Archiv für Januar 2012

Kurvenfunk
aktuelle Sendungen online!

Hey Ho!

Die Jungs vom Kurvenfunk haben es etwas vercheckt, sind eben auch nicht mehr die Jüngsten, und so ließ die vorletzte Ausgabe etwas auf sich warten. Nun ist sie aber also Download verfügbar, klickst du hier

Dafür gibt es aber auch schon die aktuelle Ausgabe 35, zieht euch das Teil rein, ist wie immer ne geile Show!

Kurvenfunk Januar 2012 by Kurvenfunk

Eine andere Welt

Eine krasse Doku, die uns eine andere Welt zeigt…

… und was das mit Fußball zu tun hat, erfahrt ihr am Ende der Reportage!

Art!

Man muss sich heutzutage ja schon immer etwas einfallen lassen, um im Geschäft zu bleiben… so auch in Sachen Streetart, wo der Kreativität kaum Grenzen gesetzt sind.
Ein cooler Scheiß kursiert derzeit aus Russland im Netz, aber zieht’s euch selber rein…

More: www.183art.ruk

FCN vs. Hertha

Fußball ist manchmal mehr …
… manchmal aber auch weniger wichtig!

Neue Dimension der Gewalt in Italien

Presseschau ZDF Sportstudio vom 14.01.2012

Man weiß ja im Vorfeld nie so recht, was einen erwartet, wenn sich TV-Anstalten mit dem Thema Fußballfans beschäftigen.
Überraschend gut ist dies dem ZDF Sportstudio gelungen, was mitunter auch an der Auswahl der Gäste und der objektiven Herangehensweise lag, lediglich (welch Überraschung!) der Polizei-Gewerkschaftler fiel etwas aus der Reihe. Während jeder differenziert die Situation betrachtete, verharrte jener starr auf seinen Positionen und zeigte damit nur, dass die Polizei mittlerweile in ihrer eigenen Welt lebt, fernab der Stadionrealität. Trotzdem (oder auch gerade deswegen) lohnt es sich allemal die Videos anzuschauen und zu verbreiten

Streitthema Pyrotechnik
Ultras – Fans oder Fanatiker
Neue Dimension der Gewalt

Presseschau
Pyrotechnik legalisieren

Eigentlich keinen Bock und keine Zeit, etwas zu dem Thema rauszulassen, aber der DFB/die DFL zwingt einen ja förmlich dazu, dass man wieder einmal auf ihre Arroganz und Ignoranz hinweisen muss. Mit der repräsentativen Meinungsumfrage zum Thema „Pyrotechnik“ will man die Fans im Land wohl für dumm verkaufen und komplett verarschen… Glaubt man ernsthaft, dass man damit etwas erreicht? Dass man unschlüssige Fans auf seine Seite zieht? Dass man seine Meinung begründen kann, für sie wirbt? Dass man der Initiative „Pyrotechnik legalisieren – Emotionen respektieren“ Wind aus den Segeln nehmen kann?
Dass man dieser repräsentativen Meinungsumfrage Glauben schenkt? Diese dilletantischen Versuche, aus der Nummer (und dem Dialog über Pyrotechnik) wieder herauszukommen, stinken zum Himmel!

Zwei lesenswerte Artikel seien daher jedem empfohlen:
Kein Mord in Britz!
Pyrotechnik? Verboten, weil keine Lust

Fight Back – Winteredition

Für all diejenigen aus der Nordkurve, denen einmal Fight Back im Jahr schlichtweg zu wenig ist, gibt es gute Nachrichten:
Am Samstag, 28.1, einen Tag nach unserem Kick gegen Hannover, findet das Fight Back in der „Winter Edition“ statt. Natürlich etwas kleiner als das richtige Fight Back Ende Mai. Trotzdem ist wieder für alle Ohren was dabei, ob nun Ska, Hardcore oder Rap. Kleiner (Geheim-)Tipp: Jokerface. Richtig guter Ska aus Südtirol, von wo man eher irgendeine Scheiße alà Frei.Wild gewohnt ist. Vorbeischauen lohnt sich sicher. Desi ist als Location sowieso perfekt. Genau das richtige also für einen chilligen, spielfreien Samstagabend. Mehr Infos auf dem Diffidati Blog

Soundcheck:

Weitere Bands:
Vitamin X
Chaoze One & Lotta C
Rogue Steady Orchestra
Empowerment
Conexion Musical
Local Opener (tbc)
Aftershow-Party mit Kampfansage Soundystem

Fight Back – Winter Edition: 28.01.2012

10 Jahre UGE

An diesem Wochenende feierten unsere Freunde aus dem Ruhrpott ihr zehnjähriges Gruppenbestehen.
Auch an dieser Stelle noch einmal unsere Glückwünsche an die Jungs und Mädels der UGE. Lassts weiter krachen!

Schalke und der FCN!

An dieser Stelle sei auch gleich auf das neue Ya Basta! – Ausgabe 28 verwiesen, das voraussichtlich Anfang Februar erscheinen wird. Dort wird es ein ausführliches UGE-Interview zu lesen geben.

FCN in Belek

Der Glubb befindet sich aktuell im Wintertrainingslager, wie in den Vorjahren auch, im türkischen Belek etwa 30 Kilometer entfernt von Antalya.
Vorgestern gab es dann auch gleich die erste Niederlage gegen Mönchengladbach. Das kann ja nur besser werden.
Ganz besonders grüßen wollen wir an dieser Stelle alle Glubbfans, welche sich auf den Weg in die Türkei gemacht haben. Respekt. Egal wo und wann – immer mit dabei!

Der „Schorsch der Woche“

Es ist eine Unart unter den deutschen Ultras und dabei sollte man es doch selbst am besten wissen… gemeint sind Presseartikel mit vermeintlichen Infos aus der Fanszene, die jedoch nichts weiter enthalten als haltlose Behauptungen, gefährliches und aus dem Zusammenhang gerissenes Halbwissen oder Lügen. Aber wenn es einen nicht selbst betrifft, sondern die „anderen“, denen man dadurch etwas Mentalität oder den letzten Funken Respekt absprechen könnte, dann betrachtet man solche Presseartikel eben weniger kritisch, oder? Die Chance will man ja nutzen, es bieten sich ja nicht so viele Gelegenheiten, dass man etwas serviert bekommt, was man selbst nur zu gerne so hätte, damit man es dem „anderen“ genüsslich um die Ohren schmieren kann. Aber nur weil man sich wünscht, dass etwas stimmt, stimmt es meistens trotzdem nicht…

… und so können wir den Blogger von Es lebe das Laster beruhigen: Du darfst „dieser Gruppe“ auch in Zukunft deinen Respekt zollen – auch wenns dir schwer fällt und du dir täglich das Mentalitäts-Gejammer aus München anhören musst. Peace out!

Hintergrund sind übrigens folgende Zeilen aus einem Blogeintrag

Viel Blabla, aber zwei Sachen sind mir aufgefallen [Anm.: Es geht um diesen Presseartikel]:
“Eine Rollenzuschreibung, mit der die hartgesottenen Ultras ihre Probleme haben dürften, weil das kaum förderlich ist für das eigene Image innerhalb der Szene. Die Ultras hätten selbst viele Zugeständnisse gemacht, sagt Hassler. Es sei schließlich kein Spaß, „wenn man sich in der ganzen Republik als Weicheier beschimpfen lassen muss“.
Das ist die Befürchtung nachdem folgendes betont wurde:
“Seit der Randale von Bochum, seit zwei Jahren haben sie nichts mehr gemacht“.
Nun, wenn es einen Grund gibt, die Nürnberger als Weicheier zu bezeichnen, dann sicher nicht wegen ausbleibender Randale, sondern einzig und allein wegen Kooperationen mit der Polizei, wie es folgender Satz aus dem Artikel suggeriert:
“Wer diese Frage verstehen will, muss wissen, dass Fußballverein und Polizei den Ultras in der Vergangenheit Zugeständnisse gemacht haben — und umgekehrt. Und dass trotz aller Differenzen offenbar ein zartes Pflänzchen namens Vertrauen aufgegangen ist. Es gab regelmäßige Gespräche, es gab Absprachen und Übereinkünfte.”
Nun kann in einem Artikel viel behauptet werden. Wenn es denn stimmen sollte mit der Zusammenarbeit mit der Polizei, dann ist mein letzter Funken Respekt für diese Gruppe flöten gegangen.

Abschließend stellt sich nun natürlich die Frage, wer denn jetzt eigentlich den Schorsch der Woche abgestaubt hat?
Ist es der anklagende St. Paulianer, der sich empfänglich für die Boulevardpresse zeigt, oder der Pressefuzzi, der mit seiner unsauberen Recherche vielleicht sogar bewusst die öffentliche Meinung manipuliert?
Nun, schaut man genau hin, so kann die Wahl eigentlich nur unseren Blogkollegen treffen, denn so falsch sind die Aussagen im Presseartikel zu den Zugeständnissen ja gar nicht, man sollte sie nur gründlich lesen und eben vor dem Hintgerund eines ahnunglosen Autor verstehen. Dass sich die Ultras nämlich mit der RSH oder dem Verein, oder beide zusammen mit dem Verein, oder nur die RSH mit dem Verein, oder der Verein mit der Polizei oder die Polizei mit dem Fanprojet oder das Fanprojekt mit den Ultras immer mal wieder zusammensetzen und es auf diesen Gesprächen irgendwelche Übereinkümfte gibt, das ist wahrscheinlich auch auf dem Kiez so.* Ein unwissender Pressemensch schmeißt das aber natürlich alles in einen Topf, macht für ihn ja auch keinen Unterschied. Wenn man sich dadurch (aus der Bouelvard-Presse) aber suggerieren lässt, dass es eine Zusammenarbeit zwischen Ultras und der Polizei gab/gibt, und daraus sogar Folgerungen zieht, dann kann dessen Respekt jedoch gar nicht so viel wert sein…

* Als Beispiel seien hier mal die Zäune vor der Kurve genannt. Ultras wollen keine Zäune, quängeln beim Verein. Verein sagt, oh, da müssen wir aber erst die Polizei fragen. Verein fragt Polizei. Polizei mahnt (mit autoritärem Gehabe), dass dann aber nix passieren darf. Verein sagt zu den Ultras, geht klar, aber es darf nix passieren. Ultras sagen, passiert doch nie was! Gut, beim Derby passiert dann doch was. Presseartikel wie oben werden geschrieben. Ein St. Paulianer liest es, zieht es in Betracht, dass die Ultras mit der Polizei zusammenarbeiten könnten und bloggt es im Internet. Wie sagt man da neudeutsch? lol

Wenn der Junge kommt…

Nächste Woche Freitag, 13.01 ist es so weit: Vega, Rapper und UF-Mitglied veröffentlicht sein neues Album „Vincent“.
Vorab gab es schon ein paar Ausschnitte zu hören. Wobei es uns vor allem das folgende Lied angetan hat:

Zumindest bei uns hat er da schon mit den ersten zwei Zeilen „Sieh, ich war so weit weg von eurem Partyscheiß in Clubs / ich stand vermummt in den Straßen deiner Stadt“ absolut gewonnen, erkennt man sich doch sofort wieder, während zig Erinnerungen in einem hochsprudeln. Ja, verdammt, das Lied trifft es irgendwie. Auch wenn manche Zeile auf einen dann vielleicht auch mal weniger passt. Es fällt einem leicht sich schnell in die Texte einzufühlen.
Das ist auch Vegas Stärke. Emotionen so in seine Texte zu packen, dass es totehrlich rüberkommt und nicht aufgesetzt wirkt. Sicherlich gibt es technisch versiertere MCs, sicher picken sich andere progressivere Beats. Wenn man sich aber in Tracks wie „Die Jungs von der Bushalte“ plötzlich wieder vor seinem inneren Auge sieht – mit 15/16 an irgendwelchen Parkplätzen , Billigvodka mit Lidl-O-Saft mischend, obwohl es scheiße kalt ist, nur um eben mit seinen Leuten abzuhängen – dann bewirkt das in einem etwas, was keine krasse Technik/Beat bewirken könnte: man beginnt die Musik zu fühlen.
Auf eindrucksvolle Weise hat das Vega bisher immer wieder hingekriegt. Hinzu kommt dann eben in vielen Zeilen der Fußballbezug.
Nun aber genug des Lobes. Frankfurter ist er ja immer noch. Kauft euch die Platte halt lieber, anstatt sie auf irgendwelchen Portalen zu ziehen.

Wer paar mehr Infos haben möchte kann sich die neue JUICE (Green Issue… ;-) ) holen. Dort gibt es ein Interview zu lesen.

Guten Rutsch!

Allen Ultras, Hools und Zigarettenbürschle ein gutes, neues Jahr!
Mögen die Wege noch so steinig sein, keinen Schritt zurück!