Nächste Runde: Red Bull

Den Freunden der Tastatur aus Leipzig juckt es sicherlich schon in den Fingern; wir tun ihnen und den Kommentarspalten gerne den Gefallen. – Nächste Woche spielt der 1.FCN zum vierten Mal gegen Red Bull Leipzig: Zeit für eine erneute inhaltliche Auseinandersetzung.

Dieses Mal wollen wir auf einen guten Text verweisen, den vor kurzem die Corillos aus Freiburg veröffentlicht haben. Sehr ausführlich, doch inhaltlich gelungen, inklusive interessanter Ansätze, die fast deckungsgleich auch auf Nürnberg anwendbar sind.

Doch wo war in den vergangenen Jahren das Aufbäumen der (kleinen) Vereine? Immer mehr Vereine haben ihre Profiabteilung in eine Kapitalgesellschaft ausgegliedert. In der Bundesliga spielen größtenteils nicht mehr eingetragene Vereine, als Zusammenschluss vieler verschiedener Menschen, sondern (gewinnorientierte) Unternehmen. Auch wenn wir diese Entwicklung sehr kritisch sehen, spielen wir dieses Spiel einmal mit und stellen einen einfachen Vergleich zur Wirtschaft her.

Hier steht ein Unternehmen im ständigen Wettbewerb zu anderen Unternehmen. Dringt nun ein neues Unternehmen von außen in den Markt, erhöht sich der Wettbewerb. In diesem Fall verstärkt sich die Konkurrenzsituation innerhalb des Marktes und der Kampf um das Überleben beginnt. Ist ein Unternehmen nicht innovativ genug oder hat verglichen mit den anderen deutlich geringere finanzielle Mittel, droht der Verlust von Arbeitsplätzen oder gar das Aus.

Beim Sport-Club sind unsere Innovationen im übertragenen Sinne die Fußballschule, die immer wieder neue Talente zum Vorschein bringt. RB ist ein neuer Wettbewerber auf dem Markt, der eigentlich aus einer ganz anderen Branche kommt. Dadurch hat RB, wie wir alle wissen, deutlich mehr finanzielle Mittel, die unsere „Innovationen“ in den Schatten stellen.

Langfristig werden wir uns als Sport-Club gegen diesen Wettbewerber nicht durchsetzen können. Dies gilt nicht nur für den Sport-Club, sondern auch für den Großteil der anderen Bundesligaclubs. Werfen wir wieder einen Blick auf die Wirtschaft. Tritt ein finanziell übermächtiges Unternehmen in einen neuen Markt, würden die anderen Unternehmen versuchen, dies zu verhindern. Denn sie wissen, dass der neue Wettbewerber ihre Existenz gefährdet. In der Regel ist es jedoch sehr schwer dies zu verhindern. Doch in unserem Beispiel wäre es durchaus möglich gewesen. Denn in der DFL regeln die Vereine ihren „Fußballmarkt“ in erster Linie selbst und machen ihre eigenen Regeln. Doch in dieser Richtung ist kaum etwas geschehen. Schade.

Zum gesamten Text: Red Bull und der Fußball

Sik tir, Red Bull!