Polizeiliches Fehlverhalten bekämpfen!

Ist euch auch aufgefallen, wie viele Medien im Monat Februar über Polizeigewalt, polizeiliches Fehlverhalten und Ignoranz seitens der Polizei berichteten?

So langsam scheinen sich die vielen Vorfälle und Entgleisungen eben nicht mehr unter den Teppich kehren zu lassen und das Vertrauen in die Exekutive sinkt immer mehr. Wir Fußballfans können davon ja ein Lied singen. Zuerst wird geprügelt, dann verhaftet und später vor Gericht gelogen. Nicht selten wird während der Emittlungen eine Drohkulisse (Besuche auf der Arbeit, bei den Eltern…) gegenüber den Betroffenen erzeugt, die weit über das Ziel hinausschießt, weil sie womöglich unschuldige Bürger unnötigerweise bloßstellt und stigmatisiert. Natürlich nicht immer und auch nicht von allen, aber das System duldet es und jeder Polizist trägt dieses System mit! Kein Wunder also, dass man für einen Polizisten nur noch Verachtung empfindet.

Auf der anderen Seiten drücken Populisten – wie ein Herr Wendt von der Deutschen Polizeigewerkschaft – auf die Tränendrüse und merken gar nicht mehr, wie sie die Polizei dadurch noch lächerlicher und unglaubwürdiger machen.

Ein weiteres Problem ist die mangelnde Kritikfähigkeit. Meine Güte, auch euch darf doch mal ein Fehler passieren, aber dann stellt euch doch nicht hin, als hättet ihr alles richtig gemacht. Oder noch schlimmer: macht andere nicht dafür verantwortlich! Die Leute sind doch nicht blöd! Und die Leute reden untereinander über den Scheiß, über die Ungerechtigkeiten, die ihr Woche für Woche begeht! In der Hoffnung, dass sich dann doch mal was bei euch tut. Ihr wollt doch sonst auch immer, dass die schwarzen Schafe ausgegrenzt werden, dann fangt mal bei euch an!

Ganz wichtig ist daher, dass wir weiter auf polizeiliches Fehlverhalten aufmerksam und öffentlich machen! Schaut nicht weg, zeigt an! Nur wenn wir weiter dagegen vorgehen, wird sich auch etwas ändern! Jeder Polizist muss merken, dass Gewalt in Uniform und Korpsgeist vor Gericht nicht mehr unter dem Deckmantel der polizeilichen Aufgaben geduldet werden!

Eine gute Möglichkeit dazu bietet Crowdsourcing, welches verschiedene Quellen zusammenführt und auswertet. Die verschiedenen Quellen sind dabei die Erfahrungen und Beispiele von uns allen! Zum Thema „Polizeigewalt, Transparenz, demokratische Kontrolle“ wurde nun ein solches Crowdsourcing von www.metronaut.de ins Leben gerufen und wartet auf eure Mitarbeit:
Crowdsourcing zum Thema Polizeigewalt, Transparenz, demokratische Kontrolle

Anbei noch einmal eine unvollständige Übersicht verschiedenen Publikationen im Februar 2013, es wird Zeit…
SZ: Schläge im Namen des Gesetzes
SZ: Führungsfehler und falscher Korpsgeist
FAZ: Heule, heule Gänschen