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Die Luft wird dünner

Es ist bekannt, dass das Verhältnis zwischen Ultras Nürnberg und dem Verein derzeit auf einem Nullpunkt ist. Ultras Nürnberg hat seit November jeglichen Kontakt abgebrochen, weil man der Meinung ist, dass etwas Abstand beiden Seiten gut tun würde und dies besser als ein direkter Konfrontationskurs sei.

Daraus resultierte natürlich auch eine gewisse Einschränkung, was die Durchführung von Choreographien bei Heimspielen anbelangte. Große Blockfahnen oder Tausende von Zetteln lassen sich nun mal nicht einfach so mit ins Stadion nehmen. Diese benötigten in der Vergangenheit eine Anmeldung bzw. Genehmigung seitens des Vereins und selbst die Inhalte mussten bekannt gegeben werden. Ultras Nürnberg beschränkte sich seitdem auf Choreographien, die ohne Bürokratie, Abhängigkeit von Vereinsoffiziellen oder gar den viel zitierten sogenannten „Privilegien“ durchgeführt werden können.

Schaut man sich die vergangenen Aktionen an, dann muss man feststellen, dass diese Freiheit in keiner Weise missbraucht wurde. Weder die verwendeten Materialien noch die Inhalte waren zu beanstanden. Im Gegenteil: Die gezeigten Choreographien waren – trotz der genannten Einschränkungen – eine der wenigen positiven Erscheinungen im Max-Morlock-Stadion in der bisherigen Rückrunde. Schaut euch doch mal um, was in diesem Stadion von der „Faszination 1. FC Nürnberg“ noch geblieben ist!

Welchen Grund könnte es für einen Verein geben, sich nun daran zu stören, außer Machtspielchen?    

Denn schon bei der letzten Choreographie gegen Braunschweig wurden wir von der Sicherheitsabteilung belehrt, dass das große Banner angemeldet hätte werden müssen. Gegen Bochum wurde schließlich genauer hingeschaut und (nicht relevante) Teile der Choreo am Eingang verboten. Trotzdem hätte die Aktion durchgeführt werden können, wenn man nicht daran gehindert worden wäre, das Vereinslogo auf einem Banner vom Oberrang in den Unterrang zu spannen. Die Ordner im Oberrang hatten die „klare Anweisung“. Natürlich hätte man diese ignorieren und die Choreographie durchführen können, man wollte die Situation aber nicht eskalieren lassen. Es war uns die Sache dann einfach nicht wert und wir hatten es bereits gesagt:

„WIR BRAUCHEN DAS ALLES NICHT!“

Trotzdem haben wir uns in den letzten Wochen ungeachtet der erschwerten Bedingungen immer wieder aufgerafft, weil es unsere Bewegung ausmacht und weil wir natürlich auch eine gewisse Verantwortung gegenüber unserer Kurve und dem großen Namen 1. FC Nürnberg haben, um dem positiven Ruf der Nürnberger Choreographien weiterhin zu erhalten.

Diese Verantwortung trieb uns schließlich sogar dazu, zähneknirschend eine Anmeldung für das Derby direkt bei den Verantwortlichen der Westvorstadt vorzunehmen, welche jedoch nicht sofort bearbeitet wurde. Man wollte sich erst mit den Kollegen aus Nürnberg unterhalten, hieß es etwas überraschend. Kurz darauf wurde uns mitgeteilt, dass man darauf besteht, dass die Choreographie in Nürnberg angemeldet werden muss, bevor man alles weitere bespricht – das wäre ein standardisierter Ablauf.

Im Klartext: Wir sollten eine Choreographie, die wir der Fürther Fanbetreuung bereits offen gelegt hatten, nachträglich (nochmal!) in Nürnberg anmelden, damit diese sie (nochmal?) nach Fürth weiterleitet, denn nur dann dürfe/könne/wolle man in Fürth über eine Genehmigung entscheiden. Ob der Passierschein A38 auch noch verlangt worden wäre, wissen wir nicht, denn wir haben uns an dieser Stelle ausgeklinkt. Uns erschloss sich der Sinn dahinter nicht, außer Machtspielchen, denn die Nürnberger Fan- und Sicherheitsabteilung hätte sich sicher keinen Zacken aus der Krone gebrochen, wenn man über diesen „Formfehler“ hinweg gesehen hätte. Da kann man sich über die Presse noch so rechtfertigen und den schwarzen Peter schon mal weiterschieben. Wir werden dieses Mal aber nicht mit Empörung reagieren, wie sie es erwarten und erhoffen. Dann ist das eben so. Auch dieses Mal ist es uns die Sache einfach nicht wert.

Wir brauchen das alles nicht und wir fühlen uns darin bestätigt, weiterhin auf Abstand zu bleiben. Die Signale, die wir erhalten haben (einige weitere sind noch nicht für die Öffentlichkeit bestimmt), waren eindeutig und geben Anlass unsere gute Miene zum bösen Spiel zu überdenken. Denn wofür das Ganze? Für einen Verein, der durch seine derzeit handelnden Personen, so schlecht dasteht wie nie zuvor? Hört sich übertrieben an, aber schauen wir uns die Fakten an:

- Der 1. FC Nürnberg steht mit 29 Punkten nach dem 22. Spieltag in der 2. Liga auf Platz 9. Das ist die schlechteste Platzierung zu diesem Zeitpunkt der Saison seit der Regionalliga 1996/1997.

- Das Verhältnis innerhalb der Glubbfamilie (sowohl in der Kurve, als auch am Valznerweiher selbst) ist so schlecht wie nie. Meeske und Herrmann haben einen großen Anteil daran, dass das vorher noch nie so dagewesene Gemeinschaftsgefühl „Ich bereue diese Liebe nicht“ innerhalb von nur 2 Jahren komplett verloren ging und man sich voneinander entfernt. In einigen Themenfeldern treiben sie die Spaltung sogar bewusst voran.  

- Nicht unerwähnt darf bleiben, dass auch die Beschwerden der Gästefans über unwürdige Maßnahmen wie Ganzkörperkontrollen (zuletzt beim Heimspiel gegen Bochum) zunehmen. Auch dies ist kein Zufall!

- In sportlicher Hinsicht gibt es keinerlei Konzept, keinerlei Perspektive, außer das billige (Wahl-) Versprechen, dass nach einer Ausgliederung „vieles besser/einfacher“ werden würde.

- und wenn man nach den Gründen für die derzeitige Misere fragt, dann bekommt man immer noch zu hören, dass die „Vorgänger-Regierung“ ein Chaos hinterlassen hat und die Bedingungen (-> eV) so schlecht sind.

- ein Teil der Wahrheit ist aber auch, dass der 1. FC Nürnberg immer noch bessere Voraussetzungen als die meisten anderen Zweitligisten hat und es den verantwortlichen Personen trotzdem nicht gelingt, besser dazustehen. Mehr noch: Aus den letzten 1 1/2 Jahren können sie NICHTS vorzuweisen, was die Hoffnung wecken könnte, es würde mit ihnen wieder aufwärts gehen – ob ausgegliedert oder nicht.  

Der Abstand tat beiden Seiten gut, denn es war trotz des angespannten Verhältnis ruhig. Es ist also völlig unverständlich, warum der Verein in der jetzigen Situation unnötigerweise wieder auf Konfrontationskurs geht. Der FCN hat derzeit ganz andere Probleme und wenn er glaubt, dass er sich einen weiteren Nebenkriegsschauplatz leisten kann, dann zeigt es sehr deutlich, dass die handelnden Personen den 1. FC Nürnberg nicht verstanden haben und ihn verändern wollen.  

Ultras Nürnberg, März 2017  

Ode an die Fanzines – aus Nürnberg

Nach der gefühlten Fanzine-Renaissance von vor drei bis vier Jahren herrscht aktuell Flaute auf dem Hefte-Markt. Die bekannten Publikationen erscheinen wie gewohnt, doch vielerorts gehen die Auflagen zurück. Shops melden, dass es schwer sei die Druckerzeugnisse loszubekommen. Die Wertschätzung für Fußball-Fanzines scheint gesunken.

Das merken wir auch bei den Ya Basta!-Verkäufen. Da bleiben die Alt-Glubberer stehen, kramen die Tragetasche aus der Jacke und kaufen gleich vier Hefte. Viele jüngere Semester stolzieren in der neuesten Nordkurve-Kollektion und Markenschuhen vorbei, haben außer einem Grinsen allerdings nichts für uns übrig.

Ein Spiegelbild des Medienwandels? Eine unausweichliche Folge der Digitalisierung? Printsterben beim Fußball?

Vielleicht. Doch auch von älteren Szenegesichter hören wir schon mal, dass sie keine Hefte mehr lesen. Das, was im Ya Basta! oder dem Daggl steht, wisse man sowieso schon alles. Vielleicht haben sie damit recht und auch wir Hefte-Macher sollten umdenken: Hintergründiger werden und keine News wiederkäuen, die man sowieso nach fünf Minuten auf dem Handydisplay hat. Abwechslungsreicher werden und Infos gewissenhafter recherchieren.

Ode an die Fanzines

Doch: Es bleibt ein Kampf gegen Windmühlen. Seit mehreren Ausgaben versuchen wir im Ya Basta! etwa das übliche Spielberichtsschema zu brechen. Ihr kennt das alle zur Genüge: Anreise, Choreo und Stimmung, Spielgeschehen, Stimmung beim Gegner, Abreise. „Schullandheimbericht“ sagen wir dazu beim Ya Basta!. Die Anzahl dieser „Schullandheimberichte“ hielt sich in unseren letzten Heften stark in Grenzen. Wahrscheinlich tendierte sie sogar gegen Null. Selbst bei den größten Rotz-Spielen haben wir versucht den Fokus auf andere Teilaspekte des Spieltags zu lenken und dadurch Interesse zu wecken. Reaktionen darauf: Keine. Lediglich, wenn es mal einen „Aufreger“ gab, bekamen wir (kritisches) Feedback auf Spielberichte. Ansonsten blieb es wie gewohnt: „Spielberichte les‘ ich nicht, ich weiß ja sowieso schon alles.“ Oder um es auf Hopping-Hefte zu übertragen: „Les‘ ich nicht, steht doch eh nur wieder Belgrad drin.“ – Auch wenn ein Heft wie der Daggl das Belgrader Derby in den letzten Ausgaben komplett aussparte oder nur angereichert mit zahlreichen Hintergrundinfos etwas dazu schrieb.

Zum Thema Fanzines hat sich auch der Blaue Brief der Ultras Gelsenkirchen in der Ausgabe zum Spiel gegen Eintracht Frankfurt Gedanken gemacht. Auf Schalke ist die Situation ähnlich zu der in Nürnberg. Der Autor beschreibt sie in seiner „Ode an die Fanzines“ wie folgt:

Schaut man sich die Entwicklung der Verkäufe des BFU auf Schalke an, wird diese These unterstützt. Hat man früher bis zu 200 Hefte bestellt und verkauft, bekommt man heute kaum den kleinen Stapel weg. Woran liegt das? Gibt es kein Interesse mehr, sich mit solchen Themen auseinanderzusetzen? Reicht die bloße Information, das Wie und Warum ist egal? Sind wir so abgestumpft und schaffen den Blick nach draußen nicht mehr? Wir stehen als Ultras dauerhaft in der Diskussion, wie sollen wir Kritikern begegnen, wenn wir Ultras selber nicht mal wissen, was wir da tun, sondern immer nur einfach machen? Natürlich reicht es dabei nicht, wenn man sich durchliest, wie der Prof im Dröhnbütel beschreibt, wie er sich in Schweden bei ‘nem Glas Cola einen runtergeholt hat. Ich habe vielmehr den Eindruck, dass dieser Wissensdurst nach Hintergründen teilweise gar nicht mehr existent ist.

Auf diesen sehr lesenswerten Text folgte prompt eine Antwort im darauffolgenden Blauen Brief zum Spiel gegen Hertha am vergangenen Wochenende. Der Schreiber nimmt die Situation ähnlich wahr, appelliert an die Vorbildfunktion und bringt verschiedene Ideen, wie sich der Status Quo ändern ließe:

Doch gibt es genug andere Möglichkeiten, um das Fanzine wieder aus seiner Nische herauszuholen. Zum einen kann das ganz einfach über die Vorbildfunktion passieren: Beim Hineinwachsen in die Fanszene bekommt man ganz automatisch bestimmte Inhalte vorgelebt, sowohl auf einer allgemeinen Ebene, bei der ich an grundsätzliche Werte wie Zusammenhalt und Aufrichtigkeit denke, als auch im Speziellen, wie im Fall der Bedeutung von Zaunfahnen oder Szene-Klamotten. Und sind wir mal ehrlich: Wenn sich eine ganze Generation von Fans mit North-Face Jacken und New Balance eindeckt, weil „das halt dazugehört” oder „in ist”, warum sollte sich dieser Effekt nicht auch bei Fanzines erzielen lassen?

Die gemachten Vorschläge nehmen auch wir vom Ya Basta! gerne mit: Als Aufforderung weiter Gas zu geben; Gegenöffentlichkeit zu sein, Sammlerstück und vermutlich eines der besten Fanzines in Deutschland. Den nötigen Elan haben auch wir in den kommenden Monaten etwas vermissen lassen, doch wir sind gewillt es wieder anzupacken. Inhaltlich steht unsere Ausgabe 48 bereits.

Crowdfunding für ein Max-Morlock-Stadion?

Zum Thema Max-Morlock-Stadion und Crowfunding-Projekt der Consorsbank zitieren wir die Stellungnahme der Initiative „Max-Morlock-Stadion jetzt!“:

In den letzten Tagen wurde bereits viel über das Max-Morlock-Stadion und die Pläne einer Bank diskutiert. Demnach wird sich die Bank die Namensrechte sichern und mittels einer Crowdfunding Kampagne den Namen „Max-Morlock-Stadion“ realisieren, wenn dadurch 800.000 Euro zusammenkommen.

Das klingt interessant und es zeigt wieder einmal, dass „Max-Morlock-Stadion“ eine Option ist, mit der sich alle Ebenen befassen oder befassen müssen, weil es nicht nur unumgänglich, sondern auch charmant und einzigartig ist!

Bevor wir jedoch in Jubel ausbrechen, weil das Achteck endlich seinen verdienten Namen bekommen soll, müssen wir noch einmal genauer hinschauen.

Crowdfunding, Bank und Namensrechte – das sind nun mal Begrifflichkeiten, die nicht mit unserer Welt der Fußballromantik zu vereinbaren sind. Denn natürlich verspricht sich auch die Bank von diesem Engagement Profit. Sie wird mit dem MMS und unserer Wertevorstellung Geld machen wollen. Und letztendlich ist sie es auch, die am Ende des Tages ganz alleine über den Namen entscheiden kann. Deshalb werden wir genau hinschauen, wie das Crowdfunding ablaufen soll. Wir werden intervenieren, sobald in Bereiche unseres Fandaseins eingegriffen wird. Genauso wie wir intervenieren, sollten Konzerninteressen über der Sache stehen.

Eine Kernaussage unserer Initiative war es, dass das „Max-Morlock-Stadion“ ohne Sponsor oder Gönner realisiert wird. Diese Kernaussage wird auch bestehen bleiben. Das bedeutet: Unabhängig vom Ausgang der Crowdfunding-Kampagne wird die Arbeit unserer Initiative weitergehen. Das Ziel ist noch nicht erreicht.

Klar ist aber auch: Diese Nachteile würde jeder Sponsor mit sich bringen. Der Vorstoß der Consors Bank könnte aber dagegen eine Türe öffnen. Hat sich der Name erst einmal im offiziellen Sprachgebrauch verankert, dann wird er danach unantastbar sein!

Wir sehen den jetzigen Schritt als Etappenziel. Es mag schwer fallen die Aktion einer Bank zu unterstützen – doch das gespendete Geld wandert an die Stadt Nürnberg und nicht an die Bank. Nach 10 Jahren wäre die Verwirklichung dieses Vorhabens wohl der größte Schritt zum Ziel! Es bleibt aber nur ein Etappenziel, das in der heutigen Zeit wahrscheinlich sogar unumgänglich ist, erreicht und überwunden werden muss.

Max Morlock Stadion

Daggl beim Glubb

Kollege Benny schreibt folgendes:

Bitte bei Gelegenheit posten: „Am Freitag gibt es vor dem Eingang Nordkurve noch ca. 40 Daggl #11 im freien Verkauf. Man sieht sich! Wir sind die Fans vom Glubb!“

…und ein Bild gibt es auch dazu:

Restausgaben Daggl

Daggl in Heidenheim

Samstag spielt der Glubb in Heidenheim. Folgende Info von den Kollegen vom Daggl:

Der Daggl fährt Auswärts! In Heidenheim wird der Köter vor dem Stadion unter das Volk gebracht und kann für den Einzelpreis von 4 Euro erworben werden. Wir haben auch ein paar wenige Glubbfibeln im Gepäck, also haltet die Augen und Ohren offen. Glubberer? – Fraaaalie!

Daggl #11 out now

Der Daggl ist wieder in Druck und kann ab sofort vorbestellt werden! Ein Dreiviertel Jahr nach der Jubiläumsausgabe kommt der Köter wieder um die Ecke und kann auf seine Leserinnen und Leser losgelassen werden. 160 Seiten sind es diesmal geworden. Von November 2015 bis Anfang Juni 2016 wurden folgende Länder bereist: England, Tschechien, Griechenland, Serbien, Albanien, Marokko, Schottland, Wales, Italien, Frankreich, Niederlande, Schweden und die Türkei. Maxe war in Sudan, Südsudan, Sambia, Simbabwe und Uganda unterwegs. So ganz nebenbei verfolgten wir auch den verpassten Aufstieg des FCN.

Dazu blicken wir unserem Rückblick auf alle die kuriositäten rund um den Verein und die Fanzszene zurück. Wir feiern das 20. Jubiläum der Regionalliga Saison des FCN, haben einige Fanzines gelesen und gehen in die Diskussion rund um eine mögliche Ausgliederung der Profiabteilung. Diese wird mit zwei weiteren Ausgaben in diesem Jahr fortgesetzt. Seid gespannt!

Den Daggl gibt es vorerst nur auf dem Postweg unter dagglmania@gmail.com. Aufgrund einer stark verkleinerten Auflage müssen wir leider den Preis pro Ausgabe auf 4 Euro erhöhen.

Daggl-Numero-11

Lesestoff zu Weihnachten: Hefdla plus Fußballfibel

Aufgemerkt: Das allseits beliebte „Hefdla“ geht in die nächste Runde! Rechtzeitig zum Spiel gegen Kaiserslautern hat es das einzigartige Schriftstück aus dem Copyshop geschafft. Haltet morgen einfach rund um die Nordkurve die Augen auf und sichert euch DAS Unikat Nürnberger Fanzinekultur – natürlich wie immer von und mit Gabriele 100 DS.

Außerdem noch folgende Info vom Kollegen Benny:

Zum letzten Heimspiel des Jahres, gegen den 1.FC Kaiserslautern, gibt es um das Stadion herum die 1.FC Nürnberg Fußballfibel zu kaufen. Achtet dabei auf die Flyer-Verteiler der Initiative „Mein Club mein Verein“. 2 Euro pro verkauftem Buch (Preis 9,99) kommen der Weihnachtsspendenaktion der Nordkurve Nürnberg zu Gute. Auf drei Punkte für den Glubb und Frohe Weihnachten!

Also Glubbfans, die Feiertage mit der Verwandtschaft werden lang – deckt euch mit dem passenden Lesestoff ein. Lang lebe die Nürnberger Fanzinekultur!

Spendet Becher für Viva con Agua

Beim Auswärtsspiel in St. Pauli organisieren die Clubfans Norddeutschland wieder eine Spendenaktion in Zusammenarbeit mit Viva con Agua. Dazu verweisen wir gerne auf die Info der Organisatoren. Helft alle mit und spendet eure Pfandbecher!

Clubfans jagen eigenen Rekord am Millerntor – Erneute Spendenaktion für Wasserprojekte von Viva con Agua

Neben Aktionen auf Musik-Festivals und Konzerten sammelt „Viva con Agua“ auch bei Spielen am Millerntor Pfandbecher für einen guten Zweck. Seit letzter Saison werden jetzt auch im Gästeblock Spenden sowie Pfandbecher gesammelt.

Auch Mitglieder der Clubfans Norddeutschland engagieren sich ehrenamtlich für Viva con Agua und werden beim Club-Spiel am Millerntor am 31.10.2016 wieder im Gästeblock mit einem Info-Stand vertreten sein, bei dem ihr kostenlos Trinkwasser gegen eine freiwillige Spende erhaltet. Diese Spenden gehen zu 100% an Viva con Agua und ihr erkennt uns an der blauen Viva-con-Agua Fahne. Zudem haben alle Clubfans die Möglichkeit, ihren Pfandbecher zu spenden.

In der letzten Saison haben wir Clubfans einen neuen Auswärtsspendenrekord von unglaublichen 478 Bechern aufgestellt. Da diese Saison immer mehr Gästefans über die Aktionen informiert werden, sollte dies ein zusätzlicher Anreiz sein, den Spendenrekord von letzten Jahr noch einmal zu überbieten!

Vom Becherpfand gehen 50% komplett an „Viva con Agua“ und somit direkt in Trinkwasserprojekte in Äthopien. Die restlichen 50% gehen direkt nach Nürnberg; und zwar an Max. Unter dem Motto „Clubfans helfen Max, Max hilft Kindern in Simbabwe“ sammelt Max Weeger Spenden, die er bei privaten Reisen persönlich vor Ort an Aids-Waisen und andere hilfsbedürftige Kinder in Simbabwe übergibt. Somit kommen 100% der Spenden direkt den Kindern zugute.

Viva con Agua („VcA“) versteht sich als „Offenes Netzwerk“, das vorwiegend von den über 7.000 ehrenamtlichen Supportern lebt und sich dafür einsetzt, dass alle Menschen weltweit einen Zugang zu sauberem Trinkwasser sowie zu sanitärer Grundversorgung bekommen. Mit diversen Aktionen u.a. auf Konzerten, Festivals oder Spendenläufen begeistert VcA Menschen für soziales Engagement und sammelt Spenden für weltweite Wasserprojekte der Welthungerhilfe. Alle Aktivitäten verfolgen dabei stets ein gemeinsames Ziel: Wasser für ALLE! So konnten durch die Arbeit von VcA in den vergangenen Jahren bereits mehr als 500.000 Menschen u. a. in den Schwerpunktländer Äthiopien, Uganda, Indien und Nepal unterstützt werden. Die Wasserprojekte verfolgen immer den integrierten Ansatz, namens WASH – eine Abkürzung für WAter, Sanitation and Hygiene. Trinkwasserprojekte werden demnach kombiniert mit Sanitärprojekten und Hygienemaßnahmen und alle Maßnahmen wie z. B. Brunnen, Quelleinfassungen oder Latrinen werden bedarfsgerecht konzipiert und auf regionale Gegebenheiten ausgerichtet. Weitere Informationen findet ihr auf: http://vivaconagua.org/

Wir freuen uns auf alle Glubberer und eure (Becher)Spenden am Millerntor!
Hamburg im Oktober 2016

Initiative „Mein Club, mein Verein“ gegründet

Alle Infos unter: www.meinclubmeinverein.de
Verbreiten, teilen, unterstützen. Mitglied werden beim 1.FCN!

Mein Club, mein Verein

Lesung im Z-Bau: Fußballfibeln

Diesen Freitag, 2.9.2016 findet im Z-Bau eine Lesung aus drei Fußballfibeln statt. Ab 20 Uhr lesen Benny Wolf (1.FC Nürnberg), Alexander Mennicke (Chemie Leipzig) und Jente Knibbiche (1.FC Magdeburg). In ihren dieses Jahr erschienenen Büchern aus der Reihe „Bibliothek des Deutschen Fußballs“ haben alle drei Autoren versucht, das Wesen ihrer Vereine einzufangen (siehe dazu auch Ya Basta! #47). In Nürnberg kommen sie nun zusammen und gewähren Einblicke in ihre Machwerke. Kommt zahlreich! Der Eintritt kostet schlappe 3 Euro. Vor Ort gibt es einen Stand, an dem ihr alle bislang veröffentlichten Fibeln erstehen könnt.

Lesung Fu�ballfibeln

Ya Basta! #47 ab sofort erhältlich

The boys are back in town! Das neue Ya Basta! #47 erscheint am Freitag zum Heimspiel gegen Heidenheim. Wie gewohnt erhaltet ihr das Heft für 4 Euro rund um die Eingänge zur Nordkurve und Gegengerade (weil Blocksperre). Auf 140 Seiten erwarten euch dieses Mal folgende Themen:

★ Fußballfilme: In unserem Titelthema dreht sich dieses Mal alles um das Bewegtbild rund um den Ballsport
★ Amateure: Für unsere neue Rubrik zu den Glubb-Amateuren haben wir ein exklusives Interview mit Andy Wolf geführt
★ Staatsfeinde: Ein ehemaliger Stadionverbotler über seine Zeit vor den Toren
★ Nordkurve: Wir blicken auf das Saisonfinale 2015/16 zurück
★ EM & Copa: Ein Nürnberger Groundhopper war bei beiden Turnieren und berichtet von seinen Erfahrungen
★ Meine Stadt: Die Geschichte des Nürnberger Flughafens
★ und vieles mehr…

Da die Ausgabe gerammelt voll ist, mussten wir leider einige Themen auf den Saisonrückblick schieben. Dieser erscheint voraussichtlich kommenden Monat.

Ya Basta! #47 Cover

Glubbfibel out now

Unser Kumpel Benny vom Daggl hat es geschafft: In diesen Tagen erscheint die 1.FC Nürnberg-Fußballfibel. Auf 160 Seiten beschreibt Benny seinen Werdegang als Glubbfan. Es geht um den Verein, die Fanszene und persönliche Anekdoten. Die Glubbfibel erscheint in der Reihe „Bibliothek des deutschen Fußballs“, herausgegeben von Frank Willmann. In meist kurzen Erzählungen versuchen Fans das Wesen ihrer Vereine einzufangen. Bislang sind unter anderem Fibeln zum 1.FC Magdeburg, Chemie Leipzig und Hansa Rostock erschienen. Benny ist nun der erste, der einen Verein aus dem Westen porträtiert. Auf der Seite des Culturcon-Verlags kann das Buch vorbestellt werden.

Benjamin Wolf: 1.FC Nürnberg – Fußballfibel
160 Seiten (inklusive Bilder), 9,99 Euro
Vorbestellung unter: www.culturcon.de

Fu�ballfibel 1.FC Nürnberg

Leseprobe

Nach dem Abbruch-Spiel in Fürth kam der Club auch weiterhin nicht in die Gänge und der amtierende deutsche Rekordmeister richtete sich in der damals zweitklassigen Regionalliga Süd häuslich ein. In der Saison 1973/74 scheiterte die Mannschaft ganz knapp. Für die Rückkehr in die Bundesliga fehlte am Ende nur ein Tor. Zur Folgesaison führte der DFB die zweigleisige 2. Bundesliga ein, mit je 20 Mannschaften in einer Nord- und einer Südstaffel. Der Club verbrachte das erste Jahr in der neuen Liga im Mittelfeld. Erst in der Saison 1975/76 gelang der Mannschaft, trainiert von Hans Tilkowski, wieder der Einzug in die Aufstiegsrunde. 55.000 Zuschauer sahen im Städtischen Stadion eine 0:1-Niederlage gegen Borussia Dortmund, bevor auch das Rückspiel im Westfalenstadion mit 2:3 an die Schwarz-Gelben ging. Wieder war man gescheitert, wieder mussten sich die erfolgsverwöhnten Clubfans (die letzte Meisterschaft lag schließlich nicht einmal zehn Jahre zurück) auf ein Jahr im Unterhaus einstellen. So langsam aber sicher machte sich dies auch im Zuschauerzuspruch bemerkbar. Zum letzten Heimspiel der Saison 1976/77 gegen den oberfränkischen Vertreter Bayern Hof kamen gerade mal noch 1.743 Unerschrockene in das Städtische Stadion. Der Club belegte am Ende Platz fünf. Es waren triste Zeiten und aus dem ehemals ruhmreichen 1. FC Nürnberg wurde ein Verein, der seinen eigenen Ansprüchen, denen seines Umfelds und nicht zuletzt denen seiner Fans hoffnungslos hinterherhinkte und noch dazu in finanzielle Schieflage geraten war. (mehr…)

Leider geil: Gedanken zu WM und EM

Morgen tritt die Auswahl des DFB das erste Mal gegen den Ball. Es ist Europameisterschaft. Die einen freuen sich, die anderen sind genervt. In unseren Print-Ausgaben haben wir Welt- und Europameisterschaften immer wieder aufgegriffen. Immerhin stellt sich gerade als Ultras die Frage: Darf man das jetzt gut finden – oder nicht? Der vorliegende Kommentar beschäftigt sich mit genau diesem Dilemma. Er stammt aus der Ya Basta!-Ausgabe #40 (September 2014) und blickt auf die WM 2014 in Brasilien zurück.

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Leider geil – Warum mir die WM keine Ruhe lässt
Ein Kommentar

Meine erste konkrete Fußballerinnerung, das war die WM 1998. Nur am Rande bekam ich mit, dass Deutschland, damals unter Berti Vogts, im Viertelfinale gegen Kroatien verloren hatte. Denn der Star meiner Gang im späten Kindergartenalter, das war Zinedine Zidane. Jeder wollte so kicken wie er. Und wenn nicht so wie Zidane, dann vielleicht wenigstens wie Ronaldo. Oder Rivaldo. Die waren ja eigentlich auch ganz ok.

Wir versuchten ihre Tricks nachzustellen. Der bekannte Zidane-Übersteiger. Wer ihn beherrschte war der Gott auf dem Bolzplatz. Ebenso wie Zizou in den großen Stadien dieser Welt. – Heute versuche ich via Ebay das 98er-Zidane-Trikot aufzutreiben. Bislang ohne Erfolg. Wer würde es schon freiwillig hergeben?!

Es folgte das WM Turnier 2002 in Japan und Südkorea. Damals bekam ich von dem ganzen Trubel schon etwas mehr mit. Und: Inzwischen fieberte ich auch für Deutschland mit. Beim großen Favoritensterben in Fern-Ost schaffte es die damalige Rumpeltruppe, dank der überragenden Kahn und Ballack, bis ins Finale. Dort wartete das übermächtige Brasilien. Nach dem verlorenen Endspiel war ich erstmal geknickt. Brasilien war aber einfach besser.

2006 kam dann die WM im eigenen Land. Auch ich war, mit gerade 14 Lenzen auf dem Buckel, euphorisiert. Deutschland steigerte sich von Spiel zu Spiel. Beim Viertelfinale gegen Argentinien jubelte ich, nach dem Halbfinale gegen Italien weinte ich. – Ich wollte auch mal wissen wie es sich anfühlt, einen Titel zu gewinnen. Beim Glubb konnte ich schließlich nicht so schnell damit rechnen. (mehr…)

Restexemplare Jahresheft

Da uns immer wieder Nachfragen erreichen, ob es das Paket aus Jahresheft + T-Shirt + Saisonkarte noch gegen St. Pauli geben wird:
Ja, wir haben noch wenige Restexemplare, es empfiehlt sich daher, schon frühzeitig am Container zu sein!

Ya Basta! #46 out now

Das neue Ya Basta! #46 erscheint pünktlich zum Saisonendspurt beim Heimspiel gegen St. Pauli. Das Heft mit dieses Mal 120 Seiten erhaltet ihr wie gewohnt für 4 Euro an den Eingängen zur Nordkurve.

Ya Basta #46 Cover Bulthuis

Dieses Mal erwarten euch folgende Themen:

★ Titel: Spruchbänder – ehrlich, plakativ, kontrovers
★ Interview: Dave „The Machine“ Bulthuis
★ Greatest Moments: Meisterschaft 1936
★ Auswärtsblock: Clasico in Costa Rica
★ Nordkurve: 15 Spiele Glubb-Wahnsinn
★ Wintertrainingslager 2016: Krusty Malaka Tour reloaded

Als Leseprobe erhaltet ihr dieses Mal unseren Auswärtsblock zum Derby in Costa Rica: Deportivo Saprisso gegen Deportivo Alajuelense.
Leseprobe: Ya Basta! #46 – Auswärtsblock