Archiv für Oktober 2015

Trailer Ayaktakımı: Singendes Gesindel

Ayaktakımı bedeutet ins Deutsche übersetzt so viel wie „Fußmannschaft”, im Türkischen auch „Gesindel”. Das Projekt „Geisterspiel/Boş tribünler“ (wir berichteten) liegt in seinen finalen Zügen. Die Macher Naz und Freddy haben nun einen Trailer zu ihrem fertigen Film „Ayaktakımı” veröffentlicht. Premiere der Dokumentation ist voraussichtlich bereits Ende November bis Anfang Dezember.

Weitere Infos: www.ayaktakimi.info

Zugzeiten Berlin

Hinfahrt
Abfahrt Nürnberg HBF 04.16 Uhr
Ankunft Berlin Schönefeld 09.25 Uhr

Rückfahrt
Abfahrt Berlin Schönefeld 17.36 Uhr
Ankunft Nürnberg HBF 23.37 Uhr

Ya Basta! #44: Amo aller Fanzines

Amo aller Fanzines

Sonderzug nach Berlin

Achtung! Achtung! Der Vorverkauf war gewaltig – das heißt: Am Samstag wird es keine Zugtickets mehr für den rot-schwarzen Express geben, wir sind ausverkauft!
Sollte es noch ein paar Rückläufer geben, werden diese beim Pokalspiel gegen Düsseldorf verkauft – eine Info dazu folgt!

Ganz wichtig: Ab Samstag wird es allerdings die Eintrittskarten geben. Bitte holt euch diese sofort, spätestens jedoch bis zum KSC-Spiel ab. Es wird dieses Mal keine Karten-Verteilung im Zug geben!!!
Im Zug wird es lediglich das Accessoire geben!

Die genauen Abfahrtszeiten und Gleise können wir euch leider noch nicht sagen, auch diese Info folgt. Bis dahin: Kopf hoch, Brust raus, Nordkurve Nürnberg, keiner hält uns auf!

Jens S. vermisst!

Achtung Nordkurve! Aus der Schalker Fanszene erreichte uns folgende Vermisstenmeldung:

46-Jähriger aus Kassel vermisst

Jeder Hinweis könnte helfen, wir bitten um eure Mithilfe! Danke!

Ein Gefühl der Verlässlichkeit: Interview Chris Ehrenberg

Chris Ehrenberg kandidiert für das Amt des Aufsichtsrats. Auf der Jahreshauptversammlung des 1.FC Nürnberg am Sonntag, 11. Oktober steht er erneut zur Wahl. Vor unserem Interview betonte er, wie wichtig es ihm sei, keinen „Grabenwahlkampf“ zu führen. Das wird auch aus seinen Antworten deutlich: Chris möchte Brücken bauen beim 1.FCN. Wir haben ein kurzes Gespräch mit ihm geführt.

Hallo Chris, du bist schon mal Aufsichtsrat beim 1.FC Nürnberg gewesen, hast dann aber aus gesundheitlichen Gründen nicht noch einmal kandidiert. Wie geht es dir heute – bist du gesundheitlich wieder bereit für die stressigen Aufgaben als Aufsichtsrat?

Es kam im letzten Jahr gesundheitlich einiges zusammen bei mir. Ich musste einfach einen ziemlich radikalen Cut machen. Ich habe daraufhin beruflich ziemlich viele Dinge neu geregelt und aufgestellt und hole mir nun neben dem Job sehr viel Ausgleich für Geist und Körper. Das klingt für jemanden, der das schon sein ganzes Leben so gemacht hat, furchtbar banal und einfach, „Workaholics“ sowie Herz- und Blutdruckpatienten wissen wahrscheinlich, wovon ich rede.

Ich könnte mich nachträglich ohrfeigen, wie einfach es gewesen wäre, hier schon vor Jahren vorbeugend zu agieren und sich dann eben die Zeit zu nehmen, mal eine Stunde durch den Wald zu laufen oder seine Bahnen im Schwimmbad zu ziehen. Es ist ja nun wirklich nicht so, dass es in den letzten Jahren keine eindeutigen Warnschüsse von meinem Körper gab. Ich kenne mich nun selbst viel besser und weiß heute sehr genau, was ich mir zutrauen kann und will. Und ich habe auch gemerkt, was mir nach dem „Cut“ wirklich fehlte. Der FCN gehört auf jeden Fall dazu. Um also auf die Frage zu antworten: Ja, ich traue mir das Amt sehr wohl zu.

Chris Ehrenberg

Was ist seit damals bei dir beruflich passiert, was qualifiziert dich erneut für den Posten als Aufsichtsrat?

Nachdem ich mich ohnehin in einer Phase der Neusortierung befand, habe ich auch schnell gemerkt, dass mir der Fußball ganz allgemein sehr fehlen würde. Als Aufsichtsrat war und ist es wichtig, auswärts zu fahren, Leute kennen zu lernen und dein Netzwerk im Sinne des Vereins zu erweitern. Ich kannte das aus meinem beruflichen Umfeld, die Fußballwelt ist hier ziemlich ähnlich gestrickt, was Vernetzung und Kommunikation innerhalb der „Community“ anbelangt. Und wenn wir etwa am Freitag in Duisburg gespielt haben, bin ich eben auch noch den Samstag geblieben und habe mir zum Beispiel Essen – Aachen angesehen, mich mit Leuten getroffen und neue Leute kennen gelernt. Ganz nebenbei finde ich, der schmerzlichste Verlust des Vereins war hier der Rücktritt von Manni Müller. Er ist das Paradebeispiel für mich, wie man dieses Amt annehmen und ausfüllen kann. Und um nochmal auf das letzte Jahr und mein Ausscheiden aus dem Amt zurück zu kommen: Ich sah mich damals aufgrund meiner Gesundheit einfach nicht in der Lage, meinen eigenen Ansprüchen an dieses Amt gerecht zu werden. Und anders als heute war es noch nicht absehbar, ob beziehungsweise wann sich das wieder ändert.

Als ich noch Aufsichtsrat war, wurde ich auf das Angebot vom FC Schalke 04 aufmerksam, der in Kooperation mit der renommierten Universität St. Gallen (HSG) einen Sportmanagement-Studiengang im Rahmen der „Schalke Sportakademie“ anbieten wollte. Man muss sich das als eine Art Intensivkurs quer durch alle Facetten des Profisports vorstellen, der ursprünglich für ehemalige Spieler und bereits in der Branche Aktive gedacht ist, um sich die Kernelemente des modernen Sportmanagements anzueignen und zu vertiefen. Ich hatte mich ohnehin beworben und wurde angenommen, also habe ich das dann auch durchgezogen und als zweitbester Absolvent mit dem Erhalt des „Certificate of Advanced Studies in Sports Management“ abgeschlossen. Ich wurde also mit 41 Jahren wirklich nochmal Student. Der ganze Kurs hat mir einen enormen Motivationsschub verpasst und meine Vorstellungen zu Abläufen, Entscheidungsfindungen sowie der Gremienethik in Vereinen und der Fankommunikation aus meiner Abschlussarbeit haben auch schon die ein oder andere Idee hervorgebracht, das ab 2016 auch beruflich zu nutzen. (mehr…)

Die Abgas-Affäre und Red Bull

Gedanken zum Gastspiel des 1.FCN in Leipzig

Volkswagen und der Abgas-Skandal beschäftigen die Republik. Seit zwei Wochen bestimmt das Thema die Schlagzeilen. Dabei geht es nicht nur um ein paar Autos. Längst ist VW mehr als das: eine volkswirtschaftliche Größe. Das betrifft auch den Fußball.

„Die strategische Bedeutung des VfL für Volkswagen ist von Zuwendungen unabhängig“, erklärt Klaus Allofs, Manager beim VfL Wolfsburg, in der aktuellen ZEIT. Damit könnte er Recht haben. Der Konzern lässt sich seinen „Werksverein“ jährlich circa 60 Millionen Euro kosten. Viel Geld, möchte man meinen. Der Kostenstelle steht jedoch einem Umsatz von rund 200 Milliarden gegenüber. Die Auszahlungen an den VfL sind für Volkswagen vergleichsweise Peanuts.

Dennoch: Die Abgas-Affäre betrifft auch den VfL. Genauso wie den FC Ingolstadt, Schoßhund der Konzernschwester Audi. Noch ist davon freilich nicht die Rede. Die Clubs zählen, vor allem im Falle des VfL, zu den wichtigsten Marketing-Tools des Konzerns. Mehr noch: Im tristen Wolfsburg ist ein Champions League-Teilnehmer sogar Standortfaktor, um für Arbeitskräfte attraktiv zu sein. Schon jetzt zieht die VW-Krise allerdings Kreise, die weit über manipulierte Autos hinausgehen. In Wolfsburg und Braunschweig verhängten die Rathäuser Haushaltssperren aufgrund befürchteter Mindereinnahmen. Ebenso in Ingolstadt. Das tatsächliche Ausmaß der Abgas-Affäre scheint noch nicht absehbar.

Was aber, sollte es bei VW die ersten Entlassungen geben? – Mag sein, dass es für Klaus Allofs „populistisches Gerede“ ist; doch die Frage nach sozialer Gerechtigkeit wird aufkommen, wenn einerseits Werksarbeiter gekündigt werden und andererseits Manager und Fußballprofis horrende Gehälter kassieren. Und diese „Sozialneiddebatte“, wie sie Allofs abschätzig tituliert, wird berechtigt sein.

Natürlich hat der VfL Wolfsburg erst kürzlich Kevin de Bruyne für 75 Millionen an Manchester City transferiert. 20 Monate zuvor hatten sich die Wölfe das junge Talent allerdings immerhin 22 Millionen Euro Ablöse kosten lassen. – Wären derartige Summen vor VW-Angestellten (Winterkorn-Wording: „Mannschaft“) zu rechtfertigen, die um ihre Arbeitsplätze kämpfen? Könnte man es der Öffentlichkeit als wettbewerbliche Notwendigkeit verkaufen? Die Antwort: Nein, so etwas ließe sich nicht rechtfertigen. Ein Fußballverein als Marketinginstrument eines Unternehmens ist nur solange verwertbar, wie es dem Mutter-Unternehmen gut geht.

Auch im Falle von Red Bull Leipzig.

Aktuell prosperiert das Unternehmen aus Fuschl am See sicherlich. Aber was, wenn es einmal anders ist? Noch profitiert die Stadt Leipzig von ihrem hippen Zweiliga-Club. Doch wer hätte vor einem Monat gedacht, dass ein Global Player wie VW derart ins Straucheln geraten könnte? Was wenn es dem Getränkevermarkter eines Tages ähnlich ergeht?

Das Dilemma ist, dass Clubs wie RB Leipzig nur aus unabdingbarer Abhängigkeit zu einem Geldgeber existieren. Genauso wie Wolfsburg und Ingolstadt; ähnlich wie Hoffenheim und auch Bayer Leverkusen. Geht es dem Gönner schlecht, wird es schwer sein den Erfolg des Bundesliga-Ablegers aufrecht zu halten – unabhängig des aktuellen Kaders. So viel steht fest.

Die Anhänger des Konzepts RB behaupten von sich selbst nur allzu gerne, „das Fußballgeschäft“ durchschaut zu haben. In Web-Postings ergötzen sie sich über den Triumph ihrer Herren-Clubs über die krankenden, altbackenen „Traditionsvereine“. – Der Fall VW könnte, bei weiterer Zuspitzung, die Spötter zum Schweigen bringen.

Hoffen wir das Schlechteste. Wir sehen uns Sonntag im Block.

Spiel in Leipzig
Letzte Informationen

Servus Glubberer!

Das ungeliebte Spiel in Leipzig naht – machen wir das Beste draus!
Lasst uns wieder das gute Gefühl erzeugen und damit in Erinnerung rufen, warum das Leipziger Konstrukt abzulehnen ist!

Nehmt an der IbdLn-Aktion teil und eure IbdLn-Zaunfahnen mit. Darüber hinaus lohnt es sich natürlich auch, die damals vom FCN hergestellten IbdLn-Fahnen mitzunehmen, da diese Fahnengröße gnädigerweise unbegrenzt erlaubt ist. Zeigen wir unser Motto in allen Facetten, auf Fahnen, Schals sowie Shirts – und ganz besonders im Herzen!

Bitte habt auch dafür Verständnis, dass wir zunächst alle vor dem Block (im Oberrrang) warten wollen, um dann gemeinsam & geschlossen den Sektor zu betreten – rechtzeitig vor Spielbeginn!

Zum Thema „Aufhängen der Zaunfahnen“ – Damit das nicht in Hektik und Durcheinander ausartet, bietet euch Ultras Nürnberg zwei möglichkeiten an:
1. Ihr gebt eure IbdLn-Fahne am Blockeingang bei den Vorsängern ab und eure Fahne wird dann von UN mit aufgehangen.
2. Ihr schließt euch kurz vor Betreten des Blocks dem Aufbauteam von UN an. Dazu meldet ihr euch ebenfalls direkt bei den Vorsängern vor den Blockeingängen.

Nach dem Spiel können die Fahnen ebenfalls wieder bei den Vorsängern abgeholt werden!

Wer diese Möglichkeiten nicht in Anspruch nehmen will, ist für seine Fahne selbst verantwortlich und sollte auch oder gerade in Leipzig zwei wachsame Augen darauf haben!
Sollte der Platz nicht für alle Fahnen ausreichen, so bitten wir euch diese wenigstens zu Spielbeginn (im Block) mit hoch zu halten!