Archiv für August 2013

Donnerstag, 29.08.2013

Die Nordkurve Nürnberg ist gut in die neue Saison gestartet – es bewegt sich was, wie schon die vielen Einträge hier auf dem Blog zeigen.

Am Donnerstag (29.08.2013) steht ein gemütlicher Abend unter Gleichgesinnten an. Der Jahresfilm feiert Premiere und wir blicken noch einmal auf die überaus turbulente Saison 2012/2013 zurück. Nach der Premiere werden auch Exemplare des Films verkauft – Restexemplare dann am Samstag beim Heimspiel am Container. Das Lokal hat ab 18 Uhr geöffnet und alle Glubberer sind eingeladen. Wer auch aktuell immer noch nicht weiß, wo das Lokal ist, der kommt bitte pünktlich um 19 Uhr zur S-Bahn Station „Laufamholz“ (ihr werdet dort dann abgeholt).

Natürlich kann man sich im Lokal auch noch für den Sonderzug nach Wien anmelden – noch ist der Zug nicht voll. Spätestens beim Augsburg Heimspiel sollten aber die letzten Plätze verkauft sein. Kommt mit nach Wien – werdet ein Teil dieses hoffentlich unvergesslichen Erlebnis.

Am Donnerstag aber erstmal lecker Bier, Popcorn und Nordkurve Nürnberg in Action!

Den Trailer zum Film gibt’s unter anderem auf Faszination-Fankurve.

1000 Gründe

Aus der beliebten Serie „1000 Gründe, warum man die Polizei hassen muss“, wollen wir euch heute gleich zwei vorstellen.

1) Gut, zugegeben, der Rainer ist ein Evergreen und er alleine belegt mit Sicherheit rund 50% aller Platzierungen. Eine ganz besondere Perle ist ihm allerdings in der WAZ gelungen, Thema natürlich das Spiel Schalke vs PAOK
WAZ am 27.08.2013 Polizeigewerkschafts-Chef: „Heldt und Peters sollten Mund halten“

2) Die Polizei Düsseldorf hat ja auch nicht den besten Ruf, vergleiche dazu auch die Gastspiele von Rostock und uns in der Rheinmetropole. Dass man dort aber nicht immer zu Massen-Ingewarsahnamen greift, sondern auch mal kleinere Brötchen bäckt, beweist der folgende Fall.
Hintergrund ist die schicke Choreo der Fortunen gegen Bochum

… zunächst hieß es, dass die Polizei die Vermummung der beiden Sprayer zur Anzeige gebracht habe, was sich später jedoch als nicht richtig erwiesen hatte (denkbar wäre es ja gewesen). Stattdessen liegt nun eine Anzeige wegen Beleidigung vor. Auslöser war das Lied bzw. eine Textstelle, welches über die Stadionboxen eingespielt wurde. „Egal in welcher Form – ACAB“. Das Online-Portal 11Freunde formulierte es ganz treffend:

Gleichzeitig beweist die Beschwerde der Polizisten, wie dünnhäutig einige Beamte auf selbst kleinste Provokationen aus der Kurve reagieren. Man könnte ja meinen, die Beleidigung »ACAB« würde selbst von unerfahrenen Polizisten nur noch mit einem Kopfschütteln quittiert werden, so abgegriffen ist das Jahrzehnte alte Kürzel. Dem ist offenbar nicht so. Es hat etwas von einem übereifrigen Unparteiischen, der für »Schiri, Telefon« wutentbrannt Platzverweise verteilt.

Bleibt nur noch die Frage, wer überhaupt angezeigt wurde? Der Rapper (jedes Mal, wenn sein Song gepsielt wird), der Verein oder die Verantwortlichen der Choreo.

UPDATE 28.08.2013
In dem obigen Link der WAZ (bzw. im weiteren Artikel) ist auch von einem Brief der GdP an Schalke 04 die Rede. Wir haben uns das gute Stück mal durchgelesen, verlinken es aber bewusst nicht. Das Teil ist das Papier nicht wert, auf dem es geschrieben wurde und es lässt uns einmal mehr zu den Schlußfolgerungen aus unserem Beitrag „So dumm“ kommen.
Es wird sich seitens der Polizei nicht einmal die Mühe gemacht, die Sachlage genau nach zu recherchieren. Ungeachtet jeglicher Tatsachen wird da weiterhin davon gesprochen, dass dieses Banner zu den Ausschreitungen gegen Wien geführt hätte (behaupten kann man vieles, muss ja erstmal jem. nachprüfen, oder?). Interessanterweise fanden diese nun aber nicht (mehr) in Saloniki, sondern in Wien statt. Also, da fehlen uns mittlerweile nicht nur die Worte, sondern wirklich das Verständnis. Und da wundert ihr euch, warum sich keine Fanszene mit euch an einen Tisch setzen will? Ihr labert sowieso nur Scheiße und zeigt keinerlei Einsicht!

No frontiers

Da können sich die Ereignisse bei uns noch so überschlagen – auf unsere Freunde ist immer Verlass! Aktuell sorgt bei uns ein Video aus Larissa für Gänsehaut und offene Kinnladen. Traditionell wird das erste Mannschaftstraining bei vielen griechischen Vereinen aufwändig zelebriert, vor vollen Rängen und mit jeder Menge Chaos. Für die Fanszene von AEL war es dieses Mal etwas ganz besonderes: noch vor wenigen Wochen war der Verein von der Insolvenz bedroht und kurzzeitig drohte sogar eine Fusion. Das konnte von den Monsters Larissa erfolgreich verhindert werden. Lieber läuft man in dritten Liga auf, als seine Farben zu verraten.
Somit spielt AEL in diesem Jahr nur drittklassig, ist dafür aber schuldenfrei. Der Verein befindet sich im Umbruch, was von den Monsters überwiegend als Chance wahrgenommen wird. Der alte Präsident wurde vom Hof gejagt, neue Spieler kamen und aktuell sieht es auch so aus, als würde AEL wieder im alten Alkazar-Stadion spielen. Dort fand dann auch das erste Training statt, welches von den anwesenden Fans umso frenetischer gefeiert wurde. Einfach nur verrückt.

Kein Stimmungsboykott

… aber auch keine organisierte Stimmung in München

Es war nicht zu übersehen und zu überhören, dass der Gästeblock (wie auch der Rest des Stadions) beim heutigen Derby nicht wie gewohnt in Szene trat.
Ultras Nürnberg beschloss in der Woche vor dem Spiel, dieses Mal nicht den gewohnten, organisierten Support zu koordinieren und die Kurve mit Fahnen und Bannern zu vertreten.
Diese Entscheidung wurde bewusst nicht vorher kommuniziert, um uns allen nervige (Internet-)Diskussionen zu ersparen und nicht unnötige Unruhe ins Spiel zu bringen. Die betroffenen Personen (die Auswärtsfahrer) wurden stattdessen per Flyer vor Ort informiert.
Dabei muss noch einmal betont werden, dass es sich hierbei nicht um einen Stimmungsboykott handelte. Der Spieltag wurde lediglich nicht durch die Organisation und Koordination seitens Ultras Nürnberg geprägt. Das heißt: Es gab keine Vorsänger, Trommeln oder Fahnen. Wir sind im Block unorganisiert aufgetreten, aber trotzdem als Fans des 1. FC Nürnberg. Jeder sollte selbst entscheiden, wie sehr ihn die aktuelle Situation/das Spiel beeinflusste. Jeder sollte das tun, worauf er Bock hatte. Singen, springen, schweigen, maulen, pfeifen, Fußball schauen. Man wollte der Kurve ihren Lauf lassen.
Viele mögen sich fragen, warum man denn überhaupt (noch) runtergfahren ist – und auch wir haben uns diese berechtigte Frage gestellt, dieses Mal jedoch mit dem bekannten Ergebnis beantwortet. Zum einen wäre es eine Kapitulation vor den Behörden gewesen. Zum anderen wollten wir diesen drastischen und vielleicht endgültigen Schritt noch nicht gehen. Auch ein „Draußenbleiben“ vor den Toren stand daher zur Debatte. Es wäre vielleicht sogar der konsequentere und deutlichere Weg gewesen. Nach den Erfahrungen aus Frankfurt und der Tatsache, dass die bayerische Polizei gerne schnell die Fassung verliert, haben wir uns aus „Sicherheitsgründen“ jedoch dagegen entschieden. Zumal dies auch nur mit einer passenden und kreativen Gegenveranstaltung begleitet werden hätte können, die sich in der Kürze nicht zur Zufriedenheit realisieren lassen konnte.
Letztendlich war die Entscheidung auch keine eindeutige. Es gab nicht die eine Meinung, trotzdem war diese Entscheidung – auch wenn man so nicht das ganz große Zeichen setzen konnte – vom eigenen Gefühl her richtig. Ein gewohnter Auftritt hätte sich einfach schlecht angefühlt.

Die Gründe dafür sind vielschichtig, einige davon wollen wir an dieser Stelle kundtun:
1) seit dem Umzug aus dem Olympiastadion werden alle Fans (also nicht nur die Gäste) seitens der Verantwortlichen massiv eingeschränkt. Sei es durch die Verbote vieler, selbstverständlich erscheinender Fanmaterialien, oder den allgemeinen Umgang.
2) im Wissen über konsequente Rückendeckung aus der Politik fühlen sich USK & Co wie die Größten. Dieses zu Kopf gestiegene Machtgefühl sorgt für ein provokantes Auftreten und einen lockeren Schlagstock. In der Öffentlichkeit wird das eigene Fehlverhalten stets kaschiert und ein Lügenkonstrukt aufgebaut, um es zu rechtfertigen.
3) beim letzten Derby begab sich die Nordkurve auf eine Zeitreise und organisierte eine 80er-Mottofahrt – ergänzend zur geplanten Choreographie. Dabei wurde der Treffpunkt (in Garching) offen kommuniziert. Die Polizei stellte sich entsprechend darauf ein und führte rund 400 Personen auf der von ihnen selbst gewählten Route zum Stadion. Auf dem Weg dorthin kam es zu einem Angriff Münchner Fans, den die Polizei – entgegen ihrer Behauptungen – nicht vollständig verhindern konnte (oder wollte). Kein Problem, hat diesen „Job“ eben die Nordkurve übernommen und nachdem alle Gemüter wieder abgekühlt waren, hätte es zum Stadion gehen können.
… im Anschluss daran kam es jedoch zu einem Kessel, Personalienfeststellungen und ca. 35 Stadionverboten (weitere sollen folgen). Diese Stadionverbote wurden allesamt über 3 Jahre ausgesprochen, eine Unschuldsvermutung (Hallo, Herr Hoeneß!) oder Einzelfallprüfung gabs nicht. Warum auch? Nicht dass man sowas akzeptieren würde, aber neu ist das ja leider auch nicht mehr.
… kurz vor dem diesjährigen Spiel erreichte die oben genannten Stadionverbotler ein weiteres Schreiben, Betretungsverbote waren die Folge und obendrauf musste man auch noch 50 Euro berappen. Drauf geschissen, haut einen nicht (mehr) um. Was uns dann doch fassungslos macht(e), sind die Begründungen auf rund 16 (!) Seiten:
a) So wurde u.a. dargelegt, dass die Mottofahrt aus der vergangenen Saison dem Zweck diente, eine „Identifizierung zu erschweren“. Schließlich habe man sich mit den Münchnern zu dieser „Auseinandersetzung verabredet“. Wohlgemerkt an einer Stelle, von der man gar nicht wusste, dass man sie (wieder) passieren würde, weil die Polizei den Weg vorgab.
b) Des Weiteren wird nach wie vor steif & fest behauptet, die mitgebrachten Zeitungen dienten dem Zweck, „Steine darin einzuwickeln und auf die eingesetzten Beamten zu schleudern“. Dass die Zeitungen für eine Konfetti-Aktion mitgebrachten wurden, kommt natürlich nicht in Frage. Wie käme man auch auf sowas, schließlich hat man von Fanmaterialien sowieso keine Ahnung bzw. verbietet sie.
c) Letztendlich ist für dieses Betretungsverbot auch nicht relevant, ob die Person bereits für irgendeinen der genannten Vorfälle rund um die vergangenen Derbies verurteilt wurde. Es genügt die „bloße Anwesenheit“ in der kontrollierten Personengruppe, da dadurch bereits „Gewaltaktionen anderer gefördert werden“ würden. Wahnsinn!
… wir wissen nicht, ob all das die Herren wirklich glauben, wenn doch müssen wir uns ernsthafte Sorgen um deren Geisteszustand machen. Es besteht aber natürlich auch der Verdacht, dass solche Anschuldigungen bewusst konstruiert werden. Dann müssen wir uns erst recht Sorgen machen. Ein bisschen um den Geisteszustand, mehr noch um das Rechtsempfinden der ausführenden Staatsgewalt.
… wir fragen uns, wie man nur jegliches Handeln ausschließlich auf einen geplanten, strafrechtlichen Hintergrund zurückführen will? Mit wem glaubt die Polizei es zu tun zu haben oder was will sie andere glauben lassen, mit wem sie es zu tun hat? Dieses Auftreten zeugt entweder von Dummheit oder Ignoranz. Beides bereitet uns – wie schon angesprochen – Sorgen.
4) Wir sind sicher die letzten, die sich auch nur einen bisschen um das Wohlbefinden der Münchner Südkurve scheren. Aber auch wir haben mitbekommen, dass sich der dortige Streit mit dem Verein (nicht nur aufgrund der Drehkreuze – es geht um einen „anderen Fußball“, den die Verantwortlichen wünschen und der verhindert werden muss) zuspitzt. In dessen Konsequenz haben einige aktive Münchner Gruppen beschlossen, nicht mehr organisiert bei Heimspielen aufzutreten. Bereits beim ersten Heimspiel bot sich daher ein trauriges Bild (ja, noch trauriger, als man es eh schon gewohnt ist). Für uns haben diese Vorkommnisse 12:12-Charakter, dementsprechend sind sie mit Solidarität zu beantworten – unabhängig des Gegners oder des Spiels. Würde es uns betreffen, würden wir Unterstützung aus der gegnerischen Kurve ebenfalls begrüßen, in manchen Fällen sogar erwarten! Diese Tatsache gab also den letzten Ausschlag dafür, das Derby ebenfalls nicht organisiert zu besuchen.

Ja, wir wollen die Mannschaft unterstützen und besingen, aber auch in einem Umfeld, in dem wir uns wohl und würdig fühlen. Wir werden sicherlich nicht die Kurvenunterhaltung für die übrig gebliebene Prosecco-Gesellschaft spielen, die uns bei nächster Gelegenheit verachtet, verarscht und verrät.

Wir haben daher jedem freigestellt, ob und wie er das Spiel besuchen wollte – einige waren im Gästeblock, andere verstreut im Stadion, wieder andere zu Hause.. Wir, als organisierte Gruppe und treibende Kraft, konnten uns jedoch nicht dafür hergeben, die Stimmung zu inititieren und viele andere Glubbfans, die in der Vergangenheit immer wieder signalisiert haben, dass sie keinen Fuß mehr in dieses Stadion setzen würden, haben uns darin bestätigt. München ist Dreck und der FCB ist der größte Arschlochsverein auf diesem Planeten. Das zeigt man fast wöchentlich im Umgang mit seinen und auswärtigen Fans – auch andere sind davon betroffen! Vielleicht macht es ja bei den Verantwortlichen irgendwann mal Klick. Und mit diesem „Klick“ sind nicht die Handschellen für Big Boss Ulli gemeint. Wäre ja auch fast schon zu paradox, wenn der FCB dann mehr Leute im Knast hätte (Breno nicht vergessen!), als die Schickeria.

No Surrender!

Abschließend bedanken wir uns bei der Nordkurve und allen Auswärtsfahrern, die diese Entscheidung respektierten oder gar mittrugen. Wir glauben, wir können stolz auf unsere Szene sein, die immer noch ein großes Gespür dafür hat, wie weit sie den Modernen Fußball mitgehen will und wann Grenzen zu ziehen sind!
Wir bedanken uns aber auch bei der Mannschaft für den großen Kampf und freuen uns auf das kommende Spiel gegen Ausgburg!
Vergesst nicht: Ein anderer Fußball ist möglich! Dafür werden wir kämpfen!

Freundschaftsexpress – Kartenverkauf

Der Express zum Freundschaftsspiel am 07.09.2013 ist gebucht und wird definitiv fahren. Bislang haben wir noch keine genauen Uhrzeiten, aber die Zusage vom Anbieter gilt – gegen Mittag werden wir in Wien sein und Abends zwischen 21 und 23 Uhr wieder nach Nürnberg zurückfahren. Sobald wir die genauen Termine haben, könnt ihr sie hier entnehmen.

Wir freuen uns auf ein einmaliges Erlebnis: Nicht wenige Leute haben auf dieses Match jahrelang gewartet – machen wir es nun auch gemeinsam im Zug zu etwas ganz Besonderem. Freundschaftliche Stunden im Zug – eine Nordkurve, die in Wien zu Gast ist – und ein Ereignis auf den Rängen (weit ab vom Bundesligaalltag).

Zu folgenden Terminen werden noch Karten verkauft (Eile ist geboten – die Resonanz ist bislang sehr gut – am besten schon den Termin am Dienstag wahrnehmen) – für 80 Euro inkl. Eintrittskarte seid ihr dabei:

() Dienstag – 27.08.2013 -19.00 bis 20.30 Uhr – Max-Morlock-Platz (vor dem FCN Service Center)

() Donnerstag – 29.08.2013 – ab 19 Uhr bei der Saisonfilmpremiere im UN Lokal

() Samstag – 31.08.2013 – Heimspiel gegen Augsburg – am UN-Container (sollten bis dahin noch Karten übrig sein)

In diesem Sinne – holt Euch die Karten – für moderate Getränkepreise im Zug (mit zwei Partywaggons) ist gesorgt.

So dumm!
Schalke vs PAOK Saloniki

Bevor wir uns in Rage reden/schreiben, sollten folgende Links ein paar notwendige Hintergrundinfos liefern und unbedingt gelesen werden

Stellungnahmen UGE
Stellungnahme FC Schalke 04
Stellungnahme Polizei GE

„Ihr seid so blöd“ hallt es manchmal von den Stadionrängen, wenn sich jemand besonders dumm anstellt. Oberflächlich betrachtet könnte man das auch auf den gestrigen Polizeieinsatz beim Spiel Schalke gegen PAOK Saloniki beziehen.
Statt eine Eskalation (auf der einen Seite) zu verhindern, lassen es die Prügel-Cops (auf der anderen Seite) selbst eskalieren. Der Rechtfertigungsgrund, dass es sich bei dem Komiti-Banner der Schalker Freunde aus Mazedonien, um eine volksverhetzende Aussage handelt, wurde scheinbar ungeprüft übernommen. Es hätte wahrscheinlich nur 2 Minuten – auch für einen weniger gebildeten Menschen – gebraucht, den Inhalt richtig zu erfassen. Aber die Stärken liegen bei der Polizei eben woanders. Darunter gehört übrigens auch nicht die Lageeinschätzung. Ein griechischer Platzsturm wäre wohl sehr unwahrscheinlich gewesen, immerhin spielt PAOK – nach den Vorkommnissen gegen Rapid – auf Bewährung, was somit das sofortige Aus bedeutet hätte. Selbst die Griechen hatten und hätten sich hierbei unter Kontrolle gehabt – und gaben auch die ersten 75 Minuten keinerlei Anlass zu dieser Befürchtung. Zudem ist es interessant, dass in Folge eines „aggressiven Gästeblocks“ mal eben der Heimblock, der seit Jahren keinen Anlass zu Beanstandungen gab, gestürmt wird. Das ist Polizeilogik, wahrscheinlich erstes Lehrjahr oder so. In Supermärkten beobachtet man auch immer wieder, dass die Azubis mal eine Filiale übernehmen – scheint bei den Staatsdienern ebenso zu sein.
… apropos PAOK – Rapid: Die Gründe für die damaligen Zwischenfälle lagen überall – nur nicht in dieser mazedonischen Fahne. Auch das hätte vielleicht zwei Minuten gedauert, um in Erfahrung zu bringen. Trotzdem glaubt die Polizei diese Tatsache selbst einen Tag später noch und erwähnt es in der eigenen Stellungnahme. Entweder sind die wirklich so dumm oder sie wollen bewusst andere für dumm verkaufen, die es nicht besser wissen.
… und an diesem Beispiel kann man wieder einmal gut erkennen: Die Polizei macht keine Fehler bzw. kann keine Fehler eingestehen. Schuld haben immer die anderen. In diesem Fall die Schalker Ultras, die die Fahne nicht abhängen wollten, weil sie schon mehrmals ohne Probleme hing (auch gegen Olympiakos Piräus – bekanntlich ebenfalls ein Verein aus Griechenland), oder die Schalker Klubverantwortlichen, die es nicht schafften, die Fahne über den Dialog aus dem Verkehr zu ziehen. Und natürlich geschah dann die Prügelorgie zum Schutze der restlichen Menschheit. Bitte, den Scheiß glaubt ihr doch nicht selber?!
… aber jetzt mal für die Dummen: Auf dem Banner stand lediglich „Komiti Düsseldorf“ – auf kyrillisch (= gefährlich). Man muss kein Jurist sein, um zu dem Urteil zu gelangen, dass es für diese Fahne keinen Straftatbestand gibt. Die Polizei hat also aufgrund eines Banners, welches beim Gast als provokant empfunden (!) wurde, die Eskalation gesucht – obwohl es keinen strafrechtlichen oder gar nachvollziehbaren Hintergrund gab. Fragt sich nur, seit wann die Polizei so um die Empfindsamkeit der Gäste besorgt ist. Ginge es danach, sollte die Polizei zukünftig zu Hause bleiben, schließlich empfinden (!) zahlreiche (Gäste-)Fans ihr bloßes Auftreten bereits als provokant.

Aber so dumm scheinen die Bullen dann doch nicht zu sein, wie sie sich immer geben. Der letzte Satz aus ihrer Stellungnahme lässt schließlich den wahren Grund für ihre Eskalation erahnen. Die Videoaufnahmen werden noch ausgewertet, aha. Was folgen wird, werden Strafanzeigen und SVs gegenüber Fans sein, die sich bis zum Einsatz gesetzeskonform verhalten haben. Am Ende des Jahres stehen die (durch Polizeigewalt) verletzten Personen sowie (die durch friendly fire) verletzten Polizisten dann in einer Statistik und Herr Wendt beklagt die Zunahme der Gewalt beim Fußball. Gar nicht mal so dumm…
… und so ganz unrecht hat der Knabe ja auch nicht, wenn er von einer Zunahme der Gewalt spricht – nur findet die eben unter Seinesgleichen statt.

Bullen aus der Kurve!

*** UPDATE: 23.8. ***

…und weil wir den Herrn Wendt bereits erwähnt hatten: dieser hielt dieses Mal erstaunlich lange still. Wahrscheinlich war er im Urlaub, denn normalerweise dauert es keine halbe Stunde, bis er sein Gesicht in die Kamera hält. Gestern Abend war es dann aber doch noch soweit. Rainer Wendt ging ans Mike: „Das war verhältnismäßig und rechtmäßig. Wenn es jetzt zu Strafanzeigen gegen Beamte kommen sollte, wird die Justiz sicher zu dem gleichen Ergebnis kommen.“ – Einen Kommentar ersparen wir uns.

Sonderzug nach Wien
07. September 2013

… ein Freundschaftsspiel, was seinen Namen auch verdient: Rapid Wien und FCN, die Vorfreude ist enorm und steigt von Tag zu Tag!
… die Nordkurve hat sich daher etwas Besonders ausgedacht und einen Sonderzug nach Wien klargemacht!

Lasst uns alle gemeinsam zu diesem Spiel fahren und die Freundschaft feiern! Es wird ein einmaliges Ereignis!

Wann: 07. September 2013, Anpfiff 16 Uhr
Abfahrt: In den frühen Morgenstunden
Rückfahrt: Ca. 22 Uhr (die genauen Zeiten folgen)
Preis: 80 Euro inklusive Eintrittskarte

Kartenverkauf: Freitag, 23. August, 17.00 – 20.00, Max-Morlock-Platz

Achtung: Die Plätze sind natürlich begrenzt, also nicht lange überlegen!

WerbungZug

FCN – Die Liebe meines Lebens

Video vom vergangenen Wochenende – unter dem Motto „FCN – die Liebe meines Lebens“. Wir lieben diesen Verein – und diese Liebe kann auch kein Stadionverbot stoppen. Vielleicht machts ja auch bei euch irgendwann mal klick.

Förderkreis Choreographien
+ Saisonkarte

Am Sonntag starten wir mit unserem ersten Heimspiel in die neue Saison – Zeit, um nochmals auf den Förderkreis Choreographien und die Saisonkarte hinzuweisen.

Förderkreis Choreographien
Der Förderkreis wird sich im Rahmen des Heimspiels mit einer großen Flyer-Aktion vorstellen, denn auch in Zukunft soll ein großes Augenmerk auf die optische Gestaltung der Nordkurve gelegt werden. Nur durch deine Unterstützung gelingt uns eine stetige Verbesserung, nur durch deine Unterstützung lassen sich noch atemberaubendere Ideen verwirklichen!
Die Flyer inkl. Mitgliedsantrag (ab 3 Euro im Monat) werden im Stadion ausgelegt. Solltest du auf deinem Platz keinen Flyer finden, kannst du dich gerne an den Stand des Förderkreises an der Max-Morlock-Statue wenden. Dort ergibt sich zudem die Möglichkeit ins Gespräch mit den Verantwortlichen zu kommen – natürlich sind sie auch für Anregungen & Kritik jederzeit offen.

Saisonkarte
Wenn du den Gedanken der Nordkurve in dir trägst, dann kannst du das mit der Saisonkarte auch symbolisch zum Ausdruck bringen. Das heißt, dass du durch deinen, kleinen Beitrag (5 Euro) die Anschaffung von Tifo- und Choreomaterial wie Megaphone, Trommeln, Fahnenstoff, Doppelhaltern, Klebeband, Farben, Nähmaschinen, Kabelrohre, Spruchbändern und vieles mehr unterstützt. Sie berechtigt dich aber auch dazu, am UN Container Klamotten der Linie Max-Morlock-Stadion, Nordkurve Nürnberg und Glubb zu erwerben sowie dich für Karten und Busse der Ultras anzumelden.
Am Sonntag werden wieder einige Jungs & Mädels vor den Blöcken unterwegs sein und die Akrte anbieten. Natürlich könnt ihr auch direkt zum Container kommen, lohnt sich sowieso immer. Bedenkt auch, eine große Resonanz wahrt auch die Rechte der Kurve gegenüber anderen Institutionen!

… daneben gibt es noch die Ya Basta! Sonderausgabe, eine Choreo-Poster, neue Lieder und auch für einen optischen Rahmen wurde gesorgt! Ihr steht also, es geht unermüdlich weiter, trotz dunkler Wolken, die über uns schweben, es geht immer weiter, immer vor! No Surrender!

Ya Basta!
Saisonrückblick 2012/2013
Out now!

… auch wir waren in der Sommerpause nicht untätig und so erscheint am Sonntag gegen Hertha der alljährliche Saisonrückblick.
Wie gewohnt haben wir wieder alle relevanten Ereignisse der vergangenen Saison zusammengefasst, erstmalig blicken auch die Sektionen zurück auf ihr Jahr und vor allem das Szene-Interview gibt einen umfassenden, repräsentativen, wenn auch subjektiven, Einblick. Garniert mit zahlreichen Bildern haben wir wieder ein dickes Werk an den Start gebracht, am Ende sind es 112 Seiten geworden. Der Preis liegt aufgrund dessen bei scharf kalkulierten 3 Euro, auch weil die Auflage geringer als üblich ist – also haltet euch ran, die Ausgaben werden schnell vergriffen sein, versprochen!
… und weil’s bis Sonntag ja noch etwas hin ist, gibt’s an dieser Stelle schon ne kleine Leseprobe.

Hauste!

Leseprobe Ya Basta! Saisonrückblick 2012/2013
YB Saisonrückblick 2012/2013 -Kampagne 12:12

YB Cover Saisonrückblick 2012/2013

Inhalt:

★ Nordkurve Nürnberg – alle Spiele im Rückblick
★ alle Choreographien, alle Infos, viele Bilder
★ Sektion SV 2012/2013
★ Kurvencheck
★ Worte aus der Kurve
★ Rückblick auf die Kampagne 12:12
★ … und die Initiative Max-Morlock-Stadion jetzt!
★ sportlicher Rückblick
★ … und umfangreiche Statistiken
★ die Sektionen blicken zurück
★ großes Szene-Interview
★ die Saisons unserer Freunde

Punkteteilung in Hoffenheim

2:2 in Hoffenheim – nach dem Spielverlauf können wir zufrieden sein. Schön war auch zu sehen, dass die Kurve Bock hatte. Natürlich gab es nach den Gegentreffern einen kleinen Einbruch, aber die Beteiligung und Lautstärke war über weite Strecken hervorragend! Wollen wir hoffen, dass sich auch in den kommenden Spielen möglichst viele Fans begeistern lassen und gerade bei den einfacheren Sachen mit einsteigen. Die Saison wird keine leichte, am Ende könnte die Unterstützung von den Rängen das Zünglein an der Waage sein. Daher müssen wir in dieser Saison wieder schnell zu einem Miteinander finden! Die ersten Schritte wurden in Sandhausen und Hoffendem bereits gemacht – weiter so!
… und eine Erkenntnis aus Hoffenheim sollten wir uns in Erinnerung behalten: Auch bei einem 0:2 auswärts dürfen wir nicht aufstecken! Immer weiter, immer vor!

An dieser Stelle wollen wir auch nochmal auf die beiden neuen Lieder verweisen und bitten darum, diesen offen gegenüber zu stehen. Wir können vorher auch nicht wissen, ob eine Melodie kurventauglich ist oder nicht, die Devise kann nur lauten: „probieren geht über studieren“ und man muss jedem Lied ein paar Spiele geben, um die Tauglichkeit beurteilen zu können. Was uns daher nicht weiter bringt, sind voreilige Schlüsse. Und auch die ewige Nörglerei bringt uns nicht weiter, so lange im selben Atemzug nicht Alternativvorschläge gebracht werden!
Wir sind hier aber sehr zuversichtlich, schließlich haben die letzten Jahre gezeigt, dass völlig neue Kreationen mittlerweile von einem großen Teil der Kurve getragen werden.

Achtung! Natürlich wird man hier anhand der Texte und Videos die neuen Lieder nur sehr schwer übertragen können, man muss sie mal live gehört haben. Also lauscht am Sonntag vor dem Spiel einfach mal genauer hin, wenn die neuen Lieder vorgetragen werden. Vielleicht ist ja ein Kurvenhit dabei – es liegt zu einem großen Teil an uns selber! Und wenn nicht, liegt es vielleicht nur an ein paar Rädchen, die noch verstellt werden müssen – lasst es uns probieren und herausfinden!

Melodie „Zwickts mi“

Nürnberg ist meine Stadt!
Zum Hauptmarkt lauf ich über den Lorenzer Platz.
Am schönen Brunnen dreh ich am Ring
und wünsch mir, dass der Glubb heut‘ 3 Punkte gewinnt!

Melodie „Bullenwagen klau‘n“

Stürmst du nach vorn, rasten wir so richtig aus,
kämpf‘ FCN, deine Fans sie steh‘n zu dir!
Allez allez…
Allez allez…

… auch so kann man sich den Song mal reinziehn!

Wir freuen uns jedenfalls auf Sonntag! Endlich gehts wieder los!

Pokalaus in Sandhausen

Der Glubb verkackte in Sandhausen, doch die Kurve stand der Mannschaft trotzdem 120 Minuten treu und lautstark zur Seite. Kein Vorwurf an den 12. Mann!
… nach dem – zugegebenermaßen – obligatorsichen und gelangweilten Gang in die Kurve ernteten die Spieler aber auch wieder viele Pfiffe.
… ob zurecht oder nicht, Fakt ist: Die Pokalpleite ist scheiße, aber: Wir müssen aufpassen, dass die Stimmungslage der Kurve und das Verhältnis zur Mannschaft nicht wieder in einen Strudel gerät, wie dies nach dem Fürth-Spiel passiert ist, bzw. sich dieser Strudel fortsetzt. Dabei geht es weniger um einige Spieler, bei denen man ja immer psychische Nachwehen befürchten muss, sobald sie mit heftiger Kritik konfrontiert werden, sondern um unser eigenes Empfinden. Wir dürfen nicht schon vor dem 1. Spieltag zulassen, dass sich der Frust aus dem Ende der vergangenen Saison überträgt, wir dürfen in Hoffenheim nicht schon mit negativen Gefühlen den Block betreten oder wie es Timo Gebhart auf seiner Homepage schrieb:

„Ich verstehe es, wenn die Fans wütend sind. Allerdings kann man jetzt auch nicht gleich alles in Frage stellen. Die Saison wird nicht einfach, das wissen wir alle. Und es kann nur laufen, wenn wir alle zusammenhalten – wir brauchen den Support unserer Fans.“

In diesem Sinne: Treiben wir die Mannschaft in Hoffenheim zum Sieg – unermüdlich!

… vergessen sollten wir die Pokalpleite aber auch nicht!

No Surrender