JHV 2014 – Die Zweite

Satzungsänderung §5

Auf der Mitgliederversammlung am Dienstag wird unter anderem über eine Neuformulierung des §5 der Satzung abgestimmt. Dieser Paragraph regelt Gestaltung und Verwendung des Vereinslogos bzw. der Farben des 1.FC Nürnberg.

Es liegen zwei Satzungsänderungsanträge vor, – einer kommt von der Satzungskommission, der andere aus Kreisen der Fanszene. Der zweite Antrag greift den Vorschlag der Kommission auf, lässt den 1.FC Nürnberg aber mehr Spielraum und regelt die Frage hinsichtlich der Spielkleidung genauer. Das Ya Basta! Spricht sich klar für die Annahme des überarbeiteten Antrags aus.

Die Vorgeschichte ist, dass hier seit geraumer Zeit eine gewisse Konfusion vorliegt (viele erinnern sich bestimmt noch an den Fehler in den Farbwerten, welcher erst auf einer der letzten JHVs richtig gestellt wurde). Seit vielen Jahren fixiert die Satzung sowohl die Gründungsfarben (rot und weiß), wie auch Traditionsfarben (rot und schwarz) des 1.FC Nürnberg. Auch die Gestaltung des Logos regelt dieser Paragraph. Hier übernimmt der zweite Antrag die Neuformulierung des Antrags aus der Satzungskommission. Bisher sprach man vom „roten Ball mit den weißen Schriftzeichen des 1.FCN“ – besser und genauer formuliert heißt es nun „ein rotes Rund-Logo mit innerem weißen Ring und den weißen Schriftzeichen des 1.FCN“. Das Logo bleibt selbstverständlich unangetastet in seiner Form – sonst würde in der Fanszene hoffentlich ein ganz anderer Sturm aufziehen.

Ein paar kurze Überlegungen sollen zeigen, warum die Farbfrage so wichtig ist und warum eine Überarbeitung des Vorschlags aus der Satzungskommission sinnvoll erscheint.

Der 1.FC Nürnberg hat über die Jahre hinweg verschiedene Rot-Töne benutzt. Ganz früher das bekannte Weinrot (genau kann dieser Farbton nicht mehr bestimmt werden), dann viele Jahrzehnte ein klassisches Rot (in unterschiedlichen Abweichungen, was auf wenig Bewusstsein hinsichtlich der Farbfrage zurück zu führen ist) und seit einigen Jahren nun eben das sogenannte Club-Rot (was im Schnitt vielen Leuten gefällt). Dieses Club-Rot hat in den letzten Jahren das klassische Rot fast vollkommen verdrängt – das klassische Rot wird seitens der Entscheidungsträger beim 1.FC Nürnberg nicht mehr benutzt. Das ist auch nicht weiter tragisch – aber, es gibt keinen Grund das Club-Rot nun via Satzung zur Maxime und einzig richtigen Farbe zu machen. Geschmack und Zeitgeist unterliegen Veränderungen – und vielleicht haben wir uns in ein paar Jahren an diesem doch sehr „modernen“ Farbton „satt“ gesehen. Nüchtern betrachtet hat das Club-Rot wenig mit dem traditionellen Weinrot gemeinsam – und durch die noch recht kurze Verwendung seit ein paar Jahren, kann es auch nicht mit besonders großer Tradition aufwarten. Es ist schön – und darf natürlich auch im überarbeiteten Satzungsvorschlag weiter benutzt werden. Um aber eine weitere Option zu haben, bietet die Satzung und die dort aufgeführten Farbkombinationen sozusagen den Steilpass für die Definition von zwei Rot-Tönen. Gründungsfarben rot weiß (hier klassisch Rot und weiß) und Traditionsfarben rot schwarz (Club-Rot und schwarz). Der überarbeitete Vorschlag definiert die Farben mittels Werten klar und eindeutig.

Darüber hinaus regelt der Vorschlag einen Sonderfall, der bisher eigentlich ein klarer Satzungsverstoß ist bzw. war. Es geht um den Sonderfall der Verwendung der „Outlines“ – wenn also nur der weiße Außenkreis und die Zeichen 1.FCN gestickt werden. Eigentlich schreibt die Satzung klar einen roten Untergrund vor („rotes Rundlogo“-Neuformulierung und „roter Ball“ aktuell gültige Formulierung der Satzung). Denken wir beispielsweise an die Benutzung des Logos auf den kurzen schwarzen Hosen des 1.FC Nürnberg – hier werden die Outlines alle paar Jahre auf schwarzem Untergrund gestickt. Das ist sinnvoll – gefällt auch vielen Leuten – und wird nur im überarbeiteten Vorschlag final geregelt. Es gibt also diese Ausnahme, aber es gibt sie nur zugunsten der Farbe schwarz. Jeder kennt bestimmt die aktuellen blauen Trainingskleider der Profis. Dort ist das Logo als Patch mit rotem Untergrund aufgebracht – das ist satzungskonform. Keiner will hoffentlich unser Logo auf blauem Hintergrund gestickt sehen (es gab in den letzten Jahrzehnten gelegentlich so einige abstruse Verwendungen der Outlines). Um diese Frage hinsichtlich der Spielkleidung sauber und endgültig zu regeln, erlaubt der Vorschlag die Ausnahme des Farbuntergrunds eben nur zugunsten der Farbe schwarz (vorrangig für die kurzen Sporthosen).

Soweit die Informationen hier und heute. Natürlich bekommt jedes Mitglied den Text der beiden Vorschläge – und eine entsprechende Erläuterung – spätestens in der Mitgliederversammlung. Es bleibt noch anzumerken, dass der überarbeitete Vorschlag sich nicht gegen die Satzungskommission richtet, sondern die Arbeit selbiger aufgreift und konstruktiv modifiziert.