JHV – Die Dritte

Schamel ist nicht der Heilsbringer!

Hanns-Thomas Schamel und die (bislang unbekannten) Unterstützer des Konzepts „Pro 2020“ greifen auf der kommenden Mitgliederversammlung nach der Macht im Verein. Das hört sich polemisch an, wenn wir den Worten in einem Bericht der SZ Glauben schenken wollen, könnte diese Aussage allerdings zutreffen. Wir hatten angekündigt ein paar unbequeme Wahrheiten über die Hintergründe, wie sie sich aus unserer Sicht darstellen, zu liefern. In der augenblicklichen Lage kann sicher keiner etwas gegen ein Konzept und eine mögliche Perspektive haben. Der Glubb befindet sich in einer misslichen Lage und da sind Veränderungen notwendig! Es muss jedoch die Frage erlaubt sein, wie diese aussehen sollten?

Umso gefährlicher ist, aus Sicht der Ya Basta!-Redaktion, leider das angebliche Konzept von Herrn Schamel. Denn außer einigen Versprechungen (die Internet-Freunde schreiben was von „back to the roots“) ist darüber in der Öffentlichkeit wenig bekannt. Deshalb fehlt leider eine Basis um es final zu beurteilen. Wir wissen ja noch nicht einmal genau, wer von den zur Wahl stehenden Kandidaten des Aufsichtsrates sich zu Schamel bekennt und wer eben nicht. Eine heikle Situation, denn ein paar schlaue beziehungsweise wohlklingende Worte dürfen nicht ausreichen, um den Mitgliedern die sprichwörtliche „Katze im Sack“ zu verkaufen.

Wenn wir das Konzept „Pro 2020“ also ablehnen, so tun wir dies auch aufgrund unserer Erfahrungen mit Herrn Schamel in den vergangenen Jahren. Der Ex-Aufsichtsrat hat in unserem Verein sicherlich auch so manch Positives geleistet – das Stellen wir gar nicht in Frage. Insbesondere jedoch wegen seines Verhaltens in den letzten Jahren ist er für uns nicht wählbar – unabhängig vom Konzept. Einige Anekdoten:

Abstieg 2008
Schamel verabschiedet sich aus dem Sponsorenkreis der „Clubfreunde“. In einem Kündigungsschreiben spricht er von einem kurzen Zwischenhoch (gemeint ist wohl der Pokalsieg) – in der Summe beschwert er sich jedoch über fehlende Vision und Prinzipien der „Megamarke“ 1.FCN (dieses Wort hat er damals schon benutzt). Vor allem lamentiert er über fehlende Integration der eigenen Jugendspieler und über „wenig planvolle Verpflichtungen beliebiger Durchschnittskicker aus allen Erdteilen“. Dieser Meinung kann man sein, aber dann im selben Jahr als Sponsor in Fürth einzusteigen ist schon dreist. Untragbar wird es, weil sein Heimatverein (Baiersdorfer SV – mit Hauptsponsor Schamel) dann sogar Jugend-Stützpunktpartner der Fürther wurde. Sich zurückzuziehen ist eine Sache, aber dann den Ligakonkurrenten und Rivalen direkt und indirekt zu unterstützen – und das im Rahmen der von ihm kritisierten mangelhaften Integration eigener Jugendspieler – geht gar nicht. Das war aktive Arbeit und ein Engagement gegen den 1.FC Nürnberg – und dieses hält übrigens bis heute an!

Ich bereue diese Liebe nicht
Wir hatten es hier schon in einem älteren Post erklärt: Schamels Firma wollte als einziger Sponsor den Geldbetrag für die beim Aue-Heimspiel mit „IbdLn“-Fahnen überhangene Werbebande zurück. Sehr fragwürdig, hatte er doch am 26.01.2014 noch eine Lobesmail an die Kampagne „Ich bereue diese Liebe nicht“ geschickt. Dort schreibt er der Aktion „höchsten Respekt“ zu: „Erst durch solche Aktionen kann die Clubfamilie [ihre] Kraft entfalten“ oder „Auf Fans wie Euch kann man stolz sein – macht weiter so“. Die Kampagne war also gut genug, beziehungsweise konnte sich auch Schamel damit identifizieren: „Als ich nach dem Schlußpfiff das feierliche Geschehen in der Nordkurve […] verfolgte, bekam ich direkt eine Gänsehaut“ – solange Hoffnung bestand. Es schien fast so, dass wir gemeinsam durch die Kampagne einen Impuls zur Wende geben könnten. Als es dann auf das Ende der Kampagne zuging und der Erfolg ausgeblieben war, hat Herr Schamel wohl noch ein weiteres Mal Gänsehaut bekommen. Konkret bei der Vorstellung, dass seine Werbebande im Sinne von „Ich bereue diese Liebe nicht“ für ein Spiel mit Zaunfahnen überdeckt wurde. Unmöglich – wie ein Fähnchen im Wind!

Niederlegung seiner Tätigkeit im Aufsichtsrat
Es mag legitim sein, wenn ein Sponsor seine Aktivitäten einstellt, weil er nur seinem Geld verpflichtet ist. Das von den Mitgliedern gegebene Mandat sollte man aber nicht so sorglos wie Herr Schamel wegwerfen. Nach gescheitertem Putsch im Aufsichtsrat (keine Mehrheit gegen die Vorstände im August 2014), legte Schamel sein Amt als Aufsichtsrat nieder. Jetzt könnte man sagen, dass so etwas ein Zeichen von Charakter ist – vielleicht ist das auch zutreffend! Nun aber – nach ein paar Monaten und einer in Aussicht gestellten neuen möglichen Mehrheit im Aufsichtsrat – einen neuen Anlauf zu nehmen, zeigt Schamels wahren Charakter. Und sofern wieder keine Mehrheit im Aufsichtsrat für seine Wünsche und Vorstellungen vorhanden wären, würde er dann erneut wie ein beleidigtes Kind reagieren?

Die Mitglieder wählen eine Person und haben das Recht, das diese für die gesamte Dauer ihrer Amtszeit ihre Überzeugungen (und respektive sind das auch die ihrer Wähler) vertritt. Schamel steht aus unserer Sicht vielmehr für: 2008 „läuft nicht wie geplant“, schnell weg und ab nach Fürth; 2014 „keine Mehrheit und unterschiedliche Auffassungen im Aufsichtsrat“, dann lege ich mein Amt eben nieder.

In der Summe ist so ein Mann – und leider auch die immer noch unbekannten Unterstützer des Konzepts „Pro 2020“ – nicht wählbar. Bei allen Problemen des 1.FC Nürnberg ist er nicht der „Heilsbringer“. Es reicht schon sein Verbündeter Günther Koch im Aufsichtsrat, der in seiner Amtszeit gerne mal sein Zimmer mit Bayern Schals dekoriert – siehe hier. Schamel selbst spricht zwar immer von der Megamarke-FCN (bereits 2008), aber in der Summe sind seine Erfolge als Aufsichtsrat (wo man doch Einfluss haben sollte) sehr übersichtlich. Mutmaßlich könnte die Fan-Kampagne „Ich bereue diese Liebe nicht“ in dem guten halben Jahr der Aktivität mehr für das Bild (die Marke) des 1.FC Nürnberg getan haben, als die vollmundigen Sätze des Ex-Aufsichtsrats. Und die Fan-Initiative kam sogar ohne direkte Sponsorengelder aus!

Die Mitglieder stehen am Dienstag vor wirklich schwierigen Entscheidungen – die aktuelle sportliche Misere des 1.FCN tut ihr übriges dazu. Jeder Glubbfan soll natürlich wählen, wen er für richtig hält. Bei manchen weiß man allerdings für was sie im Positiven, bei anderen für was sie im Negativen stehen! Oder warum gibt Schamel seine Gefolgschaft und vor allem einen potenziellen Sportvorstand nicht schon jetzt preis?

Wenn die Mitglieder am Ende in Schamel den Heilsbringer sehen, dann soll es so sein. Der zukünftige Kurs muss dann jedoch scharf beobachtet werden. Die Opposition steht den Fangruppen sowieso besser zu Gesicht.

Im Zusammenhang mit Schamel und seiner Geschichte verweisen wir auch auf folgende Blogs / Artikel:

BAC-Homepage und Nürnberg-Fan-Blog.


Der aktuelle Tag war mal wieder eine Schmierenkomödie der besten FCN-Art. Aufsichtsrat Koch spricht mit der Presse über Bader Entlassung bzw. Rücktritt – während seitens des Aufsichtsrats noch gar nicht final entschieden wurde. Am Ende spricht der Vorsitzende Schramm von „vereinsschädigendem Verhalten“ seitens Günther Koch.

Absoluter Tiefpunkt

Der Deckel wurde lange genug drauf gehalten. In der Abstiegssaison wurde der Mannschaft noch der Arsch gepudert und auch nach der historischen Derbyniederlage, dem erneuten Pokalaus gegen einen unterklassigen Gegner und weiteren Klatschen wurde trotzdem versucht, der jungen und neu zusammengestellten Mannschaft den Rücken zu stärken. Geduldig und mitunter zähneknirschend. Irgendwann lügt man sich jedoch selbst in die Tasche.

Nach Karlsruhe gab es daher erste, krasse Reaktionen. Wer dabei war, der weiß auch, dass es lange nicht so drohend und anmaßend war, wie es später in den Medien dargestellt wurde. Zunächst war ja sogar die Rede davon, die Spieler hätten ihre Trikots zur Besänftigung verschenkt und die meisten Spieler dürften die Aufforderung auch genauso interpretiert haben: Als Geste der Wiedergutmachung, weil sie wohl selbst einfach ein schlechtes Gewissen hatten. Also erspart uns das Gewäsch der Erniedrigung, Verunsicherung und den selbst anmaßenden Belehrungen aus der Ferne, was „wahre Fans“ zu tun oder zu lassen haben. Wer in Karlsruhe war, der weiß zudem, dass etwas passieren musste. Die x-te Feststellung, dass der Auftritt „blutleer“ war, hilft uns auch nicht mehr weiter. Während die einen aber immer nur den (virtuellen) Mund voll nehmen, müssen ein paar andere eben auch die notwendige Drecksarbeit im Stadion verrichten, über die man sich danach so herrlich – aber natürlich immer im Rahmen des auferlegten Leitbildes,sportlich fair und ganz frei von Beleidigungen und Diskriminierungen – echauffieren kann. Gern geschehen und natürlich halten die Fangruppen auch als Sündenbock für den Abstieg, verlorene Zweikämpfe und die Krise im Nahen Osten her.

Nach Heidenheim bestätigt sich jedoch die Einschätzung, dass es die Mannschaft (momentan) in dieser Konstellation einfach nicht verdient hat, das Trikot des ruhmreichen 1. FC Nürnberg zu tragen! 9x Deutscher Meister, 4x Pokalsieger – es war einfach nur beschämend, wie sich diese Truppe auf einem Dorfplatz hat abfertigen lassen. Das schlimmste daran: Es war kein Ausrutscher (mehr) und auch wenn es abzusehen war, dass die Qualität nicht für einen Aufstieg reichen würde – solche Leistungen sind nicht mehr zu entschuldigen!

Natürlich können wir nun mit der Fehlersuche weiter vorne (oder oben) anfangen. Die Kaderzusammenstellung, der junge/unerfahrene Trainer und die Zielgebung „Aufstieg“ waren in der Kombination – gelinde gesagt – riskant. Vielleicht war sogar die Verbeek-Entlassung im April in zweierlei Hinsicht ein entscheidender Fehler. Erstens um die erste Liga doch noch zu halten oder zweitens um mit ihm und einem erkennbaren Konzept in der zweiten Liga neu zu beginnen. Die Bader-Raus-Rufe haben daher ebenfalls ihre Berechtigung.

Allerdings löst diese Personalfrage wohl kaum und vor allem nicht möglichst sofort unsere sportlichen Probleme. Der Trainer ist hierbei natürlich immer die erste Stellschraube, es ist aber auch offensichtlich, dass es mal wieder in der Mannschaft rumort. Junge Spieler sind gekommen und haben sich gedacht, dass es „schon laufen wird“ und sie keine Verantwortung übernehmen müssen. Tja, und einigen Platzhirschen fehlt scheinbar völlig die Bindung zur Mannschaft – regelmäßige Trainingsbesucher werden das bestätigen können. Es besteht Handlungsbedarf. Der endgültige Umbruch scheint nun unausweichlich!

So richtig beschämend wird es jedoch, wenn man weiß, dass diese Krise bei anderen Personen erst die Sektkorken knallen lässt. Man möchte in der aktuellen Situation zwar am liebsten jeden vor die Türe setzen: Trainer, Mannschaft, Vorstand. Ebenso wenig dürfen wir Schamel und Gefolgschaft, die uns die Katze im Sack verkaufen wollen, damit jedoch die Türe öffnen. Denn – man mag es kaum glauben – es geht tatsächlich noch schlimmer… und im Gegensatz zum „Meerrettich-König“ werden wir hier noch ein paar konkrete Statements liefern – versprochen. Heute galt die Aufmerksamkeit jedoch der sportlichen Krise.

In diesem Sinne…
Nürnberg sucht den Heilsbringer.

… aber wenn wir Glubberer eines können, dann Krisen bewältigen! Aufstehen & kämpfen!

JHV 2014 – Die Zweite

Satzungsänderung §5

Auf der Mitgliederversammlung am Dienstag wird unter anderem über eine Neuformulierung des §5 der Satzung abgestimmt. Dieser Paragraph regelt Gestaltung und Verwendung des Vereinslogos bzw. der Farben des 1.FC Nürnberg.

Es liegen zwei Satzungsänderungsanträge vor, – einer kommt von der Satzungskommission, der andere aus Kreisen der Fanszene. Der zweite Antrag greift den Vorschlag der Kommission auf, lässt den 1.FC Nürnberg aber mehr Spielraum und regelt die Frage hinsichtlich der Spielkleidung genauer. Das Ya Basta! Spricht sich klar für die Annahme des überarbeiteten Antrags aus.

Die Vorgeschichte ist, dass hier seit geraumer Zeit eine gewisse Konfusion vorliegt (viele erinnern sich bestimmt noch an den Fehler in den Farbwerten, welcher erst auf einer der letzten JHVs richtig gestellt wurde). Seit vielen Jahren fixiert die Satzung sowohl die Gründungsfarben (rot und weiß), wie auch Traditionsfarben (rot und schwarz) des 1.FC Nürnberg. Auch die Gestaltung des Logos regelt dieser Paragraph. Hier übernimmt der zweite Antrag die Neuformulierung des Antrags aus der Satzungskommission. Bisher sprach man vom „roten Ball mit den weißen Schriftzeichen des 1.FCN“ – besser und genauer formuliert heißt es nun „ein rotes Rund-Logo mit innerem weißen Ring und den weißen Schriftzeichen des 1.FCN“. Das Logo bleibt selbstverständlich unangetastet in seiner Form – sonst würde in der Fanszene hoffentlich ein ganz anderer Sturm aufziehen.

Ein paar kurze Überlegungen sollen zeigen, warum die Farbfrage so wichtig ist und warum eine Überarbeitung des Vorschlags aus der Satzungskommission sinnvoll erscheint.

Der 1.FC Nürnberg hat über die Jahre hinweg verschiedene Rot-Töne benutzt. Ganz früher das bekannte Weinrot (genau kann dieser Farbton nicht mehr bestimmt werden), dann viele Jahrzehnte ein klassisches Rot (in unterschiedlichen Abweichungen, was auf wenig Bewusstsein hinsichtlich der Farbfrage zurück zu führen ist) und seit einigen Jahren nun eben das sogenannte Club-Rot (was im Schnitt vielen Leuten gefällt). Dieses Club-Rot hat in den letzten Jahren das klassische Rot fast vollkommen verdrängt – das klassische Rot wird seitens der Entscheidungsträger beim 1.FC Nürnberg nicht mehr benutzt. Das ist auch nicht weiter tragisch – aber, es gibt keinen Grund das Club-Rot nun via Satzung zur Maxime und einzig richtigen Farbe zu machen. Geschmack und Zeitgeist unterliegen Veränderungen – und vielleicht haben wir uns in ein paar Jahren an diesem doch sehr „modernen“ Farbton „satt“ gesehen. Nüchtern betrachtet hat das Club-Rot wenig mit dem traditionellen Weinrot gemeinsam – und durch die noch recht kurze Verwendung seit ein paar Jahren, kann es auch nicht mit besonders großer Tradition aufwarten. Es ist schön – und darf natürlich auch im überarbeiteten Satzungsvorschlag weiter benutzt werden. Um aber eine weitere Option zu haben, bietet die Satzung und die dort aufgeführten Farbkombinationen sozusagen den Steilpass für die Definition von zwei Rot-Tönen. Gründungsfarben rot weiß (hier klassisch Rot und weiß) und Traditionsfarben rot schwarz (Club-Rot und schwarz). Der überarbeitete Vorschlag definiert die Farben mittels Werten klar und eindeutig.

Darüber hinaus regelt der Vorschlag einen Sonderfall, der bisher eigentlich ein klarer Satzungsverstoß ist bzw. war. Es geht um den Sonderfall der Verwendung der „Outlines“ – wenn also nur der weiße Außenkreis und die Zeichen 1.FCN gestickt werden. Eigentlich schreibt die Satzung klar einen roten Untergrund vor („rotes Rundlogo“-Neuformulierung und „roter Ball“ aktuell gültige Formulierung der Satzung). Denken wir beispielsweise an die Benutzung des Logos auf den kurzen schwarzen Hosen des 1.FC Nürnberg – hier werden die Outlines alle paar Jahre auf schwarzem Untergrund gestickt. Das ist sinnvoll – gefällt auch vielen Leuten – und wird nur im überarbeiteten Vorschlag final geregelt. Es gibt also diese Ausnahme, aber es gibt sie nur zugunsten der Farbe schwarz. Jeder kennt bestimmt die aktuellen blauen Trainingskleider der Profis. Dort ist das Logo als Patch mit rotem Untergrund aufgebracht – das ist satzungskonform. Keiner will hoffentlich unser Logo auf blauem Hintergrund gestickt sehen (es gab in den letzten Jahrzehnten gelegentlich so einige abstruse Verwendungen der Outlines). Um diese Frage hinsichtlich der Spielkleidung sauber und endgültig zu regeln, erlaubt der Vorschlag die Ausnahme des Farbuntergrunds eben nur zugunsten der Farbe schwarz (vorrangig für die kurzen Sporthosen).

Soweit die Informationen hier und heute. Natürlich bekommt jedes Mitglied den Text der beiden Vorschläge – und eine entsprechende Erläuterung – spätestens in der Mitgliederversammlung. Es bleibt noch anzumerken, dass der überarbeitete Vorschlag sich nicht gegen die Satzungskommission richtet, sondern die Arbeit selbiger aufgreift und konstruktiv modifiziert.

Wir haben die Schnauze voll

Dass wir uns innerhalb der Ya Basta!-Redaktion viele Sorgen um den 1.FC Nürnberg machen ist selbstverständlich – und deshalb geben wir hier und heute auch mal unseren Kommentar zur aktuellen Lage ab.

Vorweg noch der Hinweis – natürlich weichen wir beim zweiten „Repressions-Spiel“ auch wieder auf den Block 15 aus. Die Karten für das Match gegen die Dosen aus Leipzig sind erhältlich – kauft euch 15ner Karten oder entsprechend daneben.

Jetzt aber zur Sache: Beim Glubb passt zur Zeit aber auch nichts! Schon vor der Saison wurde um etwas Geduld gebeten – die junge Mannschaft soll sich finden. Mit der Niederlage gegen Karlsruhe ist der Glaube daran verloren gegangen – zumindest in der augenblicklichen Kombination. Die Anhänger des 1.FC Nürnberg sind bewundernswert. Auch zu Beginn zeigten sie mit intensiven Gesängen und Schlachtrufen im vollen Gästeblock in Karlsruhe ihre Hoffnung und Hingabe für den Verein. Am Ende gab es nur pure Enttäuschung und ein klares Zeichen: Die Mannschaft wurde nach dem Spiel aufgefordert ihre Trikots auszuziehen, denn die Spieler waren es heute nicht wert den Verein zu vertreten. Eine krasse Geschichte – die Trikots wurden aber nicht weg- oder zurückgeworfen. Sie sind in guter Verwahrung und die Mannschaft hat so wenigstens ihre Demut gegenüber Verein und Kurve gezeigt. Deswegen kam es wohl auch zu keinen größeren Turbulenzen nach dem Spiel. Sollen sie in den nächsten Spielen zeigen, dass sie sich dieses Trikot wenigstens mit Willen und Einsatz verdienen. Das ist natürlich eine symbolische Geschichte – wir gehen fest davon aus, dass die Mannschaft auch am Mittwoch in Heidenheim in Trikots aufläuft. In der Halbzeit stellte sich der Vorstand Martin Bader der Kurve – es gab ein paar „Bader-raus“-Rufe – aber in der Sache zeigte er einmal mehr, dass er vor nichts davonläuft und sich jeder Situation stellt. Ihm wurden alle hier aufgeführten Kritikpunkte mitgeteilt.

Eingestehen sollten wir jedoch, dass die Kommunikation mit dem Block bezüglich des Gesprächs mit Bader und der „Trikot-Aktion“ hätte besser sein müssen. Hier wurde versäumt, via Megafon alle Fans auf Stand zu bringen. Beschwert haben sich bislang zwar auch nicht besonders viele Fans (einige haben nach dem Spiel immerhin die Leute angesprochen), aber Transparenz bezüglich der führenden Gruppe gegenüber den Auswärtsfahren im Block ist ein hohes Gut.

Was soll diese Saison noch alles passieren?

Historische Niederlage im Derby gegen Fürth, Erstrundenaus im Pokal bei einem Drittligisten und jüngst die beiden leblosen Auftritte gegen Düsseldorf und in Karlsruhe. Die Kurve ist leidgeprüft – denken wir an die letzte bittere Abstiegssaison. Und trotzdem hat man alles mitgetragen und bis zum Ende versucht, die Dinge positiv zu beeinflussen. Ansprachen an die Mannschaft, die Initiative „Ich bereue diese Liebe nicht“ und nach dem Abstieg auf Schalke sogar die Aufmunterung der Mannschaft. Wir waren Romantiker – glaubten wir doch an den guten Charakter der Truppe und damit auch an den Willen, den sprichwörtlichen Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen. Alles vergebens – am Ende sind die meisten Spieler in alle Himmelsrichtungen verschwunden bzw. dem Geld gefolgt. Der Niedergang ist ein fortlaufender Prozess. Es braucht jetzt klare Zeichen der Veränderung und eine Einsicht über gemachte Fehler – nur so kann das Ruder herumgerissen werden!

Die Mannschaft ist jung, in der Breite reichlich unerfahren und genügt bislang kaum den Ansprüchen der zweiten Liga. An Aufstieg ist momentan nicht zu denken! Der Verein muss ein dickes Transferplus erzielt haben (es wurde zuletzt ja sogar noch Kiyotake für eine ordentliche Summe untergebracht). Die Kosten für die aktuelle Mannschaft erscheinen dagegen übersichtlich. Das ist nicht weiter schlimm – würde man dann auch zugeben, dass man offensichtlich den etwas vorsichtigeren Weg geht. Junge Mannschaft – gehen wir mal davon aus, dass die doch auch alle irgendwie „kicken“ können und sich hier etwas entwickeln kann. Warum in aller Welt muss man sich dann aber selbst so einen Druck machen – von Wegen „Anspruch des 1.FC Nürnberg“ und „Sofortiger Wiederaufstieg“. Hat man Angst mit der Wahrheit Sponsoren oder Zuschauer zu verlieren? Sprichwörtlich: „drauf geschissen“! In der Summe bleibt hier die Forderung bzw. das Eingeständnis: Korrektur des Ziels! Es sollte genügend Geld da sein, rund um die Willigen des aktuellen Kaders eine Entwicklung abzuwarten bzw. zu fördern (was auch eine Ergänzung des Kaders beinhaltet), die mittelfristig wieder in die erste Liga führt.

Mit Trainer Ismaël ist man offensichtlich ein Experiment eingegangen – ein junger, auch noch unerfahrener Mann. Die Fans hatten keine Probleme mit ihm – aber es scheint einfach nicht zu funktionieren. Wir sprechen ihm bestimmt keine Kompetenzen ab, aber er erreicht augenblicklich nicht die Mannschaft – das ist offensichtlich. Kein Kampf – kein Einsatz – kein Aufbäumen und in letzter Konsequenz ist auch kein System zu erkennen. Natürlich sind wir alle Experten und „Hobby“-Trainer – aber die Aufstellung in Duisburg und die ein oder andere Auswechslung sind schwer nachzuvollziehen. Und dann hatte man den erfolgreichen Moment in Berlin (4:0 Sieg bei Union) – eine Mannschaft wie eine Einheit, was man an vielen kleinen Gesten erkennen konnte. Was ist denn aus „Never change a winning Team geworden“? Das Momentum verpuffte – leblose und erfolglose Auftritte folgten. Die dummen Bemerkungen von Valérien Ismaël über das Verhalten des Stadionpublikums (im Rahmen des Heimspiels gegen Düsseldorf – Pfiffe nach dem Rückstand) machen den Geduldsfaden auch nicht gerade fester. Für viele ist das Experiment gescheitert – schade eigentlich.

Diese fürchterliche Situation entsteht jetzt gerade im Vorfeld der wichtigen Jahreshauptversammlung am 30.09.2014. Die Revolution von Schamel und Konsorten soll für manche die Wende bringen. Wir werden in nächster Zeit hier noch einige Dinge zu dieser JHV posten – fragen uns aber seit geraumer Zeit, was hinter den vollmundigen Ankündigungen steht bzw. welche Substanz sie haben. „Konzept2020“ – klingt alles toll – Roß und Reiter der kompetenten Veränderungen (alternative Vorstandsbesetzung) und des erfolgreichen sportlichen Neugebinns (Trainer bzw. Sponsoren) benennen sie bislang aber auch nicht. Alles nur populistisches Dampfgeplauder – zumindest bislang.

Es ist alles so schrecklich – e basta (zumindest für heute)!

JHV 2014 – Die Erste

Fakten liefern wir zu einem späteren Zeitpunkt! Beginnen möchten wir die Berichterstattung zu den auf die Mitglieder zukommenden wichtigen Entscheidungen der JHV mit einem Lacher und der klaren Aussage: NEIN ZU SCHAMEL und NEIN ZU KOCH – der 1.Fc Nürnberg darf keine vorwiegend kapitalistisch ausgerichtete „Megamarke“ (wie es Schamel so schön in der SZ gesagt hat) werden. Eine Stadt – ein Verein!

Am Container – 15.09.2014

Der Winter naht! Daher gibts ab sofort wieder eine Neuauflage der modischen ANTI-FÜ-Mützen.
Gibt ja scheinbar immer noch Leute, die das gute Stück noch nicht haben – so viele Nachfragen in den letzten Wochen eingetrudelt sind…
Außerdem gibt es noch Restexemplare des NK/MMS-Schals und ein neues NK-Shirt.
Es lohnt sich also mal wieder am Container vorbeizuschauen, Aufkleber, Lesestoff und sonstigen Kleinkram gibts eh!

Musik: „Der Tag wird kommen“

Schöner Song, wichtiges Thema und einige Glubbfans im Video: Gefällt uns!

Heimspiel Lautern

Als hätten wir es geahnt! Gestern gab es hier noch einen Kommentar über Strafen und die aktuelle Situation in Nürnberg – heute kommt von Seiten Ultras Nürnberg 1994 folgener Aufruf bzw. Information:

„Für die Spiele mit geschlossenen Blöcken 7, 9 und 11 werden als alternatives Stimmungszentrum die Blöcke 15a und 15b benannt. Besorgt Euch für diese Blöcke Karten – und für den Fall, dass der 15er voll ist bzw. wird, gibt es ja auch noch die Blöcke daneben oder darüber – auf jeden Fall alle auf die Gegengerade!“

Also – gehen wir es an, es könnte spannend und lustig werden – keiner kann die Nordkurve stoppen!

Divide et impera oder zusammen stehen und kämpfen

Nach der Bestrafung durch den DFB aufgrund der Pyroshows in Fürth blieben zahlreiche Diskussionen natürlich nicht aus – teilweise leider auch mit einer gehörigen Portion Polemik, Unverständnis und/oder Mutmaßungen. Grund genug für das Ya Basta!, die aktuellen Geschehnisse mal zu durchleuchten und zu kommentieren.

Schauen wir uns zunächst die Ausgangslage an:

Nach einer wirklich beispielhaft, weil verantwortungsbewusst, durchgeführten „Pyro-Choreo“ gegen Stuttgart waren die Stimmen fast ausnahmslos positiv. So kann Pyro funktionieren – ein toller Fußballabend. Lediglich der DFB wollte dies nicht so sehen, blieb bei seiner starrsinnigen Linie und verdonnerte den FCN zu einer Bewährungsstrafe: Bei einem neuerlichen Vorfall sollten die Blöcke 7, 9 und 11 geschlossen werden.

Nun sparen wir uns an dieser Stelle einen tiefer gehenden Kommentar zum DFB-Sportgericht. Jeder, der nur beiläufig die Fußballszene in Deutschland verfolgt, weiß, dass sich Vereine wie Frankfurt, Bayern München, Köln oder Hamburg ein bisschen mehr (Pyro) leisten können, als beispielsweise Dresden oder eben Nürnberg. Seit dieser Lachnummer vom Spiel in Frankfurt 2008 haben wir eben ganz schön etwas auf dem Kerbholz, was nie wirklich hinterfragt oder korrigiert wurde. Jeder folgende Vorfall wird stattdessen massiver bestraft, als dies bei anderen Vereinen der Fall wäre und damit haben viele Glubbfans schon mal von Grund auf ein Problem – vor allem vor dem Hintergrund, dass über 2 Jahre in Nürnberg überhaupt keine Pyrotechnik gezündet wurde, was sich umgekehrt auch nicht positiv ausgewirkt hatte.

Darüber hinaus macht sich das DFB-Sportgericht auch durch seine immer neuen, kollektiven Bestrafungsmodelle wie Gästeverbote unbeliebt und unglaubwürdig, in dessen Folge sich Fans mit Karten aus anderen Bereichen eindecken und somit ein unkalkulierbares Sicherheitsrisiko geschaffen wurde. Denn hier liegt das Ziel nicht in einer sinnvollen (= zielführenden) Bestrafung bzw. Problemlösung, was man als Maßnahme ja noch nachvollziehen könnte, sondern in der Spaltung der Fans untereinander.

Nichts anderes bedeutete auch die aktuelle Bewährungsstrafe für die Heimblöcke. Die „Bekämpfung des Übels“ sollte an die Kurve weitergegeben werden – verbunden mit der Hoffnung, dass sich der Zorn aufgrund der irrwitzigen Strafen weniger gegen den DFB, sondern mehr gegen die eigenen Fans richten möge – und genau desewegen sind die Strafen ja auch so irrwitzig und kollektiv: Sie sollen Hass (untereinander) schüren und nicht etwa gerecht sein. Divide et impera – teile und herrsche. Genau deswegen werden auch die Vereine angehalten, die Strafen umzulegen, was den DFB als Kläger und den Verein als Angeklagten endgültig als Schmierenkomödie entlarvt.

Gibt es in dieser Thematik eine sinnvolle (=zielführende) Bestrafung?

Wenn man die Ultras bzw. deren Denkweise kennt/versteht, dann dürfte jedem die Antwort bekannt sein. Die Ultras sind in dieser Hinsicht nun einmal nicht weniger starrsinnig als der DFB und auf (kollektive) Strafen folgt selten eine Einsicht, vor allem wenn man der Meinung ist, dass diese überzogen bzw. ungerecht sind. Wer würde also ernsthaft glauben, dass diese Strafen keine neue Spannungsfelder aufbauen würden?

Versuchen wir uns einmal in die Lage der Ultras vor dem Derby bzw. nach der Bewährungsstrafe hinein zu versetzen, folgender Gedankengang könnte naheliegend gewesen sein:
Da die Bewährungszeit 9 Monate gelten sollte, könnten viele vermutet haben, dass dieser Zeitraum nie ohne Vorfälle bleiben würde. Entweder würden ein paar Versprengte – wie schon so oft (und auch kurz danach auf Schalke) – ihren Frustrauchtopf zünden oder irgendetwas Unvorhergesehenes würde passieren, weswegen die Schließung der Blöcke sowieso unvermeidbar schien. Und wer will schon so lange mit einem Damokles-Schwert über sich herumlaufen? Schlussfolgernd könnte sich dazu entschieden worden sein, den Zeitpunkt und die Art und Weise des „Verstoßes“ selbst zu bestimmen und das Auswärtsderby schien dafür die perfekte und lohnenswerteste Gelegenheit zu sein.

Darüber hinaus blieb sowieso gar keine andere Möglichkeit, als gegen die Auflagen zu verstoßen. Immer wenn sich der DFB ein neues Bestrafungsmodell ausdenkt, muss es – aus Sicht der Ultras – umgangen werden oder scheitern. Es darf nicht funktionieren, um aufzuzeigen, dass Pyrotechnik nicht durch Strafen zu verbannen ist. Der fromme Wunsch dahinter: Vielleicht kommen so die Verantwortlichen irgendwann ja doch noch zu der Einsicht, dass ein gemeinsamer Weg der ergiebigere und vor allem in allen Bereichen sichererer Weg ist (und genau darum geht es den Verantwortlichen doch, oder?!). Auch in Fürth blieb der Pyro-Einsatz von Ultras Nürnberg äußerst verantwortungsbewusst und beispielhaft – warum kann man daran nicht ansetzen? Nachdem der DFB aber scheinbar keine Lösung in einem Pyro-Kompromiss sehen will, wird sich der Konflikt weiter zuspitzen – solange wird jedoch weiter gefackelt.

Diese Denkweise muss man natürlich nicht teilen, aber als Verantwortlicher muss man sie in seinem Entscheidungsprozess mit einfließen lassen. Und weil es woanders scheinbar besser funktioniert, anbei ein aktuelles Video von unseren Freunden aus Griechenland, was hier natürlich die Begierde weckt:

… und tu doch nicht so, du magst es doch auch!

Wie geht es nun weiter?

Nun muss man kein Prophet sein, dass die Ultras (und große Teile der Blöcke 7, 9 und 11) auch diese Strafe umgehen werden. Besonders schwer dürfte es nicht fallen, wenn man bedenkt, dass das (große) Stadion in Zweitliga-Zeiten genügend freie Plätze bietet, um sich sogar geschlossen zu platzieren. Die Unterstützung von den Rängen dürfte also auch gegen Kaiserslautern und Leipzig gegeben sein – nur eben nicht aus der angestammten Kurve, sondern vielleicht von kurz daneben. Schon irgendwie paradox, wenn sich eigentlich nichts ändert, außer dem Standort. Mit Sicherheit könnte auch das eine Rolle bei der Überlegung, die Bewährung platzen zu lassen, gespielt haben. Was sollte denn bitte passieren? Wir sind uns sicher, dass hierzu bald eine offizielle Info mit dem Alternativ-Standort folgen wird.

Am Ende könnte es sogar noch einen Gewinner geben, wenn ein Großteil der Fans mit umzieht und die Strafe umgeht. Dann winkt dem FCN nämlich ein sattes Plus im 6-stelligen Bereich, was das Vorgehen des DFB endgültig ad absurdum führen würde. Also, Augen offen halten, einmal/zweimal etwas tiefer in die Tasche greifen, zusammen stehen und kämpfen! Es sollte schließlich im Interesse von uns allen sein, wenn am Ende der DFB vielleicht doch mal ins Grübeln kommen würde.

Denn: Mit Sicherheit gäbe es Mittel und Wege eine zufriedenstellende Lösung für alle Beteiligten zu finden – was mitunter ein Grund für die Ultras sein dürfte, Pyro eben nicht „einfach sein zu lassen“. Man müsste es nur wollen und wenn der DFB seine Bestrafungsmodelle mit Hinblick auf die Auswirkungen in der Stadion-Realität der letzten 3-4 Jahre resümieren würde, dann dürfte er – aus seiner Sicht – wahrscheinlich kein positives Fazit ziehen. Warum also daran festhalten? Stattdessen könnten die Verantwortlichen (bei DFB & Co) einige Spannungen aus dem momentanen Verhältnis nehmen. Oder wenigstens die Mittelalter-Philosophie im Hinblick auf die Bestrafung ablegen. Sie fordert es ja geradezu heraus, zu opponieren und sich zu solidarisieren.

Ya Basta! Saisonrückblick
Leseprobe 20 Jahre UN

Turbulente Zeiten – da will man natürlich auf dem neustens Stand bleiben und so wurde uns der Saisonrückblick förmlich aus den Händen gerissen. Ein paar wenige Restexemplare sind noch erhältlich, für alle, die leer ausgegangen sind, bieten wir hier wenigstens eine kleine Leseprobe an.
Die hat es dieses Mal aber in sich, denn wir haben uns entschlossen, den gesamten Themenkomplex zu 20 Jahre Ultras Nürnberg online zu stellen – immerhin freche 32 Seiten.

Ya Basta! Saisonrückblick 2013/2014
YB Saisonrückblick 2013/2014 – 20 Jahre UN

Ruhe in Frieden, Adi!

Ruhe in Frieden

Am Sonntag, den 8.6.2014, erreichte uns eine Nachricht, die für uns so weit weg schien und noch heute so unwirklich klingt. Adi, ein langähriges Mitglied unserer Gruppe, ein treuer Weggefährte unseres 1. FC Nürnberg kam bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Mit nur 23 Jahren wurde er von einer Sekunde auf die nächste aus seinem und unser aller Leben gerissen.

Noch heute ist es uns unbegreiflich, es ist schwer vorstellbar, dass wir ihn nicht mehr erleben können. Seine Späße, sein Lachen, seine Art. Adi war jemand, von dem du dir gewünscht hast, dass du ihn noch öfters sehen würdest. Nicht weil dann eine helfende Hand mehr beim Choreomalen oder eine Stimme mehr im Auswärtsblock war, sondern weil du seine Gesellschaft geschätzt hast.

Das Leben meinte es nicht immer gut mit Adi, das hat es auf die ungnädigste Weise gezeigt. Aber Adi liebte das Leben und daran werden wir uns immer erinnern. Denn so lange er in unseren Herzen wohnt, lebt er weiter und kann nicht sterben!

Wir wissen, du bist jetzt an einem besseren Ort und schaust von oben auf uns nieder. Siehst uns in der Kurve stehen und deinen rot-schwarzen FCN spielen. Und wenn der Wind weht, so ist es, als hörten wir dich sagen:

Und wenn du dich getröstet hast, wirst du froh sein, mich gekannt zu haben. Du wirst immer mein Freund sein. Du wirst dich daran erinnern, wie gerne du mit mir gelacht hast.

Man muss so einen Schicksalsschlag (leider) erst erleben, um zu erfahren, was er verändert. Er verändert den Blickwinkel. Plötzlich geht es nicht mehr darum, die dicksten Eier in der Kurve zu haben, plötzlich geht es nicht mehr darum, (sportlichen) Erfolg zu haben.

Dir wird stattdessen bewusst, wie wertvoll die gemeinsame Zeit mit deinen Leuten in der Kurve ist. Dir wird bewusst, dass sie vergänglich ist und du willst jeden Moment genießen, bevor du erst in ein paar Jahren feststellen wirst, dass sie die geilste Zeit in deinem Leben ist. Und du bist nicht glücklicher, weil du in dieser Zeit Meister geworden bist oder eine wahnsinnige Choreo rausgehauen hast. Du bist glücklich, weil du mit deinen Freunden eine gute Zeit verbracht hast.

Mit diesem Bewusstsein gehen wir im Sommer 2014 in die 2. Liga. Denk auch du dran, wenn du wieder in die Kurve gehst, jedes Spiel: es ist die geilste Zeit in deinem Leben!

Danke Adi! Ruhe in Frieden!

Gegen den FSV Frankfurt erwiesen wir Adi im Stadion, seinem Lieblingsort, die letzte Ehre. Ein emotionaler Moment, dem auch seine Eltern und Freundin beiwohnten, die mit uns den Tag verbrachten. Sie haben einen kleinen Einblick in unser und Adis Fußball-Leben bekommen und wir hoffen, dass wir ihnen in dieser Zeit etwas Trost spenden konnten.

Am Container – 23.08.2014

Das zweite Heimspiel steht an. Damit ihr alle Termine im Blick behaltet, gibt es auch dieses Jahr den Saisonkalender (September 2014 bis August 2015) der Nordkurve. Wie letztes Jahr geht der Gewinn an die Jungs und Mädels der Arbeitsgruppe Assistenza. Wer davon noch nie gehört hat: Assistenza besteht aus Leuten von Ultras Nürnberg 1994, die sich persönlich für soziale Zwecke innerhalb der Szene und darüber hinaus einsetzten. Manchmal sind das nur kleine menschliche Gesten und Aufmunterungen – manchmal hilft aber auch eine „banale“ Geldspende. Die letzte Aktion der Gruppe war eine finanzielle Zuwendung für einen „Hunde-Gnadenhof“ im Nürnberger Raum. Um hier auch weiterhin verschiedene Geschichten stemmen zu können, gibt es unter anderem den Saisonkalender. Ihr bezahlt 5 Euro und habt ein ganzes Jahr die Kurve und alle Termine im Blick – und mit dem Gewinn geschieht auch noch viel Gutes.

Coole Typen lesen Ya Basta!

Coole Typen lesen Ya Basta!

Die coolsten Dudes aus Deiner Kurve halten sich nicht nur physisch in Schuss. – „Nach dem Training ein Sportler-Hefe? Nach dem Training eine Runde Ya Basta!“, lautet die Devise. Denn wer der Babo in der Kurve sein möchte, der hält auch seine grauen Zellen in Form. Schließlich möchte man immer auf dem neuesten Stand über seine Szene sein.

Deshalb investiert die Sektion Muscle-Shirt nicht nur in Supplements, sondern stattet den Ya Basta!-Verkäufern beim Heimspiel gegen den FSV Frankfurt einen kurzen Besuch ab. Für läppische 4 Euro gibt es dort den Ya Basta!-Rückblick über die Saison 2013/14. Auf satten 146 Seiten erfahren Glubberer dieses Mal alles über die Kampagne „Ich bereue diese Liebe nicht!“, die Ausflüge der Sektion SV und sicherlich auch manche Anekdote zu den Kurven-Fights der vergangenen Saison.

Wer die bösen Jungs live erleben will, braucht dieses Mal also nicht am Gästeparkplatz Ausschau halten. Wahrscheinlich sitzen sie vor der Kurve – und unterziehen sich einem ausgiebigen Ya Basta!-Studium.

Denn: Coole Typen lesen Ya Basta!

Out Now: Ya Basta! Saisonrückblick 2013/14

Was lange währt wird endlich gut. Wir haben es geschafft: Zum Heimspiel gegen den FSV Frankfurt gibt es den Ya Basta! Saisonrückblick 2013/14. Das Ya Basta! bleibt euch somit auch in dieser Saison erhalten. – In der inzwischen achten Saison ist es eine der wenigen wirklichen Konstanten beim 1.FCN.

Ya Basta! Saison 2013/14

Dieses Mal bieten wir euch auf satten 146 Seiten (Rekord!) für gerade einmal 4 Euro die folgenden Themen:

★ Kurvencheck: Wir lassen die vergangene Saison Revue passieren, feiern uns selbst und sparen nicht mit Kritik
★ Diffidati presenti: Die Sektion SV nimmt euch mit auf Kneipentour durch die Bundesrepublik
★ Szene-Interview: Dieses Mal mit zwei jungen UN-Mitgliedern. „Ernst, skurril, hintergründig, krank“.
★ Rückblick auf 20 Jahre UN: Die Geschichte, die Feier.
★ Amici: News von unseren Freunden aus ganz Europa
★ Worte aus der Kurve: Hintergründe zu allen Choreos und Spruchbändern der vergangenen Saison
★ Sportlicher Rückblick: Für alle Statistik-Nerds
★ Ich bereue diese Liebe nicht: Wieso, weshalb, warum?!
★ Außerdem: Die Saison von A bis Z, die Kampagne „Max-Morlock-Stadion jetzt!“, uvm.

Die Ya Basta!-Verkäufer findet ihr rund um den Eingang Nordkurve, davor wie dahinter. Einfach nach den orangenen Einkaufswägen Ausschau halten. Wir versuchen ab sofort auch das Heft weitestgehend selbst, also mit Redaktionsmitgliedern, zu verkaufen. Falls ihr Wünsche, Anregungen oder Kritik habt, könnt ihr das am besten dort an den Mann bringen.

Der leicht erhöhte Preis von 4 Euro ergibt sich aus einem 6-seitigen Cover (!) und der gestiegenen Seitenzahl. Wegen letzterer mussten wir auf ein teureres Druckverfahren und Klebebindung umsteigen. Natürlich ist das jetzt ein stolzer Preis – vor allem weil sich das Ya Basta! jeder leisten können soll. Bei Planung des Heftes (damals noch mit weniger Seiten und günstigerem Druck) hatten wir sogar einen Verkauf auf Spendenbasis in Erwägung gezogen. Aber Leute, mal Hand aufs Herz: Wenn euch die Informationen etwas wert sind, dann habt ihr auch 4 Euro dafür über. – Wir betonen: Wir machen mit unserem Magazin keinen Reibach. Das Ya Basta! bleibt ein unkommerzielles Projekt. Wir kommen gerade so auf eine schwarze Null – wenn alle Hefte verkauft werden.

Viel wurde in der Vergangenheit auch über die Ausrichtung des Ya Basta! diskutiert. Um es hier noch einmal festzuhalten: Wir schreiben vor allem das, was wir als Redaktion denken, fühlen und für gut befinden. Wir alle sind Mitglieder bei Ultras Nürnberg, vertreten allerdings in erster Linie unsere eigene Meinung und nicht die Meinung von UN. Etwas anderes zu behaupten wäre schließlich auch Blödsinn: Bei UN gibt es eben nur selten „die eine gültige Antwort“ zu einem Thema. Das merken wir bereits in unserer kleinen Redaktion: Bei sechs Personen gibt es zu manchen Themen sechs unterschiedliche Meinungen. Schon da fällt es manchmal schwer sich auf eine Sichtweise zu einigen.

Deshalb wollen wir uns etwas davon lösen „Das Sprachrohr der Kurve/UN“ zu sein. Wir veröffentlichen in erster Linie ein Magazin, das sich für uns richtig anfühlt. Da ist es ganz normal, dass einige Aussagen manchen nicht schmecken werden. Die Formel lautet dabei ganz einfach: Wer das Ya Basta! mag, der darf es gerne lesen. Wer das Ya Basta! nicht mag, der lässt es eben bleiben. Wir können und wollen nicht allen gefallen. Wir werden uns selbst weniger Druck machen.

Sommerloch bei Polizei und BILD

Es ist wieder Sommerloch. Das wissen auch die Pressestellen der Polizei und der Innenministerien. Kaum verwunderlich also, dass die Ankündigung über verringerte Polizeipräsenz bei Fußballspielen in Nordrhein-Westfalen gerade jetzt, zu Beginn dieser Woche erschienen ist. Über Sinn, Unsinn und tatsächliche Hintergründe (Ist das vielleicht nur Taktik?!) lässt sich streiten. Fest steht aber, dass Polizei und NRW-Innenministerium schon jetzt das Sommerloch, inklusive bevorstehendem Bundesliga-Beginn optimal genutzt haben.
Einigen Medien war die Meldung nur eine kurze Randnotiz im Sportteil wert. Anderen Zeitungen und Nachrichten-Sendungen diente sie gleich als Aufmacher. Denn Fußball geht immer. Und die neuesten Wehwechen eines Bastian Schweinsteiger sind nach gefühlten 20 Wochen Schland-Berichterstattung eher uninteressant. Also wird über Polizei, Fans und „einzelne Unverbesserliche“ diskutiert. So als würde in Israel, der Ukraine oder sonstwo nichts passieren. Vielleicht wurden diese Themen auch schon zu oft „gespielt“. – Innenministerien und Polizei dagegen haben die notwendie Aufmerksamkeit erhalten. Die Pressestellen in NRW können sich in ihrer nächsten Medienresonanzanalyse selbst auf die Schultern klopfen.
Dennoch: So hundertprozentig catcht auch dieses Thema keinen mehr. Gewalt beim Fußball, Polizei, Hooltras – alles schon oft genug erzählt und wenig sexy. Daran können weder das Sommerloch noch der Bundesliga-Beginn etwas ändern. – Genau für solche Fälle gibt es aber das Investigativ-Monster BILD. Ein bisschen Recherche, ein paar nette Infografiken – fertig sind „Deutschlands gefährlichste Fußball-Städte“. Darunter solche Randale-Hochburgen wie Minden, Würzburg oder Hamm. Schließlich seien das beliebte Umsteige-Bahnhöfe für Auswärtsfahrer. Passend dazu werden dem Springer-Kunden gleich mehrere Spieltagskonstellationen genannt, bei denen an diesen Bahnhöfen mit Jahrhundert-Randale zu rechnen sei. Das wiederum hat der Bild-Blog, ein Watch-Blog für deutsche Medien, sehr schön analysiert. So genau können es die Damen und Herren von BILD mit ihren Recherchen nämlich nicht genommen haben. Es ist eben Sommerloch – und da stehen bei BILD offensichtlich nur beschränkte Kapazitäten zur Verfügung.

BILD im Sommerloch
Die Nordkurve fand bereits mehrfach deutliche Worte zu BILD und Springer.



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