Archiv für März 2014

Video – FFM und Stuttgart

… und wie die Augen leuchten!

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Die Augen leuchten wieder

… wir sind (mal wieder) zurück! So ehrlich muss man aber auch sein, Stuttgart war ganz, ganz schwach – aber scheiß drauf! Gestern war es ein toller Fußballabend und das wichtigste: die Menschen sind glücklich nach Hause gegangen! Wir werden uns noch lange an diesen Abend erinnern!

… nicht zuletzt auch aufgrund der Choreo. Es dürften viele Clubfans erkannt haben, warum Pyrotechnik ein fester Bestandteil unserer Fankultur sein kann. Sie wurde gewollt verantwortungsbewusst eingesetzt, hatte Pfiff und sah einfach gut aus! Es war ein positives Beispiel und es bleibt zu hoffen, dass es als solches auch von den handelnden Personen bei DFB/ DFL, Verein und Presse wahrgenommen wird. Man braucht sich ja nicht immer reflexartig hinstellen, etwas Schlechtes darin sehen und gezwungenermaßen die alte (überholte?) Leier von unschönen Szenen und dummen Idioten herunterbeten. Im Gegenteil, man könnte sich auch mal eingestehen:

Jawoll, so kann’s funktionieren!

leuchtende Augen

Förderkreis + KuFu

Vorprogramm im Radio

Als kleines Vorprogramm zum Spiel gegen Stuttgart könnt ihr morgen ab 18 Uhr auf dem Weg zum Stadion die 95.8 einstellen: auf Radio Z gibt es wieder eine geballte Stunde Ultras Radio. Thema dieses mal: Die hässliche Fratze des Weltfußballs in Form von tollen Events wie der WM in Katar. Analysen, Einschätzungen und Diskussionen. Dazu alles Aktuelle und Wissenswerte aus der Welt der Fankurven. Einschalten!

Der Förderkreis gibt einen aus!

Beim morgigen Spiel gegen den VfB Stuttgart gibt es die neuen Geschenke vom „Förderkreis Choreografien“ an dessen Stand abzuholen.
Wie immer geht an dieser Stelle ein Danke an alle, die bei der Finanzierung von Choreografien geholfen haben, ohne euch – ihr wisst schon – wäre all das nicht möglich gewesen, mille grazie!
Außerdem gibt es eine Collage vom Spiel bei der Hertha anlässlich der Choreo zur „Deutschen Meisterschaft 1924″.
Vorbei schauen lohnt sich also für alle, auch wenn man noch nicht Mitglied beim „Förderkreis Choreografien“ ist. Aber was nicht ist, kann ja noch werden!

Collage Choreo in Berlin

Kommentar zur Initiative

Was bedeutet eigentlich der Spruch „Ich bereue diese Liebe nicht“?

Vor dem Hintergrund der sportlichen Krise und des drohenden Abstiegs kommen zwischen den Zeilen mehr und mehr Zweifel am Spruch „Ich bereue diese Liebe nicht“ auf. Das ist einerseits verständlich und doch nicht konsequent bzw. viel zu kurzfristig gedacht.

Zunächst einmal drückt der Spruch die eigene Identifikation mit dem Verein 1.FC Nürnberg aus. Als Fans haben wir oft genug gezeigt, dass wir bei Krisen nicht das Handtuch werfen. Unser Verein hat so ziemlich alle erdenklichen Tiefen erlebt – erinnern wir uns nur an die Beispiele aus der „jüngeren“ Vergangenheit: 1996 der Fall in die Drittklassigkeit oder 1999 der bittere Abstieg aus der ersten Liga am letzten Spieltag (trotz 3 Punkten und 5 Toren Vorsprung). All diese Rückschläge haben aber nie dazu geführt, dass man nicht mehr zu seinem Verein steht oder sich für ihn engagiert – egal ob nun aktiv im Stadion oder durch das Bekenntnis zum FCN in Alltagssituationen (zum Beispiel am Stammtisch oder durch das Tragen von Symbolen im Alltag). Unser Verein ist mehr als 11 Spieler auf dem Feld. Jeder trägt durch sein Handeln und seine Überzeugungen seinen Teil zum Gesamtbild des 1.FC Nürnberg bei. Das Spruchband der Choreografie beim Pokalfinale 2007 in Berlin brachte dieses Grundbekenntnis auf den Punkt: „Auch in 39 Jahren ohne Titel waren wir stets stolz und treu!“. Man hätte auch sagen können – auch in 39 Jahren „voller Abstiege und bitterer Niederlagen“ waren wir stets stolz und treu.

Die Identität des 1.FC Nürnberg hat sich seit dem letzten Meistertitel 1968 geändert. Damals waren wir noch Rekordmeister und zum Teil noch sportliches Vorbild. Seither haben uns viele Vereine sportlich überholt – nicht in ihrer Gesamtbedeutung, aber im sportlichen Tagesgeschäft. Es ist vor allem den Fans des 1.FC Nürnberg zu verdanken, dass der Verein trotzdem eine Strahlkraft weit über die Stadtgrenzen hinaus behalten hat. Es ist dieser bedingungslose Glaube an ein „größeres Ganzes“ – der Verein sozusagen als Mosaik, welches sich aus verschiedenen Stücken zusammensetzt. Unser sportliches Stück kann im modernen Geld-Fußball nicht mehr glänzen (vom Pokalsieg 2007 und den Europacup Spielen danach einmal abgesehen – welch Glück für jeden, der das erleben durfte), aber die anderen Teile hielten wir so gut es ging sauber – sie strahlten fast zu allen Zeiten. Die Identifikation mit dem Verein ist eines jener Teilchen. Und vor diesem Hintergrund sollte jeder Fan sich genau überlegen, was für ihn „Ich bereue dieses Liebe nicht“ eigentlich bedeutet?

Die Gründer der Initiative / Kampagne haben ganz bewusst den Kontakt mit dem Verein – also mit den offiziell handelnden Personen am Valznerweiher – gesucht. Zusammen wird und wurde versucht, den positiven Grundgedanken „Ich bereue diese Liebe nicht“ auch auf die Spieler zu übertragen. Die Situation war nach dem Bundesliganegativrekord der Hinrunde (ohne einen Sieg) denkbar schlecht – und trotzdem will und wollte man sich nicht ergeben, sondern ein Teil der Wende sein. Natürlich hätte die aktive Fanszene die Aktion auch alleine durchführen können – sozusagen exklusiv als nach außen getragener Treueschwur. Das war aber in all den Jahren nicht so explizit notwendig und wäre es aus diesmal nicht gewesen – hier hatten und haben Taten immer mehr Gewicht als Worte. Das Ziel war und ist der große Schulterschluss aller Glubberer, um allen Fans sozusagen eine Fahne bzw. ein Motto zu geben – ein Hoffnung für die laufende Saison und über die Saison hinaus einen symbolischen Rettungsanker bzw. Hafen für die eigene Seele. Innerhalb einer Ultras-Mentalität lässt sich über den Schritt „auf den Verein zugehen“ trefflich diskutieren. Wer aber aber die Überzeugung von „Ich bereue diese Liebe nicht“ deswegen ablehnt, der muss sich auch der Kritik stellen, ob er seinen Verein bestmöglich unterstützen möchte – und auch alle Mittel der sportlichen Einflussnahme ausschöpft, oder ob nicht eigene Interessen und aufgezwungener Individualismus im Vordergrund stehen?

„Ich bereue diese Liebe nicht“ findet also auf zwei Ebenen statt. Einerseits formuliert sie die Überzeugung jedes einzelnen Fans, sich bedingungslos zum 1.FC Nürnberg zu bekennen. Das ist nichts neues (siehe die Ausführungen oben) – der Spruch transportiert aber diese Überzeugung sehr trefflich. Andererseits wurde er den Spieler mit auf den Weg durch die Rückrunde gegeben. Damit ist und war nie gemeint, dass sie frei von Kritik sind – ja vielleicht sogar einen Freifahrtschein in die zweite Liga haben. Natürlich gab und gibt es die Hoffnung, dass die Mannschaft von der positiven Energie profitiert. Mit Kampfbereitschaft und Einsatzwillen könnte sie sogar zeigen, dass vielleicht auch sie als Mannschaft (mit dem kleinen Wunder des möglichen Klassenerhalts nach dieser Hinrunde – und aktuell trotz aller Verletzten) zu einem Teil dieser Überzeugung werden können oder selbst sogar selbige Haltung annehmen (zumindest einigen Spielern darf man das zutrauen). Ob dieser Sprung der Initiative auf die Spieler bzw. die aktuelle Mannschaft gelingt, war zu keinem Zeitpunkt klar. Nach den ersten Spielen der Rückrunde keimte diese Hoffnung auf, nach den letzten Partien sind wieder vermehrt Zweifel angebracht – der Ausgang ist offen. Sicher ist aber schon jetzt: Für die eigen Haltung als Fan und dem Bekenntnis zum Spruch „Ich bereue diese Liebe nicht“ wäre eine Identifikation mit der Mannschaft schön und letztendlich dann eben auch sportlich erfolgreich, aber notwendig ist sie nicht.

Sollte der schlimme Fall eintreten und wir abermals den Gang in die zweite Liga antreten müssen, dann wird es wie immer kommen: In so vielen Herzen wird weiterhin die Fahne des 1.FC Nürnberg wehen. Und wer diese Fahne im Herzen trägt, der kann eben nicht anders – der wird für sein eigenes Seelenheil „diese Liebe niemals bereuen“. Es ist ein persönliches Glaubensbekenntnis daran, dass der 1.FC Nürnberg ein ganz besonderer Verein ist – ja, sogar mehr als ein Verein!

Enttäuschung

Die Niederlage und der erneute Absturz auf einen Abstiegsplatz sind schon bitter genug…
Doch die Enttäuschung wiegt doppelt so schwer, nachdem wir Fans in den letzten Monaten so viel gegeben haben. Wir haben alle Mittel ausgeschöpft, wir haben nichts unversucht gelassen, wir haben immer geglaubt und wir sind nichts schuldig geblieben. Wir sind in Vorleistung getreten!
Unsere Unterstützung und die Initiative fuß(t)en aber darauf, dass alle an einem Strang ziehen, dass alle wissen, worum es geht, dass alle den Kampf annehmen. Sie war und ist kein Freifahrtschein. Sie beruht auf Gegenseitigkeit.
Nach 4 Pleiten in Serie kommen leise Zweifel auf, ob das wirklich alle verstanden haben. Die Meinungen über die Zukunft gehen weit auseinander, die Einheit scheint verloren. Wir sind ratlos. Nur die Mannschaft kann sie wieder zurück bringen.

Ausschluss!

Nach dem gelungenen Trainingsbesuch (rund 1.000 Glubb-Fans folgten trotz ströhmenden Regens dem Aufruf – ein Vielfaches sonstiger Abschlusseinheiten) gilt es sich nun einer ärgerlichen Baustelle zu widmen. Vor dem letzten Heimspiel gegen Bremen wurde die Initiative „Ich bereue diese Liebe nicht“ durch populistischen, selbstgerechten und unnötigen Vernichtungsjournalismus torpediert.
Zur Erinnerung: Daniel Westgate und sein Schmierblatt deckten den vermeintlichen Spielerskandal 2014 auf, als zwei FCN-Kicker den emotionalen Sieg gegen Braunschweig im Kreise der Fans feierten. Ungezwungene Momente junger Menschen wurden für einen – nach Auflage gierenden – Artikel in ein falsches Licht gerückt. Und das genau an dem Tag des wichtigen Spiels gegen Bremen, also zwei Wochen nach dem Ereignis selbst. Das Ergbnis ist bekannt.

Selbstverständlich muss der Verantwortliche sowie persönlich als auch stellvertretend für seinen Arbeitgeber nun die Konsequenzen tragen:
Daniell Westgate wurde vom heutigen Tag an aus der Glubb-Familie ausgeschlossen!

Anbei das notwendige Schreiben der Initiative „Ich bereue diese Liebe nicht“ und seine Begründung, welches dem Lohnschreiber postalisch zugestellt wurde.
Ausschluss aus der Glubbfamilie

Somit sollte wieder die notwendige Ruhe im Kampf um den Klassenerhalt einkehren. Selbstverständlich sollte es aber im Interesse aller Glubb-Fans sein, dass die ergriffenen Maßnahmen und die daraus resultierende Ruhe auch in Zukunft Bestand haben werden.

Spot Kirche

Wichtige Wochen liegen vor der Fanszene – lasst uns unseren Teil dazu beitragen, dass die Mannschaft wieder Fahrt aufnimmt und das Abstiegsgespenst „zur Hölle fahren kann“!

Trainingsbesuch
Samstag, 22.03.2014

Clubfans aufgepasst!

Endspiele stehen vor der Tür! Nun gilt es erst Recht, der Mannschaft zu zeigen, dass wir hinter ihr stehen!

Wir wollen daher am Samstag das Training (Beginn 14.00 Uhr) besuchen, um unsere Unterstützung noch einmal zu verdeutlichen. Wir wollen dort keine Show abziehen, das wichtige Training vor dem schweren Spiel muss natürlich störungsfrei verlaufen. Daher wollen wir uns erst um 14:30 Uhr am Parkplatz bzw. vor der Turnhalle treffen, um dann gemeinsam zum Trainingsplatz zu gehen. Wir werden alleine durch unsere Präsenz zur zweiten Trainingshälfte ein klares Statement abgeben, dass wir an diese Mannschaft glauben!

Daher: Erscheint zahlreich, sagt es weiter, kommt zum Training! Nehmt eure „Ich bereue diese Liebe nicht!“-Fahnen mit, hängt sie über die Banden oder fertigt weitere, aufmunternde Transparente an! Lasst die Spieler sehen, was uns dieser Verein bedeutet!

Im Anschluss an das Training haben wir außerdem eine kleine Überraschung geplant, um das Gemeinschaftsgefühl zwischen Fans und Mannschaft noch einmal zu stärken! Wir sind uns sicher, dass wir durch diese Aktion, das notwendige Signal aussenden können! Denkt immer dran: wir können der Unterschied sein!

Alle zum Training, Samstag, 14:30 Uhr, Parkplatz/Turnhalle Valznerweiher!

Alle zum Training

New Stuff
ab Sonntag erhältlich!

20 Jahre Ultras Nürnberg – ein Ereignis, das man schwer in Worte fassen kann.
Doch bekanntlich sagen Bilder ja mehr als 1000 Worte. Aus diesem Grund haben wir die besten Impressionen der Feierlichkeiten zusammengetragen und ein Fotoheft erstellt, das die unbeschreiblichen Momente für immer festhält.
Das Fotoheft wird am Heimspiel gegen Frankfurt, zusammen mit einem schneidigen Unterhemd, welches sich perfekt für das heiße Saisonfinale dieser turbulenten Spielzeit eignet, verkauft. Beides gibt es im Paket für 12 Euro ab Stadionöffnung neben dem Container.

Den Kampf annehmen!

Nun mag es viele Gründe geben, warum es am Sonntag nicht für einen Punktgewinn beim HSV gelangt hat: die Unterstützung der mitgereisten Anhänger war mangelhaft, die Verletztenliste ist lang und ein Auswärtsspiel natürlich immer schwer. Aber eine Frage muss erlaubt sein, warum die Mannschaft den Siegeswillen der letzten Wochen vermissen ließ?! Kein Kampf, kein Biss, kein Glaube an die eigene Stärke. Dabei hätte man doch viel selbstbewusster in diese Partie gehen können. Vielleicht hatte man sich aber auch genau darauf verlassen? Es wird schon werden…. oder?
… doch auch wir Fans sind in diesen Optimismus verfallen. Dass der Klassenerhalt nach dem famosen Rückrundenauftakt kein Selbstläufer werden würde, sollte nun auch wieder dem Letzten klar geworden sein.
… noch haben wir es in der Hand, aber wir sind gut damit beraten, wieder den Ernst der Lage zu erkennen! Wir haben nur noch Endspiele vor uns und als solche sind sie zu bestreiten! Auf den Rängen – auf dem Platz!

Wir werden uns in den kommenden Tagen zusammensetzen und überlegen, wie wir die Mannschaft wieder aufrichten können, denn unser Glaube ist nach wie vor ungebrochen! Wir werden jedes Mittel ausschöpfen, um unser gemeinsames Ziel, den Klassenerhalt, zu erreichen!

Wir haben in den letzten Wochen so viel erreicht, all das darf nicht umsonst gewesen sein. Die Enttäuschung wäre enorm… Aufwachen, Nürnberg!

#Kurvenfunk

Zwischen all den Ankündigungen hätten wir beinahe vergessen auf die aktuelle Kurvenfunk-Ausgabe zu verweisen. Das wollen wir hiermit nachholen. Unsere Brudis haben wieder eine schöne Sendung zusammengeschustert. Dieses mal bei den KuFu-Hosts zu Gast: MC MaxCarlo. Er berichtet über Entstehung und erste Erfolge der Kampagne „Ich bereue diese Liebe nicht!“. Außerdem gibt es natürlich wieder Dummgschmarri par excellence und die schönste Musik aus der Hipsterhochburg. Reinhören lohnt sich!

Zum Kurvenfunk-Blog

Kurvenfunk, oida!

Gut gespielt,
trotzdem verloren

… aber genau deswegen werden wir diesen Rückschlag verkraften! Wir haben gesehen, dass die Arbeit – spielerisch gesehen – Früchte trägt und in den nächsten Partien wird sich das auch wieder aufs Punktekonto auszahlen! Also, cool bleiben, in Ruhe weiter arbeiten und der Mannschaft erst Recht den Rücken stärken! Kein Grund zur Panik, FCN!

Gemeinsam zum Klassenerhalt

Stellungnahme RSH
Vorfälle in Dortmund

Mit etwas Abstand zum Spiel hat sich nun die Rot-Schwarze Hilfe geäußert

Gescheiterter Stadionsturm und Fan-Krisenmanagement in Dortmund

Der Spieltag in Dortmund am 01.03.2014 war nicht nur in sportlicher Hinsicht eine mittlere Katastrophe. Auch die Behandlung der Nürnberger Fans war wieder einmal unglaublich.

Wie seit Jahren bekannt, herrschen in Dortmund am Gästebereich andere Kriterien als an den übrigen Bundesligaspielorten. Hier ist man nicht gewillt, Probleme zu vermeiden. Vielmehr werden Probleme gezielt und gewollt provoziert. Ein fragwürdiges Zusammenspiel des privaten Ordnungsdienstes und der Polizei ermöglichen eine wiederkehrende Anhäufung von Gewaltausbrüchen und Ungerechtigkeiten gegenüber Gästefans während der gesamten Saison. Das Ordnerpersonal, das u.a. aus älteren Fans von Borussia Dortmund besteht, hat hier offenbar sämtliche Freiheiten, so dass man sich teilweise an einen Schlägertrupp erinnert fühlt, der noch dazu mit Arroganz seine Macht ausüben kann, ohne Folgen befürchten zu müssen.

Wenn sie loslegen und ihr Gegenüber sich wie erhofft provozieren lässt, stehen den Jungs in ihren roten Jacken vermummte und bewaffnete Polizei-Einheiten sofort zur Seite, die dann selbst ordentlich loslegen. So haben beide Gruppen – Ordner sowie Polizisten – offenbar einen Riesenspaß während der gesamten Bundesligasaison.

Auch die Staatsanwaltschaft stützt dieses Zusammenspiel. Selbst eindeutig festgestellte Körperverletzungshandlungen von Ordnern werden nicht verfolgt. „Kein öffentliches Interesse“, beschied sogar der Generalstaatsanwalt.

Am 01.03.2014 wurde diese Problematik noch durch ein Fahnenverbot und ein Verbot von Schalke-Fanutensilien potenziert. Der Angriff auf die ins Stadion wollenden Nürnberger kam unvermittelt, als man angeblich Fahnenstangen entdeckte, die ja verboten waren. Der Eingang wurde blockiert, Ordner und Polizei arbeiteten Hand in Hand und schlugen unverhältnismäßig auf alles ein, was gerade nach einem Gästefan aussah.

Selbst diejenigen, die ihre Arme heben und signalisieren, gar nicht zu wissen, um was es geht, werden mit Schlagstöcken traktiert – auch gegen den Kopf. Es folgt ein Massenabtrieb der im späteren Polizeibericht erwähnten 20 Glubbfans. Diese werden zur Polizeiwache getrieben, mit Schlägen im uneinsehbaren Treppenabgang eingedeckt. Alles zum Wohle der Sicherheit – wird behauptet. Nicht etwa wegen Gewalt, sondern wegen Fanmaterialien.

Doch damit nicht genug. In der Polizei-Pressemitteilung nach dem Spiel wird sogleich von einem „versuchten Stadionsturm“ gesprochen. Den hat zwar keiner der Augenzeugen gesehen. Aber so kann man natürlich von der eigenen überzogenen Härte abgelenken.

Einige, viele, eventuell auch alle Zeitungen übernehmen diese Pressemitteilung als Sensations-Info und verbreiten diese, ohne ihrem pressetechnischen Kodex der Gegenrecherche nachzukommen. Aber wo sollte dies auch erfolgen? Bei dem in Dortmund anwesenden bezahlten Fanpersonal, bestehend aus Fanbetreuung, FCN-Sicherheitsleuten oder gar Fanprojekt Nürnberg? Bestimmt nicht, denn diese arbeiten eng mit der Polizei zusammen und man will doch das gute Bussi-Bussi-Verhältnis nicht mit einer anderen Meinung verärgern, schon gar nicht mit den Hinweis auf das überzogene und bekannte Verhalten von Staatsmacht und Ordnern. Da geht man schon lieber den einfacheren, passiven Weg und verhält sich pro Polizei und vor allem pro Borussia Dortmund. Krisenmanagement und Fanarbeit sieht anders aus, als sich darauf zu beschränken, mit den SKBs rumzualbern und sich alles gefallen zu lassen. Die Glubbfans, die so engagiert gerade in den letzten Wochen mit einer Liebes-Kampagne dazu aufgefordert haben, zusammen zu halten und zu stehen, wurden trotz aller ihrer Bemühungen von der offiziellen Seite allein gelassen.

Bei den weiteren Übergriffen auf Fans während der ewig andauernden Einlasskontrolle und während des Spieles konnten wir beobachten, dass die Leute aus dem Stadion geworfen, Eintrittskarten zerrissen wurden und Nürnberger z. T. von Polizei/Ordnern massiv körperlich angegangen wurden. Alles in schöner Teamarbeit, ohne strafrechtliche Konsequenzen fürchten zu müssen.

Die inhaftierten Glubbfans erwarten jetzt Strafverfahren und dreijährige Stadionverbote, wobei die Stadionverbote zeitnah ohne Gerichtsverfahren von Borussia Dortmund ausgesprochen werden – das kennt man ja. Die so oft gelobte rechtsstaatliche Unschuldsvermutung zählt hier nicht.

Einen kleinen Erfolg können wir aber dann doch vermelden. Als sich zu Beginn der ersten Halbzeit die Nürnberger Stadionverbotler einer Erkennungsdienstlichen Maßnahme unterziehen sollten, konnte dies von RSH-Anwaltsseite abgewendet werden. Die Frage nach der Rechtmäßigkeit konnten die Beamten nicht beantworten. Zwar behaupteten sie zunächst etwas von einer durchbrochenen Polizeikette, beließen es dann aber bei einer Feststellung der Personalien. Es fiel ihnen einfach nicht mehr ein, wo diese Tat geschehen sein soll, hieß es dann. Auch so etwas gibt es wohl nur in Dortmund.

http://www.rot-schwarze-hilfe.de/index.php/klartext/497-gescheiterter-stadionsturm-und-fan-krisenmanagement-in-dortmund

Die Weltverbesserer

Als zu Beginn des Jahres die Initiative „Ich bereue diese Liebe nicht“ ins Leben gerufen wurde, dann hatte sie zum Ziel, eine positive Stimmung im Umfeld des FCN zu schaffen. Dazu sollten alle ins Boot geholt werden: die Ultras, die Nicht-Ultras, Spieler, Vereinsverantwortliche und Stadt. Für gute oder schlechte Stimmung trägt aber natürlich auch die Presse – leider maßgeblich – bei. Doch in den (Sport-)Redaktionen der Lokalzeitungen bzw. lokalen Ableger sind sie ja (fast) alle Glubb-Fans und auch sie bereuen ihre Liebe nicht, oder? Man war guter Dinge, dass auch sie einen kleinen Teil im Rahmen ihrer Möglichkeiten/Berichterstattung zu einer positiven Stimmung im Umfeld des FCN beitragen würden. Zumindest war man aber fest davon erzeugt, dass sie nicht mutwillig & unnötig Unruhe ins Umfeld bringen würden.

Das Schmierblatt mit den 4 Buchstaben hat es dann aber doch geschafft. Fast genau zwei Wochen (!) nach dem Ereignis und somit kurz vor dem schweren wie wichtigen Spiel gegen Bremen berichten Daniell Westagte und Max Schneider von einem Besuch der Spieler Drmic und Gebhart im UN-Lokal nach dem emotionalen Sieg gegen Braunschweig. Während die Herren ihrer Berufung als Moralapostel der Nation nachkommen und die Ereignisse natürlich völlig schockiert dokumentieren, sollten wir folgende Schlüsse aus diesem Abend ziehen:

a) mal wieder hat uns ein Beispiel gezeigt, dass Facebook schnell zu einem Eigentor und Ärger führen kann.

b) der Besuch der Spieler im Lokal hat uns darin bestätigt, dass Fußballer – Gott sei Dank – auch nur (junge!) Menschen sind. In völlig ungezwungener Atmosphäre haben sie das geschafft, was die Sensationsgeilheit einiger Journalisten wieder kaputt macht: sie haben für gute Stimmung im Umfeld des FCN gesorgt, sie haben dazu beigetragen, dass sich die Beziehungen zwischen Fans und Spieler weiter festigen. Genau das brauchen wir im Abstiegskampf, auf geheuchelte Moral können wir dagegen verzichten. Wir hoffen, dass sich die beiden (und auch alle anderen) Spieler nicht durch so eine Berichterstattung abschrecken lassen, weiterhin den Kontakt zu Fans suchen und auch mal Mensch statt abgeschotette Fußballprofis sein dürfen. In Zukunft dann sicherlich ohne die Bilder online zu stellen.

c) mal wieder wurde die Springerpresse ihrem Ruf gerecht, ohne Rücksicht Schlagzeilen zu schreiben, Auflagen zu steigern und Hysterie zu schüren. So ist es auch kein Wunder, dass der Artikel genau vor dem Spiel gegen Bremen erschien, obwohl der Besuch bereits zwei Wochen zurück liegt. Hier wird nicht nur auf ein Privatleben von jungen Spielern geschissen, sondern auch ein bemerkenswertes Zusammenrücken zwischen Fans, Verein und Spielern belastet. Man muss vermuten, die beiden Verfasser wünschen dem FCN am heutigen Samstag nichts Gutes. Scheinbar sind sie doch nicht alle Glubb-Fans…

… und immerhin ordnen die meisten den Artikel auch dort ein, wo er hingehört: nämlich unter der Kategorie „lächerlich“. Manchmal muss es nicht immer Facebook sein, um ein Eigentor zu schießen!

Eine Frage hätten wir dann doch noch:
Warum fangen die Weltverbesserer eigentlich nie bei sich an?

Wir wollen siegen!
Samstag, Heimspiel gegen Bremen

Wir haben in dieser Saison schon häufiger vom „wichtigsten Spiel des Jahres“ gesprochen. Das liegt wohl einfach daran, dass in unserer Situation „das nächste Spiel“ immer das „wichtigste Spiel“ ist. Ganz besonders gegen Bremen!
Wir haben in den letzten Wochen hoffentlich schon alle Weichen gestellt, damit wirklich jeder weiß, worum es bei diesem Spiel geht! Wir haben in den letzten Wochen schon so häufig erlebt, was möglich ist, wenn wir alle an einem Strang ziehen. Lasst es uns noch einmal tun! Lasst uns weiter dran glauben und den Geist weiter tragen – egal was passiert!

Zu den Aktionen am Wochenende

Flagge holen – Flagge zeigen // Der FCN hat sich nicht lumpen lassen und haut ab Freitag tausende (!) Fahnen (100×70cm) zum Selbstkostenpreis von 3 Euro raus! Natürlich wird es die Teile auch am Samstag (in den Fanshops, am Fan-Container und über zahlreiche Verkaufsteams) geben, damit das Stadion zum Anpfiff in ein rot-schwarzes Fahnenmeer getaucht wird! Wir bitten euch daher, greift zu, nehmt die Fahne mit ins Stadion und zeigt zum Einlauf der Mannschaften Flagge! Es soll ein imposantes Bild entstehen, welches mal wieder einen kleinen, aber entscheidenden Unterschied ausmachen kann!
Danach soll die Fahne aber nicht im Schrank verschwinden, hängt sie raus, legt sie ins Auto, zeigt auch in Zukunft Flagge für unseren FCN!

Weitere Infos gibts unter folgendem Link:
Flagge holen – Flagge zeigen

Flagge holen - Flagge zeigen

Stuff // Schals und Shirts (je 10 Euro) sind wieder eingetroffen, außerdem gibts Trainingsjacken (35 Euro, passend zur Cajkovski-Choreo mit IbdLn-Print) und Autowimpel (zum Selbstkostenpreis für 3 Euro), um die Verbundenheit weiter in der Region zu zeigen.
Wie immer gibt es die Materialien ausschließlich im Stadion und keinen Versand. Die Erlöse fließen selbstverständlich wieder direkt zurück in die Kampagne. Wir haben noch einiges geplant!

New stuff

Postkarten // 1000 Postkarten haben sich letzte Woche auf den Weg nach Dortmund gemacht, ein Echo gab es vom „Bekloppten“ auf der Pressekonferenz. Gegen Bremen gibts die Karten für den nächsten Auswärtsgegner Hamburg. Also, schaut am Container vorbei, schreibt ne kleine Grußbotschaft und schickt ne Karte auf die Reise. Kostet euch keinen Cent, nur ein bisschen Zeit.

Spielankündigungsplakate // Nach wie vor gibt es Spielankündigungsplakte im A2-Format (hoch und quer) für lau. Dieses Angebot richtet sich an alle Ladenbesitzer, Dienstleister oder sonstige Glubbfans, die strategisch günstig wohnen und mittels Plakatwerbung am Fenster auf die FCN-Heimspiele aufmerksam machen können!
Holt euch euren Schwung der Plakate kostenlos ab und hängt sie an eure Fenster! Wer es nicht zum Spiel gegen Bremen schafft, kann seine Plakate auch wieder über den Postweg bestellen. Wir bitten aber darum, dass hier wirklich nur Ladenbesitzer etc solche Plakate ordern – im Sinne der Sache, denn wir wollen nicht, dass sie für Sammlerzwecke vergeudet werden.

Bierdeckel, Postkarten, Kondome, Aufkleber… // Aktuell sind unsere Vorräte erschöpft, Restmengen werden gegen Bremen verteilt. Wir arbeiten aber dran, schon bald ein neues „Package“ zur Verfügung zu stellen. Solange bitten wir euch, erstmal keine weiteren Anfragen mehr zu schicken – diese gehen in der Emailflut sonst unter. Wir geben euch rechtzeitig Bescheid, wenn wieder „Packages“ bestellt oder am Container abgeholt werden können.

Fragen & Kontakt:
info@ich-bereue-nicht.de