Archiv für November 2018

Anstoßzeiten // So ein Zufall…

…nur einen Tag nach den angekündigten Protesten rund um das Wochenende mit dem Bundesliga-Montagsspiel, lässt die DFL nun verlauten, dass das Montagsspiel ab 2021 sowieso der Vergangenheit angehören soll. Dieser Beschluss wäre bereits vor einigen Wochen gefallen, kein Grund zur Aufregung also…

Kein Grund zur Aufregung?!

Natürlich will die DFL damit der drohenden Protestwelle Wind aus den Segeln nehmen und gleichzeitig das bundesweite Fanbündnis möglichst deppert dastehen lassen.
Aber wir werden uns nicht von solchen Lippenbekenntnissen blenden lassen! Noch gibt es keine (schriftlichen) Verträge, dass das auch so kommen wird. Weder von/mit der DFL noch den Vereinen!

Zu häufig gab es bereits in der Vergangenheit Versprechungen, die sich später als leere Worthülsen herausgestellt haben. Das heißt: Bis der neue TV-Vertrag nicht unterschrieben und veröffentlicht ist, dürfen wir von diesen Herren GAR NICHTS glauben oder gar erwarten.

Daher werden die Proteste wie geplant umgesetzt und auch in Zukunft fortgeführt, damit sie sich auch noch kurz vor Unterschrift des neuen TV-Deals daran erinnern können. Denn sie vergessen schnell, wenn wir sie nicht immer und immer wieder daran erinnern.

Des Weiteren ist auch klar: Wir werden uns nicht mit einem „Happen“ abspeisen lassen. Noch ist die Rede (und wir wiederholen: Es ist nur Gerede!) vom Montagsspiel der Bundesliga. Die Situation in der 2. und 3. Liga mit einem wöchentlichen (!) Montagsspiel soll offensichtlich jedoch unverändert bleiben und das ist genauso wenig hinzunehmen. Gleichzeitig wird hinter den Kulissen weiter daran gearbeitet, die Spieltage noch mehr zu zerstückeln. Auch das stellt keine Option dar! Die Rücknahme der Montagsspiele in der Bundesliga ist noch kein Entgegenkommen!

Kurz gesagt:
Es macht uns wieder einmal fassungslos für wie dumm uns DFL & Co offenbar verkaufen wollen, als dass sie glauben, uns mit diesem Happen abspeisen zu können!
Es macht uns wieder einmal fassungslos, wie weit weg diese Herren immer noch von der Fanbasis sind, wenn sie glauben, dass dieser Happen ausreicht!

Daher fühlen wir uns erst recht bestärkt, den Protest wie geplant umzusetzen, es gibt keinen Grund „zufrieden zu sein“, denn es ist immer noch nicht in ihren Köpfen angekommen, dass wir diese Spielchen nicht mehr mitmachen!

Nach wie vor lautet unser Ziel:
„Gegen Leverkusen – zum letzten Mal montags mit dem 1. FC Nürnberg!“, denn bis 2021 sind noch (zu) viele Montagsspiele zu vergeben!

Wir sind nicht aufgestiegen, um wieder montags zu spielen!

Trotz jahrelanger Zweitliga-Zugehörigkeit ist es uns nicht entgangen, dass mittlerweile auch in der Bundesliga Montagsspiele zum Spielplan gehören sollen. Die bundesweiten Proteste sind schließlich im ganzen Land angekommen und unter den Fußballfans in Deutschland gibt es keine zwei Meinungen: Es gibt absolut kein Verständnis mehr für die Entscheidungen der Clubvertreter, die die Spieltage immer noch weiter zerstückeln. Als Fan fragt man sich zurecht: Warum vergraulen die Clubs eigentlich ihre eigenen Fans und erschweren ihnen den Stadionbesuch? Bloß für ein paar müde Euro mehr in der Kasse?!

In Nürnberg, wo die Glubbfamilie wie keine zweite zum Erfolg des Vereins beitragen kann, sind wir in dieser Hinsicht besonders sensibel. Geprägt durch leider regelmäßige Zweitliga-Zeiten, welche wir stets als Zuschauermagnet repräsentierten, sind uns die Montagsspiele seit jeher ein Dorn im Auge. 2008 – die Anstoßzeiten der zweiten Liga wurden damals auf unchristliche Uhrzeiten gelegt und weiter zerstückelt – wurde in Nürnberg mit einem 20-minütigen Stimmungsboykott bei Montagsspielen auf breiter Basis gegen diese Missstände protestiert. Allein, es half nicht viel, die Vertreter in der DFL hielten auch in Zukunft die Hände auf, ohne die Interessen der eigenen Fans zu berücksichtigen.

Im Jahr 2017 spitzte sich der Konflikt zwischen Fußballfans und DFB/DFL weiter zu. Ein Kritikpunkt: Die immer unerträglicher werdenden Anstoßzeiten. Auf einem Treffen äußerte der Nürnberger Fan-Vertreter gegenüber Christian Seifert (Vorsitzender der Geschäftsführung der DFL) welche Brisanz dieses Thema hat – gerade in Nürnberg. Herr Seifert zeigte sich durchaus verständnisvoll, verwies jedoch auf die Bundesligaclubs, die eben jeden Groschen mitnehmen wollen. Natürlich muss das Umdenken dort beginnen, bei unseren eigenen Vereinen! Es erklärt aber nicht, warum die DFL ausgerechnet das Heimspiel unseres Glubbs gegen Leverkusen auf einen Montag terminiert hat! Weil wir es ja sowieso schon gewohnt sind? Wir werden uns nie daran gewöhnen! Im Gegenteil, es wird Zeit, die Proteste wieder deutlich hochzufahren. Die breite Unterstützung, messbar an der Lautstärke der regelmäßigen „Scheiß DFB-Gesängen“, macht es sogar notwendig, ein deutliches Zeichen zu setzen.

Bundesweit ist für den gesamten Spieltag von fast allen Kurven der ersten vier (!) Ligen ein 45-minütiger Verzicht auf organisierte Stimmung geplant (zur Stellungnahme). Ähnlich wie am 5. Spieltag in Dortmund ist es also durchaus erlaubt und gewünscht auch in dieser Zeit Emotionen zu zeigen. Ziel muss jedoch abermals sein, einen deutlichen Unterschied zwischen einem seelenlosen Stadion und einer lebendigen Kurve zu verdeutlichen. Bundesweit geht man also bewusst einen Schritt weiter, von 20 Minuten hoch auf 45 Minuten, mit weiterer Luft nach oben – sollten wir bei DFB und DFL immer noch kein Gehör finden.

Unser Spiel am Montag gegen Leverkusen wird aber natürlich besonders im Fokus stehen. Deshalb werden wir nicht nur 45 Minuten keine Stimmung organisieren, wir werden 45 Minuten die Stimmungsblöcke komplett leer lassen. Wir wissen, dass dies ein großer Eingriff in die Spieltagsgestaltung eines jeden Einzelnen ist. Jeder will das Spiel sehen. Wir müssen dieses Opfer jedoch bringen: Jeder von uns hat einen Bekannten, der es an diesem Montag wahrscheinlich nicht ins Stadion schaffen wird. Wir müssen dafür sorgen, dass jeder Glubberer „naus zum Glubb“ fahren kann – und das geht nur am Wochenende!

Wir bitten daher alle Fans aus den Stimmungsblöcken, die ersten 45 Minuten von einem anderen Block oder hinter der Plexiglasscheibe zu verfolgen. Wir sind uns sicher, jeder wird schon sein Plätzchen finden, aber egal wie, wir zählen auf euch und eure Solidarität. Alle Glubbfans, die es montags einfach nicht schaffen oder schaffen wollen, weil sie eine nicht unübliche Anreise von 100 Kilometern und mehr zu bewältigen haben, werden es euch danken! Genauso übrigens die Fans aus Leverkusen, die bereits angekündigt haben ihr Montagsspiel in Nürnberg zu boykottieren – die einfache Wegstrecke liegt für sie bei 430 Kilometern.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit werden wir schließlich die Blöcke betreten und nach einer weiteren, kurzen aber heftigen Protestphase, den Support aufnehmen.

Kommt bei Fragen wie immer auf uns zu. Wir sind eine Familie. Und wir haben richtig Bock der DFL ihr schickes Montagsspiel ordentlich zu versauen.

Dies muss das letzte Montagsspiel in Nürnberg werden!

Weihnachtsspendenaktion 2018

Mit großer Vorfreude blicken wir der dieses Jahr zum 5. Mal stattfindenden Weihnachtsspendenaktion entgegen.

Als Erinnerung gibt es auch dieses Jahr – ab einem Spendenbetrag von 10 Euro – einen Pin. Zum diesjährigen Jubiläum gibt es zusätzlich eine Jubiläumsedition mit allen fünf Pins der bisherigen Weihnachtsspendenaktionen. Erwerben könnt Ihr diese am Infostand in der Nordkurve neben dem Container gegen eine Spende ab 50 Euro.

Spenden könnt Ihr bei den Heimspielen gegen Leverkusen, Wolfsburg und Freiburg. Auswärts sind die Sammler auf Schalke und im Sonderzug unterwegs. Bitte entschuldigt, wenn Ihr von den Sammlern mehrfach angesprochen werdet.

Beim Heimspiel gegen Wolfsburg besteht außerdem die Möglichkeit euren Becher zu spenden. Bereits zu Saisonbeginn setzte die Nordkurve bei der Pfandspendenaktion für Glubbfan Tobi ein Ausrufezeichen.

Ein besonderes Highlight stellte bei der letztjährigen Weihnachtsspendenaktion das erstmalig stattfindende Nordkurve Nürnberg Winterdorf am Valznerweiher dar.

Dieses Jahr veranstalten wir das Ganze im Stadion hinter der Nordkurve, nach dem Spiel gegen Freiburg. Neben dem guten Essen, heißen und kalten Getränken und den Infoständen wie vergangenen Winter, wird es dieses Jahr zusätzlich noch einige Überraschungen geben. Dabei fließen alle Einnahmen zu 100% in die Weihnachtsspendenaktion.

Auf gehts Nordkurve!