Presseschau Derby

Wir hatten ja schon angekündigt, die „klassische“ Presseschau zukünftig aus dem Heft zu nehmen, da wir diese auf dem Blog besser aufarbeiten können. Mit den Presseartikeln zum Derby kommt das natürlich früher als erwartet, aber gute Arbeit hat hier bereits das Bündnis aktiver Clubmitglieder mit ein paar knappen Worte zum Derby geleistet.

Wir müssen und wollen an dieser Stelle daher nur noch auf einen Artikel eingehen, der erst nach den Zeilen des BACs erschienen ist und wirklich (leider) komplett aus dem Rahmen fällt.

Matthias Zeck wird uns bisher mehr als recht ordenticher und mitunter sehr leidenschaftliche Radioreporter mit Glubb-Herz bekannt sein, als Autor einer Kolumne (im Marktspiegel) tat er sich bisher weniger (positiv) hervor – und das hat auch seinen Grund, wenn man sich seine folgenden Zeilen durchliest:

Liebe Leser, liebe Club – Fans,
nichts wurde es mit einem zusätzlichen Weihnachtsgeschenk in Form des Viertelfinales im DFB Pokal. Für viele Fans ist es besonders bitter, dass man auch noch ausgerechnet gegen den Erzrivalen aus Fürth ausgeschieden ist. Aber ganz ehrlich, dieses Aus war absolut verdient, denn das Kleeblatt war an diesem Tag die bessere Mannschaft und brachte die richtige Einstellung in dieses Spiel ein. Dies konnte man von den Cluberern nicht behaupten. Deshalb wünsche ich den Fürthern für das Viertelfinale in Hoffenheim viel Erfolg.
Was mich aber noch viel nachdenklicher stimmt, sind die Vorkommnisse nach dem Spiel. Wieder einmal hat eine kleine Gruppierung von Kriminellen versucht die Fußball-Bühne zu nutzen. Unmittelbar nach dem Spiel fand Geschäftsführer Ralf Woy deutliche Worte und entschuldigte sich bei den Gästen. Einen Tag später hörte sich alles schon ein bisschen zurückhaltender an, jedoch in diesem Fall darf es keinen Zentimeter Boden für diese Art von Zuschauern geben. Bereits gegen Hoffenheim gab es wieder diese unsäglichen Schmähgesänge gegen Dietmar Hopp und nun die Stürmung des Innenraums. Angeblich sogar zuvor im Internet angekündigt.
Noch schlimmer ist aber, dass diese Gruppierung, ich weigere mich von Fans zu sprechen, auch im Verein immer mehr Macht übernehmen will. Im Aufsichtsrat sind sie bereits vertreten, und es ist typisch, dass ihr Aufsichtsrat Ehrenberg nicht mitbekommen haben will, was im Stadion abgegangen ist. Da kann ich nur sagen, wer diesen Skandal versucht zu leugnen, sollte sofort zurücktreten.
Aber auch die anderen Mitglieder sind aufgefordert bei der nächsten Wahl von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen, denn der Verein darf nicht noch mehr in die Hände dieser Leute kommen. Der Club ist nämlich ein demokratischer Verein, wo jeder mitbestimmen darf, aber dies muss trotzdem mit Verstand passieren.
Ich wünsche Ihnen einen guten Rutsch ins Jahr 2012 und verbleibe mit sportlichen Grüßen
Ihr Mathias Zeck Funkhaus Nürnberg

eine populistische Scheiße gepaart mit billiger Hetze und großer Ahnungslosigkeit über Fanszene, aber auch Kriminelle. Besonders bedauerlich ist es aber, dass es Plattformen gibt, wo solche Kolumnen (unkommentiert) abgedruckt und miese Gerüchte sowie Unterstellungen verbreitet werden.
… Chris Ehrenberg (Mitglied beim Supporters Club) öffentlich als Aufsichtsrat einer kriminellen Gruppierung in Verruf zu bringen, ist nicht nur in jeder Hinsicht falsch (und das muss auch ein Mathias Zeck wissen), sondern vor allem eine große Unverschämtheit, die nicht folgenlos bleiben darf!
… Chris Ehrenberg öffentlich zum Rücktritt aufzufordern, weil dieser „die Vorkommnisse im Stadion nicht gesehen haben will“, verrät wenigstens woher Zeck seine Infos bekommt und wie er sich bildet: Link folgen und unten auf Seite 2 klicken. Dass das BAC dieser Aussage bereits Tage vorher (!) widersprochen und richtig gestellt hatte (siehe 4. Satz aus obigen Link „Ein paar knappe Worte zum Derby), zeigt einerseits wieder einmal, wie die BILD Aussagen verdreht, und andererseits leider auch, dass selbst scheinbar intelligente und wahrscheinlich belesene Menschen wie Mathias Zeck solche Meldungen blind übernehmen und sich nicht die Mühe machen (wollen), wenigstens einmal auf die Homepage desjenigen (bzw. in diesem Fall die Homepage, welche als Sprachrohr fungiert) zu klicken, über den Sie da schreiben. Aber klar, das muss ja auch wieder ne kriminelle Vereinigung sein, oder?
… Das Gegenteil ist übrigens der Fall: Chris Ehrenberg hat sich mit den Vorgängen nach Spielschluß sehr wohl kritisch auseinandergesetzt, den Kontakt zu den „Zigarettenbürschle“ gesucht und den Platzsturm ihnen gegenüber kritisch hinterfragt! Ein Weg, der zielführender und lösungsorientierter im Sinne des FCN ist, als irgendeine populistische Scheiße in der Öffentlichkeit, das Bläffen nach härteren Strafen oder verhärtete Fronten (auf beiden Seiten)!
… Mathias Zeck und auch der BILD-Autor, dessen Name uns mal gepflegt am Arsch vorbeigeht, sollten sich dagegen überlegen, ob sie mit derartigen, öffentlichen Äußerungen nicht selbst dem FCN massiv schaden, indem sie einen Aufsichtsrat diskreditieren, der hinter den Kulissen sicher wichtige Arbeit für den Verein verrichtet, die weit mehr beinhaltet als „nur“ ein wertvolles Bindeglied zwischen Fan(anliegen) und Verein(sanliegen) zu sein! Er ist mit einem klaren Profil zum Aufsichtsrat gewählt worden – auch hier wäre journalistische Recherche angebracht gewesen.
… zu guter Letzt soll hier noch auf die Behauptung eingegangen werden, dass die „Stürmung des Innenraums angeblich zuvor im Internet angekündigt war“, also geplant war. Woher der Zeck das weiß? Na logisch, aus der Zeitung und diesem Artikel. Hier wird der Club-Pressesprecher wie folgt zitiert:

„Wir haben im Vorfeld zusammen mit der Polizei alle Szenarien durchgesprochen. Die Polizeipräsenz im Stadion hätte bedrohend gewirkt, deswegen haben wir davon Abstand genommen. Wir haben gehofft, dass der alleinige Einsatz von Sicherheitskräften eine deeskalierende Wirkung auf die Fans hätte. Dem war dann leider nicht so. Wir haben davon gehört, dass die Ultras eine Aktion nach dem Spiel geplant hatten, wussten aber nicht wann und wo.“

Wer das jetzt gesagt und was er wirklich gemeint hat, weiß natürlich keiner – abgesehen vom Autor des Artikels. Feststeht aber, dass die Ultras immer etwas planen. Vor dem Spiel. Nach dem Spiel. Während des Spiels. Unter der Woche. Der Verein weiß nur nicht wann, wo und was. Und auch der Verfassungsschutz ist machtlos, wenn diese (meist) Jugendlichen etwas planen. Abhilfe schafft hier übrigens nicht das Internet, sondern der Maya-Kalender. Da lässt sich eindeutig herauslesen, dass wir 2012 alle sterben werden!

Als Fazit bleibt zu sagen: „Schuster, bleib‘ bei deinen Leisten!“, wer sich derart im Ton vergreift wie ein Mathias Zeck, sollte vielleicht auch mal über eine „berufliche Neuorientierung“ nachdenken!

Mit sportlichen Grüßen
ein Zigarettenbürschlä