Archiv für Februar 2014

Ganz egal,
wohin der Weg auch führt

Es war auf der Rückfahrt nach dem Spiel in Leverkusen. Der Glubb verlor 0:3, das Spiel gab wenig Anlass zur Hoffnung und trotzdem spielten sich im Gästeblock außergewöhnliche Momente ab. Man hätte allen Grund gehabt, gefrustet zu sein, zu zweifeln, doch das das Gegenteil war der Fall: aus irgendeinem Grund war jeder froh, hier zu stehen – nicht anteilnahmslos, sondern emotionalisiert. Man sah erwachsene Menschen mit Tränen in den Augen, viele anderen flüchteten sich in Gesänge. Keine Schlachtrufe, sondern Bekenntnisse an unseren Verein. Es war eben doch nicht „irgendein Grund“, warum man froh war, in der rot-schwarzen Kurve zu stehen. Er dürfte für Außenstehende nur völlig unerklärlich sein. Manchmal weiß man ja selbst nicht, warum, man weiß nur, dass… – und das genügt.

Auf dem Fußmarsch zurück zu den Bussen und später auf der Autobahn in den Bussen drehten sich die Gedanken natürlich um die Zukunft des Vereins. Freilich, jedem war sofort klar, dass es auch nach einem Abstieg weitergehen würde. Aber irgendwie langte einem diese, eigentlich doch beruhigende Gewissheit nicht. Man wollte sich schlicht und ergreifend nicht damit abfinden, das Schicksal nur zu ertragen. Man wollte es selbst in die Hand nehmen. Und man wollte allen anderen Glubbfans, die dieselben Leiden und Zweifel hatten, ein gutes Gefühl geben. Man wollte das ausdrücken, was jeder fühlte. Ein gemeinsames und lautes Bekenntnis musste her. Eine Kampagne.

Das Motto war schnell gefunden, denn schon länger kreisten diese fünf Worte im Kosmos der Nordkurve, ohne dass sie zu einem großen Aufhänger gemacht wurden. Selbst eine Zaunfahne existierte bereits. Aber auch akustisch galt es, dieses Gefühl in das Stadion zu bringen. Noch auf der selben Fahrt wurde das Lied gedichtet, welches später von Martin Meinzer eingesungen wurde und viele Glubbfans im Herzen berührte.

Gegen Mainz stellte der FCN den Sieglos-Startrekord der Bundesliga ein – hätte es ein anderes Spiel für den „inoffiziellen Start“ der Kampagne geben können? Es war eines dieser Spiele, wo man verzweifelt. Klar überlegen, Aluminiumtreffer und zum Schluss auch noch die Führung verspielt. Das Wetter passte sich der Laune an. Schneegestöber, Minusgrade, doch in der Kurve hing ein Transparent, welches leise Hoffnung gab.

Weitere Gedanken reiften in den folgenden Tagen aus, die Idee einer Kampagne sollte umgesetzt werden. Noch vor dem Spiel in Hannover setzte man den Verein darüber in Kenntnis, verbunden mit der Bitte diese Kampagne ebenfalls mitzutragen, weil es ausschließlich den einen großen, übergreifenden Schulterschluss geben sollte. Für den Verein dürfte dieser Vorschlag völlig unerwartet gekommen sein. Das Verhältnis zwischen Verantwortlichen und Fans war zu dieser Zeit alles andere als gut und sportlich gab es überhaupt gar keinen Grund Mannschaft/Verein Vertrauen und Rückhalt auszusprechen. Doch das Glubb-Herz gab diesen Weg vor. Zu viel hatte man mit diesem Verein schon erlebt, positiv wie negativ, um nicht zu wissen, dass es der FCN, dass WIR es, noch schaffen könnten!

Der offizielle Start sollte jedoch erst nach der Winterpause erfolgen, zuvor sollten innerhalb der Fanszene Gespräche anstehen, um diesen Weg gemeinsam zu bestreiten. Zu oft schon wurden in der Vergangenheit Entscheidungen getroffen, die nicht unbedingt falsch waren, aber nicht von allen getragen wurden. Dies sollte vermieden werden. Es folgte das Spiel in Hannover und wer mit Schlusspfiff dachte, dass dies ein Niederschlag war, der irrte sich gewaltig. In zu vielen Herzen schlummerten bereits die fünf Buchstaben, die nur darauf warteten, geweckt zu werden. Der Geist der Kampagne war bereits bei vielen Glubbfans zu spüren, er war immer da. Und man stand auf.

Kurz vor dem Spiel gegen Hoffendem wurden die Geister schließlich geweckt hat und nach einem großen Fantreffen die Kampagne öffentlich vorgestellt. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Nachricht, das große Banner zum Intro sprach den Glubbfans aus der Seele und am Ende des Tages wurde man mit einem grandiosen 4:0-Erfolg belohnt. Jeder sah nun, was möglich ist, wenn wir als Glubb-Familie an einem Strang ziehen. Vom Spieler bis hin zum Fan – alle waren und sind seither Teil dieser Bewegung. Man war weg vom Image „Der Glubb is a Depp“, sondern war sich bewusst „oba iech moch nern“!

Viele Aktionen wurden seitdem von Fans für Fans, von Fans für Verein und von Verein für Fans auf die Beine gestellt. Bierdeckel verteilt, Postkarten verschickt, Kondome benutzt, Spielankündigungsplakate gedruckt, Aufkleber geklebt, Ideen gesammelt – und jeder macht mit. Am Fan-Container bilden sich endlose Schlangen, um Artikel wie T-Shirts, Schals oder Schlüsselbänder zu ergattern (wir haben übrigens erneut nachbestellt), stündlich gehen neue Emails ein und im Social-Media posten über 10.000 User Bilder, liken und kommentieren. Eine besondere Aktion gab es gegen Braunschweig, als ein Cafe Krapfen sponsorte, dessen Spendenerlös „Hilfe für Anja“ zugute kam. Einfach großartig! Daneben glühen die Nadeln der Tätowierer sowie der Nürnberger Häkelmafia und auch auf dem Ya Basta-Blog!, der regelmäßig über die Aktivitäten berichtet, merkt man die Begeisterung. Die Besucherzahlen waren Mitte Februar bereits höher als in sämtlichen (Skandal-) Monaten davor. Dabei bereitet doch sonst immer die schlechte Presse hohe Zahlen? Nicht so bei dieser Kampagne und auch einige Medien haben das bereits erkannt. Andere Medien – und eine kritische Anmerkung sei auch in diesem Text erlaubt – leider gar nicht. Exemplarisch sei hier der Kicker genannt. Aber in welche Rubrik hätte ein Artikel über die Kampagne auch publiziert werden können, wenn man ansonsten immer nur in der Rubrik „Fan-Problematik“ über die Anhänger berichtet? Dagegen war selbst einem griechischen Fachblatt die Kampagne direkt nach dem Hoffenheim-Spiel einen Text in der Printausgabe wert. Das klingt erstmal ein bisschen schade, im Grunde kann es uns aber auch scheiß egal sein. Was derzeit in Nürnberg passiert, erfüllt uns alle mit Stolz. Es ist einmalig und es genügt vollkommen, wenn wir das wissen und uns bewahren!

… auch wenn es diese Saison noch weitere Rückschläge geben sollte! Oder irgendwann.

Ich bereue diese Liebe nicht!

Bist du doch für mich das größte Glück!

4 von 9
Glück zurück

Hört ihr es auch? Wie sie andernorts aufstöhnen, weil wir es vielleicht doch noch packen? Da hatten sich einige schon ins Fäustchen gelacht, nach der sieglosen Hinserie – und nun schaut es wieder richtig gut aus! Aber die Überschrift macht es deutlich, wir sind erst knapp die Hälfte unseres Weges gegangen. Wie das gestrige Spiel gezeigt haben dürfte, ist kein Spiel ein Selbstläufer!
Dennoch steht es natürlich außer Frage, dass es derzeit so viel Spaß wie lange nicht mehr beim Glubb macht! Selten waren wir so stolz gemeinsam in der Kurve stehen zu dürfen! Neben der kleinen Serie auf dem Platz hat dafür natürlich auch die Kampagne gesorgt. Sie spiegelt die Gefühlswelt der Glubbfans wider, sie verbindet!
… und das gestrige Spiel stand symbolisch für diese Kampagne. Mal wieder haben wir gesehen, dass wir Glubbfans keine Titel oder Pokale brauchen, um großartige Momente erleben zu dürfen! In nur 90 Minuten zeigte uns der Glubb alle Gefühlslagen und es hat sich bewiesen, dass sich die Höhen nur so intensiv anfühlen, wenn man auch in den schlechten Momenten den Weg mitgegangen ist. Sieglos in der Hinserie mit zahlreichen Aluminiumtreffern, dazu das Spiel in Hannover, dann die Rückrunde mit einer irren Schlussphase in Berlin und nun der gestrigen Partie. Das erlebt man nur beim Glubb und alleine das sollte ausreichen, um zu erklären, warum wir alle wissen: „Ich bereue diese Liebe nicht!“

Schon gewusst?

Woher kommt eigentlich der Name unserer Kampagne „Ich bereue diese Liebe nicht“?

Die Antwort liegt in Südamerika und zunächst in diesem wunderbaren Video, welches die schönsten Tore der Boca Juniors zeigt…

… das hat aber ja erstmal nicht so viel mit unserem Glubb zu tun, doch wer genau hinhört, der erkennt vielleicht die Melodie des begleitenden Liedes. Ein Rhythmus, der uns so gut gefallen hat, dass wir daraus vor Jahren ein Kurvenlied gedichtet haben. Leider ist der Schwierigkeitsgrad sehr hoch, so dass wir es bisher nur in seltenen Momenten im Stadion singen konnten, aber gerade im kleinen Kreis (beim Handball, auf Feiern…) wird es sehr intensiv vorgetragen:

Ohne dich kann ich nicht sein,
ohne dich bin ich allein,
ein Gefühl, das nie vergeht,
FC Nürnberg mein Verein!

Liebe, Trauer, Stolz und Wut,
aber niemals ohne Mut,
jedes Spiel an jedem Ort,
uns‘re Herzen schlagen fort!

Wenn wir in der Kurve stehen
und die Mannschaft siegen sehen,
unbeschreibliche Momente
FC Nürnberg!

… so lautet unser epische Text und nun ja, der Titel des Ursprung-Liedes (im Original von Gilda, einer mittlerweile leider verstorbenen, argentinischen Sängerein) heißt „No me arrepiente de este amor“, übersetzt bedeutet das „Ich bereue diese Liebe nicht!“

Passend dazu gab es heute einen BR Radiobericht zum Thema.

FCN!

Neues von der Kampagne

Hallo zusammen,

wir waren die letzten Tage nicht untätig und können für Braunschweig ein breites Spektrum an Kampagnen-Artikel ankündigen.

Merch
Neben der Neuauflage von Shirts und Schals wird es auch wieder Aufkleber, Postkarten und Schlüsselbänder am UN-Container geben.

Spielankündigungsplakate
Als Aktionsartikel gibt es dieses Mal Spielankündigungsplakate im A2-Format (hoch und quer). Dieses Angebot richtet sich an alle Ladenbesitzer, Dienstleister oder sonstige Glubbfans, die strategisch günstig wohnen und mittels Plakatwerbung am Fenster auf die FCN-Heimspiele aufmerksam machen können!
Holt euch euren Schwung der Plakate kostenlos ab und hängt sie an eure Schaufenster, Kneipentoiletten etc! Wer es am Samstag nicht zum Spiel schafft, kann seine Plakate auch wieder über den Postweg bestellen. Wir bitten aber darum, dass hier wirklich nur Ladenbesitzer und andere die Plakate ordern – im Sinne der Sache, denn wir wollen nicht, dass sie für Sammlerzwecke vergeudet werden. Alle Sammler können sich ja ein Exemplar ausdrucken, die Daten findet ihr am Ende des Beitrags. Gerne können die Layouts auch verwendet und in Eigenregie gedruckt werden.

Postkarten
Mit dem zweiten Aktionsartikel am Samstag starten wir mit unserer angekündigten Postkarten-Aktion. Diese wird ab sofort bei jedem Heimspiel stattfinden, wodurch wir die Kampagne auch über die fränkischen Grenzen bekannt machen wollen.
Zum Ablauf am Samstag: Wir werden die Postkarten frankieren und adressieren, wir übernehmen auch den Versand ab Montag. Ihr übernehmt quasi „nur“ eine Patenschaft für einen Euro. Für jeden Spender wandert eine Postkarte in den Briefkasten. Wäre doch gelacht, wenn wir die 1000 nicht losbekommen!

Aufkleberbestellung Fanclubs
Die Deadline für die Aufkleberbestellung läuft morgen ab, eine Mail mit dem genauen Prozedere und den Zahlungsmodalitäten geht dann noch einmal an alle Besteller. Wir informieren euch, sobald die Aufkleber eingetroffen sind, in der Regel solltet ihr eure Packen beim Heimspiel gegen Bremen am UN Container abholen können.

Bierdeckel
So schnell konnten wir gar nicht schauen, da waren die 15.000 Bierdeckel weg. Leider konnten wir nicht alle versorgen, doch wir haben nachbestellt. Wir melden uns, sobald wir wieder ein Paket anbieten können, denn zunächst wollen wir nun erst einmal die Kneipen in Nürnberg beliefern. Wer es jedoch gar nicht erwarten kann und selbst ein paar Euro in die Hand nehmen kann/will (vielleicht schlummern in der Fanclubkasse ja ein paar Kröten), dem können wir das Druckmotiv (am Ende des Beitrags) zur Verfügung stellen. Einfach bestellen oder dem Wirt eures Vertrauens mailen – vielleicht ordert der ja ein paar! Ihr habt es selbst in der Hand, die Verbreitung zu beschleunigen!

Logos/Schriftzug
Generell wollen wir an dieser Stelle auch noch einmal darauf hinweisen, dass sämtliche Logos, Schriftzüge etc der Kampagne gerne auch für den Fanclub oder den Privatgebrauch genutzt werden dürfen! Wir würden uns sogar freuen, wenn so viele Fans wie möglich Artikel zur Kampagne herstellen lassen – seien es Spruchbänder, Schals, Aufkleber oder T-Shirts!
… die Schriftart heißt übrigens Amazone BT und kann hier heruntergeladen werden:
Amazone BT

Ich bereue diese Liebe nicht – Schriftzug 1-zeilig

Ich bereue diese Liebe nicht – Schriftzug 2-zeilig

Ich bereue diese Liebe nicht – Logo

Bierdeckel

Spielankündigungsplakat A2 hoch

Spielankündigungsplakat A2 quer

Fragen, Bestellungen & Kontakt:
info@ich-bereue-nicht.de

… bitte auf einen eindeutigen Betreff achten!

3 von 9

Der Blick auf die Tabelle ist ungewohnt schön, Rang 14! Doch er trügt, denn er ist nur eine Momentaufnahme, erreicht wurden erst 3 der nötigen 9 Etappenziele!
Nummer 4 könnte nächste Woche folgen, erstmals seit X Wochen geht der Glubb als Favorit in eine Partie – ebenfalls ungewohnt. Leichter macht das die Aufgabe gegen Braunschweig jedoch nicht. Im Gegenteil. Die Erwartungen sind nun höher geworden, mit den Fans im Rücken scheint der FCN in dieser Rückrunde jeden schlagen zu können.
… und für uns natürlich ein schöner Beweis, dass wir bis jetzt (!) mit der Kampagne und dem vorgeschossenen Vertrauen in die Mannschaft genau richtig lagen! Welche Fanszene hätte diesen Schritt nach einer sieglosen Hinserie gewagt?

Deswegen müssen auch wir Fans weiter daran anknüpfen. Gerade gegen Braunschweig. Dieses Spiel wird sinnbildlich für unser Motto stehen. Bei Sieg oder Niederlage: Ich bereue diese Liebe nicht!

Tragen wir alle dazu bei, das Bewusstsein weiter zu vermitteln und zu verankern! Zur Zeit macht es wirklich sehr viel Spaß (und stolz!), wie sich aus allen Teilen der Anhängerschaft bei dieser Kampagne eingebracht wird. Erst am Valentinstag konnte man wieder viele kreative Grußbotschaften begutachten und darüber schmunzeln, in vielen fränkischen Städten hingen Spruchbänder und auch am Sonntag folgte mit den IbdLn-Kondomen ein weiterer Höhepunkt. Wer keines ergattern konnte, darf übrigens aufatmen: Wir haben nachbestellt! Dieses Mal auch in der richtigen Größe!

Der Kampagnengeist hat sich also schon längst herumgesprochen, nun gilt es den nächsten Schritt zu gehen!
Gegen Braunschweig den 4. 3er erzwingen! Aufstehen, mitklatschen und singen! Aktiv sein, mitgestalten und leben!

Sieg in Augsburg

Liebe ohne Reue

Wir unterbrechen das Programm für einen Warnhinweis: In den kommenden Wochen ist mit erhöhter Sexlust Nürnberger Fußballfans zu rechnen. Verhalten sie sich ruhig und bleiben Sie in Ihren Häusern! Gleichzeitig darf mit einer schwachen Geburtenrate im Herbst 2014 gerechnet werden, denn die Kampagne
„Ich bereue diese Liebe nicht“ geht ganz neue Wege! Beim Auswärtsspiel in Augsburg, werden Kondome mit dem Logo der Kampagne verteilt, 1.000 Stück müssen weg!

In diesem Sinne: FCN – Höhepunkt auf Höhepunkt!

Liebe ohne Reue

Ausverkauft und nachbestellt!

Wir sind ja wirklich Optimisten, aber wie schnell uns die ersten Artikel zur Kampagne aus den Händen gerissen wurden, damit hätten selbst wir nicht gerechnet. Dagegen sind die Anti-Fü- Klamotten ja die reinsten Ladenhüter… gut so!

… und bevor das Postfach weiter überquillt, ob/wann es wieder/nochmal Artikel gibt, hier nun die frohe Kunde: Zum Heimspiel gegen Braunschweig wird es Schal & T-Shirt wieder geben – hoffentlich in ausreichender Stückzahl. Falls nicht, dann wirds im Laufe der Saison noch viele weitere Artikel geben, cool bleiben!

… apropos Postfach: Mails mit der Bitte um Zusendung der Artikel können wir mittlerweile aus Zeitgründen nicht mehr beantworten. Es sind einfach zu viele und die Antwort ist nach wie vor die gleiche: Klamotten/Schals gibt es ausschließlich im Stadion am Container (direkt rechts nach dem Eingang Nordkurve). Das ist einerseits unsere Philosophie, andererseits ist der logistische/organisatorische Aufwand (bei dieser Nachfrage) für uns zu groß. Für alle Auswärtigen tut es uns natürlich leid, aber jeder wird doch irgendeinen Glubberer seines Vertrauens kennen, der regelmäßig ins Stadion geht, um ggbfs die Materialien zu besorgen. Wir bitten um euer Verständnis.

… darüber hinaus haben wir noch einige Pakete aus Bierdeckel und Aufkleber, die am Donnerstag, 13.02., im Lokal abgeholt werden können. In diesem Fall verschicken wir übrigens auch an Auswärtige, einfach mailen, Adresse mitschicken und gedulden. Nach dem aufregenden Wochenende müssen wir die vielen Mails erst noch bearbeiten. Bitte seht dann aber auch zu, dass ihr die Bierdeckel dann auch eurer Stammkneipe zur Verfügung stellt!

… und natürlich wird es auch in den kommenden Wochen weitere Kleinartikel (wie immer mit der Bitte um eine kleine Spende) geben. Wir halten euch auf dem Laufenden.

Ich bereue diese Liebe nicht

Derbychoreo
Tschik Cajkovski

Erneut gab es in der Nürnberger Nordkurve eine Choreographie mit geschichsträchtigem Hintergrund. Umrahmt von 15.000 roten und schwarzen Foliendoppelhaltern wurde eine große Blockfahne mit Zlatko „Tschik“ Cajkovski hochgezogen. Der „Zigarettenstummel“ war in den 60ern Jahren erfolgreicher Bundesligatrainer verschiedener Vereine, u.a. führte er den FC Bayern in die Erstklassigkeit und zu ersten Titeln. Natürlich ist das nicht der Grund, ihn mit einer Choreographie zu würdigen, doch sein Herz schlug schon damals für einen anderen Verein dessen traditionsreicher Name bereits weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt & beliebt war. Die Rede ist vom Ruhmreichen, unserem 1. FC Nürnberg. Im Dezember 1971 kam der Jugoslawe schließlich zum mittlerweile zweitklassigen FCN, im Buch „Der Club – 1. FC Nürnberg“ (Autor: Wolfgang Haala) liest man dazu:

Doch 24 Stunden vor dem Bayreuther Spiel hatten die Mitglieder einen neue Vereinsführung unter der Regie von Hans Ehrt an die Veiensspitze berufen. Und Ehrt handelte schnell. Erst zwei Tage im Amt, löste er Fritz Langer durch den rundlichen Jugoslawen „Tschick“ Cajkovski ab. Schon am 7. Dezember scheuchte der frühere Erfolgstrainer des FC Bayern München seine Schützlinge über die gepflegten Plätze im „Neuen Zabo“. Der großartige frühere Nationalspieler, mit einer einmaligen Gabe sich zu „verkaufen“ ausgerüstet, schwor die verängstigten Fans gleich für sich ein: „Clubfan war ich schon, da habe ich noch die Bayern trainiert.“ Zlatko Cajkovski rettete den Club nach einer schwierigen Saison, in der auch mehrmals der Pleitegeier über dem schmucken Clubhaus schwebte.

Natürlich ist es bei uralten Zitaten immer schwierig den Wahrheitsgehalt zu überprüfen und nicht nur heute benutzen Bundesligaspieler/trainer große Worte, die ihre Vereinszugehörigkeit unterstreichen sollen – bis ihnen eine lukrativeres Angebot unter die Nase gehalten wird. Für uns gibt es aber natürlich überhaupt gar keinen Grund an dieser Aussage zu zweifeln, denn ohne in der Vergangenheit schwelgen zu wollen: die Bayern waren damals ein Niemand.

Tschik Cajkovski

Derbyvideo

Choreovideo
Berlin

So und weil heute so ein geiler Tag ist, hat videocurvanord noch ein verschrubbtes Filmchen an den Start gebracht.
An dieser Stelle aber auch nochmal ein großer Dank an die Spendenbereitschaft von euch allen, wodurch die Aktion überhaupt erst möglich wurde.

… und nun rein ins Derbywochenende, möge die Macht mit uns sein!

Restposten!
Choreo-Schals Berlin

In den letzten Tagen haben uns auch viele Mails erreicht, ob es noch Schals der Traditions-Choreo aus Berlin gibt.
Diese wurde in mühevoller Handarbeit selbst angefertigt und konnten (mit der Bitte um eine Spende) von den anwesenden Glubbfans als Andenken mit nach Hause genommen werden.
Jeder, der nicht in Berlin sein konnte oder aus einem anderen Grund keinen Schal ergattern konnte, darf aufatmen: Wir haben noch ein paar Restexemplare, die es am Samstag am Stand des Förderkreises Choreographien gibt (diesen findet ihr direkt am Eingang Nordkurve noch vor den Containern des Fanprojekts, der RSH und UN). Wie immer freuen wir uns dabei über eine kleine oder großzügige Spende, um auch in Zukunft solche Aktionen auf die Beine stellen zu können!

Vielen Dank!

Choreo-Schal

Los gehts!

Glubbfans,

die letzten Wochen mit unserem FCN dürften die wenigsten bereut haben und endlich können wir euch heute ein paar handfeste Informationen zur Kampagne liefern.

Am Samstag wird es am UN-Container (und nur dort – kein Versand!) passende T-Shirts und Schals geben, beides ist für 10 Euro zu haben!
Außerdem haben wir auch ein erstes Package aus Aufklebern und Bierdeckeln (gegen Spende) geschnürt. Wir bitten euch, die Bierdeckel aber auch in der Kneipe eures Vertrauens zu hinterlegen und nicht (nur) für den Privatgebrauch zu Hause zu nutzen!

Des Weiteren bieten wir allen Fanclubs an, Aufkleber zum Einkaufspreis mitzuproduzieren. Meldet euch hierzu per Mail (bitte gleich einen sinnvollen Betreff wählen), wir schicken euch dann die zur Auswahl stehenden Motive sowie die Zahlungsmodalitäten. Deadline für die Bestellung ist der 21.02.2014, dann sind die Kleber auch bis zum Heimspiel gegen Bremen da!

Unser Hauptaugenmerk wollen wir jedoch auf kreative und beeindruckende Aktionen legen, so sind wir u. a. gerade dabei die Umsetzbarkeit eines Kollektiv-Tätowierens und IbdLn-Zaunfahnen für Fanclubs zu prüfen. Hierzu werden wir euch in den kommenden Wochen auf dem Laufenden halten und verweisen an dieser Stelle auch noch einmal auf unseren Mailverteiler. Meldet euch, wenn ihr Ideen habt, tatkräftig mithelfen wollt oder einfach nur Informationen aus erster Hand erhalten wollt.

In diesem Sinne,
ich bereue diese Liebe nicht!
Gemeinsam zum Klassenerhalt!

Fragen & Kontakt:
info@ich-bereue-nicht.de

Material

… und keine Bange, es wird in den nächsten Wochen noch viele weitere Artikel geben!

Lasst es brennen!

Die Kampagne „Ich bereue diese Liebe nicht!“ nimmt viele unserer Ressourcen in Anspruch. Dennoch möchten wir es nicht versäumen euch auch ohne Print-Titel einige Denkansätze mit auf den Weg zu geben. Morgen beginnen die olympischen Winterspiele in Sotschi. Dazu kommentiert einer unserer Redakteure.

Wenn die olympische Fackel unter Blitzlichtgewitter ein letztes Mal überreicht wird, dann wird vieles vergessen sein: die Proteste, die persönlichen Schicksale und Tragödien. Ähnlich wie 2008 in Peking ist es einer Machtelite gelungen, ein klinisches Fest zu inszenieren. Das Ergebnis überzeugt: Die westliche Masse blickt ekstatisch ihrem lang ersehnten Februar-Soma entgegen.
Einige Medien werden natürlich darauf verweisen, dass der Schein trügt. In den zehnstündigen ZDF-Kunstschnee-Marathon-Sendungen lassen sich bestimmt auch kritische Beiträge platzieren. Programmauftrag, versteht sich. Zwischen der Kür muss das Pflichtprogramm abgespult werden. Gratis Betroffenheit für das plagende Gewissen des deutschen Michl, verpackt als dreiminütiges audiovisuelles Intermezzo. Genau die richtige Spanne, um direkt im Anschluss das nationale Selbstwertgefühl, beim Blick auf den Medaillenspiegel, steigern zu können. – Die Schattenseiten der diesjährigen olympischen Spiele lassen sich – ganz unverhohlen heuchlerisch – ausblenden.

Peace, Love & Harmony

Der grundsätzliche Fehler liegt in einer noch immer romantisiert-verklärten Wahrnehmung der olympischen Spiele in der breiten Öffentlichkeit. Dem IOC als Dachorganisation ist es gelungen eine Marke zu etablieren, deren Kern zwar noch nah am ursprünglichen Leitgedanken der Spiele der Neuzeit ist – die Ausrichtung der Spiele ist jedoch ganz klar eine kommerzielle Größe geworden. Schlimmer noch: dieses monetäre Interesse wird durch die Exklusivität und Prestigeträchtigkeit der Spiele zusätzlich verstärkt. Dem Geltungsdrang der Organisatoren sind keine Grenzen gesetzt. Eine gefährliche Mischung, siehe Sotschi.
Somit ist es auch unerheblich, wo die Spiele stattfinden. Ein IOC, das Spiele wie die in Sotschi forciert, beraubt sich selbst jeglicher Legitimation ein Multiplikator des Sports zu sein. Anders ist es auch nicht zu erklären, dass eine erneute Bewerbung für die Winterspiele in München so deutlich abgelehnt wurde. Es gibt eben kein richtiges im falschen, erst recht nicht bei den olympischen Spielen. Das haben selbst die Großkopferten in München erkannt.

Schlag auf Schlag

Erschreckend ist, dass die Schlagzahl dieser medial aufgebauschten Sport-Events stark zugenommen hat: heute Super Bowl, morgen Olympia, übermorgen WM in Brasilien. Inzwischen gibt es so viele Mega-Events, dass der gemeine Babo aus der Nordkurve schnell den Überblick verlieren kann. Immer schneller, höher, weiter – und das gefühlt immer häufiger. Das geht uns definitiv zu schnell.
Denn: Auch wir wollen guten Sport, insbesondere guten Fußball sehen. Er soll aber authentisch und greifbar sein – und nicht über Leichen gehen. Wir haben keinen Bock auf Heile-Welt-Fußball, wenn dafür am anderen Ende der Welt Leute sterben müssen. Unser Sport funktioniert auch ohne korrupte Weltverbände. Und wir müssen den Schrott, der in ihrer Verantwortung liegt, nicht mittragen. Die Großveranstaltungen in Russland, Brasilien und Katar sollten uns mahnende Beispiele sein.


„Putins Spiele“ – ARD Reportage zur Lage rund um Sotschi
http://www.ardmediathek.de/das-erste/reportage-dokumentation/die-story-im-ersten-putins-spiele?documentId=19305912

„Operation Sotschi“ – Kommentar auf Zeit Online
http://www.zeit.de/2014/07/olympische-winterspiele-sotschi-russland-putin

„Der Geist ist tot“ – Blog-Kommentar auf eurosport.de
http://de.eurosport.yahoo.com/blogs/abgeblogged/olympia-geist-tot-090052758--spt.html#more-id

Ya Basta!
Durchschnaufen

In eigener Sache

Liebe und böse Glubbfans da draußen, heute wenden wir uns mit einer Mitteilung an euch, die wir in unserer 6 1/2 jährigen Geschichte bisher immer vermeiden konnten, doch…
… leider verzögert sich die kommende Ausgabe unserer Gazette auf unbestimmte Zeit.

Die Gründe dafür sind wenig spektakulär und schnell erklärt: Wir sind zu einem großen Teil auch maßgeblich in die Kampagne „Ich bereue diese Liebe nicht“ involviert und sahen bzw. sehen darin (vorerst) unsere Prioritäten. Der Arbeitsaufwand beider Projekte ist jedoch so enorm, dass er sich neben dem Alltagskram nicht in unserer Freizeit stemmen ließ/lässt.
Sobald wir wieder etwas mehr Luft haben, wird die Ausgabe 40 natürlich nachgelegt – da könnt ihr euch jetzt schon drauf freuen! Bis dahin gilt es alle Energien in den gemeinsamen Kampf für den Klassenerhalt zu stecken, ganz aktuelle Themen werden aber natürlich auch hier über den Blog abgearbeitet. Ihr verpasst also nichts, manches verzögert sich nur – versprochen!

2 von 9
Wir ziehen unseren Hut!

Besser hätte der Start in die Rückrunde nicht laufen können und mittlerweile scheinen auch Glück und Kaltschnäuzigkeit wieder zurück an die Noris gekehrt zu sein!
Mit dem 3:1-Sieg konnten zum ersten Mal die Abstiegsränge seit Ende September verlassen werden, doch erreicht haben wir noch nichts! Wir haben erst 2 der nötigen 9 Siege erlangt, ausruhen gilt nicht, zumal nächste Woche bekanntlich das Derby ansteht. Natürlich können wir nun aber mit breiter Brust in diese Partie gehen, zu verlieren haben wir eh nix. Solange wir auf den Rängen und auf dem Rasen alles geben, können wir nur gewinnen!

Ich bereue diese Liebe nicht!

An dieser Stelle noch ein paar Worte zur Kampagne: In dieser Woche erwarten wir die ersten Materialien, darunter Bierdeckel, Aufkleber, Shirts und Schals. Wie, was, wann und wo erhältlich ist, erfahrt ihr die Tage bei uns auf dem Blog und/oder über den Mailverteiler. Nach wie vor kann (und soll!) aber auch jeder Fanclub, jeder Glubbfan selbst aktiv werden und sich eigenes Material produzieren. Ob Fanclubbanner, Aufkleber oder Shirt – jeder ist ein Teil davon!
… und noch ein Bitte: Täglich gehen wirklich zahlreiche Mails mit Fragen und Bitten zur Kampagne ein. Wir können nicht jedem einzelnen und zeitnah antworten, bemühen uns aber alle Fragen wenigstens in zusammengefassten Rundmails oder Blogbeiträgen zu beantworten. Bitte habt etwas Geduld und Verständnis! Das schöne an diesem Stress ist allerdings die daraus resultierende Erkenntnis, dass wir mit dieser Aktion ins Herz vieler Glubbfans getroffen haben. Das freut und verpflichtet uns!

Wir ziehen unseren Hut!