Archiv für Juli 2016

Willkommen – Nürnberger Versicherung

Das neue FCN-Trikot kommt bei den Fans bestimmt fantastisch an. Wenngleich es kein Schnäppchen ist, überzeugt das Design vom neuen Ausrüster Umbro und das Logo der Nürnberger Versicherung (neuer Hauptsponsor) optisch auf ganzer Linie. Die Club-Spieler und Fans tragen nun sozusagen die Nürnberger Burg auf der Brust – ist sie doch ein dominantes Element des Logos der Versicherung. Trotzdem ist nicht alles eitel Sonnenschein – der neue Hauptsponsor, vertreten durch seinen Vorstand Dr. Armin Zitzmann, hat auf einer Pressekonferenz scharfe Kritik an den Fans geübt. Strafen für Fehlverhalten der Fans – also vor allem Pyrotechnik – werden von dem Sponsor nicht akzeptiert. Im Wiederholungsfall, mit entsprechendem Imageschaden für den Sponsor, kann dieser sogar von seinem Engagement beim 1.FC Nürnberg zurücktreten. Das regelt wohl das Kleingedruckte des Vertrags und ist bei solchen Vereinbarungen üblich. Wir wollen Herrn Zitzmann nicht vorwerfen, dass sich die Nürnberger erst im 117ten Jahr seit Gründung des Vereins nun für den 1.FC Nürnberg interessiert. Die Historie des Sponsorings der Nürnberger Versicherung zeigt, dass es scheinbar immer etwas gedauert hat bis der Groschen gefallen ist. Lange Zeit wurde ja der Radsport massiv unterstützt – kaum ein anderer Sport hat durch Doping-Vorwürfe mehr an Image verloren. Im Vergleich damit erscheinen ein paar „Pyro-Schlagzeilen“ doch harmlos. Herr Zitzmann muss wohl noch lernen, dass die Nürnberger sicher ein willkommener Hauptsponsor ist, aber kein Investor. Auf der eigenen Homepage zum Sponsoring beim 1.FC Nürnberg wird dann auch großspurig und wohlwollend gelobt, wie sich der Verein für seine Fans engagiert. In Punkto Fankultur scheint hier viel Nachholbedarf zu herrschen – selbige ist nämlich keine Einbahnstraße und Fanidentität kann man sich nicht einfach so im Fanshop kaufen. Spätestens seit den 70er Jahren organisieren sich die Fans des 1.FC Nürnberg – ehrenamtlich und in der Freizeit. Ihre Leidensfähigkeit und Kreativität ist weitläufig bekannt – auch sie prägen „ihren Verein“. Das ständige „Markengeschwafel“ der Sponsoren kommt beim Großteil der Fans und Mitglieder weniger gut an (siehe die letzten JHVs) – noch ist es ein Verein, der durch die Menschen lebt und keine Marke, die man mit Geld prägt und für sich benutzt. Lieber mal der Realität glauben – die anonymen Beiträge im Netz (u.a. unter Zeitungsberichten) bilden keine Mehrheit ab. Schwamm drüber – der Club und die Nürnberger sind laut eigener Werbung „heiß und wollen die Glut bewahren“. Gute Sache, aber bitte nicht gleich mit einem Ausstieg drohen – wenngleich die Anmerkungen von Herrn Zitzmann von Seiten der Presse natürlich schon sehr gierig aufgegriffen wurden. Es sind ja auch immer nur „einige wenige“ Fans, die Probleme machen – und die Nürnberger sollte nicht gleich das Gros der Fans mit Drohungen in Sippenhaft nehmen. Laut „Nordbayern.de“ geht man auf Seiten des 1.FC Nürnberg ja allerding auch davon aus, dass es zu keinen weiteren Zwischenfällen kommt. Gemeint sind bestimmt Ausschreitungen und Pyrotechnik – also für mindestens drei Jahre (Laufzeit des Vertrags mit der Nürnberger Versicherung). In diesem Sinne – abgemacht – wir gehen dann davon aus, dass der Club dieses Jahr aufsteigt, nächstes Jahr in die Euroleague kommt und im Jahr darauf die 10. Meisterschaft holt. Mit stolzgeschwellter Brust – im Umbro Trikot mit Logo der Nürnberger Versicherung vorne drauf! Wetten, dass spätestens dann das gesamte Stadion nichts gegen eine ordentliche Pyroshow hat?

Im Buskonvoi nach Dresden – Restkarten Nordkurven-Busse

Zum Auswärtsspiel gegen Dresden fährt die Nordkurve im Buskonvoi. Treffpunkt ist am Samstag, 6. August um 12 Uhr an der Raststätte Dresdner Tor. Alle Glubbfans sind eingeladen sich anzuschließen, auch wenn sie mit dem Auto unterwegs sind. Gemeinsam für Nürnberg!

Außerdem gibt es noch Restkarten für den Nordkurven-Bus. Bei Interesse könnt ihr wie gehabt am Donnerstagabend ins Lokal oder am Freitag, ab 16.30 Uhr zum Max-Morlock-Stadion. Neben dem Fanshop, an der Glasscheibe zum UN-Container könnt ihr euch noch einmal für den Bus anmelden. Alle Infos zum Nordkurven-Bus findet ihr hier.

Buskonvoi Dresden

Nordkurven-Busse zur neuen Saison

Zur kommenden Saison 2016/17 bietet Ultras Nürnberg zu den Auswärtsspielen des Glubbs eigene Busse für die Nordkurve Nürnberg an. Der erste Nordkurven-Bus rollt bereits zum Auswärtsspiel gegen Dynamo Dresden. Alle Infos zur Anmeldung entnehmt ihr bitte dem Flyer. Bei Rückfragen könnt ihr euch an nordkurven-busse@un94.com wenden.

Nordkurven Busse Saison 2016/17

Zum zweiten mal auf die Gegengerade …

Beim ersten Heimspiel der Saison werden die Blöcke 7, 9 und 11 im Max-Morlock-Stadion gesperrt sein. Die Sperre ist Teil einer Strafe gegen den 1.FC Nürnberg und resultiert unter anderem aus dem Einsatz von Pyrotechnik bei den beiden Relegationsspielen gegen die Frankfurter Eintracht. Der Verein informierte auf seiner Homepage (Meldung vom 11.07.2016), dass man beim Spiel gegen Heidenheim auf die Unterstützung aus Teilen der Nordkurve verzichten muss. Gott sei Dank muss es soweit nicht kommen – Ultras Nürnberg 1994 verbreitet folgenden Aufruf:

„Für das Spiel mit geschlossenen Blöcken 7, 9 und 11 werden als alternatives Stimmungszentrum die Blöcke 15a und 15b benannt. Besorgt Euch für diese Blöcke Karten – alternativ auf jeden Fall Karten für die Gegengerade Unterrang besorgen. Man kann sich den anteiligen Spielbetrag von seiner Dauerkarte übrigens auszahlen lassen (je nach Kategorie etwa um die 10 Euro) – man kann darauf aber auch verzichten und den Betrag sozusagen dem Verein spendieren. In Anbetracht der offensichtlich angespannten Finanzsituation des 1.FC Nürnberg wäre das von jedem Dauerkarteninhaber ein feiner Zug.“

Also, lasst uns wieder auf der Gegengerade rocken. Den dortigen Dauerkartenbesitzern rufen wir entgegen: „Wir kommen in Frieden“. Das hat beim letzten mal ja auch sehr gut geklappt – es geht beiderseitig um einen respektvollen Umgang unter Glubberern. Ein hypothetisches Rechenbeispiel wollen wir noch machen:

Die Strafe sind 70.000 Euro. 30.000 Euro darf der Verein in Sicherheit investieren. Sagen wir mal, dass Investitionen in diesem Bereich geplant waren – es bleiben 40.000 Euro. Wenn von den über 3.000 Leuten aus den Blöcken 7, 9 und 11 jetzt 1.750 die 10 Euro im Verein belassen und sich eine Karte für ca. 20 Euro auf der Gegengerade kaufen, dann – ja dann …? Zugegeben – wir waren nie zu große Leuchten in Mathematik. Ausdrücklich wird übrigens von Vereinsseite darauf hingewiesen, dass in oder vor die Blöcke 7, 9 und 11 beim „Strafenspiel“ keine Banner oder Spruchbänder gehängt werden dürfen. Aus der Meldung wird nicht klar, ob hier DFB/DFL oder der Verein damit ein Problem hätten. Vermutlich kommt das aber von DFB/DFL – Meinungsfreiheit war noch nie deren Stärke.

FuckYou_DFB