Studiengebühren abschaffen

Bereits am Sonntag wurde wieder gegen das Runde Leder gekickt. Heute melden auch wir uns mit einem kleinen Seitenblick zurück. Es geht um das Thema Studiengebühren. Seit letzter Woche gibt es bayernweit ein Volksbegehren gegen Studiengebühren.
Das Studium hat sich in den letzten jahren radikal gewandelt. Fünf Jahre ´ne ruhige Kugel schieben? – Ne, das war mal. Permanent Prüfungen, Pflichtveranstaltungen und das in immer kürzerer Zeit. Alles auch kein Ding, schließlich profitiert man später davon?! – Vielleicht, zugleich schießen jedoch die Mietpreise in die Höhe, staatliche Finanzierungshilfen sind an zig Regelungen gebunden und zwei Mal im Jahr darf man 500€ + X überweisen. Das Problem: eigentlich ist man mit dem Studium bereits gut ausgelastet. Die Folge: man muss nebenbei malochen, um die Kohle bei zu bekommen. Für nicht wenige bedeutet das mehrere Nebenjobs auf einmal wahrzunehmen.
Der Zugang zu Bildung wird somit immer mehr ein Privileg all jener, die es sich gerade leisten können. Wer von seinen Eltern nicht unterstützt werden kann, hat ein ernsthaftes Problem. Ein Studium wird nahezu unmöglich. Umso grotesker wirkt das, wenn man sich vor Augen hält, dass ein Großteil der Gebühren gar nicht verwendet wird. Die Kohle liegt häufig einfach ohne Verwendungszweck an den Hochschulen rum. Ganz davon abgesehen sollte die Finanzierung von Bildung, bzw. der Zugang dazu allein vom Staat gewährleistet werden – und zwar für jeden, egal wie viel Kohle die Eltern verdienen.

Für das Volksbegehren eintragen könnt ihr euch noch bis einschließlich Mittwoch, 30. Januar. Das dauert keine zwei Minuten. Einfach bei euch ins Rathaus (Stadtverwaltung) marschieren, Perso vorlegen und unterschreiben.