Keine Unterstützung in Hoffenheim

Als Reaktion auf die erneute Blamage gegen Fürth werden wir die Mannschaft am Samstag nicht unterstützen.
Dabei geht es nicht nur um die 90 Minuten am vergangenen Sonntag, sondern vor allem darum, dass die Mannschaft grundsätzlich keinerlei Verständnis für die Bedeutung dieses Derbys zu haben scheint. Trotz der Pokalschmach aus der vergangenen Saison – die jeder Glubberer noch vor Augen hat – schaffte es das Team allen Ernstes in dieser Saison kein einziges Tor gegen Fürth zu schießen und nur einen Punkt einzufahren. Eine derart schlechte Ausbeute gibt es sonst nur in aller Regelmäßigkeit bei den Derbys gegen die Bayern. Wohlgemerkt schaffte dies die Mannschaft gegen einen Verein, der derzeit drauf und dran ist, diverse Negativ-Rekorde der Bundesliga zu knacken (z.B. kein einziger Heimsieg). Historisch betrachtet gab es seit Gründung der SpVgg Greuther Fürth in 17 Spielen 7 Niederlagen, aber nur 3 (!) Siege! Eine unfassbar schlechte Ausbeute! Das kann nicht unser Anspruch sein!
Nicht nur die heftigen Reaktionen auf die Pokalniederlage 2011 sollten jedem Spieler gezeigt haben, dass das älteste Derby Deutschlands nicht mit einem normalen Pflichtspiel zu vergleichen ist. Es geht dabei um viel mehr! Jedes Spiel kann man verlieren, aber nicht dieses! Und schon gar nicht kampflos! Es gibt kein anderes Spiel mit einer höheren sportlichen Bedeutung. Dies wurde auch Teilen der Mannschaft in der Woche vor dem Spiel nochmal verdeutlicht. Wenn man sich die Spielerzitate im Anschluss an das Spiel anschaut, wird aber klar, dass hier Perlen vor die Säue geworfen wurden. Insbesondere der Kapitän Raphael Schäfer, der mittlerweile seit vielen Jahren in Nürnberg ist, fiel mit seinen Worten „Ich lasse mir nicht die gute Saison wegen einem Spiel schlecht reden.“ negativ auf. Wenn schon der Kapitän derart gelassen die Derby-Niederlage hinnimmt – wie sollen dann die anderen Spieler verstehen, um was es geht?
Da es „dank“ der Niederlage auch sportlich in dieser Saison um gar nichts mehr geht, fiel es uns umso leichter, über das weitere Vorgehen in Hoffenheim zu entscheiden. Sicherlich war die Leistung der Mannschaft in der Rückrunde weitgehend überdurchschnittlich. Leider wurde bei den vergangenen beiden Derbys in München und gegen Fürth aber deutlich, dass die Mannschaft keine große Lust hat, in einem Derby die entsprechend kämpferische Leistung zu bringen. Deshalb haben wir auch vorerst keine Lust mehr, diese Mannschaft zu unterstützen und werden das Spiel in Hoffenheim schweigend verbringen. Darüber hinaus haben wir auch eine Choreo, die anlässlich des Vereinsjubiläums gegen Leverkusen geplant war, abgesagt.

Ultras Nürnberg 1994