Beiträge von Ya Basta!

Anstoßzeiten // So ein Zufall…

…nur einen Tag nach den angekündigten Protesten rund um das Wochenende mit dem Bundesliga-Montagsspiel, lässt die DFL nun verlauten, dass das Montagsspiel ab 2021 sowieso der Vergangenheit angehören soll. Dieser Beschluss wäre bereits vor einigen Wochen gefallen, kein Grund zur Aufregung also…

Kein Grund zur Aufregung?!

Natürlich will die DFL damit der drohenden Protestwelle Wind aus den Segeln nehmen und gleichzeitig das bundesweite Fanbündnis möglichst deppert dastehen lassen.
Aber wir werden uns nicht von solchen Lippenbekenntnissen blenden lassen! Noch gibt es keine (schriftlichen) Verträge, dass das auch so kommen wird. Weder von/mit der DFL noch den Vereinen!

Zu häufig gab es bereits in der Vergangenheit Versprechungen, die sich später als leere Worthülsen herausgestellt haben. Das heißt: Bis der neue TV-Vertrag nicht unterschrieben und veröffentlicht ist, dürfen wir von diesen Herren GAR NICHTS glauben oder gar erwarten.

Daher werden die Proteste wie geplant umgesetzt und auch in Zukunft fortgeführt, damit sie sich auch noch kurz vor Unterschrift des neuen TV-Deals daran erinnern können. Denn sie vergessen schnell, wenn wir sie nicht immer und immer wieder daran erinnern.

Des Weiteren ist auch klar: Wir werden uns nicht mit einem „Happen“ abspeisen lassen. Noch ist die Rede (und wir wiederholen: Es ist nur Gerede!) vom Montagsspiel der Bundesliga. Die Situation in der 2. und 3. Liga mit einem wöchentlichen (!) Montagsspiel soll offensichtlich jedoch unverändert bleiben und das ist genauso wenig hinzunehmen. Gleichzeitig wird hinter den Kulissen weiter daran gearbeitet, die Spieltage noch mehr zu zerstückeln. Auch das stellt keine Option dar! Die Rücknahme der Montagsspiele in der Bundesliga ist noch kein Entgegenkommen!

Kurz gesagt:
Es macht uns wieder einmal fassungslos für wie dumm uns DFL & Co offenbar verkaufen wollen, als dass sie glauben, uns mit diesem Happen abspeisen zu können!
Es macht uns wieder einmal fassungslos, wie weit weg diese Herren immer noch von der Fanbasis sind, wenn sie glauben, dass dieser Happen ausreicht!

Daher fühlen wir uns erst recht bestärkt, den Protest wie geplant umzusetzen, es gibt keinen Grund „zufrieden zu sein“, denn es ist immer noch nicht in ihren Köpfen angekommen, dass wir diese Spielchen nicht mehr mitmachen!

Nach wie vor lautet unser Ziel:
„Gegen Leverkusen – zum letzten Mal montags mit dem 1. FC Nürnberg!“, denn bis 2021 sind noch (zu) viele Montagsspiele zu vergeben!

Wir sind nicht aufgestiegen, um wieder montags zu spielen!

Trotz jahrelanger Zweitliga-Zugehörigkeit ist es uns nicht entgangen, dass mittlerweile auch in der Bundesliga Montagsspiele zum Spielplan gehören sollen. Die bundesweiten Proteste sind schließlich im ganzen Land angekommen und unter den Fußballfans in Deutschland gibt es keine zwei Meinungen: Es gibt absolut kein Verständnis mehr für die Entscheidungen der Clubvertreter, die die Spieltage immer noch weiter zerstückeln. Als Fan fragt man sich zurecht: Warum vergraulen die Clubs eigentlich ihre eigenen Fans und erschweren ihnen den Stadionbesuch? Bloß für ein paar müde Euro mehr in der Kasse?!

In Nürnberg, wo die Glubbfamilie wie keine zweite zum Erfolg des Vereins beitragen kann, sind wir in dieser Hinsicht besonders sensibel. Geprägt durch leider regelmäßige Zweitliga-Zeiten, welche wir stets als Zuschauermagnet repräsentierten, sind uns die Montagsspiele seit jeher ein Dorn im Auge. 2008 – die Anstoßzeiten der zweiten Liga wurden damals auf unchristliche Uhrzeiten gelegt und weiter zerstückelt – wurde in Nürnberg mit einem 20-minütigen Stimmungsboykott bei Montagsspielen auf breiter Basis gegen diese Missstände protestiert. Allein, es half nicht viel, die Vertreter in der DFL hielten auch in Zukunft die Hände auf, ohne die Interessen der eigenen Fans zu berücksichtigen.

Im Jahr 2017 spitzte sich der Konflikt zwischen Fußballfans und DFB/DFL weiter zu. Ein Kritikpunkt: Die immer unerträglicher werdenden Anstoßzeiten. Auf einem Treffen äußerte der Nürnberger Fan-Vertreter gegenüber Christian Seifert (Vorsitzender der Geschäftsführung der DFL) welche Brisanz dieses Thema hat – gerade in Nürnberg. Herr Seifert zeigte sich durchaus verständnisvoll, verwies jedoch auf die Bundesligaclubs, die eben jeden Groschen mitnehmen wollen. Natürlich muss das Umdenken dort beginnen, bei unseren eigenen Vereinen! Es erklärt aber nicht, warum die DFL ausgerechnet das Heimspiel unseres Glubbs gegen Leverkusen auf einen Montag terminiert hat! Weil wir es ja sowieso schon gewohnt sind? Wir werden uns nie daran gewöhnen! Im Gegenteil, es wird Zeit, die Proteste wieder deutlich hochzufahren. Die breite Unterstützung, messbar an der Lautstärke der regelmäßigen „Scheiß DFB-Gesängen“, macht es sogar notwendig, ein deutliches Zeichen zu setzen.

Bundesweit ist für den gesamten Spieltag von fast allen Kurven der ersten vier (!) Ligen ein 45-minütiger Verzicht auf organisierte Stimmung geplant (zur Stellungnahme). Ähnlich wie am 5. Spieltag in Dortmund ist es also durchaus erlaubt und gewünscht auch in dieser Zeit Emotionen zu zeigen. Ziel muss jedoch abermals sein, einen deutlichen Unterschied zwischen einem seelenlosen Stadion und einer lebendigen Kurve zu verdeutlichen. Bundesweit geht man also bewusst einen Schritt weiter, von 20 Minuten hoch auf 45 Minuten, mit weiterer Luft nach oben – sollten wir bei DFB und DFL immer noch kein Gehör finden.

Unser Spiel am Montag gegen Leverkusen wird aber natürlich besonders im Fokus stehen. Deshalb werden wir nicht nur 45 Minuten keine Stimmung organisieren, wir werden 45 Minuten die Stimmungsblöcke komplett leer lassen. Wir wissen, dass dies ein großer Eingriff in die Spieltagsgestaltung eines jeden Einzelnen ist. Jeder will das Spiel sehen. Wir müssen dieses Opfer jedoch bringen: Jeder von uns hat einen Bekannten, der es an diesem Montag wahrscheinlich nicht ins Stadion schaffen wird. Wir müssen dafür sorgen, dass jeder Glubberer „naus zum Glubb“ fahren kann – und das geht nur am Wochenende!

Wir bitten daher alle Fans aus den Stimmungsblöcken, die ersten 45 Minuten von einem anderen Block oder hinter der Plexiglasscheibe zu verfolgen. Wir sind uns sicher, jeder wird schon sein Plätzchen finden, aber egal wie, wir zählen auf euch und eure Solidarität. Alle Glubbfans, die es montags einfach nicht schaffen oder schaffen wollen, weil sie eine nicht unübliche Anreise von 100 Kilometern und mehr zu bewältigen haben, werden es euch danken! Genauso übrigens die Fans aus Leverkusen, die bereits angekündigt haben ihr Montagsspiel in Nürnberg zu boykottieren – die einfache Wegstrecke liegt für sie bei 430 Kilometern.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit werden wir schließlich die Blöcke betreten und nach einer weiteren, kurzen aber heftigen Protestphase, den Support aufnehmen.

Kommt bei Fragen wie immer auf uns zu. Wir sind eine Familie. Und wir haben richtig Bock der DFL ihr schickes Montagsspiel ordentlich zu versauen.

Dies muss das letzte Montagsspiel in Nürnberg werden!

Becher(n) für den guten Zweck – Spendenaktion am Samstag

Tobi hatte am 31.07.2010 als Fahrer eines PKWs aus bisher immer noch ungeklärter Ursache einen Unfall. Er war zum Zeitpunkt des Auffindens im Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr durch technische Rettung geborgen werden. Tobi würde in die unfallchirurgische Abteilung der Universitätsklinik Erlangen gebracht. Dort wurde eine Stammganglienblutung (Hirnblutung) beidseits festgestellt. Zu dem Frakturen, unter anderem am Jochbein, dem Schulterblatt und der Brustwirbelsäule, zudem noch weitere Begleitverletzungen, wie z.B. eine ausgeprägte Lungenquetschung.

Tobi hatte einen langen harten Weg vor sich. Doch mit all seiner Familie und Freunden könnte er schon viele Etappen schaffen. Und die nächsten sind schon in Sicht!

Tobi – Gemeinsam zurück ins Leben!

Mittlerweile ist er in ständiger Therapie, ob zu Hause oder auf Rehas in Herdecke, der Slowakei oder Ungarn. Besonders die Rehas im Ausland sind sehr effektiv, mit 3 Therapeuten die sich rund um die Uhr nur um den Tobi kümmern. Diese werden leider nicht von unseren Krankenkassen bezahlt und müssen aus eigener Kraft finanziert werden. Deshalb wollen wir Ihm mit der Spendenaktion unter die Arme greifen.

Die Legende bleibt!

Glubbfamilie, endlich geht es wieder los, endlich wieder erste Liga… und sehr wahrscheinlich wird es auch wieder Niederlagen setzen. Vielleicht werden diese Saison auch ein paar schlechte Spiele dabei sein oder sogar Enttäuschungen, in jedem Fall werden die Punkte nicht mehr so leicht zu holen sein wie im vergangenen Jahr.

Die Buchmacher sehen uns als Absteiger Nummer Eins, die Fachpresse scheint sich auch schon festgelegt zu haben und in der Netzwelt gewinnen so langsam die fränkischen Grantler die Oberhand: Der 1. FC Nürnberg sei nicht bundesligatauglich, der Kader zu schwach, Verstärkungen Fehlanzeige. Die so wichtige Aufstiegseuphorie ist verflogen. Könnte man meinen…

Denkste!

Denn wir lassen die Schlaumeier labern. Nörgeln können wir am Ende immer noch. Wir alle wissen, dass es eine schwere Saison wird. Wir wissen aber auch, was wir erreichen können, wenn wir wieder an einem Strang ziehen – und nicht in Schwarzmalerei verfallen!

Wir haben es letztes Jahr bewiesen: Kaum einer hatte uns auf der Rechnung. Die Mannschaft hat durch Teamgeist, Moral und Kampfgeist mehr als nur ihre Schwächen kompensiert. Wir als Glubbfamilie haben ihr den Rücken gestärkt, wenn sie am Boden lag. Aufgestanden sind unsere Spieler jedoch selbst, weil es in dieser Mannschaft einfach stimmt.

Daher sehen wir es auch nicht als Nachteil, dass noch keine „Kracher“ oder „Bomber“ verpflichtet wurden. „Hochkaräter“ hatten wir schon genügend am Valznerweiher – gescheitert sind sie alle! Wir brauchen keine Neuverpflichtungen, die über das Knie gebrochen werden, aber charakterlich nicht passen. Wir brauchen keine schicken Bubis, die das stimmige Gefüge unserer Mannschaft brechen. Wir glauben an diese Mannschaft, so wie sie ist. Sie hat Potenzial, sie hat Ehrgeiz und sie hat uns im Rücken!

Erinnert ihr euch noch an die Hinrunde der vergangenen Saison, als wir in Fürth gewonnen haben?
Als Hanno Behrens nach dem Spiel auf den Zaun geklettert ist?
Hattet ihr da nicht das Gefühl, vor euch steht ein Kapitän, der mit vollem Herzen dabei ist?

Erinnert ihr euch noch an die Rückrunde der vergangenen Saison, als wir gegen Braunschweig gewonnen haben?
Als sich die Mannschaft vor der Kurve noch einmal für den letzten Schritt in Sandhausen anspornen ließ?
Hattet ihr da nicht das Gefühl, vor euch steht eine Einheit, die weiß, dass wir nur zusammen stark sind?

Und wer immer noch zweifelt, sollte sich selbst eine Frage stellen: Welche Glubb-Mannschaften haben uns in den letzten 20 Jahren am meisten begeistert? Natürlich ist hier die Pokalsieger-Mannschaft als erstes zu nennen. Doch fast im gleichen Atemzug wird bei den meisten Glubbfans die hungrige Aufstiegsmannschaft aus der vergangenen Saison folgen.

Jedoch: Es gibt einen entscheidenden Unterschied. Die Pokalsieger-Mannschaft hat es im Jahr darauf verkackt. Diese Jungs haben die Chance, es besser zu machen! Sie müssen dafür nur gleichermaßen beherzt auftreten wie im letzten Jahr. Nicht mehr – aber auch nicht weniger.

Solange sie das tut, wird es unsere Aufgabe sein, negative Stimmung fern zu halten und Grantler zu überstimmen – selbst wenn die ersten Spiele verloren gehen!
Solange sie das tut, wird es unsere Aufgabe sein, die Glubbfamilie hinter dieser Mannschaft zu vereinen – um erneut zu überraschen!

Nun aber genug der Phrasen… Nehmt diese Worte mit, verinnerlicht sie, tragt sie weiter, betet sie jedem vor und lasst uns am Samstag gemeinsam rausgehen, mit der absoluten Gewissheit:

Die Legende bleibt!

Diese Aufgabe ist unser Versprechen!

4. Adrian-Fiedler-Gedächtnisturnier

Viel zu selten halten wir inne und machen uns bewusst, wie wertvoll unsere gemeinsame Zeit doch ist.
Das Adrian-Fiedler-Gedächtnisturnier ist ein solcher Moment. Er schmerzt, aber er gibt auch Kraft!

Neues Polizeiaufgabengesetz stoppen!

Am Freitag, 20. April findet in Nürnberg eine Demonstration gegen das geplante Polizeiaufgabengesetz statt. Beginn ist um 18 Uhr am Aufseßplatz. Mit dem neuen Gesetz soll die Polizei in Bayern zusätzliche, umfassende Befugnisse erhalten. Sie dürfte dann unter anderem Menschen auf reinen Verdacht überwachen, unabhängig davon ob diese tatsächlich etwas getan haben oder nicht. Das neue PAG wäre ein weiterer Schritt hin zum Polizeistaat Bayern, wie wir ihn uns momentan nicht ausmalen wollen. Also: Freitag, 18 Uhr, Aufseßplatz. Die paar Minuten sollte es uns wert sein!

Infoveranstaltung
„Konfliktfeld Fans vs DFB“
20. August // 10.30 Uhr
Sporthalle am Valznerweiher

„Menschen lügen 200x am Tag,
R. Koch schafft das in 60 Minuten“.

So lautete ein Spruchband der Nordkurve in Regensburg, dessen Hintergrund nicht allen Glubbfans klar sein dürfte. Verständlich. Liest ja auch nicht jeder die BILD, denn dort tobte sich der DFB-Vize in den letzten Wochen aus und schwadronierte gegen Ultras.

Kein Zufall. R. Koch weiß ganz genau, wann er die Unterstützung der BILD braucht, um ein bisschen Meinung zu machen; nämlich dann, wenn er befürchtet, die Meinungshoheit zu verlieren. Unkommentiert wollen wir seine Aussagen zu einem (bedrohlichen) Treffen mit den Ultras trotzdem nicht lassen. Wir haben uns daher nicht nur für das genannte Spruchband entschieden, sondern zugleich für eine große Infoveranstaltung, denn hinter dem Thema steckt mehr.

Wir wollen euch informieren, warum sich derzeit Fanszenen in ganz Deutschland vernetzen.
Wir wollen euch informieren, was auf diesem Treffen mit dem DFB wirklich gesagt wurde und wie es zukünftig weitergehen soll.

Wo:
Sporthalle am Valznerweiher

Wann:
Sonntag, 20. August, 10:30 Uhr

Vor dem Spiel gegen Union Berlin. Einlass ab 10 Uhr

Worum geht es?
★ Anstoßzeiten
★ 50 +1 / Investoren
★ Chinawahnsinn in der Bundesliga
★ Rechtmäßigkeit Sportgericht
★ Relegationsspiele als Teil der Gewinnmaximierung
★ Kartenkontingente
★ Auswüchse wie Helene Fischer

Worum geht es nicht?
★ Legalisierung von Pyrotechnik
★ dem FCN ans Bein zu pissen

Wir wollen ganz sicher nicht vom „Krieg dem DFB“ sprechen und wir werden die Uhr auch nicht zurückdrehen können. Aber dieses Thema brennt uns allen unter den Nägeln – landauf, landab, Fans und Vereinen. Das haben auch die Gespräche mit dem FCN in den letzten Wochen gezeigt.

Wir sind uns daher sicher, dass der DFB Korrekturen vornehmen wird. Wir ALLE müssen ihm nur laut und deutlich sagen, dass wir keinen Bock mehr auf diese Rahmenbedingungen haben!

Mit dem Bus nach Italien

… zum Testspiel gegen Inter!
Auf geht’s, anmelden, Nordkurve!

3. Lokal Kärwa

Ultras Nürnberg eröffnet die Kärwa-Saison und lädt nach dem Stuttgart-Heimspiel zu fränkischen Köstlichkeiten ins Lokal ein.
Fassbier, Weinstand, Schnapsba…, viel wichtiger ist aber wieder einmal der Stand der Assistenza und deren Aktion „Ball für Ball“.
Mit dem Kauf eines Balles sponsort ihr einen weiteren Ball, der einer sozialen Einrichtung in Nürnberg zugute kommt. Man glaubt fast gar nicht, wie viel so ein „einfacher“ Ball bewirken kann und kleinen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Wir freuen uns daher auf zahlreiche Gäste, schaut vorbei!

Treffen Nordkurve Nürnberg

Zur Erinnerung:
Morgen sind alle interessierten Glubbfans ins UN Lokal eingeladen, um über den weiteren Weg der Nordkurve Nürnberg zu diskutieren.
Ultras Nürnberg wird bei dieser Gelegenheit noch einmal die Eindrücke der letzten Monate schildern, die zum jetzigen, absoluten Tiefepunkt im Verhältnis mit dem Verein geführt haben. Wir hoffen auf zahlreiches Erscheinen.

Auch dieses Mal wird es die Möglichkeit geben, sich nach dem Spiel dem Haufen vor dem Eingang Nordkurve anzuschließen, um mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ins Lokal zu fahren.

Heimspiel gegen Aue

Nordkurve Nürnberg,
der Umgang mit der DFB-Strafe wurde am Freitag offen für alle diskutiert. Neben einem konkreten Ergebnis für das Spiel gegen Aue, wurde natürlich auch viel über DFB-Strafen an sich diskutiert. Bei letzterem gab es erfreulicherweise eine große Übereinstimmung unter alle Beteiligten, die kurz zusammengefasst werden soll.

- Die vergangenen Blocksperren haben nichts bewirkt. Weder in Nürnberg noch woanders. Es ist den ausgeschlossenen Fans immer gelungen an Karten anderer Blöcke zu kommen und von dort das gewohnte Bild zu erzeugen.

- Was jedoch viel entscheidender ist: Die Strafen haben das Fanverhalten nicht im geringsten beeinflusst. Im Gegenteil: Das „Feindbild DFB“ wächst und mit ihm auch der Graben gegenüber den Vereinen, die dieses Strafensystem unterstützen, indem sie nichts dagegen tun. DFB und Vereine treiben die Radikalisierung in den Kurven voran.

- Dies nimmt natürlich auch der DFB zur Kenntnis und trotzdem praktiziert er weiterhin dieses Modell – am Beispiel Nürnberg mit einer Stadionauslastung von derzeit ca. 50% scheint es besonders absurd zu sein, Fans und ihren Tifo auszuschließen, um ihnen einen Denkzettel zu verpassen. Daher ist es offensichtlich, dass der DFB mit diesen Strafen nur einen perfiden Zweck verfolgen will: Er will die Einheit der Kurven brechen und Fans gegeneinander aufbringen. Dies haben wir immer wieder spüren dürfen, wenn nach einer solchen DFB-Strafe hitzig über jene und deren Umgang (wie am Freitag) diskutiert wurde. Ergänzt durch die mediale Hysterie soll sich die Schlinge um die aktiven Fans weiter zu ziehen und Druck vom Umfeld erzeugt werden.

- Bei all den Millionen sind wir immer noch ein nicht zu unterschätzender Faktor für das „Produkt Fußball“ – so ekelhaft das klingt. Der DFB und die Vereine wollen daher auch nicht die aktiven Fans und ihren Tifo aus den Stadien verbannen. Sie wollen sie lediglich maßregeln und kontrollieren, was durch den erzeugten Druck aufgrund der Kollekrivstrafen gelingen soll. Doch genau diese Unterdrückung wird die Fankultur in den Stadien töten. Fankultur, die mehr wert ist, als wir es uns einreden lassen! Schauen wir uns noch einmal das Beispiel Nürnberg an: Was wäre der Verein heute ohne seine aktiven Fans, die in den letzten 30 Jahren mehr als jeder Spieler zur Strahlkraft dieses Vereins beigetragen haben?!

Die Frage nach dem Umgang mit der DFB Strafe wurde daher auch unter dem Aspekt diskutiert, wie man aus diesem Kreislauf ausbrechen kann. Hierbei wurde schon deutlicher, dass die Meinungen unterschiedlicher sind – worauf ja genau die Strafe des DFB abzielt: Uneinigkeit schaffen. Mit der großen Diskussionsrunde wollten wir damit entgegen wirken und bekräftigen daher noch einmal unsere Grundaussage: Es ist weniger wichtig, wie wir mit dieser Strafe umgehen. Wichtiger ist, dass wir alle hinter dieser Entscheidung stehen und sie mitragen, auch wenn sie nicht alle zu 100% befürworten.

Trotzdem hat sich in der Diskussion eine klare Tendenz entwickelt, wie das Spiel gegen Aue bestritten werden soll.
Werfen wir zunächst aber noch einmal einen kurzen Blick zurück.

Bei den vergangenen Blocksperren haben wir uns noch kaputt gelacht, weil wir einfach auf die Gegengerade gezogen und von dort unserer Leidenschaft nachgegangen sind. Auch der FCN hat sich gefreut, weil er nebenbei ein paar Dollar gemacht hat und weiterhin seine Stimmung für das „Event Stadionerlebnis“ geliefert bekam. Alles supi, könnte man daher meinen und wir waren uns sicher, dass der DFB aufgrund dieser Tatsachen bald von solchen Strafen ablassen würde. Doch nichts hat sich geändert! Dem DFB geht es bei diesem Strafenmodell überhaupt nicht darum, ob wir uns nun Karten für einen anderen Bereich holen und das tun, was wir immer tun – oder nicht. Bei Kollektivstrafen geht es immer um Spaltung nach dem Motto „Teile und herrsche!“ Denn während wir weiter über die Strafen lachen und singen, zieht sich heimlich, stilll und leise die Schlinge immer weiter zu. Daher ist es zu wenig, die Strafen einfach nur zu umgehen. Wir müssen zeigen, was sie anrichten können und den Druck zurück geben! Andernfalls werden diese Strafen irgendwann vielleicht tatsächlich mehr zerstören als es dem FCN und allen Fans lieb sein wird.

Denn ist es wirklich im Sinne des FCN, wenn die aktiven Fans irgendwann dauerhaft verbannt werden? Wenn die Stimmung, Fahnen und Choreographien aus dem Max-Morlock-Stadion verschwinden? Eines ist sicher: Wir werden zukünftig noch häufiger mit solchen Sperren belegt werden. Da bedarf es bald auch keiner Pyroaktionen mehr, es werden Lappalien wie beleidigende Spruchbänder oder freche Vereinsmaskottchen ausreichen.

Gegen Aue wollen wir daher den Unterschied aufzeigen und werden für 20 Minuten der DFB-Strafe nachkommen. Für die restlichen 70 Minuten werden wir sie erneut umgehen und rufen alle Fans (ob vom Urteil betroffen oder nicht) auf, sich Karten für die Blöcke 30 und 32 zu holen.
Mit dieser Blockwahl wollen wir auch den Wunsch aufgreifen, auf einen Standort auszuweichen, der weniger ausgelastet als die Gegengerade ist.

Für den Spieltag selbst rufen wir alle Fans auf, zum Treffpunkt um 10:30 Uhr an der Steintribüne zu kommen, um hier bereits ein erstes Zeichen der Geschlossenheit und Einheit zu setzen! Wir werden anschließend gemeinsam zum Stadion laufen und den Block betreten.

Wir wissen freilich nicht, ob dies bereits etwas in den Köpfen unserer Vereinsführung ändern wird. Wir wissen aber, dass dies auf Dauer etwas ändern würde.
… Lassen wir es besser nicht drauf ankommen, aber bei diesem düsteren Blick in die Zukunft haben wir nichts mehr zu verlieren!

Ein großer Dank geht an dieser Stelle noch einmal an alle Fans, die am Freitag anwesend waren, sowie alle Unterschützer und Kämpfer unserer Bewegung.
No Surrender!

Ultras Nürnberg, April 2017

IN A STORMY NIGHT

Sharen, haten, liken – whatever!
Es ändert sowieso nichts an der Realität im Stadion :-)

Infos Spendenaktion + Sonderzug Düdo

Hallo Nordkurve,
anbei zwei Ankündigungen, eine wichtiger als die andere!
Lesen, teilen, mitmachen/fahren!

GLUBB gegen Schalke

Erst Pokalflop, dann Pokalfight und zum Schluss fast noch ein Pokalkrimi.
Trotz der Niederlage gestern war es ein hoffnungsvoller Abend, der auch durch einige, nickliche Begleiterscheinungen nicht getrübt werden konnte.

Da wären zum einen die beiden Banner in den jeweiligen Kurven zu nennen, die auf die eingetragenen Vereine in Nürnberg und Gelsenkirchen verwiesen. Ein Thema, welches ja nun auch im Frankenland heiß diskutiert wird. Ein Jahr Anlaufzeit nahm sich dafür der neue Nürnberger Sonnenkönig, um dieses Fass aufzureißen, in der Hoffnung bis dahin genug Unterstützer gesammelt zu haben.

Zum anderen wäre da aber auch unser Ya Basta-Verkauf zu nennen, der dieses Mal nicht wie üblich im Stadion, sondern davor stattfinden musste. Das änderte also freilich nichts daran, dass wir unser Heft nicht an den Clubfan bringen konnten, viel mehr ging es eben darum, ein „repressives Zeichen zu setzen“. Ob kleinlich oder nicht, das wertet jeder für sich. Eine Nachhaltigkeit im Sinne einer Einsicht wird jedenfalls nicht stattfinden. Wieso auch? Wir fühlen uns in der Reaktion einiger Käufer sogar bestätigt zwar den Kopf zu schütteln aber dennoch zu lächeln.

Zuletzt muss an dieser Stelle aber auch noch auf ein weiteres Choreoverbot verwiesen werden. Nun stören sich die Ultras mittlerweile weniger daran, sanktioniert zu werden. Der Umgang damit ist gelernt und wird jedes Mal als Herausforderung wahrgenommen und gemeistert. Das Überleben dieser Kultur hängt weiß Gott nicht von Choreographien oder „anderen Privilegien“ ab. Wenn es also nur darum ginge, dass den Nürnberger Ultras in die Suppe gespuckt wird, dann wäre das gestern eben so gewesen. Wenn allerdings eine Freundschaftschoreo verboten wird, die mittlerweile eine einzigartige 35-jährige Verbindung dokumentiert, dann hat das noch eine andere Tragweite. Dann wird vor allem den Schalker Gästen eine schallende Ohrfeige verpasst. Nach einem Jahr Anlaufzeit hätte der neue Nürnberger Sonnenkönig auch dafür ein Gespür bekommen können. Schalke machte gestern den Gästeblock voller als die Fürther im Derby. Das Spiel gegen den befreundeten Club aus dem Ruhrgebiet zog sogar fast so viele Nürnberger ins Stadion wie das Derby. Es hätte nur wenige Gegner in dieser Pokalrunde gegeben, die die Hütte so voll wie gestern gemacht hätten. Vor diesem Hintergrund war das Choreoverbot weniger eine Sanktion und ein Denkzettel für die Nürnberger Ultras, es war viel mehr eine Respektlosigkeit gegenüber den Schalker Gästen und einer 35-jährigen Freundschaft.

Warum war es dennoch ein hoffnungsvoller Abend?
… weil man deutlich gesehen hat, wie Ultras und Fans sich ergänzen und aneinander für eine gute Stimmung brauchen. Der Motor braucht seinen Turbo und der Turbo startet nicht ohne laufenden Motor.
… und weil man gemerkt hat, dass der 1. FCN nicht immer als Sieger vom Platz gehen muss, um stolz auf ihn sein zu können.
Der Abend war hoffnungsvoll, weil er uns gezeigt hat, dass es gut ist, so wie es ist. Die Kurve und auch der 1. FCN als eingetragener Verein.
Solche Abende wie gestern. Mehr brauchen wir nicht!

GLUBB in Karlsruhe

Nicht vergessen: morgen Mottofahrt! Blondiert euch die Haare, klatscht Unmengen Gel in die Frisur und achtet darauf, dass euer Sweatshirt an den Ärmeln schön weit ist. Packt euren kultigsten Schal und die alten Fanshop-Fahnen ein. Das wird ein Fest!

Außerdem gibt es gute Nachrichten aus dem Hause Ya Basta!: Unser Saisonrückblick ist endlich in Druck und erscheint beim Heimspiel gegen Hannover 96. Nähere Infos folgen die Tage.

… und immer dran denken: es ist geil, ein Arschloch zu sein! So richtig dreckig und gemein…