Archiv für Oktober 2014

Heimspiel St. Pauli – Refugees Welcome

Zugegeben: Auf diesem Blog und in unserem Heft heben wir schon sehr gerne den mahnenden Zeigefinger. Für eine aktuelle Aktion hat die Vereinsführung aber unseren vollen Respekt verdient. Bereits gestern vermeldete nordbayern.de, dass zum Heimspiel gegen St. Pauli am Samstag 3.500 Flüchtlinge kostenlos ins Stadion dürfen. Bravo, FCN! Es kann so einfach sein, etwas Gutes zu tun. Immerhin wären die Plätze, wie bei den vorangegangen Zweitliga-Partien, wahrscheinlich leer geblieben.
Wir von der Ya Basta!-Redaktion freuen uns jetzt jedenfalls noch ein klein bisschen mehr auf den Samstag. Uns erwartet ein wichtiges Spiel gegen einen interessanten Gegner. In diesem Sinne: Refugees Welcome! Scheiss St. Pauli!

Heimspiel St. Pauli - Refugees Welcome

Kurvenfunk – Oktober 2014

Die Oktober-Sendung von Kurvenfunk ist online – zieht sie euch rein:

Oktober Sendung – via Soundcloud oder gleich mal auf ihrem Blog vorbeichecken!


„Hey Funker – lasst euch erstmal Bärte wachsen!“

Am Anfang war der Verein

Wow, was war das denn am Freitag?! Die Mannschaft war giftig, der Oberrang richtig stark aufgelegt und am Ende gab es nur glückliche Gesichter! Der Sieg dürfte nicht nur aus sportlicher Sicht erleichtert haben, es war sicher auch eine Portion Genugtuung dabei, als der Schlußpfiff ertönte. Scheiß RB!

An dieser Stelle daher auch noch einmal ein Dank an die DK-Besitzer der Gegengerade! Die Spiele werden uns alle – nicht nur wegen der 6 Punkte – in positiver Erinnerung bleiben. Schönen Gruß nach Frankfurt an den DFB!
By the way: Ist euch auch aufgefallen, dass die Kommuikation mit dem Oberrang/Block 8 viel besser geklappt hat? Unser Eindruck war, dass man ihn von dieser Position viel besser wahrgenommen/gehört hatte, als sonst (wenn man quasi direkt darunter steht). Dementsprechend konnte auch öfters auf ihn eingegangen werden. Übrigens: Ebenso wie auf das Spiel. Die viel bessere Sicht von der Geraden schien dann doch ein Faktor gewesen zu sein, vielleicht täuscht der Eindruck aber auch nur, denn es waren ja wirklich zwei irrsinnig emotionale Spiele!

Wir sind auf einem guten Weg zurück in die Spur. Mehr nicht und mehr muss es dieses Jahr auch nicht mehr sein!

Ein paar Worte noch in eigener Sache: Nach nur einem Verkaufstag können wir die Nr. 40 als ausverkauft vermelden! Wir waren selbst überrascht wie schnell die Teile weggingen – trotz des erhöhten Preises aufgrund des voluminösen Heftes! Aber offenbar wissen die Clubfans auch, was sie an diesem Heft haben, was auch das wiklich zahlreiche, positive Feedback beim Verkauf bestätigte! Danke, das motiviert natürlich enorm!

Interessant war auch mal wieder zu beobachten, dass das Heft vor allem bei den vermeintlich „normalen Clubfans“ heißbegehert scheint – während der „Pseudo-Ultràjugend“ mit Binninger-Seidenschal die 4 Euro kaum mehr wert ist. Man muss ja für den nächsten Kapu sparen und lesen ist ja sowieso viel zu anstrengend. ;-)

Zum Schluss kommen wir dann doch nicht um das leidige Thema RB Leipzig herum. Die Protestaktionen hinterlassen gemischte Gefühle: Die Beteiligung war schwach, auch wenn die „Werbung“ im Vorfeld ebenso schwach und kurzfristig war. Kurz: Wir hätten mehr erwartet, denn bei so einem Thema sollte man eigentlich nicht mehr groß mobilisieren brauchen. Die Aktionen selbst bezeichnen wir dagegen als äußerst gelungen. Die radikalen Anti-Sachen waren es freilich nicht, aber wozu auch? Das Kind mit RB ist schließlich schon längst in den Brunnen gefallen. Viel wichtiger war es, uns Clubfans das gute Gefühl zu geben, die Gemeinschaft zu stärken und mit dem ganzen Scheiß nebenher auch noch etwas Gutes zu tun (wie bereits angesprochen kommen die Einnahmen des Assistenza-Gewinnspiels sozialen Zwecken zugute).

Fazit: Es ist gelungen, den Fokus mehr auf uns und den Glubb, als auf bzw. gegen RB Leipzig zu richten.

Ergänzend dazu (Nachhaltigkeit ist uns ja wichtig) wollen wir euch an dieser Stelle noch den Redebeitrag als PDF und ein kleines Spieltagsvideo zur Verfügung stellen.Bis dann, wir sehn uns im Stadion!

Freshe Girls lesen Ya Basta!

Freshe Girls lesen Ya Basta!

InStyle, Vouge oder Cosmopolitan? – Nix da! Die coolsten Mädels aus Deiner Kurve sind gelangweilt von so Girlie-Kram. Denn bevor sie ihre erbeutete Kohle in Kleider, Kosmetik oder Schuhe stecken, schauen sie lieber beim nächsten Heimspiel gegen RB Leipzig bei den Ya Basta!-Verkäufer_Innen vorbei. Dort gibt es für einen Unkostenbeitrag von 4 Euro die inzwischen 40. Ausgabe des „Kampfblatts“. Auf knackigen 156 Seiten erfährt Mademoiselle dieses Mal alles Wissenswerte über Verein, Kurve und die kümmerlichen Gästemobs der laufenden Saison.

Dann ist beim Hauben stricken in der männerfreien WG auch die Abendunterhaltung gesichert – und den Fernseher mit den Desperate Housewives kann frau getrost aus dem Fenster kloppen.

Denn: Freshe Girls lesen Ya Basta!
…und natürlich geben sie einen Fick auf Red Bull.

Heimspiel – Red Bull Leipzig

Am Freitag Abend (Anstoß ist um 20.30 Uhr) kommt es also nun im Max-Morlock-Stadion zum ersten Clinch mit den Leipziger Dosen – namentlich RED BULL LEIPZIG. Die Mär vom Rasenball glauben vielleicht ihren „Rasenballisten“ – wir jedenfalls nicht! Das vor ein paar Jahren geplante Testspiel der FCN-Amas gegen Red Bull wurde mit Weitblick vom Verein abgesagt. Der Artikel über die Absage des Testspiels bestätigt auch schön die Angst von Red Bull Sportdirektor Ralf Rangnick – „ach wäre die Fußball-Welt doch nur wirklich so von Ultras bestimmt – wir hätten die Marionette Rangnick und seinen Puppenspieler Red Bull zumindest im Fußball längst gestoppt“. Am Freitag gibt es also kein Entkommen mehr – im Rahmen der zweiten Bundesliga muss sich der 1.FC Nürnberg mit Red Bull messen.

Die Nordkurve hat sich einiges vorgenommen! Offizieller Start des Fußballabends ist um 17 Uhr / Treffpunkt Steintribüne – hier sind alle Glubb-Fans eingeladen, sich zusammen auf das Spiel einzustimmen.

Bei Kaltgetränk und chilliger Musik steht u.a. folgendes auf dem Programm:

kurzweilige Reden / Worte zum Thema Red Bull Leipzig
… wie gehen wir in Nürnberg mit der Thematik um?
… was können wir aktiv unternehmen?

Assistenza „Dead Bull“ Dartspiel
… gegen kleine Spende drei Pfeile werfen und einmal das Auge des Bullen treffen
… Gutes tun (Assistenza unterstützt soziale Projekte), gutes Gefühl (nieder mit RB) und einen kleinen Preis abstauben

Überraschungs–Drink genießen
… die Gerüchteküche brodelt
… holt euch die Energie für das Spiel

YaBasta #40 kaufen
… vor Ort lesen oder mit ins Stadion nehmen oder im Auto verstauen

Infoflyer über Red Bull lesen
… „darum trinken Nürnberger Mädchen kein Red Bull“

Kommt also zahlreich – und zeigt, dass auch ihr Red Bull nicht kommentarlos in der Bundesliga akzeptiert. Informiert euch und tauscht euch in friedlicher Atmosphäre mit Gleichgesinnten aus. Kurz vor Stadionöffnung läuft die Nordkurve dann geschlossen den kurzen Weg zum Stadion – mit einem Lied auf den Lippen und heiß auf den 1.FC Nürnberg. Lasst uns dann gemeinsam im Stadion explodieren – volle Unterstützung auf den Rängen für unseren Verein!

Ach ja, das Heimspiel am Freitag ist auch das zweite – und vorerst letzte – Spiel mit geschlossenen Blöcken 7, 9 und 11 (DFL Strafen ole ole). Die Nordkurve ist wieder zu Gast auf der Gegengerade. Das Verhalten und der Respekt unter Glubb-Fans waren gegen Kaiserslautern hervorragend – so muss das sein. Bitte respektiert auch diesmal Besucher (respektive Dauerkarteninhaber), die nicht ihren Platz wechseln wollten – es ist genügend Platz für alle auf der Gegengerade und wir haben alle das gleiche Ziel.

This is GLUBB!

Die roten Bullen kommen

… und zwar am Freitag zum Heimspiel des 1.FC Nürnberg. Die Schlagzeile „Die roten Bullen kommen“ prangt auch auf dem aktuellen Cover des Transparent Magazins. Im Interview kommen dort zwei Personen vom nicht offiziellen RB Leipzig Fanclub „Rasenballisten“ zu Wort. Allzu kritische Fragen mussten sie nicht beantworten – vielmehr wird herausgearbeitet, wie sich bei Red Bull so etwas wie eine Fanszene bildet und welche Probleme die Leute dort haben. Die Antworten der „Rasenballisten“ lassen einem dann komplett die Haare zu Berge stehen. Sie sind in der Summe die vermeintlich guten, kritischen Fans – welchen es vorrangig um die Stadt Leipzig geht und die ein zu großes Engagement von Red Bull auch nicht gut heißen.

Kostprobe:
„Das ist meine Wunschvorstellung, dass sie nicht sagen >Bäh, jetzt müssen wir hier wieder auswärts zu Red Bull fahren< , sondern >Wir fahren nach Leipzig und da erwartet uns was, da können wir mit Stimmung im Stadion rechnen< , das ist so meine Vision.“ Das klingt alles ganz nach dem Motto des „Nach den Ultras“-Berichts in der am Wochenende erscheinenden Ya Basta! #40. Ehrlich gesagt weiß man bei dem zehn Seiten langen Interview nicht, ob die Fragen oder die Antworten einem mehr das sprichwörtliche Messer in der Hose aufgehen lassen!

Scheiß drauf – am Freitag dürfen die Leipziger-Dosen auf wenig Gegenliebe hoffen und das ist auch gut so. Wir werden hier am Mittwoch-Abend noch genauer mitteilen, wie der Tag seitens der Nordkurve Nürnberg geplant ist! Bis dahin empfehlen wir – für alle die sie noch nicht kennen – die ARD-Doku „Die dunkle Seite von Red Bull“ als Einstimmung.

Wir bleiben hungrig: Ya Basta! #40 out now

Es ist so weit: Beim Heimspiel gegen Leipzig erscheint das Ya Basta! #40. Nach zehn Monaten ohne reguläre Ausgabe könnt ihr für lockere 4 Euro eines der hoffentlich heißbegehrten Hefte abstauben – denn mit 156 Seiten (Rekord!) konnten wir den Umfang noch einmal massiv nach oben schrauben. Ohne zu übertreiben glauben wir, dass uns da eine unserer Referenzausgaben geglückt sein könnte. Nicht nur deswegen raten wir euch, schnell zuzuschlagen. Die Auflage bleibt reduziert und unsere Sonderausgabe war an einem Spieltag ausverkauft! Zu finden sind unsere Verkäufer wie immer an den Einkaufswägen rund um den Eingang Nordkurve – vor und nach dem Spiel.

Als kleinen Appetizer gibt es hier auch wieder eine Leseprobe zu einem nachdenklichen Thema abseits des Stadions. Leider hatte und hat unsere Kurve immer wieder mit solchen Schicksalsschlägen des Lebens zu kämpfen…
Ya Basta! 40 – Leukämie: Die heimtückische Krankheit

Kurz in eigener Sache:
Nach sieben Jahren Ya Basta! (39 regulären und sechs Sonderausgaben) hatten wir kurze Zeit ans Aufhören gedacht. Denn mal ehrlich: Ohne uns würde die Nordkurve sicherlich nicht untergehen und der Arbeitsaufwand bleibt leider enorm. Es erforderte etwas Zeit uns neu zu motivieren. Letzten Endes rauften wir uns aber zusammen und konnten in der Sommerpause neuen Antrieb sammeln. Wir sind noch immer hungrig, unser Anspruch bleibt ungebrochen: Wir wollen das geilste Fanzine in Deutschland erstellen und unserer Kurve etwas mitgeben. Dieses Mal können wir euch folgende Speisekarte anbieten:

★ Neue Liga – neue Gegner: Es geht wieder los!
★ Leitwolf eines jungen Teams: Gespräch mit Club-Rückkehrer Jan Polak
★ Im Fokus: Nach den Ultras – Wenn die Folklore weiterlebt
★ Der Glubb is a Depp: 30 Jahre Rekord-Abstieg 1984
★ Nordkurve: Kritisch und ausführlich. Die letzten Partien des 1.FCN aus Kurvensicht.
★ Staatsfeinde: Weltweit sind Fanszenen von Gästeverboten betroffen. Wir vergleichen.
★ Lesestoff und Flimmerkiste: Dieses Mal u.a. mit einem Leserbrief an Christoph Ruf, Autor „Kurvenrebellen“. Weiteres Schmankerl: Ein Interview mit Groundhopper Martin Czikowski („Im Norden des Südens“).
★ Fight modern Football: Wir werfen einen kritischen Blick auf Red Bull und die Proteste. Außerdem gewährt einer unserer Schreiber Einblicke in seine WM-Wochen 2014.
★ Amici: Fett wie immer. Dieses Mal mit Wien, Göteborg und Larissa.
★ Auswärtsblock: (Riot-)Spezial Griechenland.
★ Uvm.

Hungrig: Ya Basta! #40 out now!

Außerdem noch einmal die Info:
Das Ya Basta! wird von UN-Mitgliedern erstellt, ist aber kein UN-Heft – ebenso wie unser Blog lediglich die Ansichten der Redaktion wiedergibt. In den meisten Fällen sind die Meinungen deckungsgleich. Punktuell kann es dennoch Unterschiede geben. – Nach wie vor ist auch Kritik am Heft gerne gesehen. Bitte aber dann persönlich/direkt (z.B. beim Ya Basta!-Verkauf) und nicht über drei Ecken oder auf Plattformen, die wir nicht besuchen.

Nächste Woche: RB Leipzig!

Red Bull erhitzt die Gemüter. Auch bei uns ist es bald soweit: Heute in einer Woche spielt der 1.FCN erstmals gegen RB Leipzig. Vor zwei Tagen hat 11 Freunde eine kleine Video-Reportage über die Fans von Austria Salzburg veröffentlicht. Dort war Red Bull 2005 eingestiegen. Sehenswert!
Einen ausführlichen und (in doppeltem Sinne) kritischen Bericht zum Thema Red Bull könnt ihr im neuen Ya Basta! #40 lesen.

Ich persönlich bin zufrieden, wenn ich meinen Kindern in 20-25 Jahren erzählen kann: „Es ist so wie früher“.

Ya Basta! #40 in Druck

Wir haben es geschafft! Gestern Nacht haben wir die Daten unserer neuen Ausgabe an die Druckerei geschickt. Angefangen haben wir mit der Ya Basta! #40 vor mittlerweile fünf Monate. Damals war es zunächst unklar wie wir weitermachen wollen. Es folgten ein paar redaktionelle und konzeptionelle Änderungen und ein arbeitsintensiver Sommer. Am Ende wurde es dennoch etwas stressig. Insbesondere unser selbsternannter „Art Director“ hatte alle Hände voll zu tun. Jetzt ist das Ding aber endlich fertig. Soll heißen: Nachdem wir im August mit dem Saisonheft vorgelegt haben, folgt jetzt die Kür – vorausgesetzt dass beim Druck nichts schiefgeht. Seid also gespannt, weitere Infos folgen die Tage!

Ya Basta! #40 in Druck!

Befreiungsschlag

Mit dem Spiel am Montag und der am Dienstag stattgefundenen JHV liegen zwei aufregende Tage hinter uns. Einen Rückblick zur JHV sparen wir uns an dieser Stelle, einen lesenswerten Bericht findet ihr bereits auf Clubfans United.

Daher wollen wir noch einmal den Blick auf Montag richten und uns zuerst bei den Clubfans der Gegengerade bedanken. Es ist wahrlich keine Selbstverständlichkeit, dass man sich in einer solchen Situation aufgeschlossen zeigt und im wahrsten Sinne des Wortes zusammen rückt. Wir sind sehr froh, dass dieser Tag zu einem gemeinsamen und positiven Erlebnis geworden ist. Einige haben mit uns in den ersten Reihe supportet, sind in eine andere Welt eingetaucht und hatten offensichtlich ihren Spaß dabei.

Klar, die Mannschaft trug dieses Mal auch viel dazu bei und wir haben endlich mal wieder ein Team gesehen, das zusammen auf dem Platz stand. Das Spiel ist deswegen noch lange kein Wendepunkt, zeigt aber deutlich: sie können es ja doch!

An dieser Stelle noch einmal der Hinweis, dass viele Fangruppen auch gegen Leipzig in den Blöcken 15a/b anwesend sein werden. Natürlich könnt ihr euch auch in umliegenden Blöcken oder darüber einfinden. Wichtig ist nur, dass ihr euren Nebenmann/frau respektiert. Dann sollte es am Ende wieder mit einem positiven Erlebnis klappen, an dessen Ende der FCN auch noch finanziell profitieren dürfte. Fantastisch!