Archiv für April 2018

Heimspiel gegen Braunschweig: Tombola und Saisonheft

Wir sind kurz vor unserem Ziel. Der Aufstieg ist zum Greifen nahe. Da am Dienstag sowieso Feiertag ist, sind rund um den Spieltag am Montagabend natürlich noch ein paar andere Sachen geboten.

Zum einen veranstaltet der 1.FCN vor Spielbeginn eine Charity-Tombola zusammen mit der Stiftung „Stars4Kids“. Lose kosten jeweils einen Euro, Nieten gibt es keine. Hauptpreise sind handsignierte Match-Trikots unserer Elf. Vorbeischauen lohnt sich also. Weitere Infos zur Aktion findet ihr auf der Homepage des FCN.

Außerdem wird es vor Spielbeginn das neue Saisonheft geben – wie immer inklusive Saisonkarte und T-Shirt. Im Saisonheft haben wir für euch die besten Schnappschüsse aus der ablaufenden Spielzeit zusammengefasst. Obendrauf gibt es ein T-Shirt anlässlich des Jubiläums der Meisterschaft 1968. Dazu erhaltet ihr die neue Saisonkarte für 2018/19. Diese berechtigt euch z.B. Schals, Aufkleber oder Fanzines am UN-Container zu holen.

Als Besitzer einer Saisonkarte könnt ihr euch darüber hinaus für den Nordkurve Newsletter eintragen lassen. Im Newsletter bekommt ihr regelmäßig exklusive Infos rund um die kommenden Spieltage und anstehenden Aktionen. Dazu werden wir euch im Stadion wieder nach einer Mailadresse fragen. Bitte plant etwas Zeit ein, damit wir von jedem eine korrekte Adresse aufschreiben können. Seid dafür bitte rechtzeitig mit Stadionöffnung in der Nordkurve. Nach dem Spiel können wir eure Mailadressen leider nicht mehr erfassen. Die Eintragung ist natürlich freiwillig.

ACHTUNG: Der aktuelle Mail-Verteiler wird zum Saisonende 2017/18 gelöscht! Wenn ihr den Nordkurve-Newsletter (weiterhin) erhalten wollt, müsst ihr euch die neue Saisonkarte holen.

Neues Polizeiaufgabengesetz in Bayern stoppen!

Mit Sorge blicken wir als Fußballfans derzeit auf die bayerische Politik. Voraussichtlich im Mai will die dortige Landesregierung über ein neues Polizeiaufgabengesetz (PAG) abstimmen. Die Gesetzesnovelle beobachten wir bundesweit mit großer Skepsis. Wir befürchten: Das Gesetz könnte für andere Bundesländer Signalwirkung haben – und es wird uns auch als Fußballfans betreffen.

Um was geht es?

Das Gesetz soll die Befugnisse der Polizei in Bayern massiv erweitern. Konkret führt der derzeitige Entwurf den Begriff der sogenannten „drohenden Gefahr“ ein. Das bedeutet: Sobald die Polizei vermutet, dass eine Person zukünftig Straftaten begehen könnte, kann sie umfassende Maßnahmen einleiten. Dafür muss man in der Vergangenheit keine Straftaten begangen haben. Faktisch stellt das neue Gesetz jeden Bürger unter Generalverdacht. Geht es so durch wie derzeit geplant, hätte die Polizei in Bayern nahezu grenzenlose Befugnisse.

• Die Polizei dürfte auf reinen Verdacht Orts-, Aufenthalts-, und Kontaktverbote aussprechen.
• Die Polizei dürfte auf reinen Verdacht elektronische Fußfesseln gegen mögliche „Gefährder“ aussprechen.
• Die Polizei dürfte auf reinen Verdacht die Telekommunikation anzapfen – und das zum Beispiel auch in eigentlich verschlüsselten Nachrichten und Chats.
• Die Polizei dürfte auf reinen Verdacht Postsendungen abfangen.
• Die Polizei dürfte in Echtzeit Kameradaten auswerten und die Leute auf den Aufnahmen identifizieren. Zudem sollen Einsatzkräfte mit sogenannten „Bodycams“ ausgestattet werden.
• Die Polizei hätte die Möglichkeit, beispielsweise über Drohnen, Videos von „Verdächtigen“ zu filmen, ihre Handydaten zu speichern oder ihre Telefon- und Internetverbindungen zu kappen.
• Die Polizei dürfte nicht mehr nur Maschinengewehre und Handgranaten einsetzen, sondern auch Sprenggeschosse, die aus Schusswaffen verschossen werden können.

Was geht uns das an?

Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass das Gesetz bundesweit Schule machen könnte. Heute Bayern, morgen Deutschland. Andere Bundesländer, wie zum Beispiel Nordrhein-Westfalen, sollen bereits über die Einführung ähnlicher Gesetze nachdenken.

Hinzu kommt, dass wir als Fußballfans nahezu alle vom neuen PAG betroffen sind. Auch Fans aus anderen Bundesländer spätestens dann, wenn sie selbst zu Auswärtsspielen nach Bayern reisen. Schon jetzt treten die Einsatzkräfte hier häufig aggressiver auf, als in anderen Bundesländern. Wir fragen uns: Wie wird das erst mit den erweiterten Befugnissen sein? Schließlich macht das Bayerische Innenministerium gar keinen Hehl daraus: Der Begriff der „drohenden Gefahr“ soll nicht nur auf dem Gebiet der Terrorabwehr gelten. Bedeutet konkret: Auch wir als Fußballfans werden früher oder später unter die Kategorie potenzieller Gefährder fallen. Nicht weil von uns tatsächliche Gefahr ausginge, sondern weil die Polizei in uns „drohende Gefahr“ ausgemacht haben will. Noch ist zudem völlig unklar, wie weit das bayerische Gesetz tatsächlich reichen würde. Wenn eine Mannschaft aus einem anderen Bundesland in den Freistaat reist – dürfte die Bayerische Polizei dann möglicherweise auch die Handys der Gästefans anzapfen? Geht das neue Gesetz in Bayern durch, wäre die Büchse der Pandora hin zum Polizeistaat tatsächlich geöffnet.

Uns ist natürlich bewusst, dass wir als Fußballfans in Deutschland – mit Ausnahme der bayerischen Szenen – nur indirekt Einfluss auf die Politik im Freistaat nehmen können. Es ist uns daher wichtig ein gemeinsames Zeichen zu setzen. Das Thema ist von zu großer Bedeutung und Signalwirkung, um es nur regional auszufechten. Wir fordern deshalb: Neues Polizeiaufgabengesetz stoppen!

Wir, die in diesem Freistaat notgedrungen leben, können jedoch noch mehr machen: Beteiligt euch an Demos gegen das neue PAG, tragt euch in Petitionen ein und lasst die Herren Politiker spüren, dass wir nicht das Versuchsobjekt voyeuristischer, freiheitsfeindlicher Politiker und Bullen sein möchten.

Die Fanszenen Deutschlands
April 2018

Neues Polizeiaufgabengesetz stoppen!

Am Freitag, 20. April findet in Nürnberg eine Demonstration gegen das geplante Polizeiaufgabengesetz statt. Beginn ist um 18 Uhr am Aufseßplatz. Mit dem neuen Gesetz soll die Polizei in Bayern zusätzliche, umfassende Befugnisse erhalten. Sie dürfte dann unter anderem Menschen auf reinen Verdacht überwachen, unabhängig davon ob diese tatsächlich etwas getan haben oder nicht. Das neue PAG wäre ein weiterer Schritt hin zum Polizeistaat Bayern, wie wir ihn uns momentan nicht ausmalen wollen. Also: Freitag, 18 Uhr, Aufseßplatz. Die paar Minuten sollte es uns wert sein!

Video aus Ingolstadt!

Was soll man sagen? „Build my Gallows high“ – unsere waren knappe 6 Meter!