Archiv für September 2015

Lass Dir raten …

… bleib im Training. Da muss man sich beim 1.FC Nürnberg zumindest keine Sorgen machen. Einen Tag nach dem heimischen Punktgewinn gegen die Macht aus Bielefeld kehrten vier „weniger prominente Spieler“ (immerhin scheint es nicht zu einer VIP-Loge gereicht zu haben) zum Trainingsalltag zurück:

Der Schnappschuss belegt,

dass Torhüter Kirschbaum an der einhändigen Faustabwehr übt, um Bälle zukünftig sicher zu klären (im Spiel gegen die Arminia zeigten sich hier gewisse Schwächen)

dass „Stürmer“ Kutschke, der aktuell ja auf Wiedereingliederung in den Trainingsbetrieb klagt (gegen seinen Arbeitgeber 1.FC Nürnberg), sich eines positiven Prozeßausgangs sicher ist (da schmeckt die Maß gleich doppel lecker)

dass Linksaußen Füllkrug immer noch daran arbeitet sich nicht zu sehr zu verstecken

und dass Mittelfeldmann Behrens auch als Norddeutscher in Nürnberg (und München) eine gute Figur in der Tracht abgeben kann.

Seien wir nicht zu kleinlich – das ganze ist nun wirklich kein echter Skandal. Die vier Plätze blieben auf dem gleichzeitig in Nürnberg stattfindenden Altstadtfest deswegen auch nicht leer.

Ein Prosit der Gemütlichkeit!

Oktoberfest

Nicht vergessen: Ya Basta! out now

Ganz schön was los zur Zeit: Drei Spiele in sechs Tagen, dazu Ankündigungen am Fließband und Ärger – wie mit der BILD – auf den wir eigentlich gut verzichten könnten. Deshalb bitte nicht vergessen: Morgen erscheint der neue Ya Basta! Saisonrückblick 2014/15. Dieses Mal mit 124 Seiten Tratsch und Dummgwaaf. Das alles wie gewohnt für 4 Euro. Abzustauben rund um die Nordkurve.

YB Saisonrückblick 2014/15 Cover

Leipzig – 1. FCN
Ich bereue diese Liebe nicht

Das Spiel beim Klassenfeind aus Leipzig steht unmittelbar bevor. Wie jede Kurve und wie jedes Jahr, stellt sich auch für uns erneut die Frage, wie wir dieses Spiel bestreiten.

Nach der gemeinsamen Sonderzugfahrt, auf der unsere Wertevorstellungen von Fußball deutlich und in Kontrast zum Leipziger Stadionpublikum spürbar geworden sind, war uns klar: Auch diese Saison wollen wir gerade das Spiel in Leipzig nutzen, um einen Gegenentwurf aufzuzeigen, der uns in unserem Glauben bestärken wird. Wir wollen wieder etwas für uns tun, was uns das gute Gefühl gibt.

Den Konzern hinter dem Fußballkonstrukt werden wir nicht aufhalten können. Aber wir können die Entwicklung aufhalten, indem wir nicht so werden. Indem wir unser gutes Gefühl behalten. Indem wir zeigen, was dem Fußball seine Seele gibt und worauf es beim Fußball wirklich ankommt.

Leidenschaft. Irrationalität. Herzklopfen.

Attitüden, die auch ein Leipziger Stadiongänger für sich beanspruchen würde. Aber wo waren sie vor dem Konzern und wo werden sie danach sein? Würde ein Leipziger seine Liebe bereuen? Viele haben sie gar in der Vergangenheit schon bereut, haben Chemie oder Lok den Rücken gekehrt und sich der Rationalität des Geldes verkauft.

In Nürnberg haben wir in den vergangenen Jahren wieder zahlreiche Tiefschläge erlebt. Rationale Menschen hätten dieser Liebe schon längst abgeschworen. Aber trotz aller Frustration & Erfolglosigkeit bereuen wir unsere Liebe nicht. Erklären können wir das keinem. Brauchen wir auch nicht!

Aus diesem Grund wollen wir dieses Bekenntnis erneut in die ganze Welt hinaustragen. Nicht als Reaktion auf die aktuelle sportliche Situation, sondern als fundamentaler und unverrückbarerer Unterschied.

Wir rufen daher alle Fanclubs und Gruppen dazu auf, zum Spiel nach Leipzig ihre IbdLn-Zaunfahnen mitzubringen. Zieht eure IbdLn-Klamotten an und zeigt an diesem Spieltag, dass ihr Teil einer Gemeinschaft seid, für die der Fußball mehr bedeutet als Geld & Tore! Für die der Fußball eine Gemeinschaft ist.

Lasst uns dieses Gemeinschaftsgefühl bekräftigen, indem wir erst, aber dafür alle gemeinsam zum Warmmachen der Mannschaft den Gästeblock betreten. Habt solange Geduld und harrt mit uns vor dem Blockeingang aus bis alle Nürnberger im Stadion sind. Rechtzeitig zu Spielbeginn wird die Irrationalität das Zepter übernehmen.

… und wir mit einem guten Gefühl nach Hause fahren!

1. FC Nürnberg
Ich bereue diese Liebe nicht

Sonderzug Union Berlin Vorverkauf ab Freitag

Hey Leute,

nach dem chilligen „Giro di Norimberga“ gehts im November auf die Gleisen.
Zum Auswärtsspiel bei Union Berlin geht es mit dem „rot-schwarzen Express“ und ab Freitag, Heimspiel gegen Bielefeld, gibt es die Karten am UN-Container.

Der Preis liegt bei 80 Euro, darin enthalten ist neben dem Zugticket auch dieEintrittskarte und – wie üblich – ein kleines Accessoire, um die gemeinsame Fahrt auch optisch zu untermauern! Das Zugticket gibts am Freitag sofort, die Eintrittskarten sind allerdings noch nicht da. Diese können leider erst später abgeholt werden. Die Zugzeiten folgen ebenso noch.

Also, nicht lange überlegen, anmelden! Die Plätze sind wie immer begrenzt und die Fahrt verspricht wieder ein tolles Erlebnis!

Ya Basta! Saisonrückblick 2014/15 gegen Bielefeld

Da hatten wir uns zu früh gefreut: Der neue Ya Basta! Saisonrückblick 2014/15 schafft es leider nicht rechtzeitig aus der Druckerei. Ärgerlich aber halb so wild: Bereits in einer Woche beim Heimspiel gegen Bielefeld könnt ihr eure Lieblingspostille wie gewohnt rund um die Nordkurve abgreifen.
Auf 124 Seiten blicken wir recht schonungslos und offen – manchmal etwas augenzwinkernd – auf das vergangene Jahr zurück. Kernstück der Ausgabe ist ein sehr umfangreiches Interview, das wir mit UN-Capo Jörg geführt haben. Wenig Gelaber, dafür viel Wahrheit.
Wie gewohnt kostet das Heft 4 Euro. Wir bitten euch schnell zuzuschlagen – nach Spielende sind wir oft schon ausverkauft. Die Auflage können wir aus finanziellen Erwägungen leider nicht erhöhen.

YB Saisonrückblick 2014/15 Cover

Inhalt:

★ „Wir sind die Eins – und jetzt macht Platz!“: Szene Interview mit UN-Capo Jörg
★ Nordkurve: Knackiger Rückblick auf 34 Spiele Liga und Pokal
★ Choreos: Deine Kurve ist bunt
★ Worte der Kurve: Alle Spruchbänder der Saison, inkl. Hintergründe
★ Diffidati Presenti: Vom Kneipenthresen auf die Anklagebank
★ Hall of Fame: Javier Pinola
★ Original Glubb: Der Vorstand geht
★ A bis Z: Candeias, USK und Xavier Naidoo

Um euch die Wartezeit zu verkürzen haben wir dieses Mal unsere Hall of Fame zum Abschied von Javier Pinola hochgeladen.
Leseprobe Ya Basta! Saisonrückblick 2014/15 – Hall of Fame

Alles aus Strategie – Bild, schleich dich!

Wenn sich die Bild-Zeitung für Flüchtlinge einsetzt, dann ist das in etwa so als würde Heckler & Koch für Pazifismus werben. Oder Heidi Klum für ausgewogene Ernährung. Könnte man meinen. Doch langsam wandelt sich die Stimmung im Land zum Positiven. Flüchtlinge sind überwiegend willkommen. Selbst Bundesmutti Angie stellt sich – endlich – ihrer Verantwortung und positioniert sich pro Asyl. Da muss auch die BILD nachziehen – sonst droht sie Kunden zu verlieren.

Noch vor nicht allzu langer Zeit sah das bei BILD anders aus: Die Zeitung hetzte gegen „Dauer-kriminelle Ausländer“ oder belegte derartige Aussagen mit kruden Statistiken. Dann der plötzliche Wandel: Vereinzelt stellte sich das Pleitegriechen-Blatt auf die Seite der Vertriebenen – ließ es sich jedoch zeitgleich nicht nehmen rassistische Meinungsmache zu betreiben. Zumindest ein bisschen. Denn das schadet Auflage und Klickzahlen nie.

Folgt nun aber die Wende zum Guten? Die Aktion „Wir helfen“ der BILD lässt das vermuten. Lediglich will die Initiative so rein gar nicht zur sonstigen Stimmung des Blattes passen. Wir vermuten die Aktion hat Kalkül: BILD als wohltätig positionieren. Das alles auf dem Rücken derer, gegen die sonst massiv Stimmung gemacht wurde.

Am Wochenende verzichtet nun DFL-Sponsor Hermes zu Gunsten der Aktion auf sein Logo auf dem Trikotärmel. Sämtliche 36 Clubs der 1. und 2. Liga laufen mit Logos der BILD auf. Als bislang einziger Verein hat der FC St. Pauli angekündigt sich nicht an der Aktion zu beteiligen. Darauf reagierte BILD-Chef Kai Diekmann gewohnt dünnhäutig.

Diekmann

Eine gefährliche Tatsachenverschiebung: Jenes Medienunternehmen, das über Jahrzehnte rassistische Hetze betrieb, dessen Schlagzeilen Mitschuld tragen an der pogromartigen Atmosphäre rund um Asyl-Unterkünfte in Deutschland, inszeniert sich als friedenstiftende Instanz. Jener Fußballverein, der – trotz aller Rivalität – wie kein zweiter gegen Fremdenfeindlichkeit eintritt, steht öffentlich in Misskredit. Einfach widerwärtig.

Daher schließt sich das Ya Basta! dem Bündnis aktiver Clubmitglieder an. Wir fordern die Verantwortlichen des 1.FC Nürnberg dazu auf Courage zu zeigen und an der Aktion „Wir helfen“ nicht teilzunehmen. Die BILD steht für Rassismus, Stammtisch-Rhetorik und unseriösen Journalismus. Erst in den vergangenen Wochen ist der 1.FCN „Recherchen“ des Mediums zum Opfer gefallen. Zeigt eure Solidarität mit Flüchtlingen, aber zeigt sie nicht mit Springer! Ladet wieder Flüchtlinge zu unseren Spielen ein, engagiert euch mit euren Fans rund um die Notunterkünfte. Aber bitte: Fürchtet keine schlechte Presse. Denn schlechte Presse aus dem Hause Springer ist gute Presse!

„Wenn wir vom Feind bekämpft werden, dann ist das gut; denn es ist ein Beweis, daß wir zwischen uns und dem Feind einen klaren Trennungsstrich gezogen haben.“

Saisonheft in Druck

Nach dem gestrigen Tag fällt es schwer zum Alltagsgeschäft zurückzukehren. Wir tun es trotzdem. Denn da wir inzwischen wissen, dass die größten Ya Basta!-Fanboys tatsächlich aus Fürth kommen, haben wir eine Nachricht, die nicht nur unsere treuen grün-weißen Follower freuen wird: Das Ya Basta! Saisonheft 2014/15 befindet sich in Druck. Wenn alles klappt, ist es am Samstag gegen Sandhausen rund um die Nordkurve erhältlich.
Am Ende war es wie sie oft ein Kraftakt: Beim achten Saisonrückblick dachten wir beinahe, er sei inzwischen ein Selbstläufer. Denkste! Letztlich zog sich die Erstellung über fast drei Monate und wir mussten die Veröffentlichung zwei Mal verschieben. Kurz vor Fertigstellung hat es dann auch noch einen unserer Layouter gesundheitlich erwischt. Jetzt stehen wir aber endlich in den Startlöchern. Samstag im Handverkauf.

Ruhe vor dem Sturm –
Zug nach Berlin

Es ist verdächtig ruhig vor dem heiß ersehnten „Giro di Norimberga“, die Favoriten gehen aber mit Sicherheit hoch motiviert in den Prolog, der vom Nürnberger Westfriedhof zum Fürther Ronhof (auch so eine Art „Friedhof“) führt. Treffpunkt für alle Radfahrer ist um 9 Uhr, bitte rote Trikots anziehen und den 5er Startgebühr (für das passende Derbyaccessoire) nicht vergessen!

Mittlerweile haben sich auch sämtliche Behörden zu der Veranstaltung – mal weniger, mal mehr erfreut – zu Wort gemeldet und eine Reihe von Auflagen erlassen. Die gute Nachricht: Fahrradhelme sind erlaubt, aber scheinbar keine Pflicht. Des Weiteren muss auch auch mit Dopingkontrollen gerechnet werden, aber wir alle wollen ja einen fairen Wettstreit, auch wenn die Vergabe des Sprintertrikots (in der passenden Farbe Grün) schon vergeben zu sein scheint…

Soweit also die letzten Meldungen aus dem Fahrerquartier des Team „Nürnberger“ nähe Lauf, kommen wir zu einer weiteren Meldung und der Ankündigung, dass der rot-schwarze Express das nächste Mal am 7.11.2015 gegen Union Berlin rollen wird. Nach 2007 geht es also erneut in die Hauptstadt und wie immer sind alle rot-schwarzen Schlachtenbummler aufgefordert, sich anzuschließen, um abermals eine unvergessliche Fahrt auf die Schienen zu legen!

Anmelden könnt ihr euch ab dem Bielefeld-Heimspiel, weitere Infos folgen in Kürze – was die Entscheidung aber eh nicht beeinflussen sollte. Alle mit dem Zug nach Berlin!