Archiv für April 2012

Kundgebung
Max-Morlock-Stadion jetzt,
Samstag 13:30 Uhr

Vor dem letzten Saisonspiel gegen Leverkusen wird es um 13:30 Uhr auf dem Max-Morlock-Platz zu einer Kundgebung kommen. Veranstalter ist die Kampagne „Max-Morlock-Stadion jetzt“, die zum Abschluss der Saison nochmal einige Worte an die Anhänger des 1. FC Nürnberg sowie die Verantwortlichen bei Verein und Stadt richten wird. Vor dem Hintergrund, dass das Stadion am Samstag letztmals bei einem Glubbspiel den unschönen Sponsorennamen tragen wird, sind alle Glubberer dazu aufgerufen, zur Kundgebung zu kommen. Verleihen wir dem Wunsch nach einem Max-Morlock-Stadion gemeinsam den nötigen Nachdruck, damit er in der Sommerpause endlich erfüllt werden kann!

Max-Morlock-Stadion jetzt!

Max-Morlock-Stadion jetzt!

Fotojahrbuch + T-Shirt + Saisonkarte

Zum letzten Heimspiel der Saison gibt es wie gewohnt ein unwiderstehliches Angebot. Die neue Saisonkarte von Ultras Nürnberg plus das Fotojahrbuch plus ein Nordkurve T-Shirt zum super-fair Preis von zusammen 10 Euro. Im Stadion wird das Paket erst nach dem Lev-Heimspiel verkauft werden – also ab 17.30 Uhr am UN-Container. Wer nicht bis dahin warten kann, der kann den „Dreierpack“ schon am Freitag vor dem Spiel im UN-Lokal erwerben – dort pünktlich um 19.30 Uhr

Kurvenfunk
Sendungen online!

Heute gibts mal wieder was auf die Ohren und so präsentieren wir euch im Doppelpack die beiden letzten Sendungen des Kurvenfunks.
Reinhören & Aufsaugen!

Sendung April

Sendung März

Wie du mir, so ich dir?

Liest man die Presse nach dem HSV-Spiel, so stößt man auch immer wieder auf einen Pfeffersprayeinsatz am Gästebereich. Erstaunlicherweise soll dieser jedoch nicht von der Exekutive, sondern den HSV-Fans ausgegangen sein, die sich dadurch einer polizeilichen Intervention erwehrten – wenn man den Berichten Glauben schenken darf.
Die Chosen Few Hamburg äußerte sich indes folgendermaßen:

1. Fußball-Club Nürnberg – Hamburger Sport-Verein e.V.

Was sich nach dem Spiel auf dem Weg zu den Bussen mit der Polizei abspielte, lässt sich nur schwer zusammenfassen. Augenzeugen sprachen jedenfalls von einer neuen Dimension, was die Aggressivität der sogenannten Gesetzeshüter angeht. Die bayerische Sondereinheit USK knüppelte wahllos an diversen Ecken auf Fans und versuchte immer wieder die Menge durch provozierende Gesten und hämisches Grinsen anzustacheln. Es gab zwei Festnahmen und zahlreiche Verletzte durch Pfefferspray und Knüppel, mehrere Anhänger mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Wir wünschen an dieser Stelle den Verletzten alles Gute und wünschen den aggressiven Scheißbullen, die an diesem Tag wirklich fast geschlossen Anti-Werbung für ihren Berufsstand machten, die Pest an den Hals.

Interessant wird es jedoch, dass die Polizei in diesem Zusammenhang 8 (!) Verletzte* zu verzeichnen hatte. Aber auch das kennt man ja, die Herren sind immer erstaunlich schnell beleidigt, verletzt, what ever… ist eben so angeordnet, damit auch jeder Kackmist möglichst hart verfolgt werden kann und ist den harten Jungs sicherlich selbst peinlich, denn auf der anderen Seite geht man ja auch nur sehr selten zimperlich mit seinen Gegenübern um.
So geschehen zur selben Zeit auf der anderen Seite des Max-Morlock-Stadions, als einige Einsatzkräfte munter knüppelten und pfefferten. Eine erste Stellungnahme gibt es bereits vom Fanprojekt und angesichst der Tatsache, dass sich die Polizei der Wirkung von Pfefferspray bewusst sein muss (und das nach eigenen Aussagen am gleichen Tag ja auch selbst erfahren durfte), liest sich diese einfach nur erschreckend.

Stellungnahme Fanprojekt zum Polizeieinsatz beim HSV-Spiel

* anhand dessen kann man ja auch mal hochrechnen, wieviele Verletzte auf Fanseite Woche für Woche durch den Einsatz von Pfefferspray zu beklagen sind – wenn sie sich denn sanitär behandeln lassen und damit registriert werden. Muss man ja auch nicht unbedingt machen, am Ende einer Saison bekommt man von der Polizei ja wieder die Statistik über Verletzte beim Fußball vorgehalten, mit dem Hinweis, wie schlimm doch alles geworden ist und dass die Gewalt zunehmen würde. Naja, so ganz von der Hand zu weisen ist das ja nicht, liebe Herr Wachtmeister

Ya Basta! #30 Coming soon!
Ya Basta! #30 Leseprobe

Der Klassenerhalt ist geschafft, aber das dürfte auch das einzig Positive in der Saison gewesen sein…. doch bevor es in die (für uns Fans wohlverdiente) Sommerpause geht, könnt ihr euch noch eine neue Ya Basta! Ausgabe abgreifen. Die Nummer 30 gibts ab nächster Woche in den Tagen vor und nach dem Leverkusenspiel sowie natürlich am Spieltag selbst. Weitere Infos folgen die Tage, vorab gibts aber schon mal einen kleinen Vorgeschmack.

Ya Basta #30
YB Ausgabe 30 – Pokalsieger 1962

Presseschau
Zwischen Propaganda und Doppelmoral

Wie Medien und der Repressionsapparat funktionieren und warum sie so funktionieren, brauchen wir ja nicht nochmal erläutern. Es ist nur jeden Tag aufs Neue traurig mit anzusehen, dass so etwas funktioniert…

So ist es alleine ja schon erschreckend, welche Maßnahmen ergriffen werden, noch erschreckender ist jedoch die Art & Weise wie sie verbreitet werden. Beispiel gefällig?

Erfolgreiche Großübung: Mit harter Hand gegen Hooligans
http://www.mainpost.de/regional/franken/Erfolgreiche-Grossuebung-Mit-harter-Hand-gegen-Hooligans;art1727,6739520

… geht eigentlich kommentarlos durch, aber schaut euchunbedingt das Video dieser realitätsnahen Großübung an und Vorsicht! Polizisten in Szenekleidung wie im Video gesehen (im T-Shirt der Münchner Südkurve) sind leider die Realität – ob in der eigenen oder gegnerischen Kurve, diese Verkleidung erfüllt ihren perfiden Zweck!

Ein Klassiker ist aber natürlich auch das Zusammenspiel „Überschrift/Inhalt“. Beispiel gefällig?

Polizei stoppt randalierende Fußballfans
http://www.mainpost.de/regional/main-spessart/main-spessart/art129810,6744581

… meine Güte, was wurde die Bevölkerung bei dieser Head in Angst & Schrecken versetzt?! Randalierende Fußballfans ziehen wieder durchs Land – und wie! Aber Gott sei Dank gibt es die deutsche Polizei, die rigoros gegen solche Unmenschen vorgeht. Die Fotos der Tatverdächtigen wurden indes dem Verkehrsschild zur Identifizierung vorgelgt. Doch jenes schweigt.

Fantastisch zu lesen sind auch immer wieder Kommentare von irgendwelchen (Sport)-Journalisten zu fanpoltischen Themen. Kommentare haben ja den Vorteil, dass man keine Ahnung haben braucht und nichts recherchieren muss, sondern dafür nur seine persönliche Meinung sagen muss. Beispiel…

Das doppelte Zeichen der St. Pauli-Ultras
http://www.kicker.de/news/fussball/2bundesliga/startseite/567916/artikel_das-doppelte-zeichen-der-st-pauli-ultras.html

… das ist so der typsiche Beißreflex eines Journalisten, der die Ultras nicht leiden kann und bei einem Boykott (ganz gleich, aus welchen Grund) seine Chance wittert. Schließlich hat man als Fan IMMER das Spiel seiner Manschaft zu besuchen und für Stimmung zu sorgen. Wer den Support oder sogar ein Spiel boykottiert, stellt sich dagegen nur selbst dar. Klar doch, man hat ja auch soviel davon – allen voran drittklassige Kommentare. Und natürlich muss man auch noch das Klischee des spiel(un)bezogenen Supports bedienen. Obs nun stimmt oder nicht, aber bei einem 3:0 Heimsieg wäre wohl kein Support spielunabhängig gewesen. Die ist immer doch meistens nur bei Niederlagen schlecht/schuld/unpassend. Überhaupt: Warum meinen immer wieder Personen (wie Journalisten, Funktionäre oder auch Tribünen-Publikum), die keine Stimmung machen, denjenigen erkären zu müssen, die Stimmung machen, wie die Stimmung zu sein hat?

Und dann gab es diese Woche ja noch unzählige Berichte über die Geschehnisse in Genua

… und plötzlich wusste wieder jeder etwas Belehrbares über die Unbelehrbaren zu berichten. Interessant waren da auch nur die Szenen, wie & warum es dazugekommen ist, was dahinter steckte, all das können Leute, für die ein Fußballspiel vergleichbar mit einem Theaterbesuch ist, freilich nicht nachvollziehen. Aber man muss nicht alles, was man nicht versteht, oberflächlich betrachten und auf Randale reduzieren. Es sei denn natürlich, es steckt ein System dahinter…

Dumm nur, dass man sich dann immer wieder dabei ertappen muss, wie man manche Dinge dann doch nicht so schlecht findet – wie Pyrotechnik. So durfte man nach der Meisterfeier von Dortmund, dem Aufstieg von Frankfurt und dem CL-Einzug von München immer wieder Pyro-Party-Bilder sehen oder von „Autokorsos, Hupkonzerten und sogar Feuerwerkesraketen“ lesen/hören.

Ach, es kotzt uns nur noch an, was tatgtäglich für eine Show abgezogen wird, wie sich Dinge zurecht gedreht werden, dass sie einem passen und dabei eine Kultur in den Dreck gezogen wird, die aufrichtiger und erstrebenswerter ist, als diese scheinheilige Welt da draußen!

Gilt übrigens nicht nur für Fußballfans/Ultras…

Versuchter Totschlag an Polizisten? Demonstrant in Haft
http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/versuchter-totschlag-an-polizisten-demonstrant-in-haft-1.2022089

… das war das Beispiel „zweierlei Maß“, wobei sich ja auch für die Staatsanwaltschaft die Frage stellen sollte, ob man denn bitte ernsthaft den Tod billigend in Kauf nimmt, wenn man mit einem Fahnenstecken einem schwer gepanzerten Polizisten gegenübersteht.

Aber weil sich bei dem Gedanken, auf der guten Seite des Lebens zu stehen, schlagartig die Stimmung hebt, folgend noch zwei Pyro-Videos, die eindrucksvoll dokumentieren, warum dieses Stilmittel in die Kurven gehört und dass man das Richtige tut!

Infostand der Kampagne „Max-Morlock-Stadion jetzt!“

Am Freitag (20.04.) ist es wieder soweit: Die Kampagne „Max-Morlock-Stadion jetzt!“ baut ihren Infostand in der Innenstadt auf.
Von 14 Uhr bis 20 Uhr werden Vertreter der Kampagne an der Lorenzkirche sein, um sich mit allen Interessierten auszutauschen und zu diskutieren. Der genaue Standort ist vor der Commerzbank an der Treppe, die in die U-Bahn-Station hinunterführt.

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Presseschau
Leidenschaftliche Klatschpappen

Nun gab es in den letzten Wochen ja genügend Anlässe, den alltäglichen Pressewahnsinn zu kommentieren, wir kommen nur einfach nicht dazu. In der kommenden Ya Basta! Ausgabe haben wir daher einen größeren Artikel dem Thema „Strafen durch den DFB“, welches momentan in verschiedenen Auswüchsen durch die Medien geistert, gewidmet. An dieser Stelle bleibt daher Zeit und Raum für die kleinen Dinge, für die wir kein Papier verschwenden wollen, aber dennoch gesagt werden müssen.
… wie das Eigentor, das sich Uli Digmayer von der NZ schoss, als er zum Glubbspiel in Freiburg folgendes zur Stimmung im Dreisamstadion verfasste:

Leidenschaftlich angefeuert übrigens von Fans, die sich bei ihrem Support nicht nur auf monotonen „Allez, Allez“-Singsang beschränken.

Nun liegt es uns fern, einmal mehr auf die Diskussion zum Thema „Allez, Allez-Singsang“ einzugehen, zu eintönig sind die Gegenargumente und für gewöhnlich wird der Gegenüber auch stur auf seinem Meinungsbild beharren. Ist ja auch sein gutes Recht und hätte es sich nicht ausgerechnet um jenes Spiel in Freiburg gehandelt, so hätte man diese Aussage auch unkommentiert zur Kenntnis nehmen können, denn auch wenn es einem nicht gefällt, gibt es fast überall eben unterschiedliche Ansichten und Meinungen – so auch beim Thema „Support“. Im vorliegenden Fall kann diese jedoch kaum mehr ernstgenommen werden, wenn tatsächlich von einer leidenschaftlichen Anfeuerung der Freiburger geschrieben wird. Das, was nämlich – v.a. in der zweiten Halbzeit – vom Freiburger Publikum (und dieses Wort wurde bewusst gewählt) kam, hatte mit Leidenschaft und Fußballatmosphäre gar nichts zu tun. Monotones Heulen von Klatschpappen in nervtötender Lautstärke, eine Animation, gekünstelt und produziert. Man hätte auch etwas aus einer Anlage einspielen können, aber das war weder ein italienischer Tifo noch ein britischer Roar und ganz sicher keine leidenschaftliche Anfeuerung.
So erweckt diese Aussage lediglich den Eindruck, mal wieder gegen den „Allez, Allez-Singsang“ (und damit die Ultras) zu wettern, wobei man sich bei dieser Polemik dann auch nicht mehr wundern braucht, wenn jegliche (auch kunstruktive) Kritik zum Thema „(Dauer-) Support“ abprallt. Schade! Schließlich wird auch jeder Nürnberger, der in Freiburg war, ein gänzlich anderes Stimmungsbild im Kopf haben…!

Club: Gefühlte Niederlage trübte die Feiertage

Der Daggl #1
Out now!

Unabhängiges Fanzine rund um den Glubb!

mit Spielberichten von den Profis, den Amas und Hopping aus Deutschland, Polen, Tschechien, Serbien, Koratien, Australien, Slowakei, Tunesien und der Türkei.
Nürnberger Fanzines „Der Leuchtturm“
Classic Bericht → Bayern München – 1.FCN Saison 1991/92
Nachruf Willi Entenmann
Fanzine Reviews

Glosse „Der Dagdiggschdammdisch“

76 DIN A5 Seiten zum Preis von 2 €uro

Erhätlich beim Heimspiel gegen den FC Schalke 04 per Handverkauf, am Container des Fanprojektes und des Supporters Clubs.

Alles für den Daggl, alles für den Glubb!“

Ya Basta! #29
Out now!

Bereits seit einigen Tagen ist das neue Ya Basta! – Ausgabe 29 erhältlich.
Auf 88 Seiten befassen wir uns vor allem mit dem ewigen Duell 1. FC Nürnberg gegen Bayern München, ein zweites Highlight bietet aber auch ein sehr ausführliches Interview mit FCN-Legende Dieter Eckstein – mit den ürbigen Rubriken also alles in allem wieder eine sehr abswechslungsreiche und sicher nicht uninteressante Ausgabe!

Die Themen:

★ Ein Nachruf – Ruhe in Frieden Zvezdan Čebinac
★ Spezial – DERBY
★ Spielberichte
★ Jugend der Nordkurve (Text: Gewalt! Warum & Wieso)
★ Thema: Wir schreiben das Jahr 2012
★ RSH
★ Staatsfeinde
★ Hall of fame – Dieter Eckstein + Interview
★ Wichtig is uffm Platz (Glubb Splitter, Hinrundenrückblick)
★ Amici (Neues aus Hütteldor, Gelsenkirchen, Göteborg und Larissa)
★ Music from the terraces
★ Seitenblick (Al Masry – Al Ahly: Politisch gefärbte Gewalt)
★ Auswärtsblock

YB Cover 29

Video von der Demonstartion / Bayern Spiel