Blocksperre gegen Aue

Nordkurve Nürnberg,

in dieser Woche hat uns der DFB erneut mit einer Sperre der Blöcke 7,9 und 11 sanktioniert. Die Strafe greift im Heimspiel gegen Aue am 15. April 2017.

Nach den Vorfällen in Karlsruhe im Oktober 2016 ist das vermutlich nur eine Frage der Zeit gewesen. Wahrscheinlich haben wir auch damit rechnen müssen. Trotzdem ist uns die Sinnhaftigkeit solcher Sanktionen schleierhaft. Bereits zum vierten Mal sind unsere Stimmungsblöcke gesperrt.

Auch dieses Mal wird es in einem Stadion, das aktuell nur zur Hälfte ausgelastet ist, kein Problem sein, sich für einen anderen Sektor Karten zu organisieren. Die Nordkurve kann auch von der Gegengerade supporten. Die Frage ist nur: Wollen wir das überhaupt?

Wir sind uns diesbezüglich selbst unschlüssig. Deshalb würden wir gerne eure Meinung hören. Kommt deshalb bitte am Freitag, 31. März nach dem Spiel gegen Karlsruhe mit ins UN-Lokal und diskutiert mit uns! Wir wollen wissen, wie ihr dazu denkt und gemeinsam mit euch die richtige Entscheidung im Sinne der Kurve treffen. – Eine Entscheidung zusammen mit allen Betroffenen und nicht für die Betroffenen. Gerade jetzt müssen wir Stärke zeigen und mit einer Stimme sprechen.

Denn egal wie wir uns als Kurve letztlich entscheiden: Wir dürfen uns von derartigen Sanktionen niemals spalten lassen! Das ist nämlich das eigentliche Ziel der Maßnahmen: Einen Keil zwischen uns zu schlagen und uns nachhaltig zu schwächen.

Zeigen wir ihnen, dass die Nordkurve Nürnberg sich niemals unterkriegen lässt!

Wer nicht weiß, wo sich das Lokal befindet, kann nach Spielende vor den Block 911 kommen.

Ultras Nürnberg 1994

Blocksperre

Heimspiel in Würzburg – 23.04.2017

Heimspiel in Wuerzburg

Handballdamen am Samstag unterstützen

Servus Nordkurve,

ihr sucht nach einer entspannten Freizeitgestaltung am Wochenende? Ihr wollt euch Ärger und graue Haare sparen und trotzdem eure Stimmbänder strapazieren? – Keine Sorge: Ihr könnt die Flyer für den Kirchenchor in der Jackentasche verschwinden lassen. Die Nordkurve entert wieder die Halle am Valznerweiher!

Bei all dem Troubel der letzten Wochen haben wir natürlich nicht vergessen, dass es auch coole Damen im Dienste des FCN gibt. Die Zeiten bei den Handballdamen haben sich genauso geändert wie bei den Profi(?)kickern des FCN. Statt Deutscher Meister-Gesänge anzustimmen, gilt es das Team aus dem Keller der Bayernliga zu schreien. Gegner am Samstag ist der TSV Ottobeuren aus dem Allgäu. Anwurf am Valze ist um 18:00 Uhr. Kommt rechtzeitig und holt euch zusammen mit uns ein wenig von unserem Spaß zurück.

Le Glubb, c’est nous!

Glück gehabt – Fürth bleibt Fürth

Hi Folks,
pünktlich zum Derby wollen wir euch eine neue Rubrik vorstellen: „Erbrochenes am Morgen“ – lose, persönliche Gedanken zu Themen aus aller Welt. Den Anfang macht Joe, Redaktionsmitglied:

„Erst neulich hab ich wieder an die furchtbare Idee der Einverleibung Fürths in die Stadt Nürnberg gedacht. Ein Glück ist daraus nichts geworden… Darüber sollten die Fürther mal ne Choreo machen!“

Die Luft wird dünner

Es ist bekannt, dass das Verhältnis zwischen Ultras Nürnberg und dem Verein derzeit auf einem Nullpunkt ist. Ultras Nürnberg hat seit November jeglichen Kontakt abgebrochen, weil man der Meinung ist, dass etwas Abstand beiden Seiten gut tun würde und dies besser als ein direkter Konfrontationskurs sei.

Daraus resultierte natürlich auch eine gewisse Einschränkung, was die Durchführung von Choreographien bei Heimspielen anbelangte. Große Blockfahnen oder Tausende von Zetteln lassen sich nun mal nicht einfach so mit ins Stadion nehmen. Diese benötigten in der Vergangenheit eine Anmeldung bzw. Genehmigung seitens des Vereins und selbst die Inhalte mussten bekannt gegeben werden. Ultras Nürnberg beschränkte sich seitdem auf Choreographien, die ohne Bürokratie, Abhängigkeit von Vereinsoffiziellen oder gar den viel zitierten sogenannten „Privilegien“ durchgeführt werden können.

Schaut man sich die vergangenen Aktionen an, dann muss man feststellen, dass diese Freiheit in keiner Weise missbraucht wurde. Weder die verwendeten Materialien noch die Inhalte waren zu beanstanden. Im Gegenteil: Die gezeigten Choreographien waren – trotz der genannten Einschränkungen – eine der wenigen positiven Erscheinungen im Max-Morlock-Stadion in der bisherigen Rückrunde. Schaut euch doch mal um, was in diesem Stadion von der „Faszination 1. FC Nürnberg“ noch geblieben ist!

Welchen Grund könnte es für einen Verein geben, sich nun daran zu stören, außer Machtspielchen?    

Denn schon bei der letzten Choreographie gegen Braunschweig wurden wir von der Sicherheitsabteilung belehrt, dass das große Banner angemeldet hätte werden müssen. Gegen Bochum wurde schließlich genauer hingeschaut und (nicht relevante) Teile der Choreo am Eingang verboten. Trotzdem hätte die Aktion durchgeführt werden können, wenn man nicht daran gehindert worden wäre, das Vereinslogo auf einem Banner vom Oberrang in den Unterrang zu spannen. Die Ordner im Oberrang hatten die „klare Anweisung“. Natürlich hätte man diese ignorieren und die Choreographie durchführen können, man wollte die Situation aber nicht eskalieren lassen. Es war uns die Sache dann einfach nicht wert und wir hatten es bereits gesagt:

„WIR BRAUCHEN DAS ALLES NICHT!“

Trotzdem haben wir uns in den letzten Wochen ungeachtet der erschwerten Bedingungen immer wieder aufgerafft, weil es unsere Bewegung ausmacht und weil wir natürlich auch eine gewisse Verantwortung gegenüber unserer Kurve und dem großen Namen 1. FC Nürnberg haben, um dem positiven Ruf der Nürnberger Choreographien weiterhin zu erhalten.

Diese Verantwortung trieb uns schließlich sogar dazu, zähneknirschend eine Anmeldung für das Derby direkt bei den Verantwortlichen der Westvorstadt vorzunehmen, welche jedoch nicht sofort bearbeitet wurde. Man wollte sich erst mit den Kollegen aus Nürnberg unterhalten, hieß es etwas überraschend. Kurz darauf wurde uns mitgeteilt, dass man darauf besteht, dass die Choreographie in Nürnberg angemeldet werden muss, bevor man alles weitere bespricht – das wäre ein standardisierter Ablauf.

Im Klartext: Wir sollten eine Choreographie, die wir der Fürther Fanbetreuung bereits offen gelegt hatten, nachträglich (nochmal!) in Nürnberg anmelden, damit diese sie (nochmal?) nach Fürth weiterleitet, denn nur dann dürfe/könne/wolle man in Fürth über eine Genehmigung entscheiden. Ob der Passierschein A38 auch noch verlangt worden wäre, wissen wir nicht, denn wir haben uns an dieser Stelle ausgeklinkt. Uns erschloss sich der Sinn dahinter nicht, außer Machtspielchen, denn die Nürnberger Fan- und Sicherheitsabteilung hätte sich sicher keinen Zacken aus der Krone gebrochen, wenn man über diesen „Formfehler“ hinweg gesehen hätte. Da kann man sich über die Presse noch so rechtfertigen und den schwarzen Peter schon mal weiterschieben. Wir werden dieses Mal aber nicht mit Empörung reagieren, wie sie es erwarten und erhoffen. Dann ist das eben so. Auch dieses Mal ist es uns die Sache einfach nicht wert.

Wir brauchen das alles nicht und wir fühlen uns darin bestätigt, weiterhin auf Abstand zu bleiben. Die Signale, die wir erhalten haben (einige weitere sind noch nicht für die Öffentlichkeit bestimmt), waren eindeutig und geben Anlass unsere gute Miene zum bösen Spiel zu überdenken. Denn wofür das Ganze? Für einen Verein, der durch seine derzeit handelnden Personen, so schlecht dasteht wie nie zuvor? Hört sich übertrieben an, aber schauen wir uns die Fakten an:

- Der 1. FC Nürnberg steht mit 29 Punkten nach dem 22. Spieltag in der 2. Liga auf Platz 9. Das ist die schlechteste Platzierung zu diesem Zeitpunkt der Saison seit der Regionalliga 1996/1997.

- Das Verhältnis innerhalb der Glubbfamilie (sowohl in der Kurve, als auch am Valznerweiher selbst) ist so schlecht wie nie. Meeske und Herrmann haben einen großen Anteil daran, dass das vorher noch nie so dagewesene Gemeinschaftsgefühl „Ich bereue diese Liebe nicht“ innerhalb von nur 2 Jahren komplett verloren ging und man sich voneinander entfernt. In einigen Themenfeldern treiben sie die Spaltung sogar bewusst voran.  

- Nicht unerwähnt darf bleiben, dass auch die Beschwerden der Gästefans über unwürdige Maßnahmen wie Ganzkörperkontrollen (zuletzt beim Heimspiel gegen Bochum) zunehmen. Auch dies ist kein Zufall!

- In sportlicher Hinsicht gibt es keinerlei Konzept, keinerlei Perspektive, außer das billige (Wahl-) Versprechen, dass nach einer Ausgliederung „vieles besser/einfacher“ werden würde.

- und wenn man nach den Gründen für die derzeitige Misere fragt, dann bekommt man immer noch zu hören, dass die „Vorgänger-Regierung“ ein Chaos hinterlassen hat und die Bedingungen (-> eV) so schlecht sind.

- ein Teil der Wahrheit ist aber auch, dass der 1. FC Nürnberg immer noch bessere Voraussetzungen als die meisten anderen Zweitligisten hat und es den verantwortlichen Personen trotzdem nicht gelingt, besser dazustehen. Mehr noch: Aus den letzten 1 1/2 Jahren können sie NICHTS vorzuweisen, was die Hoffnung wecken könnte, es würde mit ihnen wieder aufwärts gehen – ob ausgegliedert oder nicht.  

Der Abstand tat beiden Seiten gut, denn es war trotz des angespannten Verhältnis ruhig. Es ist also völlig unverständlich, warum der Verein in der jetzigen Situation unnötigerweise wieder auf Konfrontationskurs geht. Der FCN hat derzeit ganz andere Probleme und wenn er glaubt, dass er sich einen weiteren Nebenkriegsschauplatz leisten kann, dann zeigt es sehr deutlich, dass die handelnden Personen den 1. FC Nürnberg nicht verstanden haben und ihn verändern wollen.  

Ultras Nürnberg, März 2017  

Derby-Treffpunkt

Flyer Derby

Treffpunkt beim Bochum-Heimspiel

Treffpunkt Bochum

Ode an die Fanzines – aus Nürnberg

Nach der gefühlten Fanzine-Renaissance von vor drei bis vier Jahren herrscht aktuell Flaute auf dem Hefte-Markt. Die bekannten Publikationen erscheinen wie gewohnt, doch vielerorts gehen die Auflagen zurück. Shops melden, dass es schwer sei die Druckerzeugnisse loszubekommen. Die Wertschätzung für Fußball-Fanzines scheint gesunken.

Das merken wir auch bei den Ya Basta!-Verkäufen. Da bleiben die Alt-Glubberer stehen, kramen die Tragetasche aus der Jacke und kaufen gleich vier Hefte. Viele jüngere Semester stolzieren in der neuesten Nordkurve-Kollektion und Markenschuhen vorbei, haben außer einem Grinsen allerdings nichts für uns übrig.

Ein Spiegelbild des Medienwandels? Eine unausweichliche Folge der Digitalisierung? Printsterben beim Fußball?

Vielleicht. Doch auch von älteren Szenegesichter hören wir schon mal, dass sie keine Hefte mehr lesen. Das, was im Ya Basta! oder dem Daggl steht, wisse man sowieso schon alles. Vielleicht haben sie damit recht und auch wir Hefte-Macher sollten umdenken: Hintergründiger werden und keine News wiederkäuen, die man sowieso nach fünf Minuten auf dem Handydisplay hat. Abwechslungsreicher werden und Infos gewissenhafter recherchieren.

Ode an die Fanzines

Doch: Es bleibt ein Kampf gegen Windmühlen. Seit mehreren Ausgaben versuchen wir im Ya Basta! etwa das übliche Spielberichtsschema zu brechen. Ihr kennt das alle zur Genüge: Anreise, Choreo und Stimmung, Spielgeschehen, Stimmung beim Gegner, Abreise. „Schullandheimbericht“ sagen wir dazu beim Ya Basta!. Die Anzahl dieser „Schullandheimberichte“ hielt sich in unseren letzten Heften stark in Grenzen. Wahrscheinlich tendierte sie sogar gegen Null. Selbst bei den größten Rotz-Spielen haben wir versucht den Fokus auf andere Teilaspekte des Spieltags zu lenken und dadurch Interesse zu wecken. Reaktionen darauf: Keine. Lediglich, wenn es mal einen „Aufreger“ gab, bekamen wir (kritisches) Feedback auf Spielberichte. Ansonsten blieb es wie gewohnt: „Spielberichte les‘ ich nicht, ich weiß ja sowieso schon alles.“ Oder um es auf Hopping-Hefte zu übertragen: „Les‘ ich nicht, steht doch eh nur wieder Belgrad drin.“ – Auch wenn ein Heft wie der Daggl das Belgrader Derby in den letzten Ausgaben komplett aussparte oder nur angereichert mit zahlreichen Hintergrundinfos etwas dazu schrieb.

Zum Thema Fanzines hat sich auch der Blaue Brief der Ultras Gelsenkirchen in der Ausgabe zum Spiel gegen Eintracht Frankfurt Gedanken gemacht. Auf Schalke ist die Situation ähnlich zu der in Nürnberg. Der Autor beschreibt sie in seiner „Ode an die Fanzines“ wie folgt:

Schaut man sich die Entwicklung der Verkäufe des BFU auf Schalke an, wird diese These unterstützt. Hat man früher bis zu 200 Hefte bestellt und verkauft, bekommt man heute kaum den kleinen Stapel weg. Woran liegt das? Gibt es kein Interesse mehr, sich mit solchen Themen auseinanderzusetzen? Reicht die bloße Information, das Wie und Warum ist egal? Sind wir so abgestumpft und schaffen den Blick nach draußen nicht mehr? Wir stehen als Ultras dauerhaft in der Diskussion, wie sollen wir Kritikern begegnen, wenn wir Ultras selber nicht mal wissen, was wir da tun, sondern immer nur einfach machen? Natürlich reicht es dabei nicht, wenn man sich durchliest, wie der Prof im Dröhnbütel beschreibt, wie er sich in Schweden bei ‘nem Glas Cola einen runtergeholt hat. Ich habe vielmehr den Eindruck, dass dieser Wissensdurst nach Hintergründen teilweise gar nicht mehr existent ist.

Auf diesen sehr lesenswerten Text folgte prompt eine Antwort im darauffolgenden Blauen Brief zum Spiel gegen Hertha am vergangenen Wochenende. Der Schreiber nimmt die Situation ähnlich wahr, appelliert an die Vorbildfunktion und bringt verschiedene Ideen, wie sich der Status Quo ändern ließe:

Doch gibt es genug andere Möglichkeiten, um das Fanzine wieder aus seiner Nische herauszuholen. Zum einen kann das ganz einfach über die Vorbildfunktion passieren: Beim Hineinwachsen in die Fanszene bekommt man ganz automatisch bestimmte Inhalte vorgelebt, sowohl auf einer allgemeinen Ebene, bei der ich an grundsätzliche Werte wie Zusammenhalt und Aufrichtigkeit denke, als auch im Speziellen, wie im Fall der Bedeutung von Zaunfahnen oder Szene-Klamotten. Und sind wir mal ehrlich: Wenn sich eine ganze Generation von Fans mit North-Face Jacken und New Balance eindeckt, weil „das halt dazugehört” oder „in ist”, warum sollte sich dieser Effekt nicht auch bei Fanzines erzielen lassen?

Die gemachten Vorschläge nehmen auch wir vom Ya Basta! gerne mit: Als Aufforderung weiter Gas zu geben; Gegenöffentlichkeit zu sein, Sammlerstück und vermutlich eines der besten Fanzines in Deutschland. Den nötigen Elan haben auch wir in den kommenden Monaten etwas vermissen lassen, doch wir sind gewillt es wieder anzupacken. Inhaltlich steht unsere Ausgabe 48 bereits.

Crowdfunding für ein Max-Morlock-Stadion?

Zum Thema Max-Morlock-Stadion und Crowfunding-Projekt der Consorsbank zitieren wir die Stellungnahme der Initiative „Max-Morlock-Stadion jetzt!“:

In den letzten Tagen wurde bereits viel über das Max-Morlock-Stadion und die Pläne einer Bank diskutiert. Demnach wird sich die Bank die Namensrechte sichern und mittels einer Crowdfunding Kampagne den Namen „Max-Morlock-Stadion“ realisieren, wenn dadurch 800.000 Euro zusammenkommen.

Das klingt interessant und es zeigt wieder einmal, dass „Max-Morlock-Stadion“ eine Option ist, mit der sich alle Ebenen befassen oder befassen müssen, weil es nicht nur unumgänglich, sondern auch charmant und einzigartig ist!

Bevor wir jedoch in Jubel ausbrechen, weil das Achteck endlich seinen verdienten Namen bekommen soll, müssen wir noch einmal genauer hinschauen.

Crowdfunding, Bank und Namensrechte – das sind nun mal Begrifflichkeiten, die nicht mit unserer Welt der Fußballromantik zu vereinbaren sind. Denn natürlich verspricht sich auch die Bank von diesem Engagement Profit. Sie wird mit dem MMS und unserer Wertevorstellung Geld machen wollen. Und letztendlich ist sie es auch, die am Ende des Tages ganz alleine über den Namen entscheiden kann. Deshalb werden wir genau hinschauen, wie das Crowdfunding ablaufen soll. Wir werden intervenieren, sobald in Bereiche unseres Fandaseins eingegriffen wird. Genauso wie wir intervenieren, sollten Konzerninteressen über der Sache stehen.

Eine Kernaussage unserer Initiative war es, dass das „Max-Morlock-Stadion“ ohne Sponsor oder Gönner realisiert wird. Diese Kernaussage wird auch bestehen bleiben. Das bedeutet: Unabhängig vom Ausgang der Crowdfunding-Kampagne wird die Arbeit unserer Initiative weitergehen. Das Ziel ist noch nicht erreicht.

Klar ist aber auch: Diese Nachteile würde jeder Sponsor mit sich bringen. Der Vorstoß der Consors Bank könnte aber dagegen eine Türe öffnen. Hat sich der Name erst einmal im offiziellen Sprachgebrauch verankert, dann wird er danach unantastbar sein!

Wir sehen den jetzigen Schritt als Etappenziel. Es mag schwer fallen die Aktion einer Bank zu unterstützen – doch das gespendete Geld wandert an die Stadt Nürnberg und nicht an die Bank. Nach 10 Jahren wäre die Verwirklichung dieses Vorhabens wohl der größte Schritt zum Ziel! Es bleibt aber nur ein Etappenziel, das in der heutigen Zeit wahrscheinlich sogar unumgänglich ist, erreicht und überwunden werden muss.

Max Morlock Stadion

Daggl beim Glubb

Kollege Benny schreibt folgendes:

Bitte bei Gelegenheit posten: „Am Freitag gibt es vor dem Eingang Nordkurve noch ca. 40 Daggl #11 im freien Verkauf. Man sieht sich! Wir sind die Fans vom Glubb!“

…und ein Bild gibt es auch dazu:

Restausgaben Daggl

10 Jahre Pokalsieger

Große Ereignisse werfen ihren Schatten voraus… Kommt alle in den Löwensaal und erlebt noch einmal die magische Nacht vom 26. Mai 2007!

10 Jahre Pokalsieger

Heidenheim: Unbeschreibliche Momente

Eine Besonderheit der Glubbfamilie liegt darin, gerade dann Fußballfeste zu feiern, wenn es keiner erwartet. So geschehen gestern in Heidenheim. Auf dem Platz weckte eine junge Glubbelf Hoffnungen und erkämpfte sich einen verdienten 2:3-Auswärtssieg. Gleichzeitig zauberte die Nordkurve einen verrückten Auftritt ins Albstadion, frei von Zwang und Konventionen. Es hat einfach Spaß gemacht!

Passend dazu haben wir vor und während des Spiels zwei neue Lieder ausprobiert. Während eines eine spontane Kreation war, ist das zweite genau genommen ein mittlerweile 17 Jahre alter Klassiker, der nahezu in Vergessenheit geraten wäre. Auf die Melodie des NDW-Klassikers „Codo“ von DÖF singen wir:

Und wir düsen, düsen, düsen, düsen im Sauseschritt / und nehm‘n drei Punkte mit / von unser‘m Auswärtstripp.

Denn das siegen, siegen, siegen, siegen das macht uns Spaß / viel mehr Spaß / als irgendwas.

…und nicht vergessen: „Wir sind der HASS!“ ;-)

Daggl in Heidenheim

Samstag spielt der Glubb in Heidenheim. Folgende Info von den Kollegen vom Daggl:

Der Daggl fährt Auswärts! In Heidenheim wird der Köter vor dem Stadion unter das Volk gebracht und kann für den Einzelpreis von 4 Euro erworben werden. Wir haben auch ein paar wenige Glubbfibeln im Gepäck, also haltet die Augen und Ohren offen. Glubberer? – Fraaaalie!

Heute vor 10 Jahren

„Handykamera aus!“ – doch bei diesem Video drücken wir gerne ein Auge zu. Die Impressionen vom Torjubel beim 3:0 des 1.FCN gegen die Bayern am 2.2.2007 sind einfach zu schön. 1:0 Saenko (13.), 2:0 Schroth (71.), 3:0 Vittek (86.). Danke für diese magische Nacht!

Ein Kessel „Buntes“

Mit besonderem Blick auf das vergangene Heimspiel gegen Dynamo Dresden will das YaBasta! mal wieder ein paar Anmerkungen loswerden …

Zunächst einmal muss man den 1.FC Nürnberg loben. Den Gästefans aus Dresden wurden offenbar bezüglich einer großen Kurvenchoreografie kaum Hindernisse in den Weg gelegt – u.a. wurden offensichtlich Spruchbänder im gesamten Oberrang und eine Megafonanlage genehmigt. Das ist auf ganzer Linie zu begrüßen. Es bleibt spannend – wie werden die nächsten Gästefans im Max-Morlock-Stadion mit dieser neuen Freiheit umgehen?

Im Fokus der – zum Teil seitens der Nordkurve selbst gewählten – „Einschränkungen“, tun solche Bilder trotzdem vielen Fans ungeheuer weh. Hier ist seitens der Glubberer jedoch Standhaftigkeit gefragt. Es geht um nichts anderes als die Unabhängigkeit der Kurve, welche seit Jahren von der Sicherheitsabteilung nur repressiv behandelt wird. Wir hatten es doch schon alles: Zum Beispiel Choreoverbote, eingeschränkter Zugang zum Stadion oder Beschränkungen bei Foto-Arbeitskarten. Nürnberger-Fankultur steht vor allem bei der „Stadionorganisation“ unter einem ständigen Generalverdacht. Es ist schon mehr als verwunderlich, wie die zuständige Mitarbeiterin hier problemlos die Fronten wechseln konnte. Es ist beileibe kein Geheimnis, dass sie früher Teil der Nürnberger Ultras Bewegung gewesen ist. Im Ost-West-Jargon würde man den Begriff „Wendehals“ benutzen.

Zurück zum Dynamo-Spiel: Der Zustand am Gästeeingang scheint dann schon mehr in die Nürnberger Tradition der Fan-Unfreundlichkeit zu passen. Die „Schwarz-Gelbe-Hilfe“ berichtet von gefährlichen Situationen und offensichtlichen Fehleinschätzungen der Sicherheitsträger des 1.FC Nürnberg. Betroffene Personen können sich unter info@schwarz-gelbe-hilfe.de melden.

Dass das Leben kein Wunschkonzert ist, erlebte unser Sonnenkönig (Vorstand Meeske) im Zusammenhang mit dem Dresden-Heimspiel abermals. Wünschte er sich doch im Interview von Uli Digmayer (online auf nordbayern.de) den Auftaktsieg mehr als einen Frühbucherrabatt für das Trainingslager 2018 oder eine funktionierende Rasenheizung. Tja – für die beiden anderen Dinge könnte er im Zweifel selbst verantwortlich gemacht werden. Regelrecht paradox bleibt die Ausgliederungsgeschichte: „Unsere Planungen für die nächsten fünf Jahre gehen jetzt erst einmal vom Erhalt des e.V. aus.“ – da fällt einem eigentlich nichts mehr ein. Kann sich die Initiative „Mein Club – mein Verein“ jetzt auflösen? Nein, der Mann bleibt seinem Masterplan treu: Das Thema immer schön klein und unwichtig reden, und schon gar nicht seine Person daran binden – aber gleichzeitig keine Gelegenheit auslassen, um Werbung für die Ausgliederung zu machen. Die „Jetzt erst Recht“-Stimmung vom Neujahrsempfang empfindet aber mit Sicherheit nur ein elitärer Kreis. Werbetechnisch traditionell kreativ könnte man ja den Slogan „Hop etz – Jetzt erst Recht“ ins Spiel bringen – dann ziehen bestimmt wieder alle an einem Strang. Es ist schwer zu sagen, ob sportlicher Erfolg oder eben kein Erfolg eine mögliche Ausgliederung begünstigt. Die Herren werden es sich so oder so zurecht reden! Und mit der Nürnberger Versicherung scheint ja schon der erster Investor gefunden – oder deuten wir die Zeichen zwischen den Zeilen falsch?

Leider scheint auch bei der Weihnachtsaktion „Wünsch dir was“ nicht alles glatt verlaufen zu sein. Natürlich ist es streng genommen untersagt, an einer solchen Aktion herum zu nörgeln. Weil man sich aber auch hier eines Sponsors bediente, muss diese Kritik erlaubt sein – ohne dabei den positiven Grundgedanken zu untergraben. Eigentlich war für den 20.12.2016 im Club-Museum eine Art Bescherung geplant. Nachdem die Anzahl der Wünsche offensichtlich die Erwartungen übertroffen hat, sollten einige Geschenke abgeholt bzw. überbracht werden. Mitte Januar waren noch viele Geschenke nicht bei den Empfängern – Weihnachtsaktion bzw. Weihnachtsgeschenke? Selbstkritik – zum Beispiel die Aussage, dass man offensichtlich mit der puren Anzahl der Wünsche etwas überfordert war – sucht man beim Club aktuell allerdings vergeblich. Auf der Homepage herrscht bezüglich der Aktion eitel Sonnenschein. Allein die Reihenfolge sagt schon alles: Club, Sponsor und ein paar Weihnachtshelfer machten Wünsche wahr. Der überhebliche König nennt sich immer zuerst – wir bleiben das unliebsame Volk!



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