Zum zweiten mal auf die Gegengerade …

Beim ersten Heimspiel der Saison werden die Blöcke 7, 9 und 11 im Max-Morlock-Stadion gesperrt sein. Die Sperre ist Teil einer Strafe gegen den 1.FC Nürnberg und resultiert unter anderem aus dem Einsatz von Pyrotechnik bei den beiden Relegationsspielen gegen die Frankfurter Eintracht. Der Verein informierte auf seiner Homepage (Meldung vom 11.07.2016), dass man beim Spiel gegen Heidenheim auf die Unterstützung aus Teilen der Nordkurve verzichten muss. Gott sei Dank muss es soweit nicht kommen – Ultras Nürnberg 1994 verbreitet folgenden Aufruf:

„Für das Spiel mit geschlossenen Blöcken 7, 9 und 11 werden als alternatives Stimmungszentrum die Blöcke 15a und 15b benannt. Besorgt Euch für diese Blöcke Karten – alternativ auf jeden Fall Karten für die Gegengerade Unterrang besorgen. Man kann sich den anteiligen Spielbetrag von seiner Dauerkarte übrigens auszahlen lassen (je nach Kategorie etwa um die 10 Euro) – man kann darauf aber auch verzichten und den Betrag sozusagen dem Verein spendieren. In Anbetracht der offensichtlich angespannten Finanzsituation des 1.FC Nürnberg wäre das von jedem Dauerkarteninhaber ein feiner Zug.“

Also, lasst uns wieder auf der Gegengerade rocken. Den dortigen Dauerkartenbesitzern rufen wir entgegen: „Wir kommen in Frieden“. Das hat beim letzten mal ja auch sehr gut geklappt – es geht beiderseitig um einen respektvollen Umgang unter Glubberern. Ein hypothetisches Rechenbeispiel wollen wir noch machen:

Die Strafe sind 70.000 Euro. 30.000 Euro darf der Verein in Sicherheit investieren. Sagen wir mal, dass Investitionen in diesem Bereich geplant waren – es bleiben 40.000 Euro. Wenn von den über 3.000 Leuten aus den Blöcken 7, 9 und 11 jetzt 1.750 die 10 Euro im Verein belassen und sich eine Karte für ca. 20 Euro auf der Gegengerade kaufen, dann – ja dann …? Zugegeben – wir waren nie zu große Leuchten in Mathematik. Ausdrücklich wird übrigens von Vereinsseite darauf hingewiesen, dass in oder vor die Blöcke 7, 9 und 11 beim „Strafenspiel“ keine Banner oder Spruchbänder gehängt werden dürfen. Aus der Meldung wird nicht klar, ob hier DFB/DFL oder der Verein damit ein Problem hätten. Vermutlich kommt das aber von DFB/DFL – Meinungsfreiheit war noch nie deren Stärke.

FuckYou_DFB