Archiv für November 2011

Sieg gegen Kaiserslautern

Die Null steht wieder und so kam die Mannschaft zu einem verdienten, wenn auch nicht unbedingt schön herausgespielten, Sieg. Egal, 3 Punkte, hinteher fragt keiner mehr nach dem wie!

Der „Schorsch der Woche“

Die letzte Woche bestimmten wahrlich andere Gedanken, dennoch sollte eine Sache nicht untergehen dürfen. Die „Stellungnahme“ der Schickeria zum Verlust der Südkurven-Fahne.

In der Nacht nach dem Napoli-Heimspiel wurde die Fahne „Südkurve – Herz und Seele unseres Vereins“, welche sich in der Obhut unserer Gruppe befand, bei einem Hausbesuch entwendet. Damit wurde eine ungeschriebene Grenze überschritten. Da wir verständlicher Weise nicht gerade bei bester Laune sind, verzichten wir vorerst auf den gewohnt farbenfrohen und fröhlichen Tifo und konzentrieren uns ganz auf die akustische Unterstützung unserer Mannschaft.

Die Schuld dafür liegt – wie immer – also nur bei den Anderen. Es ist eben scheinbar öffentlichkeitswirksamer, den Gegner zu diskreditieren als auch mal die Fehler in den eigenen Reihen zuzugeben.

An dieser Stelle bitten wir – stellvertretend – um eine Niederschrift sämtlicher „ungeschriebener Gesetze“ der Schickeria München. Wer was weiß, kurze Mail an yabasta@un94.com genügt. Grazie!

Kurvenfunk extra lang
aktuelle Sendung online!

Den Kurvenfunk gibts nun auch zum Download und das in der extended version, da die News aus Zeitgründen in der regulären Sendung leider keinen Platz mehr gefunden haben.
Macht aber nix, saugen könnt ihr auch das Teil ja nun hier…

Kurvenfunk November2012 by Kurvenfunk

New Stuff
Ab Samstag erhältlich

Am Samstag gegen Kaiserslautern lohnt sich mal wieder ein Besuch am UN Container, denn rechtzeitig zum Pokalspiel ist das neue Derby-Outfit eingetroffen. Schnell zuschlagen (also bei den Klamotten), erfahrungsgemäß ist das Zeugs immer recht schnell wech!
Außerdem haben wir wieder eine neue Ladung der begehrten Nordkurven-Zipper erhalten, genau das richtige für die kalte Jahreszeit und damit ihr alles gleich einpacken könnt, gibts erstmalig auch nen Turnbeutel.

Hilfe für André

Mittlerweile wurden verschiedene Maßnahmen ergriffen, um André und seine Familie v.a. finanziell zu unterstützen.
So kommt der Erlös des Amas-Spiels gegen KSC II -. in Absprache mit den Verantwortlichen des 1. FC Nürnbergs – komplett André zu Gute. Zusätzlich werden an den Eingängen Spendenboxen bereit gestellt.
Außerdem hat die RSH ein Spendenkonto eingerichtet.

Rot Schwarze Hilfe
Konto: 130 650 04
Bankleitzahl 760 200 70

Danke an alle Unterstützer für die Solidarität!

Hilfe für André

Morgen Kurvenfunk

Morgen um 18 Uhr gibts wieder den Kurvenfunk auf der 95,8 MHz für euch.
Themen sind: Interview mit Ralf Peisel über seine bisherige Arbeit im Aufsichtsrat und verschiedenen fanpolitischen Themen, sowie natürlich News, Vor- und Rückschau und freshe Muşik! Danach könnt ihr euch die Sendung natürlich wieder saugen, einfach mal vorbeischauen unter kurvenfunk.blogsport.de .

Kurvenfunk

Schuldig!

Auch am heutigen Montag drehen sich unsere Gedanken immer noch um die Tragödie von Samstag Abend, während sich im Internet munter das Maul zerissen wird. Seien es diverse Blogs, Presseportale, Foren oder Kommentare. Was dort behauptet wird und wie viele sich ein Urteil trotz unklarer Faktenlage bilden, ist beschämend und schockierend. Immerhin gibt es auch eine Gegenseite, die laut zurückschreit, weil es einfach zu offensichtlich ist, wie das System Politik-Presse-Gutmensch „funktioniert“, und in der Presse mittlerweile einige, sachlichere Artikel. Wir verweisen an dieser Stelle auf ein Interview mit Martin Bader auf http://www.fcn.de/news/artikel/zu-sachlichkeit-zurueckkehren oder auch auf einen Artikel der NN, der im Vergleich zur ersten Berichterstattung deutlich zurückrudert und auch die Stellungnahme der BDA mit einfließen lässt, siehe http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/verletzter-club-fan-zeugen-sprechen-von-unfall-1.1673528. In der Gesamtheit zeichnet sich jedoch mal wieder ein verherrendes Bild der deutschen Presse in ihrer Jagd nach Schlagzeilen und Skandalen ab.

Machen wir etwas ganz Verrücktes!

Versetzen wir uns in die Situation, zum Beispiel der Eltern. Es ist Samstag Abend, man lässt den Tag ausklingen, entspannt sich – was auch immer. Dann der Anruf mit der Schreckensnachricht. Ungewissheit. Sorge. Panik. Man setzt sich ins Auto, brettert die Kilometer nach Köln hinunter, obwohl man gar nicht dazu in der Lage ist. Man hofft, man bangt und stellt sich viele Fragen. Nach der Notoperation ist klar: Er lebt, aber ein Arm ist verloren, ein noch so junges Leben wird auf eine harte Probe gestellt und das der Eltern mit dazu. Auch die Verwandten sind besorgt und es ist völlig egal, wie oder warum es passiert ist. Man ist bei ihm.
Nach einer schlaflosen Nacht verbreitet sich am Morgen, an dem alles noch so unwirklich erscheint, die Nachricht, dass es sich bei dem Opfer um einen polizeibekannten Hooligan handeln soll, der zuvor in eine Auseinandersetzung verwickelt war. Dabei ist völlig unklar, wieso der 19-Jährige ein Hooligan sein soll. Gestützt wird dies durch einen Eintrag in der Datei „Gewalttäter Sport“. Aha. Diese Datei, die zurecht von Fans und Juristen angeprangert wird, ist also der Auslöser. In ihr gespeichert sind 17.377 Personen (Stand November 2011), über 4.000 Einträge kamen in den letzten 12 Monaten hinzu. Und hinein kommt man leichter, als in ein Fußballstadion. Es genügt eine Personalienfeststellung, ein Verdacht, eine Beleidigung oder ein Platzverweise. Ganz banale Dinge, die jeden Auswärtsfahrer treffen können. Ja, es hat auch André getroffen. Er ist in dieser Datei gepeichert aufgrund eines Vorfalls, welcher jedoch mit einem Freispruch erster Klasse endete. Unschuldig! Juristisch ist der junge Mann völlig rehabilitiert, ohne Eintrag. Das bestätigten mittlerweile verschiedene Stellen. Der Verweis in der Datei „Gewalttäter Sport“ bleibt jedoch, für 5 (!) Jahre. Nun hätte man diesen Eintrag aufgrund des Freispruchs auch löschen lassen können, wenn man jedoch gar nicht weiß, dass man darin gespeichert ist, wird das schwierig. Und so macht sich die Lüge vom Hooligan durch die Welt, verbreitet durch unwissende Journalisten, denen es auch scheiß egal ist, was die Eltern, Verwandten und das Opfer an diesem, nächsten Morgen zu lesen bekommen. Und überhaupt: Wer sagt, dass André überhaupt aktiv in dieser Situation überhaupt aktiv beteiligt war? Vielleicht wollte er schlichten, vielleicht wollte er allem aus dem Weg gehen, vielleicht war er zur falschen Zeit am falschen Ort. Wir wissen es nicht und wir werden es wohl auch nie erfahren. Und wenn doch, wird es keinem mehr interessieren, weil sich die Lügen zuvor schon verbreitet und in Köpfe verankert haben. Ebenso wenig wissen wir etwas über den Täter oder die Schuldfrage. Dieses Urteil steht uns bei einer solchen Faktenlage nicht zu. Niemandem!

Nun, vielleicht können wir nicht verlangen, dass sich ein einfacher Journalist vorher diese Gedanken macht. Wir können es nicht verlangen, dass er sich in die Lage der Eltern versetzt. Es ist für ihn nur eine Nachricht, die soviele Gefühle auslöst wie der Aktienkurs der Firma XY. Und schließlich muss er ja Schlagzeilen produzieren, das ist sein scheiß Job! Nein, Mitgefühl, Empathie und Menschlichkeit können wir nicht verlangen.

Wir können aber verlangen, dass er weiß, welche Tragweite seine diffamierenden Worte haben werden! Wir können verlangen, dass er weiß, welches Verbrechen er begeht!
Und dafür sprechen wir EUCH ALLE schuldig, die per Blog, Forum, Presseartikel oder Kommentarfenster Unwahrheiten ablassen!

An dieser Stelle wollen wir noch ausdrücklich auf die Stellungnahme und Forderung der Rot-Schwarzen Hilfe verweisen: Diffamierende Berichterstattung

Übrigens: Natürlich muss man innerhalb der Nürnberger Fanszene, vielleicht sogar in ganz Deutschland, diesen Vorfall reflektieren und sich damit auseinandersetzen, wie es überhaupt dazu kommen konnte. Das steht jedoch auf einem ganz anderen Blatt und wird auch geschehen. Ohne frei von Schuld zu sein, hier geht es jedoch einzig und allein um die Berichterstattung sowie die Kategorisierung in gute und schlechte Menschen…

Niederlage auf Schalke

Totaler Abfuck!
Das Wochenende bei Freunden begann in guter Atmosphäre, eine Tragödie am Abend ließ jedoch selbst die 0:4-Pleite vollkommen in den Hintergrund treten und letztendlich auch die gemeinsame Fahrt zum Amas-Derby platzen. Noch immer befinden wir uns in einer absoluten Schockstarre und sind mit unseren Gedanken bei einem jungen Mann aus der Nordkurve.

… unter diese Bestürzung mischt sich jedoch auch Wut. Wut über das (wieder einmal) skandalöse Vorgehen eines Großteil der Presse, wie sie ohne Rücksicht auf Menschlichkeit und durch zweifelhafte Informationen angetrieben, die eigentliche Tragödie als Aufhänger für einen verfickten Skandalbericht nutzt und einen jungen Menschen in eine Ecke rückt, in der man es – geht es nach den Kommentaren vieler Leser – ja regelrecht verdient hätte. Ist man in den Redaktionen – bei all den Meldungen – schon so abestumpft, dass man durch fragwürdige Zeilen ungeachtet des persönlichen Schicksal des Opfers auch noch das weitere Leben eines jungen Mannes belastet?
…übertrumpft euch nur gegenseitig… wer hat die neueste News, wer weiß etwas über das Opfer, wer über den Täter… hat vielleicht jemand sogar ein Bild zu bieten???
… und so werden auch Journalisten zu Tätern…

Die Gewalt von Worten kann manchmal schlimmer sein als die von Ohrfeigen und Pistolen.“ – Heinrich Böll

Edit: Gerade trudelt hier der AZ-Bericht ein, der Gipfel der bisherigen Frechheiten und Autor ist ein allseits verhasster Bekannter, siehe http://www.abendzeitung-nuernberg.de/default.aspx?ID=12396&showNews=1070644
Immerhin getraut er sich wenigstens seinen Namen unter/über seinen Artikel zu setzen, ist wohl auch noch stolz auf sein Werk… Werk deswegen, weil er es wirklich an einigen Stellen meisterlich versteht, Meinungen zu suggerienen ohne sie zu selbst schreiben. Beispiel gefällig?

Während die meisten Ultras auf Schalke mit dem Bus angereist waren und mit befreundeten Knappen feierten, waren rund 40 Mitglieder der „Banda di Amici“ mit dem Zug unterwegs.

Das „und“ im zweiten Hauptsatz fehlt, wodurch er die Schlüsse dem Leser überlässt. Allerdings zwingt er ihn in diesem Zusammenhang fast schon zu folgender Assoziation: Bus = mit Freunden feiern, Zug = mit Feinden prügeln. Und genau das will der Gutmensch in diesem Zusammenhang ja auch lesen und genau das passt ja auch zum restlichen Tenor des Textes, nur kann der Autor diese Behauptung natürlich schlecht selbst aufstellen, also wird zu einem solch perfiden Trick gegriffen. Da kann einem ja nur schlecht werden…

AMAS-DERBY am Sonntag

Nicht vergessen: Am Sonntag steht das kleine Derby in München an!
9:35 Uhr, Nürnberg HBF, Gleis 12!

AMAS-DERBY

Täter unbekannt

Da aktuell ja wieder viel über Ultras, Hooligans und Gewalt diskutiert wird, wollen wir – zur Abwechslung – an ein wirklich brisantes Thema erinnern.
Im Zuge der Kampagne „Mehr Verantwortung bei der Polizei“ hat Amnesty International vor kurzem einen sehr interessanten Bericht veröffentlicht.

Nachlesen und saugen könnt ihr das Teil unter folgendem Link, unbedingt reinschauen:
TÄTER UNBEKANNT – Mangelnde Aufklärung von mutmasslichen Misshandlungen durch die Polizei in Deutschland

Mehr Verantwortung bei der Polizei

“Streunende Köter” (Cani Sciolti)
Leseprobe #3

Rom Termini

Bis zur Abfahrt ist es noch mehr als eine Stunde. Es ist 22.15 Uhr. Der Zug nach Mailand Centrale ist für 23.30 auf Bahnsteig 13 angekündigt.
Der Ticketschalter ist noch offen. Eine Kette von Polizisten in Anti-Riot-Outfit versucht, die zwei- bis dreihundert jungen Leute unter Kontrolle zu halten, die herumschreien, Lärm veranstalten, sich schubsen und aus voller Kehle singen:
“Nur ein Ruf, nur ein Alarm, Mailand in Flammen, Mailand in Flammen!!!”
Der Leiter der DIGOS, mit Funkgerät und Dienst-Trenchcoat rügt die Jungs in römischem Dialekt, ohne allerdings Gehör zu finden: “Ey, wenn ihr nicht brav und stumm bleibt, lass ich euch keinen Fuß in den Zug stellen! Hapt ihr kapiert?! Das Spiel lass’ ich euch im Radio anhören! Habt ihr kapiert?”
Im Gegenteil. Im selben Dialekt tönt es zurück:
“Och Kommissar, warum verpisst du dich nicht einfach? Aus dem tiefsten Herzen dieser schönen Roma!” Aus verschiedenen Stellen der Schlange: “Commissario vaffanculo, Commissario vaffanculo!”
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Stellungnahme
Pyrotechnik legalisieren

Die Entwicklungen der letzten Wochen bereiten uns große Sorgen. War es der Kampagne und den Vertretern der Verbände noch im Frühjahr gelungen, offensichtlich konstruktiv gemeinsam am Tisch zu sitzen, hat sich die Verbands-Seite weiter denn je von diesem Tisch entfernt.

Die aktuelle Veröffentlichung des DFB verwundert wenig, ebenso der Wortlaut des vom DFB in Auftrag gegebenen Rechtsgutachten. Aber: Die Schärfe und die neuerliche Hetzjagd auf Fussballfans sind erschreckend. Desweiteren registrieren wir erstaunt Formulierungen wie „Geister-Debatten“. Worüber, wenn nicht über den legalen und verantwortungsvollen Umgang mit Pyrotechnik, wurde in drei Treffen in der DFB-Zentrale jeweils mehrere Stunden hinweg gesprochen? Verleugnet die Verbands-Seite jetzt nicht nur die Absprachen untereinandern, sondern sogar die Gespräche?
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Video gegen Freiburg

Niederlage gegen Freiburg

Unglücklich, aber auch irgendwie verdient. So langsam müssen wir uns Sorgen machen und schleunigst die Träumereien (zu Saisonbeginn) beenden… Abstiegskampf!

Morgen im Stadion

… gibts nicht viel Neues, aber so langsam wird es Zeit für nen 3er. Also rausgehen, singen und Freiburg weghauen!

BTW: Schönen Gruß an alle Journalisten, Bullen und sonstige Lügenerzähler… Immer schön bei der Wahrheit bleiben!!!