die Vorstände des Trägervereins hier das letzte Wort – aus Sicht der Fanszene eine reichlich unglückliche und nicht nachvollziehbare Entscheidung!

Warum das so unglücklich ist?
Weil man nun die Stelle neu besetzen muss und die Fanszene nicht jeden neuen Mitarbeiter akzeptiert. Vertrauen muss über Handlungen und Beständigkeit aufgebaut werden – und es gibt auch Beispiele, wo dies gar nie gelingen mag. Außerdem hätte man Vertreter der Fanszene ruhig einmal fragen bzw. zumindest in die Meinungsbildung einbeziehen können. Zusammenarbeit und gegenseitige Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern und der Fanszene sieht anders aus. Auch wäre hier niemandem ein Zacken aus der Krone gebrochen – immerhin wird von den entsprechenden Leuten ja auch eine Bereitschaft zur Kooperation mit den Mitarbeitern gewünscht. Wem dieser Punkt egal ist – wer sozusagen denkt, dass man so etwas einfach über die Fanszene hinweg entscheidet, der hat von Fanarbeit schlichtweg keinen Schimmer oder ist offensichtlich nicht an einer erfolgreichen Arbeit interessiert.

Am Ende gibt es zwei Verlierer: Die Fanszene verliert eine akzeptierte Mitarbeiterin des Fanprojekts – eine Person, die immer ein offenes Ohr hatte und oftmals unkonventionell den Leuten im Problemfall geholfen hat. Die entlassene Mitarbeiterin hat ihre Arbeitsstelle verloren – wir hoffen, dass sie bald wieder in Lohn und Brot steht.

In diesem Sinne: Danke für deinen Einsatz und deine Hilfe – und trotzdem weiterhin viel Spaß beim Glubb!

Mittwoch Kurvenfunk

Die BadBrothers from the BigCity haben wieder eine neue Sendung „Kurvenfunk“ zusammengeschustert. Die Sendung wie gewohnt am kommenden Mittwoch (28.05.2014) um 18 Uhr auf der 95,8 MhZ bei Radio Z. Wer es live verpasst, der kann die Sendung auch via Soundcloud auf dem Blog der Buben „nachhören“.

Was Euch erwartet? Hier sprechen die Funker …

The­ma­tisch wol­len wir die Som­mer­pau­se nut­zen, um den Kopf frei zu krie­gen von die­ser sch**ß-​Sai­son und mal einen Blick über den Tel­ler­rand zu wer­fen:

- be­reits in der letz­ten Sen­dung haben wir das Thema „neue Fan­ge­set­ze in der Tür­kei“ an­ge­ris­sen. In die­ser Sen­dung wer­den uns die Ul­tras der Grup­pe Ka­raKi­zil von Gençler­bir­liği An­ka­ra zu den neuen Ge­set­zen gegen kri­ti­sche Fans Rede und Ant­wort ste­hen.

- der Mu­si­ker Mar­cus Wie­busch (Kett­car, but alive) wird in Zu­sam­men­ar­beit mit meh­re­ren Fuß­ball­clubs einen Kurz­film gegen Ho­mo­pho­bie im Fuß­ball dre­hen. Wir waren dort und woll­ten her­aus­fin­den was genau da­hin­ter steckt.

Au­ßer­dem haben wir wie­der jede Menge News aus und rund um die Welt der Fuß­ball­fans und na­tür­lich wie immer die beste Musik der Stadt.

In diesem Sinne – RIOT ON THE RADIO!

Dieser Sommer wird heiß

Nachdem Fürth den Aufstieg nicht gepackt hat, können wir uns jetzt endlich zurücklehnen. Sicher, der Abstieg schmerzt noch immer – das Verharren in Vergangenem hilft uns jedoch nicht weiter. Das einzige was ab jetzt zählt ist der sofortige Wiederauftstieg des 1.FC Nürnberg in die 1. Liga. Denn nur dort gehört unser Verein hin!
Wir werden auch der 2. Liga unseren Stempel aufdrücken: Auswärtsfahren, unsere Fahnen hochhalten und uns, wenn nötig, für den 1.FCN gerade machen. Denn auch wenn die Zweite natürlich nicht das gelbe vom Ei ist und die Anstoßzeiten nicht die fanfreundlichsten sind, gibt es keinen Grund unmotiviert zu sein. Wolfsburg tauscht halt mit Sandhausen und Leverkusen mit Ingolstadt… Juckt doch keine Sau!
An dieser Stelle auch noch eine Ankündigung in eigener Sache: Zu Saisonbeginn könnt ihr euch wieder auf neue Ya Basta!-Ausgaben freuen. Konzeptionell und redaktionell stellen wir uns dafür gerade neu auf. Freut euch auf mehr Biss und weniger Kompromisse. Das wird eine gute Geschichte!
Jetzt heißt aber erstmal: zurücklehnen, Kraft tanken und voller Tatendrang wiederkommen. Wir wünschen euch entspannte Wochen – sei es beim Touren durch ferne Länder oder beim Strandurlaub in Warnemünde.

Krone richten und mit geballter Faust in Liga 2!
Dieser Sommer wird heiß.

Nach vorne schauen!

Abgestiegen. Man tut sich natürlich immer leichter, wenn man einen Schuldigen hat. Die Ya Basta! Redaktion will sich nicht anmaßen und urteilen, woran es lag. Bei unserer Punkteausbeute bleiben die Spieler zwangsläufig als Versager in Erinnerung. Ihr derzeitiges Vermächtnis ist der Abstieg. Jeder Spieler hat es nun selbst in der Hand, diese Schuld zu begleichen und seine Zeilen in den Geschichtsbüchern unseres Vereins zu korrigieren. Denn das ist es, was am Ende einer Fußballkarriere übrig bleibt. Nicht das leicht verdiente Geld, sondern das Vermächtnis. Dazu braucht es nun Bekenntnisse! Verpisst euch und bleibt als Absteiger im Gedächtnis oder sggt es laut & deutlich, wenn ihr dieses Vermächtnis ändern wollt, bekennt euch zu diesem Abstieg, bekennt euch zu diesem Verein…

… und bekennt euch zu diesen Fans, die immer an euch geglaubt haben – nach einer Hinrunde ohne Sieg oder auch in den letzten 12 Spielen mit nur 3 Punkten! Es ist uns ein Rätsel, woher die Glubb-Familie ihren Glauben genommen hatte, als sie die letzten Spieltage gekommen war, um unseren Glubb zu unterstützen. Weniger weil sie es taten, sondern wie sie es taten. Vom Stehplatz zum Sitzplatz, vom Kind bis zum Opa. Unerschütterlich, bedingungslos, ohne die Liebe zu hinterfragen. Ohne Angst, mit Hoffnung auf ein Wunder. Woher kam der Mut? Er ist eigentlich nicht zu erklären.
Wahrscheinlich wird er erst in solchen Momenten geboren, damit uns auch in/vor der Zukunft nicht bange wird. Wir wussten alle, dass dieser Tag irgendwann kommen würde. Wir wissen, dass wir auch diese Zeit überstehen werden, wir werden niemals untergehen. Unser Glaube hat uns von der 3. Liga (innerhalb von 10 Jahren!) zum Pokalsieg geführt. Unser Glaube wird uns auch zukünftig begleiten. In der 2. Liga, in der 3. Liga und irgendwann auch wieder zu einem großen Titel.
Man weiß doch als Glubbfan eh, dass wir keinen Erfolg und ewige Erstligazugehörigkeit erwarten dürfen. Für uns gehts doch darum, dass wir eine gute Zeit miteinander haben. Mit Erfolg fällt das natürlich leichter, aber man weiß ihn nur zu schätzen, wenn man auch die Täler mitmacht. Wir werden auch in der 2. Liga eine gute Zeit miteinander haben, wir werden auch in der zweiten Liga stolz auf unseren Verein sein – so viel ist sicher! Es wird weitergehen! Es hört niemals auf!
Andere mögen mehr Geld haben, bessere Spieler, mehr Titel. Aber es sind nicht die Erfolge, die die Verbundenheit von Fans zu Verein (und umgekehrt!) stärken, es sind Momente wie am Samstag. Momente, wie wir sie schon die ganze Saison erleben durften. Momente, die unseren Glauben nähren und uns zurück bringen werden! Wir wissen das – jeder weiß das!

An dieser Stelle soll auch ein kleines Dankeschön nach Gelsenkirchen gehen. Als kurz vor Schluss fast das gesamte Stadion „Der FCN steigt wieder auf“ gesungen hat, war das Balsam für die geschundene Seele – auch wenn man es uns verständlicherweise nicht unbedingt angesehen hat. Natürlich ist das nur ein schwacher Trost, aber wir können wirklich stolz auf diese Freundschaft sein! Schalke und der FCN!

… und zu allerletzt wünschen wir uns, dass nicht jeder Fanbus den Zuschauss aus der Mannschaftskasse für einen Frustsuff hergenommen hat, sondern ihn vielleicht an Institutionen weitergeleitet hat, die das Geld nötiger haben. Hilfe für Anja eV zum Beispiel. Warum? Das brauchen wir an dieser Stelle ja nun wirklich nicht mehr erklären…

FCN!

Am Container

Die Saison neigt sich dem Ende – der Ausgang ist weiter unsicher … – egal wie es weitergeht, wir werden natürlich auch nächstes Jahr unseren GLUBB mit voller Stärke unterstützen. Vielleicht müssen wir uns einmal mehr die oft zitierte und uns zurecht zugeschriebene Leidensfähigkeit beweisen – vielleicht schaffen wir aber noch das Wunder und bleiben in der ersten Bundesliga. Stolz waren Glubbfans zu jeder Zeit - und deshalb greift das diesjährige Saisonshirt die Choreografie vom letzten Auswärtsspiel in Berlin auf: Deutscher Meister 1924! Das T-Shirt gibt es am Samstag beim letzten (regulären) Heimspiel der laufenden Saison (gegen Hannover) – wie gewohnt bekommt man das Shirt nur zusammen mit dem diesjährigen Fotojahrbuch und der Saisonkarte von Ultras Nürnberg 1994 (Saisonkarte für die kommende Runde 2014/2015) im Paket für günstige 15 Euro. Die Auflage des Pakets ist wie im letzten Jahr – pünktliches Erscheinen am Container ist ratsam.

Die Saisonkarte gibt es natürlich auch einzeln – für die altbekannten 5 Euronen. Mit dem Kauf der Karte unterstützt ihr die Ausstattung der Kurve mit Materialien, sie ist die einzige Voraussetzung für den Erwerb von Materialen / Kurvenklamotten am Container und sie symbolisiert euer Einverständnis mit den Aktionen von Ultras Nürnberg 1994.

In diesem Sinne: Der Endspurt hat begonnen – und wenn wir das Ziel diese Saison nicht erreichen, dann lecken wir in der Sommerpause unsere Wunden und werden 2014/2015 zeigen, dass unser geliebter Verein sich über weit mehr als eine Ligazugehörigkeit definiert! Forza Nordkurve Nürnberg!

Happy Birthday, Kurvenfunk!

Es hätte sicherlich schönere Anlässe gegeben um den 5. Geburtstag des Kurvenfunk zu feiern. Beim Glubb geht es gerade drunter und drüber. Erst der Abstiegskampf, jetzt der Trainerwechsel. Da fällt es schwer auf andere Gedanken zu kommen. Dementsprechend widmet sich auch die heutige Kurvenfunk-Sendung vornehmlich den vergangenen und kommenden Spieltagen. Einschalten lohnt sich: Um 18 Uhr auf der 95,8 MhZ oder per Li­ves­tream auf www.​radio-z.​net. Nach­träg­lich wie immer auf dem Kurvenfunk-Blog.
Die Ya Basta!-Redaktion gratuliert und schickt rot-schwarze Geburtstagsgrüße an das Radio der Glubberer aus der Nürnberger Südstadt. In den letzten Jahren habt ihr für viele Lacher (im positiven Sinne!) bei uns gesorgt. Wir wünschen euch weiterhin viel Spaß bei euren Sendungen – in der Hoffnung, dass es zum nächsten Jubiläum einen schöneren Anlass gibt!

Kufu_im_April

Letzte Chance

Vielen steht das Wasser jetzt schon zum Hals. Die Erwartungen nach der Niederlage gegen Gladbach sind rapide gesunken. Wolfsburg ist unsere letzte Chance!

Die Frage wie man mit dieser Situation umgehen will, wird jeder für sich anders beantworten. Nur in einer Sache werden sich alle treuen Glubbfans, die am Samstag nach Wolfsburg fahren, einig sein: Wir werden auch in der kommenden Saison zu unserem Verein stehen – egal in welcher Liga.

Dieses Treuebekenntnis wurde bereits in den letzten Wochen nach außen getragen und jeder Wolfsburg-Fahrer wird am Samstag eine Kleinigkeit (wird direkt am Stadioneingang ausgegeben) zurück bekommen. Es hätte mit Sicherheit einen schönere Rahmen für diese Aktion geben können, als möglicherweise den Tag der bitteren Gewissheit. Aber dieses „Danke an die eigenen Fans“ ist längst überfällig und es steht ohnehin über dem sportlichen Ausgang einer Saison.

Vielleicht ist es gerade deswegen auch ein aufmunterndes Zeichen an uns selbst und vielleicht erinnern wir uns in den schweren Zeiten wieder an so einfache Zeilen wie

Schon damals am Bolzplatz ein rot-schwarzes Trikot…

… und fragt mich doch mal heute, welche ich niemals bereute!

Alle mitmachen!
Typisierungsaktion am Samstag!

Viele Glubberer werden wahrscheinlich von dem Schicksal von Meli, einem Mitglied der Gruppe Ultras Nürnberg, gehört haben. Ende 2013 erreichte sie die Diagnose Blutkrebs. Seitdem kämpft Meli tapfer und unerschrocken. Immer wieder überrascht sie uns mit ihrer ungebrochenen Lebensfreude. Wir möchten ihr etwas zurückgeben.
Um Meli, genauso wie allen anderen Personen zu helfen, die auf der Suche nach einem geeigneten Knochenmarkspender sind, wird gemeinsam mit dem Verein „Hilfe für Anja“ eine große Typisierungsaktion veranstaltet. Am Samstag beim Heimspiel gegen Gladbach von 13.30-18 Uhr in der Nordkurve zwischen Container und Servicestelle sind alle Glubberer eingeladen, um sich in die Spenderkartei mitaufnehmen zu lassen. Hier die wichtigsten Infos.

Was wird da gemacht?
Um eure Gewebemerkmale analysieren zu können, wird ein Abstrich eurer Wangenschleimhaut entnommen (auf eine Blutentnahme kann verzichtet werden). Nach der Analyse im Labor werdet ihr in das zentrale Knochenmark-Spender Register Deutschland (KSRD) in Ulm aufgenommen. Dort stehen die Daten aller Spender weltweit zur Verfügung. – Umso mehr Personen sich in dieser Kartei befinden, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Krebspatienten einen geeigneten Spender finden.

Was passiert, wenn ich als Spender in Frage komme?
Falls ihr als potentieller Spender in Frage kommt, werdet ihr von der Deutschen Knochenmarkspender Datei (DKMS) kontaktiert. Zur Stammzellenspende gibt es aktuell zwei Verfahren. Bei der konventionellen Knochenmarkentnahme werden euch etwa 1,5 Liter Knochenmarkblut aus dem Beckenkamm entnommen. Weil hierfür jedoch Narkose und ein stationärer Aufenhtalt notwendig sind, wird das nur noch selten gemacht. Das gängigere Verfahren ist heute die periphere Blut-Stammzellsammlung. Hierbei erhält der Spender eine hormonähnliche Substanz, welche die Stammzellen vom Knochenmark ins Blut wandern lässt. Von dort können sie mit einem speziellen Blutspendeverfahren – ohne Narkose oder längeren Krankenhausaufenthalt – entnommen werden.
Ihr braucht vor einer möglichen Stammzellenspende also keine Angst haben. Das geht alles sehr stressfrei und unproblematisch über die Bühne!

Wer kann an der Aktion teilnehmen?

Typisieren lassen können sich Personen zwischen 18 und 55 Jahren. Wichtig ist lediglich, dass ihr gesund seid und keine Vorerkrankungen wie z.B. HIV, Tumorleiden, Diabetes, o.Ä. habt. Eine genaue Auflistung und Antworten auf häufig gestellte Fragen findet ihr hier.

Spenden notwendig!

Für die Analyse der Gewebemerkmale fallen pro Abstrich Laborkosten von rund 50 Euro an. Der Verein „Hilfe für Anja“ ist deshalb auch immer dringend auf Spenden angewiesen. Unsere Freunde aus Gelsenkrichen haben dem Verein vor kurzem bereits stolze 1.000 Euro überwiesen. Es wäre schön, wenn auch zahlreiche FCN Fans einen kleinen Obolus springen lassen würden.

Spendenkonto:
Raiffaisenbank Weiden
BLZ: 753 600 11
Konto: 750 75 00
IBAN: DE417536001100075360011
Gegen Angabe eurer Anschrift auf dem Überweisungsträger, schickt euch der Verein gerne eine Spendenquittung zu.

Auf geht´s Glubberer, beteiligt euch zahlreich! – Weil wir Glubbfans eine Familie sind.

Typisierungsaktion, Flyer, Vorderseite
Typisierungsaktion, Flyer, Rückseite

Kaempfen_meli

Video – FFM und Stuttgart

… und wie die Augen leuchten!

5 von 9
Die Augen leuchten wieder

… wir sind (mal wieder) zurück! So ehrlich muss man aber auch sein, Stuttgart war ganz, ganz schwach – aber scheiß drauf! Gestern war es ein toller Fußballabend und das wichtigste: die Menschen sind glücklich nach Hause gegangen! Wir werden uns noch lange an diesen Abend erinnern!

… nicht zuletzt auch aufgrund der Choreo. Es dürften viele Clubfans erkannt haben, warum Pyrotechnik ein fester Bestandteil unserer Fankultur sein kann. Sie wurde gewollt verantwortungsbewusst eingesetzt, hatte Pfiff und sah einfach gut aus! Es war ein positives Beispiel und es bleibt zu hoffen, dass es als solches auch von den handelnden Personen bei DFB/ DFL, Verein und Presse wahrgenommen wird. Man braucht sich ja nicht immer reflexartig hinstellen, etwas Schlechtes darin sehen und gezwungenermaßen die alte (überholte?) Leier von unschönen Szenen und dummen Idioten herunterbeten. Im Gegenteil, man könnte sich auch mal eingestehen:

Jawoll, so kann’s funktionieren!

leuchtende Augen

Förderkreis + KuFu

Vorprogramm im Radio

Als kleines Vorprogramm zum Spiel gegen Stuttgart könnt ihr morgen ab 18 Uhr auf dem Weg zum Stadion die 95.8 einstellen: auf Radio Z gibt es wieder eine geballte Stunde Ultras Radio. Thema dieses mal: Die hässliche Fratze des Weltfußballs in Form von tollen Events wie der WM in Katar. Analysen, Einschätzungen und Diskussionen. Dazu alles Aktuelle und Wissenswerte aus der Welt der Fankurven. Einschalten!

Der Förderkreis gibt einen aus!

Beim morgigen Spiel gegen den VfB Stuttgart gibt es die neuen Geschenke vom „Förderkreis Choreografien“ an dessen Stand abzuholen.
Wie immer geht an dieser Stelle ein Danke an alle, die bei der Finanzierung von Choreografien geholfen haben, ohne euch – ihr wisst schon – wäre all das nicht möglich gewesen, mille grazie!
Außerdem gibt es eine Collage vom Spiel bei der Hertha anlässlich der Choreo zur „Deutschen Meisterschaft 1924″.
Vorbei schauen lohnt sich also für alle, auch wenn man noch nicht Mitglied beim „Förderkreis Choreografien“ ist. Aber was nicht ist, kann ja noch werden!

Collage Choreo in Berlin

Kommentar zur Initiative

Was bedeutet eigentlich der Spruch „Ich bereue diese Liebe nicht“?

Vor dem Hintergrund der sportlichen Krise und des drohenden Abstiegs kommen zwischen den Zeilen mehr und mehr Zweifel am Spruch „Ich bereue diese Liebe nicht“ auf. Das ist einerseits verständlich und doch nicht konsequent bzw. viel zu kurzfristig gedacht.

Zunächst einmal drückt der Spruch die eigene Identifikation mit dem Verein 1.FC Nürnberg aus. Als Fans haben wir oft genug gezeigt, dass wir bei Krisen nicht das Handtuch werfen. Unser Verein hat so ziemlich alle erdenklichen Tiefen erlebt – erinnern wir uns nur an die Beispiele aus der „jüngeren“ Vergangenheit: 1996 der Fall in die Drittklassigkeit oder 1999 der bittere Abstieg aus der ersten Liga am letzten Spieltag (trotz 3 Punkten und 5 Toren Vorsprung). All diese Rückschläge haben aber nie dazu geführt, dass man nicht mehr zu seinem Verein steht oder sich für ihn engagiert – egal ob nun aktiv im Stadion oder durch das Bekenntnis zum FCN in Alltagssituationen (zum Beispiel am Stammtisch oder durch das Tragen von Symbolen im Alltag). Unser Verein ist mehr als 11 Spieler auf dem Feld. Jeder trägt durch sein Handeln und seine Überzeugungen seinen Teil zum Gesamtbild des 1.FC Nürnberg bei. Das Spruchband der Choreografie beim Pokalfinale 2007 in Berlin brachte dieses Grundbekenntnis auf den Punkt: „Auch in 39 Jahren ohne Titel waren wir stets stolz und treu!“. Man hätte auch sagen können – auch in 39 Jahren „voller Abstiege und bitterer Niederlagen“ waren wir stets stolz und treu.

Die Identität des 1.FC Nürnberg hat sich seit dem letzten Meistertitel 1968 geändert. Damals waren wir noch Rekordmeister und zum Teil noch sportliches Vorbild. Seither haben uns viele Vereine sportlich überholt – nicht in ihrer Gesamtbedeutung, aber im sportlichen Tagesgeschäft. Es ist vor allem den Fans des 1.FC Nürnberg zu verdanken, dass der Verein trotzdem eine Strahlkraft weit über die Stadtgrenzen hinaus behalten hat. Es ist dieser bedingungslose Glaube an ein „größeres Ganzes“ – der Verein sozusagen als Mosaik, welches sich aus verschiedenen Stücken zusammensetzt. Unser sportliches Stück kann im modernen Geld-Fußball nicht mehr glänzen (vom Pokalsieg 2007 und den Europacup Spielen danach einmal abgesehen – welch Glück für jeden, der das erleben durfte), aber die anderen Teile hielten wir so gut es ging sauber – sie strahlten fast zu allen Zeiten. Die Identifikation mit dem Verein ist eines jener Teilchen. Und vor diesem Hintergrund sollte jeder Fan sich genau überlegen, was für ihn „Ich bereue dieses Liebe nicht“ eigentlich bedeutet?

Die Gründer der Initiative / Kampagne haben ganz bewusst den Kontakt mit dem Verein – also mit den offiziell handelnden Personen am Valznerweiher – gesucht. Zusammen wird und wurde versucht, den positiven Grundgedanken „Ich bereue diese Liebe nicht“ auch auf die Spieler zu übertragen. Die Situation war nach dem Bundesliganegativrekord der Hinrunde (ohne einen Sieg) denkbar schlecht – und trotzdem will und wollte man sich nicht ergeben, sondern ein Teil der Wende sein. Natürlich hätte die aktive Fanszene die Aktion auch alleine durchführen können – sozusagen exklusiv als nach außen getragener Treueschwur. Das war aber in all den Jahren nicht so explizit notwendig und wäre es aus diesmal nicht gewesen – hier hatten und haben Taten immer mehr Gewicht als Worte. Das Ziel war und ist der große Schulterschluss aller Glubberer, um allen Fans sozusagen eine Fahne bzw. ein Motto zu geben – ein Hoffnung für die laufende Saison und über die Saison hinaus einen symbolischen Rettungsanker bzw. Hafen für die eigene Seele. Innerhalb einer Ultras-Mentalität lässt sich über den Schritt „auf den Verein zugehen“ trefflich diskutieren. Wer aber aber die Überzeugung von „Ich bereue diese Liebe nicht“ deswegen ablehnt, der muss sich auch der Kritik stellen, ob er seinen Verein bestmöglich unterstützen möchte – und auch alle Mittel der sportlichen Einflussnahme ausschöpft, oder ob nicht eigene Interessen und aufgezwungener Individualismus im Vordergrund stehen?

„Ich bereue diese Liebe nicht“ findet also auf zwei Ebenen statt. Einerseits formuliert sie die Überzeugung jedes einzelnen Fans, sich bedingungslos zum 1.FC Nürnberg zu bekennen. Das ist nichts neues (siehe die Ausführungen oben) – der Spruch transportiert aber diese Überzeugung sehr trefflich. Andererseits wurde er den Spieler mit auf den Weg durch die Rückrunde gegeben. Damit ist und war nie gemeint, dass sie frei von Kritik sind – ja vielleicht sogar einen Freifahrtschein in die zweite Liga haben. Natürlich gab und gibt es die Hoffnung, dass die Mannschaft von der positiven Energie profitiert. Mit Kampfbereitschaft und Einsatzwillen könnte sie sogar zeigen, dass vielleicht auch sie als Mannschaft (mit dem kleinen Wunder des möglichen Klassenerhalts nach dieser Hinrunde – und aktuell trotz aller Verletzten) zu einem Teil dieser Überzeugung werden können oder selbst sogar selbige Haltung annehmen (zumindest einigen Spielern darf man das zutrauen). Ob dieser Sprung der Initiative auf die Spieler bzw. die aktuelle Mannschaft gelingt, war zu keinem Zeitpunkt klar. Nach den ersten Spielen der Rückrunde keimte diese Hoffnung auf, nach den letzten Partien sind wieder vermehrt Zweifel angebracht – der Ausgang ist offen. Sicher ist aber schon jetzt: Für die eigen Haltung als Fan und dem Bekenntnis zum Spruch „Ich bereue diese Liebe nicht“ wäre eine Identifikation mit der Mannschaft schön und letztendlich dann eben auch sportlich erfolgreich, aber notwendig ist sie nicht.

Sollte der schlimme Fall eintreten und wir abermals den Gang in die zweite Liga antreten müssen, dann wird es wie immer kommen: In so vielen Herzen wird weiterhin die Fahne des 1.FC Nürnberg wehen. Und wer diese Fahne im Herzen trägt, der kann eben nicht anders – der wird für sein eigenes Seelenheil „diese Liebe niemals bereuen“. Es ist ein persönliches Glaubensbekenntnis daran, dass der 1.FC Nürnberg ein ganz besonderer Verein ist – ja, sogar mehr als ein Verein!



Referer der letzten 24 Stunden:
  1. google.com (165)
  2. ultras.ws (8)
  3. faszination-nordkurve.de (93)
  4. faszination-nordkurve.de (11)