FC Nürnberg – mein Verein …

… du wirst niemals ohne uns sein – den Song kennt jeder in der Nordkurve. Aktuell sind die Tage am Valznerweiher mehr dunkel als hell – mit anderen Worten, es wird den Fans nicht gerade leicht gemacht nahe bei ihrem Verein zu sein. Ansonsten greifen wir im ersten Post des neuen Jahres gleich mal ein paar verschiedene Baustellen gewohnt sarkastisch auf:

Burgstaller

Burgstaller hat nun doch schon in der Winterpause den Verein verlassen – der Publikumsliebling und Top-Scorer ist bei Schalke 04 untergekommen. Eigentlich eine ganz normale Sache – er scheint sportlich zu gut für die zweite Liga und versucht sich nun an größeren Aufgaben. Auf dem Platz war Burgstaller immer ein Vorbild. Sein offensiv bereits in der Sommerpause zur Schau getragener Transferwunsch bleibt rückwirkend trotzdem mehr als fraglich (z.B. 29.06.2016 – sport.de). Vielleicht war er im Vergleich mit anderen Spielern aber einfach nur ehrlich – Fußball ist Business und jeder sucht für sich den besten Deal. Schade! Seine Ehrlichkeit hat weh getan und mit einer Club-Legende wird es jetzt auch nichts mehr – und trotzdem wird man sich gerne an ihn erinnern.

Trainingslager

Mit oder ohne Burgstaller – der Glubb-Fan will seinen Kickern immer nahe sein. Seit vielen vielen Jahren fahren mehrere hundert Fans regelmäßig mit ins Wintertrainingslager. Kurios, was sich hier dieses Jahr abgespielt hat: Erst sehr spät hat der Verein kommuniziert, dass man sich das Trainingslager diesmal nicht leisten will oder kann. Auf eine rechtzeitige und direkte Absage gegenüber den bekannten „Trainingslager-Junkies“ hat man seitens des Vereins mal lieber verzichtet. Getreu dem Motto „Urlaubstage im Überfluss?“ sieht eine gelungene Kommunikation anders aus! Nun ist es überraschend doch sehr kalt und ungemütlich in Nürnberg geworden. Kaum musste das erste Training und das erste Testspiel abgesagt werden, sind die Kicker für ein paar Tage nach Österreich zum Hallentraining und „Team-Building“. Passend dazu wurde verkündet, dass das natürlich kein Trainingslager ist – „Gott bewahre, am Ende fahren da noch Fans hin“. Beim, für das kommende Wochenende geplanten, Testspiel gegen und in Ingolstadt geht man offensichtlich den gleichen Weg. Kicker und Bayerischer Fußballverband haben/hatten das Spiel angekündigt (Sonntag, 15.01.2017 / 14.30 Uhr) – auch unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Informationen seitens des 1.FC Nürnberg – keine (Stand Dienstag, 10.01.2017). In der Presse konnte man nun vom sogenannten „Last-Minute-Trainingslager“ in der Sonne lesen (nordbayern.de), was bei anhaltender Kälte und Schnee dann wohl nächste Woche angetreten werden könnte. Sozusagen zum Schnäppchen-Preis einen Stern weniger am Hotelschild. Vorstand Bornemann relativiert die Kosten, denn zu diesem Zeitpunkt wären die meisten Erstligisten schon wieder aus Spanien abgereist – danke für diese brandaktuelle „News of the World“. Wenn es jetzt wirklich noch nach Spanien geht, dann war die Truppe diesen Winter mehr oder weniger in zwei Trainingslagern. Das ist gut, denn dann mischen wir die zweite Liga bestimmt auch ohne Burgstaller in der Rückrunde auf. Beleidigt sind vielleicht nur ein paar Idioten, die ihren Urlaub in der Regel gerne dort verbringen, wo ihr Verein ein Trainingslager abhält.

Ausgliederung

Apropos Verein – das Thema Ausgliederung scheppert auf den vereinseigenen Medien nur so vor sich hin. Hier wird kommuniziert was das Zeug hält – man könnte fast meinen, der Verein befinde sich in einem demokratischen Prozess (mit Arbeitsgruppe und so). Auch über die eigenen Kommunikationsformen hinaus präsentiert sich Sonnenkönig Meeske medial präsenter denn je – hier zum Beispiel auf infranken.de in gewohnter Überflieger-Manier. Und immer schön das „Ultratum“ (was soll das sein? so etwas wie das Vorstandtum?) nahe der Initiative „Mein Club – mein Verein“ verorten – billige Meinungsmache gepaart mit medialer Dominanz – wer will nochmal, wer hat noch nicht? Die Neujahrsgrüße waren aber echt der Knaller – optisch und akustisch. Der König in Weiß – im weißen Büro – beinahe „vom Himmel hoch“ bringt er in sagenhaften 1.13 Minuten rüber auf was es ankommt: Ab Sekunde 0.29 gibt es Werbebotschaften in demokratischer Frageform: „Wie soll, wie will und wie muss sich der Verein in der Zukunft organisieren, um eine möglichst gute Perspektive zu haben?“ – köstlich, „in Arbeitsgruppe we trust“. Viel Aufmerksamkeit (auch bei der Ansprache der FCN-Weihnachtsfeier) für ein Thema, was in Nürnberg noch große Wellen schlagen wird!

Und weil das YaBasta! schon immer der Opposition zugetan war, weisen wir gerne auf eine Veranstaltung der Initiative „Mein Club – mein Verein“ hin. Am Mittwoch (11.01.2017) findet ab 19.30 Uhr in den Stuhlfauthstuben der erste Stammtisch bzw. das „Forum e.V.“ statt. Eingeladen sind alle Mitglieder und Fans, die auf Augenhöhe miteinander über das Thema diskutieren wollen.


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