Archiv für Januar 2016

Hände weg vom Gästekontingent

Wir wünschen unseren Freunden und Lesern im ersten Post des neuen Jahres natürlich noch nachträglich ein fantastisches 2016. Die Auswärtsspiele unseres ruhmreichen 1.FC Nürnberg sind hier als Höhepunkte fest eingeplant.

Und weil wir offensichtlich ein reiselustiges Volk sind, bringen die Auswärtsfahrten auch immer wieder ein Problem mit sich. Die Kontingente der Gästekarten reichen oftmals nicht aus, um allen Nürnbergern das Auswärtserlebnis zu ermöglichen. Die Nachfrage ist schon jetzt bei vielen Spielen größer als das Angebot. Unter keinen Umständen dürfen hier Kürzungen vorgenommen werden – die 10% Regel darf nicht weiter aufgeweicht werden!

Mit gemischten Gefühlen erinnern wir uns an das Jahr 2012. Die DFL verabschiedete das „Konzept sicheres Stadionerlebnis“ und ermöglichte dadurch u.a. die Reduzierung des Gästekontingents auf 5% – bei sogenannten Risikospielen. Gemischte Gefühle deshalb, weil es unter dem Motto „12:12″ erfolgreiche bundesweite Proteste gab. Die Proteste standen auf breiter Basis und die Fanszenen tauschten sich aus – man zog an einem Strang. Die DFL bzw. die Vereine konnten natürlich nicht überzeugt werden. Trotzdem bestand und besteht die Hoffnung, dass vor allem die Reduzierung des Gästekontingents ein „Papier-Tiger“ bleibt. Mehr noch, wenn der Tiger zu brüllen beginnt, so darf man sich hoffentlich auf die damals wahrnehmbare Solidarität verlassen. Das letzte Rhein-Derby zeigt eindrucksvoll, wie das laufen kann – ja eigentlich , wie das laufen muss! Köln und Gladbach sorgten für ein sehr leises Derby – das kann kein Stadionbesucher und nicht einmal die vom Sicherheitswahn getriebenen Vereine bzw. die DFL wollen.

Hoffen wir, dass wir Nürnberger und alle Gästefans in Nürnberg noch möglichst lange von solchen Maßnahmen verschont bleiben. Aktuell gibt es seitens der Politik Bestrebungen, weiter an der Verkleinerung des Gästekontingents zu basteln. Eine Online-Pedition, die bislang auch in Nürnberg zu wenig Beachtung gefunden hat, spricht sich dagegen aus. Es spricht nun wirklich nichts dagegen, sich hier einzutragen!