Archiv für November 2012

Boykott Heimspiel FCN vs. Hoffenheim

Der erste „Boykottspieltag“ ist vergangen. Der GLUBB hat gewonnen und das trotz Boykott – er hat sogar in den ersten 12 Minuten (also während der Stille) ein Tor geschossen. Das Video zeigt eindrucksvoll, wie diszipliniert das Nürnberger Publikum sich verhalten hat.

Hierfür ein dickes DANKE - wir ziehen alle an einem Strang – es geht um die Zukunft des Fußballs - es geht um den Fußball, wie wir ihn uns alle wünschen. Das DFL-Papier muss fallen! Der Verband gauckelt Handlungsbedarf vor, um so ein möglicherweise radikaleres Eingreifen der Politik zu verhindern.

Vereine dieser Liga – macht Euch nicht zum Handlanger – seid mutig – lehnt dieses Papier in welcher Form auch immer ab!

KF im November

Gestern war wieder Kurvenfunk. Wieder mal an einem Glubb-Spieltag – das macht die DFL doch mit Absicht! Da könnte man schon fast zum Verschwörungstheoretiker werden. Sei´s drum, die Sendung kann man sich jetzt wie gewohnt im WWW anhören. Themen: Spielberichte ohne Ende, ein Interview mit den Hugos und paar News aus aller Welt. Das ganze in über 80 Minuten. Fett! Reinhören.

Ohne Stimme keine Stimmung

Nochmal zur Erinnerung:
Morgen wird sich die Nordkurve einer bundesweiten Protestaktion anschließen und für 12min 12s schweigen.
Bisher ist das Feedback positiv, einzig die Frage, was passiert, wenn der Glubb in dieser Zeit ein Tor schießt, beschäftigt die Leute.
Nun, sollte dies der Fall sein, darf und soll natürlich aus ganzem Herzen gejubelt werden! Nach der ersten Freude soll dann aber wieder Ruhe einkehren – umso deutlicher und beeindruckender wird die Aktion herüberkommen. Deswegen bitten wir auch darum, jede weitere hitzige Szene so emotionslos wie möglich zu verfolgen. Keine Pfiffe, kein Stöhnen, kein Applaus – so schwer es uns fällt, so wichtig ist es aber auch!

Wir bitten um euer Verständnis und bedanken uns für eure Beteiligung!

BTW: Bereits am Wochenende fanden die ersten Protestaktionen der unteren Ligen statt. Alle Informationen dazu findet ihr auf www.12doppelpunkt12.de

Ya Basta! #33
Out now!

Die Zeiten sind stürmisch, umso wichtiger ist es nun, dass ihr euch über die aktuellen Geschenisse informiert!
Da kommt das neue Ya Basta!, Ausgabe 33, gerade recht! Checkt das Heft ab sofort im Lokal oder ab Mittwoch gegen Hoffenheim im Stadion aus!
Neben den vielen ernsten und wichtigen Themen haben wir auf den 100 Seiten zwar auch ein nicht weniger ernstes, dafür aber auch humoristisch verarbeitetes Spezial für euch bereit, Thema „Frauen beim Fußball“. Seid gespannt, was euch da erwartet! Ein weiteres Highlight ist mit Sicherheit aber auch ein Rückblick auf 10 Jahre Ultras Gelsenkirchen sowie 10 Jahre Freundschaft Ultras Rapid + Ultras Nürnberg.
Notgedrungen haben wir uns aber auch mit dem Thema „Sicheres Stadionerlebnis“ befasst und wollen einen Auszug davon hier als Leseprobe online stellen. Lest euch die Zeilen gut durch, die nächsten Wochen können entscheidend für die Zukunft von uns Fußballfans sein!

Leseprobe Ya Basta #33
YB Ausgabe 33 – Sicheres Stadionerlebnis

YB Cover 33

Die Themen:

★ 5 Jahre Ya Basta! Teil 3: 2009/2010
★ Spielberichte
★ Szene News
★ Lesestoff & Flimmerkiste
★ RSH
★ Staatsfeinde (Lex Calcio, Sicheres Stadionerlebnis, Ich fühl mich sicher)
★ FCN Museum
★ JHV 2012
★ Wichtig is uffm Platz
★ Amici (10 Jahre UR + UN, Spielberichte)
★ Spezial: Frauen beim Fußball
★ Music from the terraces (Interview Feine Sahne Fischfilet)
★ Auswärtsblock

12min 12s Boykott
gegen Hoffenheim

Wie bereits mehrfach berichtet, werden mit dem kommenden Spieltag Deutschlands Kurven für 12min 12s schweigen, um gegen das geplante Sicherheitspapier zu protestieren. Zunächst (!) befristet bis zum 16. Spieltag in Erwartung der Ergebnisse aus der DFL Mitgliederversammlung am 12.12.2012.
Wir wissen freilich nicht, ob sich die Verantwortlichen davon beeindrucken lassen. Wir wissen aber, dass wir uns Gehör verschaffen und das Thema weiter in die öffentliche Diskussion bringen müssen. Und das werden wir!

Wir bitten daher alle Glubbfans sich am Mittwoch gegen Hoffenheim am Boykott zu beteiligen.
Lasst uns den Unterschied zwischen einer toten und lebendinge Fankurve zeigen. Lassen wir die Verantwortlichen selber entscheiden, welchen Fußball sie wollen!

An dieser Stelle sei noch einmal versichert, dass sich der Boykott nicht gegen die Mannschaft richtet. Sie wurde bereits von Ultras Nürnberg informiert und auch unsere Gäste werden sich dem Boykott anschließen.

Infoflyer zum Thema:
Sicheres Stadionerlebnis – Flyer Nr. 1 gegen Bayern München
Sicheres Stadionerlebnis – Flyer Nr. 2 gegen Fürth
Sicheres Stadionerlebnis – Flyer Nr. 3 gegen Hoffenheim

Weitere Informationen auf:
www.12doppelpunkt12.de
www.ich-fuehl-mich-sicher.de

Sicheres Stadionerlebnis

Polizei, Politik, Verbände und Vereine propagandieren „gefährliche Zustände“ in Deutschlands Stadien. Der Fankodex der DFL soll es nun richten.
Aufgrund der repressiven und teils rechtlich zweifelhaften Inhalten steht der Kodex jedoch seit Wochen in der Kritik. Die Ignoranz und Arroganz, das Konzept ohne Fanvertreter ausarbeiten zu wollen, spricht obendrein für sich und zeigt sehr deutlich, wie sehr (oder wie wenig) es der DFL um die Fankultur geht.
Aktuell versuchen die Lobbyisten über die Medien auf billige und polemische Weise, den Ruf des Sicherheitspapiers aufzupolieren und die Notwendigkeit zu suggerieren. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, dass derzeit wieder vermehrte Hetzberichte auftauchen, die einem erzählen wollen, es sei „so gefährlich wie noch nie.“

Beispiele gefällig?
sport1.de: Polizei zieht alarmierendes Fazit
Focus TV Reportage: Risikospiel! Großeinsatz gegen Randale im Fußballstadion

Ein Internet-Forum-User resümierte treffend:

Das ist doch eine ganz gezielte Kampagne um das beschissene DFL-Konzept möglichst unverändert durchgewunken zu bekommen.
Nach jedem Spieltag wird via Medien geheuchelt, gehetzt und verleumdet – Taktfrequenz steigend in Richtung 12.12.12

Um auch bei den Fans ein Bein in die Tür zu bekommen, verweist die DFL auf die Politik, die bei einem Scheitern des Kodex tätig werden würde. Man schiebt den „Schwarzen Peter“ also mal wieder weiter. Schuld sind die anderen und man müsse das ja tun, sonst wird alles noch schlimmer und durch die neue Fassung des Konzepts würde man den Fans ja sowieso schon entgegen kommen.

Beispiel gefällig?
rp-online.de: DFL reicht Fans die Hand

Nun, ändert leider nichts daran, dass der Kodex nach wie vor nicht tragbar und zudem unnötig ist!

Im Gegensatz zu den Großkopferten bleiben wir allerdings bei der Sachlichkeit und haben diejenigen befragt, die tatsächlich ins Stadion gehen oder dort arbeiten: die Fans, den Gelegenheitsbesucher, den Fanbeauftragten, die Verkäuferin, den Rentner, die Sanitäter… seht selbst, wie die Meinung der Fußballfans zum Thema „Sicherheit“ ist:

… und für alle, die uns natürlich vorwerfen werden, dass dies kein repräsentativer Querschnitt ist: Gehts selber raus, fragt die Leute!
An alle andere Fans, beweisen wir das Gegenteil! Mit Fakten und Zahlen wie es bereits auf www.ich-fuehl-mich-sicher.de geschieht. Zeigen wir ihnen die Wahrheit, lasst sie uns bloß stellen und wenn sie sich dann wieder über uns hinwegsetzen, haben sie einmal mehr ihr wahres Gesicht gezeigt. Ein Gesicht, das sich nur um den Profit schert!

Zum Thema „Angst beim Fußball“ haben wir noch ein weiteres interessantes Zitat gefunden, welches sicherlich nicht einmalig sein dürfte:

Das dachte ich mir auch, war mit meiner 11jährigen Tochter dort unterwegs, die war übrigens schon oft mit im Stadion ohne Angst, aber am Bahnhof, vor diesem Großaufgebot an Polizei mit ihren Waffen, da hat sie wirklich Angst bekommen und ging mir nicht mehr von der Hand. Soviel wieder zum Thema, dass man ja mit seinen Kindern nicht ins Stadion kam wegen der ach so bösen Fans!

… und nein, ein solches Aufgebot wird nicht durch das derzeitige Fanverhalten überhaupt erst nötig!

Derby – Nachbetrachtung

Das gestrige Derby hielt leider nicht die großen Erwartungen und Ankündigungen.

Vor dem Hintergrund der gekippten Allgemeinverfügung und der genehmigten Choreografie wollte Ultras Nürnberg nun selbstbestimmt zum Stadion laufen. Fast schon verzweifelt betonte man seitens der Stadt Fürth, dass jeder Fan willkommen sei – sogar willkommen, um in der Gustavstraße ein Bier zu trinken.

Siehe hierzu auch das Video vom Pressegespräch – und selbiges fand ja sogar noch vor der gekippten Allgemeineverfügung (welche ja einem kollektiven Betretungsverbot gleichgekommen wäre) statt:

Die Wahrheit sah leider mal wieder ganz anders aus …

Viele Personen aus der eigenen Szene hatten von Anfang an ihre Zweifel an der Substanz des Angebots. Jedoch wollte man es ausprobieren, die Verfügung knickte ein – jetzt sollte der Weg durch die Stadt endgültig frei sein – man war sogar bereit, die unmittelbare Gegend um den Fürther Treffpunkt „Rathaus“ als tabu zu akzeptieren.

… doch „Willkommen“ sieht anders aus …

Man war als Glubbfan keineswegs willkommen. Immerhin gelang es Ultras Nürnberg und einigen weiteren Grüppchen in die Stadt zu kommen. Dort sah man sich jedoch den üblichen Gästeschikanen gegenüber, auch wenn die Polizei insgesamt sicherlich zurückhaltender auftrat bzw. auftreten musste: Wegvorgaben, Absperrungen, temporäre Kessel, kleinere Schubsereien (um den Bürgersteig für Polizisten freizumachen) und blöde Sprüche. Ultras Nürnberg bewertet damit auch das eigene Vorgehen als gescheitert, welches sowieso schon im Vorfeld intern umstritten war. Die Sicherheitsbehörden haben damit eine große Chance vergeben.

Trotzdem hat sich UN über den gesamten Spieltag nicht provozieren lassen und hat bewiesen, dass man seinen Laden im Griff hat. Die Polizei schreibt sich den störungsfreien Ablauf dagegen selbst zugute. Fakt ist jedoch, dass es zu diesem Ergebnis kam, weil Ultras Nürnberg das so wollte. Das sollte man sich auch selbst eingestehen und bei zukünftigen Entscheidungen berücksichtigen!

Viele gesprächsbereite Personen der Fanszene sind an diesem Tag jedoch nachhaltig geschwächt worden.

… und vielleicht sollte die Stadt Fürth ernsthaft überlegen, ob sie so etwas wie Erstligafußball und ein Derby in ihrer Stadt überhaupt austragen will. Wenn man mit soviel Einschränkungen und Ablehnung reagiert, dann scheint man diesen Anforderungen nicht gewachsen zu sein. Da hilft es auch nichts, mit schamlosen Lügen immer wieder eine Bedrohung herbeizureden. Wir wollen ja nicht behaupten, dass dies besonders leicht sei, aber jede andere Stadt bekommt das besser und weniger peinlich hin.

Eine ähnliche Einschätzung findet sich auch in folgendem Artikel:
nordbayern.de: Derbytag in Fürth – Viel Lärm um Nichts

Ein Dank an die Stadt Fürth

… in eigener Sache:

Wir bedanken uns bei den Verantwortlichen aus Fürth, dass sie uns in der letzten Woche so unglaubliche Zugriffszahlen auf unserem Blog bescherten. Wollen wir hoffen, dass sich das Ya Basta! Magazin dank der neu gewonnen Bekanntheit nun noch besser verkaufen wird und mehr Menschen unsere Texte verschlingen werden. Gerne würden wir uns auch persönlich bei den Verantwortlichen für diesen tollen Support bedanken. Wir sind uns sicher, dass die ruhige und besinnliche Weihnachtszeit jedoch einen Termin hergeben wird, an dem wir das nachholen können. Wir freuen uns drauf!

… und wer jetzt neugierig geworden ist: Das neue Heft, unsere Nummer 33, erscheint am Mittwoch gegen Hoffenheim, so Gott und die Druckerei wollen. Eine Vorschau folgt!

Derby in Fürth

Nach den großen Siegen für die Nürnberger Fanszene (pro Choreografie im Stadion – contra Betretungsverbot Stadt Fürth) hier die Informationen für die Gestaltung des Derbytages.

Alle Mann nach Fürth

Mit der nun erlangten Bewegungsfreiheit rufen wir alle Glubberer auf, sich bereits am Vormittag in der Stadt Fürth einzufinden – und zwar in der ehemaligen „roten Zone“. Zeigen wir bereits dort optisch, für welchen Verein unser Herz schlägt: Trikots, Schals und Fahnen – geben wir uns zu erkennen. Gleichzeitig wollen wir aber keine Angriffsfläche bieten. Die Staatsmacht und ihre Getreuen sind bestimmt aufgrund ihrer Niederlage sehr dünnhäutig und aggressiv. Denkt bitte daran, bei Polizeigewalt oder -willkür gegen Fans des FCN, die Rot-Schwarze Hilfe zu informieren. Macht Fotos und/oder Videoaufnahmen von den zu erwartenden Übergriffen! Wir lassen uns nicht provozieren, sondern werden beweisen, dass unsere Fanszene mit der erlangten Bewegungsfreiheit umgehen kann – auch wenn selbige eigentlich selbstverständlich sein sollte. Der Fürther Anhang ist für uns fantechnisch keine Herausforderung – wir akzeptieren aber die unmittelbare Umgebung rund um das Rathaus als ihren Teffpunkt – hiervon halten wir Abstand. Also – macht Euch einen schönen Vormittag in Fürth – stimmt Euch auf das Derby ein – passt aber trotzdem auf Eure Sachen auf, da man nie ausschließen kann, ob nicht vielleicht ein paar „Fürther Bubis“ ihre Chance wittern.

Allgemeiner Treffpunkt
12.30 Uhr
Laubenweg – Ecke Poppenreuther Straße – Fürth

Dort ist der allgemeine Treffpunkt der Nürnberger Fanszene. Bitte unbedingt pünktlich sein! Wir verbringen dort am ersten Sicherheitsring noch eine gemeinsame Zeit – stimmen uns weiter auf das große Match ein und gehen dann rechtzeitig ins Stadion. Die Eingangskontrollen werden penibel sein – es wird verschiedene Kontrollpunkte geben. Augen zu und durch – wir müssen rein, um unseren FCN zum Sieg zu schreien.

Hier ein Lageplan

Im Stadion
„Es kommt auf jeden Einzelnen an“

Nach der letztjährigen Niederlage im Pokal nun das erste Aufeinandertreffen in der Bundesliga. Als Fans muss uns klar sein, dass wir die Pflicht haben, lauter als je zuvor zu sein. Jeder muss alles geben – keiner darf in Ruhe „Fußball schauen“. Vor allem der Appell an den Sitzplatzblock: „Kommt hoch – steht 90 Minuten – klatscht mit – singt mit – von Anfang bis Ende!“. Bitte verausgabt Euch nicht schon im Vorfeld, also am Vormittag – vor allem nicht mit zu viel Alkoholkonsum. Wir brauchen die Energie im Stadion. Zu Beginn präsentiere wir unsere Choreografie – sorgen wir zusammen für ein gelungenes Bild. Macht Platz für die Leute, die sich offensichtlich um die Choreografie kümmern. Halten wir das Bild bis zum Anpfiff. Danach wie bereits gesagt: „Lauter als je zuvor“!

Nordkurve Nürnberg – das muss unser Tag werden!

Betretungsverbot gekippt
Choreo offiziell genehmigt

Jetzt überschlagen sich die Ereignisse! Vor wenigen Minuten haben wir euch über das weitere Vorgehen informiert, was noch mit einigen Fragezichen versehen war…
… nun ist es offiziell!

Es wurde sowohl die Choreographie offiziell genehmigt, als auch das Betretungsverbot gekippt!

Dennoch bleibt es natürlich bei unserem Aufruf, wie er heute kommuniziert wurde!!! Dies sollte nun ohne Weiteres möglich sein, auch wenn jetzt erst recht davon auszugehen ist, dass die Polizei dünnhäutig reagieren wird. Cool bleiben.
Schade ist es natürlich, dass man hierzu erst die Gerichte bemühen musste und die Fürther Großkopferten nicht von alleine die Maßnahme zurücknahmen. Aber hatte man etwas anderes erwartet, nachdem man im September bereits das Amateure-Derby aus (nicht nachvollziehbarer) Angst verlegte? Darüber hinaus besteht allerdings auch die Möglichkeit für die Stadt Fürth, vor den Bayerischen Verwaltungsgerichtshof zu ziehen. Dies würde jedoch erneut für unnötige und nicht nachvollziehbare Brisanz sorgen. Politiker bleibt bei euren Leisten!

Trotzdem ist es natürlich ein verdammt gutes Gefühl! Wir haben uns die Tage wirklich beschissen gefühlt! Wir waren verzweifelt. Wir saßen zusammen und überlegten uns, was wir tun könnten. Es schien aussichtlos gegen dieses System als einfacher Fan angehen zu können. Keiner glaubte an einen positiven Ausgang! Es ist ein Sieg für die Gerechtigkeit und ein Sieg für die Fankultur!
… und es tut verdammt gut zu wissen, dass man noch etwas gemeinsam bewirken kann!

Lasst uns am Samstag daran anknüpfen! Lassen wir unseren angestauten Frust in Form eines brachialen Supports eskalieren!

Wir haben die Choreographie durchgeboxt!
Wir haben die Betretungsverbote gekippt!
Und nun werden wir am Samstag auch die Mannschaft zum Derbysieg schreien!

Nur das zählt! Alle gemeinsam!

NO SURRENDER!

Link: Gericht kippt Betretungsverbot

Derby – Stand Mittwoch

Neben vielen positiven Rückmeldungen erreichen uns leider auch einige kritische Stimmen – vornehmlich aus Fürth. Natürlich führen diese Leute den Platzsturm aus dem vergangenen Heimderby in Nürnberg als Rechtfertigung für diese Maßnahmen auf. Ein Stadion sei eben kein rechtsfreier Raum!

Richtig!

… dabei wird jedoch vergessen, dass diejenigen, die in einem Fußballstadion oder davor Straftaten begehen, auch mit allen Mitteln des Rechtsstaates belangt werden. Es wird immer so getan, als würde hier gar keine Strafverfolgung stattfinden, weswegen man nun zu diesen zweifelhaften Methoden greifen müsse. Das ist schlichtweg falsch! Personen, die z.B. beim Platzsturm zweifelsfrei (und manchmal noch nicht einmal das!!!) identifiziert wurden, wurden/werden bestraft. Darüber hinaus auch mit einem Stadionverbot, was im Vorfeld des Derbys die Polizei dazu bemächtigte sowieso schon Stadtverbote gegen die SV‘ler und weitere Personen auszusprechen. Warum nun kollektiv nochmals alle Glubbfans bestraft werden sollen, ist nicht nachvollziehbar und kann nicht mit dem Argument und dem Hinweis auf mögliche Straftaten (zukünftige oder vergangene) im Stadion gerechtfertigt werden. Zumal diese Maßnahmen überhaupt nicht zielgerichtet auf einen sicheren Ablauf im Stadion ausgerichtet sind.

Ein Stadion ist eben kein rechtsfreier Raum!

… das bedeutet, dass auch wir Fans Rechte haben! Rechte wie jeder Bürger!
… das bedeutet auch, dass Personen, denen eine Schuld nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden kann, unschuldig sind. In einem Rechtsstaat hat sich die Gesellschaft dazu verpflichtet, im Zweifel für den Angeklagten zu entscheiden! In dubio pro reo!

Nur das fordern wir ein!

Keiner beschwert sich, dass wir nicht marodierend durch die Fürther Innenstadt ziehen dürfen! Keiner beschwert sich, dass wir im Stadion nicht die Sau rauslassen dürfen! Keiner beschwert sich, wenn die Mechanismen des Rechtsstaates greifen!

Wir beschweren uns aber, dass wir eine Choreographie, die die Sicherheit zu keiner Zeit gefährdet, verboten bekommen!
Wir beschweren uns, dass allen Glubbfans kollektiv der Aufenthalt in der Früher Innenstadt untersagt wird!
Wir beschweren uns, dass ein Merkmal unseres Rechtsstaates, der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, immer wieder missachtet!
Wir beschweren uns, dass durch solche Maßnahmen den Fußball & seine Fankultur zerstört werden!

Aktuell zeigt sich auch sehr schön, wie sich die Verantwortlichen in Fürth alles zurecht reden und relativieren …

Beispiel 1
Die Stellungnahme der SpVgg Fürth auf ihrer Homepage
http://www.greuther-fuerth.de/aktuell/aktuelle-news/news-detail/article/stellungnahme.html

Es gibt also kein Choreoverbot und die Blockfahne hätte über zwei Blöcke gehen sollen?! Richtig ist, dass es sich bei der Fahne um ein zurechtgeschnittenes Logo handelt, welches von den Ausmaßen in den Stehplatzblock passt. Diese Informationen wurden auch so weitergegeben, d.h. zu keiner Zeit war die Rede von einer Fahne, die beide Blöcke (Steh- und Sitzplatzbereich Gäste) vollständig überdeckt. Man wollte die Fahne in der Mitte, also der Schnittstelle zwischen den beiden Blöcken, platzieren. Dialog war nicht gerade die Stärke der beteiligten Parteien auf Fürther Seite. Hätte man davon gewusst, dass diese mittlere Position aus Gründen der Sicherheit (wenngleich schwer nachvollziehbar) nicht geht, so hätte man das Logo eben nur im Stehplatzbereich positioniert. Die Bilder aus dem letzten Blogeintrag belegen, dass es im Fürther Gästeblock sogar schon große Blockfahnen gegeben hat. Was soll der Scheiß? Und was soll das Gerde, dass die Genehmigung von Fahnen und Trommel schon eine Art Eingeständnis ist? Verständnis für Fankultur sieht anders aus. Offensichtlich blickt man in Fürth neidisch nach München, wo Gäste schon seit Jahren erfolgreich eingeschränkt werden. Hier sucht Ihr Euch aber die falschen Vorbilder. Aber immer schön davon reden, dass „Gäste willkommen“ sind. Es ist ganz offensichtlich, dass die Vereinsverantwortlichen hier gegenüber der Polizei eingeknickt sind. Nebenbei noch kurz die Information, dass nicht nur die Fahne, sondern auch die geplanten Luftballons verboten wurden. Die sind bestimmt auch „sicherheitsrelevant“.

Beispiel 2
Die heutige Presseinformation der Stadt Fürth.

Dort heißt es wörtlich: Die Allgemeinverfügung richtet sich selbstverständlich „nur an diejenigen Fans des 1. FCN, die sich nicht für ein friedliches Fußballspiel interessieren, sondern nur die Konfrontation suchen.“ Das klingt wesentlich besser als die im Amtsblatt deutlich formulierte kollektive Ausgrenzung. Alles also halb so schlimm oder was? Weiter wird damit relativiert, dass es so eine Allgemeinverfügung schon 2009 gab. Was 2009 nicht gut war, wird auch 2012 keine Begeisterung ernten. Man wird am Samstag sicherlich sehen, ob diese Presse-Information Substanz hat und die Polizei wirklich mit Augenmaß handelt, oder ob man sich hier einmal mehr in der Öffentlichkeit freundlich positioniert und die Realität vor Ort durch Beamte bestimmt wird, die oftmals aggressiv und provokativ auftreten.

Hier noch ein lohnenswerter Artikel zum Thema:
http://www.nordbayern.de/sport/sperrzone-stadt-furth-schliesst-clubfans-aus-1.2521769

Offensichtlich zeigt der Aufschrei der Nürnberger Fanszene eine gewisse Wirkung. Informiert Euch weiter nach dem Stand der Dinge – via Telefon und Mail (siehe Blogeintrag zuvor). Bleibt aber den Mitarbeitern gegenüber freundlich. Die nächsten Tage bleiben spannend – wir bleiben dabei: Wir geben das Derby und die Choreografie nicht auf, sind aber bereit alle Möglichkeiten und Konsequenzen zu vertreten. Dies ist keine Drohung, sondern unsere Überzeugung!

KEIN DERBY IN FÜRTH

Liebe Glubbfans,

leider wenden wir uns heute mit schlechten Nachrichten an euch.
Neben dem endgültigen Choreoverbot ereilte uns heute noch folgende Bekanntmachung aus dem Fürther Amtsblatt:

Amtsblatt Fürth

Für alle FCN Fans ergibt sich daraus ein kollektives Betretungsverbot der Innenstadt Fürth. Mit der Rechtmäßigkeit dieser Maßnahme wird sich sicherlich die Rot-Schwarze Hilfe befassen, unabhängig davon können wir das gesamte Repressionspaket der Fürther Verantwortlichen nicht reaktionslos hinnehmen.

Wir fassen zusammen:

In einem Artikel auf nordbayern.de vom 8.11. wird Holger Schwiewagner, Geschäftsführer der Fußball-GmbH der SpVgg, folgendermaßen zitiert:

„Wir werden alles dafür tun, dass aus sportlicher Rivalität am Ende kein Szenario entsteht, bei dem es nur Verlierer geben kann.“

Vier Tage vor dem Derby ist jedoch genau dieses Szenario eingetreten, bei dem wir Glubbfans dank der Fürther Verantwortlichen als Verlierer hervorgehen.

Das Choreoverbot
… leider nichts Besonderes im deutschen Fußball. Gerade zu Derbys werden den Gästefans nahezu alle Materialien, um eine bunte Fankultur ausleben zu können, verboten. Trotzdem ging Ultras Nürnberg zuversichtlich in die Derbywochen und bereitete eine Choreographie, wie es einem solchen Spiel angemessen ist, vor. Die Zuversicht schöpfte man aus den vergangenen Frankenderbys in Nürnberg, als der FCN stets in vorbildlicher Manier den Gästen sämtliche Materialien genehmigte. Nicht nur wir Fans gingen davon aus, dass die SpVgg Greuther Fürth diesem guten Beispiel folgen und uns im umgekehrten Falle ebenfalls entgegenkommen würde. Schließlich gab es keinerlei nachvollziehbaren Gründe, ein Choreoverbot auszusprechen. Seit Bochum wird aus bekannten Gründen kein Pyro mehr gezündet, andere Fangruppen bekamen in der Vergangenheit bereits ähnliche Choreos in Fürth genehmigt und auch das letzte Spiel in Fürth blieb störungsfrei. Nochmals: Es gab keinerlei nachvollziehbare Gründe, eine Choreographie, wie sie gerade nach unserem Derby gegen München für so viel Begeisterung sorgte und positiv zu einem Fußballfest beitrug, zu verbieten. Leider scheint die SpVgg im Thema „Fanfreundlichkeit“ dem großen Nachbarn aus Nürnberg hinterher zu hinken und untersagte die Choreographie. Eine bittere Pille, die man sicherlich irgendwie, wenn auch nicht reaktionslos, schlucken hätte müssen. Es blieb jedoch nicht nur bei diesem Verbot…

Das Marschverbot
… wurde offiziell nie verkündet, in verschiedenen Medien (u.a. in der NN vom 17.11.) liest man jedoch immer wieder davon, dass dieser unter allen Umständen verhindert werden sollte. Inoffiziell hörte man aber auch Stimmen, dass gerade ein solcher Marsch die bevorzugte Anreisevariante der Verantwortlichen ist und auch jetzt noch kurzfristig genehmigt werden würde. Öffentlich zugeben will man dies aber natürlich nicht, im Gegenteil – auch wenn es paradox klingt.
Doch warum sollte die Nordkurve nach den leidlichen Erfahrungen der letzten Spiele im Ronhof, als der Marsch zum Aufmarsch deklariert und wir Glubbfans als Nazis diffamiert wurden, genau auf diese gemeinsame Anreise zurückgreifen?
Hier wird also mal wieder ein falsches Spiel mit uns getrieben. Ein Marsch wird stillschweigend gewünscht, in der Öffentlichkeit soll er dagegen passenderweise als Zugeständnis verkauft werden, der im Nachhinein sogar als riesen Skandal ausgeschlachtet werden kann. Ein perfider Plan und weil man damit rechnete, dass dieser durchschaut wird, schob man gleich das nächste Verbot hinterher…

Das Betretungsverbot
… der Innenstadt Fürth für alle Glubberer sorgt dafür, dass viele Fans in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden und das Derby eben nicht zum großen Fußballfest für alle Beteiligten wird. Wer also mit seinem Fürther Arbeitskollegen ein Bierchen in der Altstadt trinken wollte (auch das soll es ja geben), macht sich strafbar und riskiert, über das Spiel hinweg in Gewahrsam genommen zu werden.
Dieses Verbot betrifft aber auch alle Fans, die ohne Karte nach Fürth reisen und dort das Spiel in einer Kneipe anschauen wollten, um wenigstens etwas Fußballatmosphäre erhaschen zu können. Was ist in den letzten Jahren passiert, was einen solchen Einschnitt rechtfertigen würde? Wo sind die Fakten? Kein Vorfall, kein Verdacht rechtfertigt eine solche Maßnahme! Willkommen in Fürth!

Die heute getroffenen und veröffentlichen Maßnahmen sorgen für Enttäuschung und großen Frust. Es ist kaum vorstellbar, dass diese Maßnahmen im Vorfeld die Gemüter beruhigen werden – im Gegenteil, sie fördern den Unmut und bringen unnötige Brisanz in dieses Spiel, bei dem es keinerlei Anzeichen für irgendwelche Zwischenfälle am Derbytag gibt.

Wir wünschen uns, dass auch der 1. FC Nürnberg diese Maßnahmen als nicht zielführend und unwürdig erkennt und sich auch in der Öffentlichkeit für seine Fans stark macht!

Wir Fans haben das Derby noch nicht aufgegeben! Wir können aber noch nicht sagen, wie die Nordkurve den Samstag in und außerhalb des Stadions gestalten wird.
Wichtig ist in den nächsten Tagen aber, dass wir unseren Wunsch nach einem farbenprächtigen und selbstbestimmten Ablauf kundtun. Wendet euch an folgende Stellen, ruft an, schreibt Emails, lasst euch die Maßnahmen erklären, fragt nach und äußert euer Unverständnis.

SpVgg Greuther Fürth/Nicolas Heckel (Fanwesen)
Telefon: 0911/97676890
Email: heckel@greuther-fuerth.de

SpVgg Greuther Fürth/Holger Schwiewagner (Geschäftsführer)
Telefon: 0911/97676850
Email: schwiewagner@greuther-fuerth.de

Stadt Fürth, Bürgermeister- und Presseamt:
Telefon: 0911/9741201
Email: bmpa@fuerth.de

Polizeiinspektion Fürth
Telefon: 0911/759050

Das kann jeder einzelne tun, darüber hinaus diskutiert die Nürnberger Fanszene weitere Schritte. Wir werden alle erdenklichen Mittel ausschöpfen, um diesen Zustand abzuwenden. Dabei bitten wir euch heute schon um euer Verständnis für unsere Entscheidungen, die notwendig erscheinen, um uns Fans eine freie Fankultur zu erhalten.

Um die richtigen Entscheidungen zu treffen, bitten wir euch um Feedback.
Schreibt uns eure Gedanken, eure Meinung und Anregungen an choreos@un94.com

In den nächsten Wochen geht es landesweit um viel, viel mehr, als „nur“ unser Derby. Am 12.12.2012 stimmt die DFL über das mittlerweile bekannte Sicherheitskonzept ab. Gestern wurden Choreos verboten, heute werden kollektive Betretungsverbote für alle Fans ausgesprochen und in absehbarer Zukunft bleiben die Gästeblöcke leer. Informiert euch auf www.12doppelpunkt12.de

Abschließend wollen wir noch einmal an die Fürther Verantwortlichen appellieren.
Lasst nicht zu, dass unser Fußball durch übertriebene Medienhysterie und Polizeipropaganda zerstört wird!

Wir fordern, die Maßnahmen zu überdenken und uns Glubbfans ebenfalls einen fanfreundlichen Derbytag zuzugestehen. Nie wurdet ihr von offizieller Seite anders in Nürnberg als Fußballgäste willkommen geheißen und das soll auch in Zukunft so bleiben!

Fürth in Nürnberg



Choreographien im Fürther Gästeblock

Choreoverbot in Fürth?!

Leider haben wir noch keine neuen Infos für euch, die finale Sicherheitsbesprechung findet erst morgen Vormittag in Fürth statt.
Aktuell besteht weiterhin das Verbot der Polizei, dem die SpVgg Fürth als Gastgeber bisher nachkommt. Nach wie vor gehen wir aber davon aus, dass man morgen im gemeinsamen Gespräch zu einem positiven Ergebnis kommt und als Verein für sich und im Sinne dieses tollen Fußballklassikers entscheidet!
Ein Verbot ist demnach inakzeptabel und nicht nachvollziehbar, sollte es dabei bleiben, wird die Nordkurve alle verfügbaren Mittel ausschöpfen!

Derbychoreographi(en)
… Teil 2 in Fürth

Die Mühen der letzten Wochen zur gestrigen Derbychoreographie haben sich gelohnt!
Zwischenzeitlich ist uns allen zwar mal kurz das Herz in die Hose gerutscht, pünktlich zum Einlaufen konnte die Mannschaft dann aber ein nahezu perfektes Bild erblicken. Für die rund 4500 Fahnen wurden ca. 6000 Meter Stoff und 6750 Meter Kabelrohr verarbeitet, während die Blockfahne ca. 814 qm betrug. Abgerundet wurde die Choreographie mit ca. 5000 Konfettirollen und den Spruchbändern. Ohne die vielen Helfer und Spenden wäre diese Choreographie und auch die Erinnerung an Jenö Konrad aber nicht möglich gewesen. Vielen Dank dafür!

… nächste Woche soll es nun in Runde 2 gehen und selbstverständlich wurde auch für das Frankenderby eine Choreographie vorbereitet und angemeldet. Nachdem wir zum letzten Derby die leidvolle Erfahrung machen mussten, dass Teile der Aktion bzw. dessen Umsetzung verboten wurden, werden wir dieses Mal auf solche Experimente verzichten, um eine Duchführung nicht zu gefährden. Zwar hat die Polizei grundsätzlich ein Verbot einer Choreo empfohlen, wir gehen aber nicht davon aus, dass diesem die Spielvereinigung Greuther Fürth nachkommen wird. Schließlich gibt es dafür keinen nachvollziehbaren Grund und auch in Fürth betont man immer wieder die Wichtigkeit einer Fankultur. Warum sollte es ausgerechnet bei diesem historischen Spiel, dem ersten Derby in der Bundesliga, anders sein? Über die finale Entscheidung werden wir euch natürlich auf dem Laufenden halten, die Fanbetreuung des FCN ist dran und wird uns hoffentlich am Montag Neuigkeiten vermelden können!

Veranstaltung zu Jenö Konrad

Mit Bezug auf die Choreographie für Jenö Konrad sind alle interessierten GLUBBerer zur ergänzenden Veranstaltung eingeladen. Club-Experte Bernd Siegler berichtet über die Geschichte unseres ehemaligen jüdischen Trainers, der den Verein wegen den Nationalsozialisten zeitig verlassen musste. Natürlich wird auch ganz allgemein das Verhalten des Vereins gegenüber dem Regime beleuchtet. Ein interessanter Abend im Lokale Grande steht bevor, vorab sei aber schon auf folgenden Artikel verwiesen:

nordbayern.de: Die Club-Fans haben Jenö Konrad nicht vergessen