Archiv für Dezember 2011

Presseschau Derby

Wir hatten ja schon angekündigt, die „klassische“ Presseschau zukünftig aus dem Heft zu nehmen, da wir diese auf dem Blog besser aufarbeiten können. Mit den Presseartikeln zum Derby kommt das natürlich früher als erwartet, aber gute Arbeit hat hier bereits das Bündnis aktiver Clubmitglieder mit ein paar knappen Worte zum Derby geleistet.

Wir müssen und wollen an dieser Stelle daher nur noch auf einen Artikel eingehen, der erst nach den Zeilen des BACs erschienen ist und wirklich (leider) komplett aus dem Rahmen fällt.

Matthias Zeck wird uns bisher mehr als recht ordenticher und mitunter sehr leidenschaftliche Radioreporter mit Glubb-Herz bekannt sein, als Autor einer Kolumne (im Marktspiegel) tat er sich bisher weniger (positiv) hervor – und das hat auch seinen Grund, wenn man sich seine folgenden Zeilen durchliest:

Liebe Leser, liebe Club – Fans,
nichts wurde es mit einem zusätzlichen Weihnachtsgeschenk in Form des Viertelfinales im DFB Pokal. Für viele Fans ist es besonders bitter, dass man auch noch ausgerechnet gegen den Erzrivalen aus Fürth ausgeschieden ist. Aber ganz ehrlich, dieses Aus war absolut verdient, denn das Kleeblatt war an diesem Tag die bessere Mannschaft und brachte die richtige Einstellung in dieses Spiel ein. Dies konnte man von den Cluberern nicht behaupten. Deshalb wünsche ich den Fürthern für das Viertelfinale in Hoffenheim viel Erfolg.
Was mich aber noch viel nachdenklicher stimmt, sind die Vorkommnisse nach dem Spiel. Wieder einmal hat eine kleine Gruppierung von Kriminellen versucht die Fußball-Bühne zu nutzen. Unmittelbar nach dem Spiel fand Geschäftsführer Ralf Woy deutliche Worte und entschuldigte sich bei den Gästen. Einen Tag später hörte sich alles schon ein bisschen zurückhaltender an, jedoch in diesem Fall darf es keinen Zentimeter Boden für diese Art von Zuschauern geben. Bereits gegen Hoffenheim gab es wieder diese unsäglichen Schmähgesänge gegen Dietmar Hopp und nun die Stürmung des Innenraums. Angeblich sogar zuvor im Internet angekündigt.
Noch schlimmer ist aber, dass diese Gruppierung, ich weigere mich von Fans zu sprechen, auch im Verein immer mehr Macht übernehmen will. Im Aufsichtsrat sind sie bereits vertreten, und es ist typisch, dass ihr Aufsichtsrat Ehrenberg nicht mitbekommen haben will, was im Stadion abgegangen ist. Da kann ich nur sagen, wer diesen Skandal versucht zu leugnen, sollte sofort zurücktreten.
Aber auch die anderen Mitglieder sind aufgefordert bei der nächsten Wahl von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen, denn der Verein darf nicht noch mehr in die Hände dieser Leute kommen. Der Club ist nämlich ein demokratischer Verein, wo jeder mitbestimmen darf, aber dies muss trotzdem mit Verstand passieren.
Ich wünsche Ihnen einen guten Rutsch ins Jahr 2012 und verbleibe mit sportlichen Grüßen
Ihr Mathias Zeck Funkhaus Nürnberg

eine populistische Scheiße gepaart mit billiger Hetze und großer Ahnungslosigkeit über Fanszene, aber auch Kriminelle. Besonders bedauerlich ist es aber, dass es Plattformen gibt, wo solche Kolumnen (unkommentiert) abgedruckt und miese Gerüchte sowie Unterstellungen verbreitet werden.
… Chris Ehrenberg (Mitglied beim Supporters Club) öffentlich als Aufsichtsrat einer kriminellen Gruppierung in Verruf zu bringen, ist nicht nur in jeder Hinsicht falsch (und das muss auch ein Mathias Zeck wissen), sondern vor allem eine große Unverschämtheit, die nicht folgenlos bleiben darf!
… Chris Ehrenberg öffentlich zum Rücktritt aufzufordern, weil dieser „die Vorkommnisse im Stadion nicht gesehen haben will“, verrät wenigstens woher Zeck seine Infos bekommt und wie er sich bildet: Link folgen und unten auf Seite 2 klicken. Dass das BAC dieser Aussage bereits Tage vorher (!) widersprochen und richtig gestellt hatte (siehe 4. Satz aus obigen Link „Ein paar knappe Worte zum Derby), zeigt einerseits wieder einmal, wie die BILD Aussagen verdreht, und andererseits leider auch, dass selbst scheinbar intelligente und wahrscheinlich belesene Menschen wie Mathias Zeck solche Meldungen blind übernehmen und sich nicht die Mühe machen (wollen), wenigstens einmal auf die Homepage desjenigen (bzw. in diesem Fall die Homepage, welche als Sprachrohr fungiert) zu klicken, über den Sie da schreiben. Aber klar, das muss ja auch wieder ne kriminelle Vereinigung sein, oder?
… Das Gegenteil ist übrigens der Fall: Chris Ehrenberg hat sich mit den Vorgängen nach Spielschluß sehr wohl kritisch auseinandergesetzt, den Kontakt zu den „Zigarettenbürschle“ gesucht und den Platzsturm ihnen gegenüber kritisch hinterfragt! Ein Weg, der zielführender und lösungsorientierter im Sinne des FCN ist, als irgendeine populistische Scheiße in der Öffentlichkeit, das Bläffen nach härteren Strafen oder verhärtete Fronten (auf beiden Seiten)!
… Mathias Zeck und auch der BILD-Autor, dessen Name uns mal gepflegt am Arsch vorbeigeht, sollten sich dagegen überlegen, ob sie mit derartigen, öffentlichen Äußerungen nicht selbst dem FCN massiv schaden, indem sie einen Aufsichtsrat diskreditieren, der hinter den Kulissen sicher wichtige Arbeit für den Verein verrichtet, die weit mehr beinhaltet als „nur“ ein wertvolles Bindeglied zwischen Fan(anliegen) und Verein(sanliegen) zu sein! Er ist mit einem klaren Profil zum Aufsichtsrat gewählt worden – auch hier wäre journalistische Recherche angebracht gewesen.
… zu guter Letzt soll hier noch auf die Behauptung eingegangen werden, dass die „Stürmung des Innenraums angeblich zuvor im Internet angekündigt war“, also geplant war. Woher der Zeck das weiß? Na logisch, aus der Zeitung und diesem Artikel. Hier wird der Club-Pressesprecher wie folgt zitiert:

„Wir haben im Vorfeld zusammen mit der Polizei alle Szenarien durchgesprochen. Die Polizeipräsenz im Stadion hätte bedrohend gewirkt, deswegen haben wir davon Abstand genommen. Wir haben gehofft, dass der alleinige Einsatz von Sicherheitskräften eine deeskalierende Wirkung auf die Fans hätte. Dem war dann leider nicht so. Wir haben davon gehört, dass die Ultras eine Aktion nach dem Spiel geplant hatten, wussten aber nicht wann und wo.“

Wer das jetzt gesagt und was er wirklich gemeint hat, weiß natürlich keiner – abgesehen vom Autor des Artikels. Feststeht aber, dass die Ultras immer etwas planen. Vor dem Spiel. Nach dem Spiel. Während des Spiels. Unter der Woche. Der Verein weiß nur nicht wann, wo und was. Und auch der Verfassungsschutz ist machtlos, wenn diese (meist) Jugendlichen etwas planen. Abhilfe schafft hier übrigens nicht das Internet, sondern der Maya-Kalender. Da lässt sich eindeutig herauslesen, dass wir 2012 alle sterben werden!

Als Fazit bleibt zu sagen: „Schuster, bleib‘ bei deinen Leisten!“, wer sich derart im Ton vergreift wie ein Mathias Zeck, sollte vielleicht auch mal über eine „berufliche Neuorientierung“ nachdenken!

Mit sportlichen Grüßen
ein Zigarettenbürschlä

Morgen Kurvenfunk

Am 28.12. ist es wieder so weit:

DIE Ultras-Radiosendung wird wieder in den Äther geschickt! Zu hören gibts das Gerät von 18 bis 19 Uhr auf der 95,8 MHz . Thematisch wird das verkackte Derby besprochen; erfreulicherweise gibt es jedoch auch noch die altbewährten Rubriken, wie News, Rückblick auf die Glubbspiele seit der letzten Sendung sowie den ein oder anderen musikalischen Leckerbissen für jeden, der Polizisten nicht riechen kann.

EINSCHALTEN!

Kurvenfunk

Nachtrag

Aus gegebenem Anlass: Unser Artikel Schande vom 23.12.2011 ist keine Stellungnahme von UN! Er ist lediglich eine Zusammenfassung der Ereignisse (aus Sicht der Ya Basta!-Redaktion) und er erklärt verschiedene Zusammenhänge, warum einigen Fans der Kragen geplatzt ist. Der Artikel ist auch keine Rechtfertigung für irgendwas und die aufgeführten Hintergründe sind demnach auch keine Ausreden, weil sich keiner herausreden will und muss. Sie können aber helfen, die Ereignisse besser einzuordnen. Wer sich für diese Hintergründe jedoch nicht interessiert, kann ja gerne bei seiner oberflächlichen Meinung bleiben. Uns doch egal, ätsch bätsch.

Und nicht vergessen: Wir werden alle sterben!

Ya Basta! 26 & 27 im Shop erhältlich
Ya Basta! 27 – Leseprobe online

Wenn ihr euren Lieben noch etwas schenken wollt, dann ist es jetzt natürlich zu spät. Aber es braucht nicht immer Weihnachten sein, um seinen Nächsten mit einem Ya Basta! ne Freude zu machen. Im Shop findet ihr nun die Ausgaben 26 und 27, Bestellablauf wie immer über Mail und verzeiht uns schon jetzt, dass wir über die freien Tage sicherlich nicht umgehend Mails beantworten und Hefte verschicken können!
Außerdem könnt ihr den Schinken auch über www.nofb-shop.de bestellen!

… und für diejenigen, die es gar nicht mehr aushalten, haben wir wenigstens schon mal eine kleine Leseprobe aus der aktuellen Nummer online gestellt.

Ya Basta #27
YB Ausgabe 27- Ein Blick zurueck

Viel Spaß und lasst euch die Tage im Kreise eurer Verwandten und Bekannten unterm Weihnachtsbaum nicht zu sehr über die Derbyniederlage vollbabbeln…

Schande

In den Tagen nach dem Derby beschäftigte sich natürlich auch die Ya Basta!-Redaktion mit den Ereignissen, die aus unserer Sicht wie folgt zusammengefasst werden können:

Schande

Das Derby ist verloren. In der Öffentlichkeit kursieren Wörter wie Schande, Imageschaden oder Idioten. Doch nicht das Spiel bzw. die Spieler sind gemeint, sondern Teile der Fans. Von der Niederlage und einer desolaten Hinrunde, die zum Handeln zwingt, redet kaum einer. Der Platzsturm bestimmt die Gesprächsthemen. Man könnte fast meinen, er ist den Verantwortlichen beim FCN gerade recht gekommen, lenkt er doch von den wirklichen Problemen ab.

Nein, gewollt hat dieses Szenario keiner, gekommen ist es aber trotzdem. Und das hat seine Gründe, die nicht einfach nur in einer Niederlage oder der immer wieder zitierten „zunehmenden Gewalt“ zu finden ist. Das ist oberflächlich. Die Ursachen sind komplex. Wer macht sich da schon die Mühe genauer hinzuschauen. Schauen wir genauer hin!

Nach dem Schlusspfiff bleibt es zunächst ruhig. Leere, Fassungslosigkeit und Ungläubigkeit prägen die Szenerie. Aus den letzten 12 Spielen gab es lediglich zwei Siege. Das Pokalderby vor heimischem Publikum wurde nach einer katastrophalen ersten Halbzeit und trotz numerischer Überlegenheit in der zweiten Hälfte verloren. Obendrauf wird ein reguläres Tor kurz vor Abpfiff nicht gegeben, welches den Ausgleich bedeutet hätte.

Große Worte seitens des 1.FC Nürnbergs vor dem Spiel „Die Mannschaft wisse, um was es gehe“ oder „Wir wollen zeigen, dass wir die Nummer eins in Franken sind“ werden kurz nach Ende des Spiels endgültig zu leeren Phrasen. Sie sind geradezu ein Hohn, betrachtet man die Einstellung der Spieler, und denkt man zurück, so dürfte es keine größere Schmach in den letzten Jahren oder sogar Jahrzehnten gegeben haben. Natürlich darf man auch Derbies verlieren, was ja auch in peinlicher Regelmäßigkeit in den Spielen gegen die Bayern getan wird, aber nicht so. Diese Niederlage ist und bleibt unverzeihlich!

Die Stimmung kippt endgültig, als Teile der Mannschaft in die Kurve kommen. Man mag es ihnen auf der einen Seite vielleicht sogar hoch anrechnen, auch nach diesem Spiel ihren Mann zu stehen, doch es war in diesem Moment einfach falsch. Nun kochen die Emotionen hoch! Zeitgleich zerrt ein Ordner an einer Schwenkfahne, zieht sie von der Teleskopstange: Es folgt eine unvermeidliche Eigendynamik. Einige wollen die Fahne verständlicherweise zurückholen, es gibt ein Gerangel mit den Ordnern und immer mehr aufgebrachte Fans gelangen durch das Fluchttor in den Innenraum.

Der Tropfen, der letztendlich das Fass zum Überlaufen gebracht hat, wurde dagegen schon einige Tage vor der Partie eingeschenkt. Herr Woy (Vorstand des 1.FC Nürnberg) sprach nach dem Derby in einem Radiointerview davon, dass der Sicherheitsbeauftragte im Vorfeld mäßigend auf die Fans eingewirkt hätte. Vielleicht hätte er sich aber mal mit ihm vor diesem Interview unterhalten und nachfragen sollen, was in den Tagen vor dem Spiel wirklich vorgefallen war. Das Gegenteil war der Fall! Die Stimmung war vergiftet und es ist alleine den Fans zu verdanken, dass dieses Pulverfass nicht schon vor dem Derby explodiert ist. Man wollte das Derby nicht schon vor der ersten Minute aus der Hand geben. So musste man sich noch einmal 90 Minuten herumquälen und all das, was sich an Frust hier angestaut hatte, entlud sich aufgrund der oben genannten, vielschichtigen Faktoren nach Spielschluss. Eine spontane Reaktion, weil man diesen Verein LIEBT, LEBT und mit ihm LEIDET!

Der Verein möchte Fans, die sich mit ihrem Verein identifizieren, Stimmung machen, Choreographien basteln und die Seele des Clubs weitergeben, leidenschaftlich und hingebungsvoll sind! Dann dürfen die Verantwortlichen aber nicht erwarten, dass sich diese Fans nach der größten Schande seit vielen Jahren kühl und nüchtern aus dem Stadion schleichen! Oder welche Konsequenzen zieht der Verein aus dieser Schmach? Welche Konsequenzen werden daraus gezogen, dass wir Fans auf ewig mit dieser Niederlage konfrontiert werden? Dass sie in die Geschichtsbücher wie in Zement gemeißelt ist und uns jedes Mal das Herz zerreißt, wenn wir uns an diesen Abend zurück erinnern. Ein Abend, an dem wir alles gegeben und nichts zurück bekommen haben. Nichts. Nicht einmal Kampf und Wille. Wer ist hier eine Schande und wer sollte Konsequenzen ziehen? An diesem Abend habt ihr dem Image des 1. FC Nürnbergs geschadet! Ihr solltet euch schämen, in den nächsten Wochen durch die Straßen Nürnbergs zu laufen!

Sicherlich muss man diese Reaktion, also den Platzsturm, auch nicht gutheißen, aber man muss sie verstehen bzw. sich um ein Verstehen bemühen. Wer nur ein klein wenig die Zusammenhänge, die Personen und Gruppen kennt, der weiß genau, dass die Vorfälle nach dem Spiel nichts mit einer Lust auf Randale oder dergleichen zu tun hatten!* Die Historie dieser Begegnung, die richtigerweise auch gerne vom Verein betont wird, ist geprägt durch verschiedene Vorkommnisse – u.a. der Spielabbruch 1973. In den Chroniken wird die Besonderheit dieser Rivalität in ganz Deutschland deutlich hervorgehoben. Von „kriegsähnlichen“ Zuständen (so kommentierte Herr Woy die Vorkommnisse) war das Derby allerdings zu jeder Zeit ganz weit weg – und das gilt auch voll und ganz für den 20.12.2011. Bei aller Empörung – was ist denn letztendlich passiert? Im Spielertunnel ging es nach der Partie zwischen einigen Spielern wohl mehr zur Sache, als vor den Kurven. Diesen Satz bitte nicht falsch verstehen. Es sind genau diese Spieler, die eine Identifikation mit der Mannschaft über die sportliche Qualität hinaus überhaupt noch möglich machen. Nach dem mehr als zweifelhaften Verkauf von Wolf und Mintal muss man doch schon froh sein, dass noch ein paar Männer in der aktuellen Mannschaft sind, denen das Logo des 1.FC Nürnberg mehr bedeutet als einen monatlichen Gehaltscheck.

Sicherlich mag der Platzsturm auch Folgen haben. Für den 1.FC Nürnberg, der sich vor einem „strafwütigen“ DFB rechtfertigen muss. Der Verein muss sich aber auch deshalb rechtfertigen, weil er es selbst verbockt hat! Auch für die Fans, die jetzt wieder in den Fokus irgendwelcher, aktionistischer Maßnahmen geraten, werden Konsequenzen unumgänglich sein: Zäune hoch, Materialverbote, Stadionverbote etc. – wir kennen das ja schon, weil wir seit Jahren damit leben und um jeden Millimeter Freiheit kämpfen müssen. Selbst schuld, wenn uns nun auch der Rest genommen wird? Nein, selbst schuld, wenn man sich an diese Leine legen lässt!

In den wenigen Tagen nach dem Spiel und den ersten Gesprächen verschiedener Fans ist eines schon jetzt klar geworden: Wir Fans werden ganz sicher nicht als Sündenbock für diese Vorkommnisse herhalten!

Herr Woy, Sie wollen sich nicht mehr verarschen lassen? Wir auch nicht. Wir auch nicht!

Solidarität mit allen Verfolgten, Verbannten und Unbeugsamen! Keinen Schritt zurück!

* (Nachtrag vom 27.12.2011) Dieser Satz kann leider falsch verstanden werden. Gemeint ist, dass der Platzsturm nicht durch die Lust auf Randale ausgelöst wurde. Dass dieser dann darin mündete, den Fürthern wenigstens ein klein bisschen den Abend und die Feierei zu versauen, soll gar nicht abgestritten werden.

DerbyVideo

Es brennt ein Feuer in meinem Herz …
… es brennt solange die Welt sich dreht!

Derby 20.12.2011

In den Tiefen des Internets haben wir ein nettes Video zum Thema ANTI FÜ gefunden:

Ya Basta! #27
Out now!

Mit etwas Verzögerung könnt ihr euch ab heute – pünktlich zum Derby und Weihnachten – nun endlich das neue Ya Basta! – Ausgabe 27 im Lokal oder am Dienstag im Stadion abgreifen!
Und das hat es wieder einmal in sich. Auf 100 Seiten erwarten euch die üblichen Rubriken mit allen aktuellen Neuigkeiten und obendrauf ein sattes Interview mit Martin Bader.
Holt euch das Teil, nicht nur für jeden Glubberer aus Block 911 ein absolutes Muß und für 2 Euro auch ein kleines Schnäppchen. Hauste!

Die Themen:

★ Interview mit Martin Bader über Gott, Glubb und die Welt
★ Spielberichte
★ Jugend der Nordkurve (Text: Ein Blick zurück)
★ Art Gallery
★ Neuigkeiten: Pyrotechnik legalisieren
★ Szene News
★ Fußball-Kulturpreis 2011
★ Neues aus den Sektionen
★ Lesestoff & Flimmerkiste
★ RSH
★ Staatsfeinde (Text: Pro Stadionverbote)
★ Presseschau (Text: Deutsche Presse halt die Fresse)
★ Neuigkeiten: Kampagne Max-Morlock-Stadion Jetzt!
★ Thema JHV 2011 – Rückblick
★ Förderkreis Choreographien
★ Wichtig is uffm Platz
★ Amici (Spielberichte, Neuigkeiten aus Wien, Gelsenkirchen, Göteborg und Larissa)
★ Auswärtsblock

YB Cover 27

Facebook Bashing Volume X

…und weiter geht es mit unserem munteren Facebook-Gehate. Heute gibt es ein kleines Musikvideo. Über den Rapper lässt sich definitiv streiten. Über eine Zeile gegen Ende des Liedes sicherlich auch. Trotzdem: die Message passt, vor allem da nicht der moralische Zeigefinger gehoben wird, sondern das Thema kreativ aufgearbeitet wird…

Den Zeigefinger auf alle Facebook-Nutzer wollen im Übrigen auch wir nicht heben . Nein, auch wir verstehen, dass Facebook durchaus seine Vorzüge hat. Warum ihr aber dennoch Vorsicht walten lassen solltet, haben wir ebenfalls schon zu Tode diskutiert. Letztendlich bleibt es eure Entscheidung und eine reine Ansichtssache. Wenn, dann seid aber bitte nicht so bescheuert und gebt jeden Senf zu eurer Person freiwillig auf Facebook ab. Die Doppelmoral, derer ihr euch in diesem Moment als Ultras hingebt, brauchen wir da auch nicht mehr weiter ausführen. Wozu denn auch noch über die Datei Gewalttäter Sport aufregen, wenn ihr den Zivis via Facebook sowieso alle relevanten Infos liefert?! – Virtueller Nudismus scheint aktuell jedoch verdammt in Mode zu sein.

Mit rot-schwarzen Grüßen,
Ya Basta! – Das Magazin, das es sich zum Ziel gesetzt hat Facebook zu zerstören

Offener Brief
Pyrotechnik legalisieren

Sehr geehrter Herr Zwanziger, sehr geehrter Herr Rauball!

Am 2.11.2011 teilten Sie mittels einer Pressemitteilung das Ende der Diskussion um Pyrotechnik mit. Zitat: „Weiterhin nicht in Frage kommt eine sogenannte `Legalisierung` von Pyrotechnik. Bestätigt wird das Verbot durch ein vom DFB-Präsidium in Auftrag gegebenes unabhängiges Rechtsgutachten.“

Wir hatten zuvor unsererseits ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, welches bestätigte, dass unter bestimmten Bedingungen der legale Einsatz von Pyrotechnik in Stadien durchaus möglich ist.
Eine gemeinsame seriöse Aufarbeitung der Rechtslage wäre nun durch weiteren Dialog und einen Abgleich der Gutachten möglich gewesen. Dieser Dialog war aber Ihrerseits nicht gewollt, denn trotz vorheriger Zusage blieb unsere Nachfrage bezüglich der Einsichtnahme in das Gutachten bis heute unbeantwortet. So mussten wir die einseitige Beendigung der Gespräche zwischen DFB/DFL und unserer Kampagne zunächst hinnehmen.

Danach war in der Presse u.a. von „Geisterdebatten“ die Rede – Sie versuchten, die Kampagne in der Öffentlichkeit zu diffamieren. Unsere Antwort auf Ihren Konfrontationskurs entnehmen Sie der entsprechenden Pressemitteilung unter http://www.pyrotechnik-legalisieren.de.

Es war uns inzwischen möglich, Einblick in das von Ihnen in Auftrag gegebene Gutachten zu nehmen und es rechtlich auswerten zu lassen. Es ist nun auch klar, warum man uns und auch der interessierten Öffentlichkeit die Einsichtnahme verwehrt: Denn auch Ihr Gutachten bestätigt, dass die legale Verwendung von Pyrotechnik unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist!
Obwohl wir nun Kenntnis darüber erlangten, dass Sie nicht nur uns, sondern auch die Vereine und die Öffentlichkeit erneut bewusst getäuscht haben, geben wir Ihnen die Chance, mit uns an den Verhandlungstisch zurück zu kehren.

Dabei erwarten wir eine ehrliche Aufarbeitung der Thematik unter Zuhilfenahme unserer Konzeption, die – wie wir nun durch 2 unabhängige Rechtsgutachten feststellen durften – rechtlich umsetzbar ist.

„Pyrotechnik legalisieren – Emotionen respektieren“

Gutachten-Auszüge:

Im „Rechtsgutachten zu den Möglichkeiten eines begrenzten Einsatzes von Pyrotechnik in Fußballstadien“ (in Auftrag gegeben durch den DFB) wird bestätigt, dass der „begrenzte Einsatz von Pyrotechnik in Fußballstadien“ unter „einschränkenden Voraussetzungen möglich“ ist.
Diese Voraussetzungen enthalten, dass der Antrag durch den Verein gestellt, der Stadionbetreiber seine Zustimmung erteilt und das Einvernehmen und die Zustimmung „aller für die Sicherheit und Ordnung örtlich zuständigen Behörden“ bestehen.

Des Weiteren werden geeignete, namentlich bekannte Personen, Sicherheitsabstände, ausgewiesene Zonen, bestimmte Zeiten und geeignete Pyrotechnik als Einschränkungen genannt.
Über genau diese Einschränkungen hatten wir mit dem DFB und der DFL verhandelt und sie für eine gewisse Testphase akzeptiert, um z.B. zumindest bei Choreographien Pyrotechnik legal einsetzen zu können.

Das Gutachten erwähnt: „auch bei Vorliegen aller gesetzlichen, behördlichen und vertraglichen Voraussetzungen steht der begrenzte Einsatz von Pyrotechnik in Fußballstadien zusätzlich unter DFB verbandsinternen Erlaubnisvorbehalt“.

Genau darüber hatten wir mit DFB/DFL gesprochen (wie auch in den offen gelegten Gesprächsprotokollen nachweisbar). Wären obenstehende Voraussetzungen erfüllt, hätte der DFB gemäß seinen Sicherheitsrichtlinien eine Genehmigung nach §34 (1) erteilt.
Das Entgegenkommen ging sogar noch weiter. Wie den Gesprächsprotokollen, die uns am 13.7.2011 vom DFB in dieser Form bestätigt wurden, zu entnehmen ist: „Wenn die Einzelfälle funktionieren, soll es in den Richtlinien eine neue Anlage geben, in der das Verfahren, welches für eine Genehmigung von Pyrotechnik in Stadien nötig ist, festgeschrieben wird.“

Das Gutachten des DFB befasst sich mit dem Versammlungsstättenrecht, dem Sprengstoffrecht und europarechtlichen Vorschriften und begutachtet anschließend die Handlungsmöglichkeiten. Hier werden die Erlaubnis der Feuerwehr, die Zustimmung des Betreibers, das behördliche Einvernehmen der für die Sicherheit zuständigen Behörden und die Richtlinien des DFB genannt. All diese Faktoren sind in unserer Konzeption ebenfalls berücksichtigt.

Abschließend werden die haftungsrechtlichen Regelungen besprochen. Das zivilrechtliche Haftungsrisiko wird als versicherbar benannt, ein strafrechtliches Risiko sei nicht erkennbar.

Das Gutachten ist gezeichnet am 1.11.2011.
Die Pressemitteilung des DFB wurde am 2.11.2011., 14.30 Uhr online gesetzt. Selbst wenn das Gutachten per Email zugestellt sein sollte, muss jeder für sich bewerten, ob in dieser kurzen Zeitspanne tatsächlich eine Prüfung des Gutachtens durch den DFB vorgenommen werden konnte.

Morgen im Stadion

… gibt es wieder die heiß begehrten ANTI-FÜ Mützen, also nix wie hin zum Container!
Leider müssen wir euch aber beichten, dass wir die Ya Basta!-Ausgabe 27 nicht rechtzeitig fertigstellen konnten, zuviel hatten wir die letzten Wochen um die Ohren. Das Heft wird stattdessen erst zum Derby erhältlich sein, wie immer für jeden aus Block 911 ein Must-have! Inhalte etc folgen die Tage…

Derby – Fürth Coming Home

Hilfe – die Fürther kommen…
… keine Angst – Erwin hat das Motivationsvideo der FÜs leicht modifiziert
… eine Perle der Fürther Videokunst – endlich wieder für alle zu bewundern
… der „ComingHome-Musikvideo-Teil“ ist übrigens unverändert – genial

Niederlage in Hamburg

Ein in allen Belangen trister Ausflug in den Norden mit nur ganz wenigen Lichtblicken, passend zur Jahreszeit. Alleine das anstehende DERBY hält die Motivation hoch und dann gehts endlich in die Winterpause…

Chaos in Griechenland

Die Meldung ist wahrlich keine Neuigkeit mehr, AE Larissa musste vor wenigen Wochen den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit antreten. Ein dubiose Wahl der Erstligavereine besiegelte den Abstieg, die Konkurrenten hatten sich für zwei Neulinge entschieden und man braucht nicht viel Szenekenntnis zu haben, um zu wissen, dass diese Entscheidung nicht nach dem Rechts-/Unrechtsempfinden getroffen wurde, sondern rein aus eigenem Interesse.
Aber es ist nicht der erste Rückschlag in der Geschichte von AEL. Und es wird ganz sicher nicht der letzte bleiben. Ebenso sicher ist es jedoch, dass dieser kleine Verein durch die Kraft seiner Fans immer wieder nach oben kommen wird und immer wieder dem korrupten System der Großen trotzen wird! Das alleine, ist der größte Sieg, den man erreichen kann!

Keep the faith!

Edit: Damit sich jeder mal ein Bild von den Spielstätten machen kann, die die Monsters derzeit besuchen müssen…
http://www.aelomania.com/2011/10/blog-post_23.html