Archiv der Kategorie '5│ lesenswert'

Lesestoff zu Weihnachten: Hefdla plus Fußballfibel

Aufgemerkt: Das allseits beliebte „Hefdla“ geht in die nächste Runde! Rechtzeitig zum Spiel gegen Kaiserslautern hat es das einzigartige Schriftstück aus dem Copyshop geschafft. Haltet morgen einfach rund um die Nordkurve die Augen auf und sichert euch DAS Unikat Nürnberger Fanzinekultur – natürlich wie immer von und mit Gabriele 100 DS.

Außerdem noch folgende Info vom Kollegen Benny:

Zum letzten Heimspiel des Jahres, gegen den 1.FC Kaiserslautern, gibt es um das Stadion herum die 1.FC Nürnberg Fußballfibel zu kaufen. Achtet dabei auf die Flyer-Verteiler der Initiative „Mein Club mein Verein“. 2 Euro pro verkauftem Buch (Preis 9,99) kommen der Weihnachtsspendenaktion der Nordkurve Nürnberg zu Gute. Auf drei Punkte für den Glubb und Frohe Weihnachten!

Also Glubbfans, die Feiertage mit der Verwandtschaft werden lang – deckt euch mit dem passenden Lesestoff ein. Lang lebe die Nürnberger Fanzinekultur!

Spendet Becher für Viva con Agua

Beim Auswärtsspiel in St. Pauli organisieren die Clubfans Norddeutschland wieder eine Spendenaktion in Zusammenarbeit mit Viva con Agua. Dazu verweisen wir gerne auf die Info der Organisatoren. Helft alle mit und spendet eure Pfandbecher!

Clubfans jagen eigenen Rekord am Millerntor – Erneute Spendenaktion für Wasserprojekte von Viva con Agua

Neben Aktionen auf Musik-Festivals und Konzerten sammelt „Viva con Agua“ auch bei Spielen am Millerntor Pfandbecher für einen guten Zweck. Seit letzter Saison werden jetzt auch im Gästeblock Spenden sowie Pfandbecher gesammelt.

Auch Mitglieder der Clubfans Norddeutschland engagieren sich ehrenamtlich für Viva con Agua und werden beim Club-Spiel am Millerntor am 31.10.2016 wieder im Gästeblock mit einem Info-Stand vertreten sein, bei dem ihr kostenlos Trinkwasser gegen eine freiwillige Spende erhaltet. Diese Spenden gehen zu 100% an Viva con Agua und ihr erkennt uns an der blauen Viva-con-Agua Fahne. Zudem haben alle Clubfans die Möglichkeit, ihren Pfandbecher zu spenden.

In der letzten Saison haben wir Clubfans einen neuen Auswärtsspendenrekord von unglaublichen 478 Bechern aufgestellt. Da diese Saison immer mehr Gästefans über die Aktionen informiert werden, sollte dies ein zusätzlicher Anreiz sein, den Spendenrekord von letzten Jahr noch einmal zu überbieten!

Vom Becherpfand gehen 50% komplett an „Viva con Agua“ und somit direkt in Trinkwasserprojekte in Äthopien. Die restlichen 50% gehen direkt nach Nürnberg; und zwar an Max. Unter dem Motto „Clubfans helfen Max, Max hilft Kindern in Simbabwe“ sammelt Max Weeger Spenden, die er bei privaten Reisen persönlich vor Ort an Aids-Waisen und andere hilfsbedürftige Kinder in Simbabwe übergibt. Somit kommen 100% der Spenden direkt den Kindern zugute.

Viva con Agua („VcA“) versteht sich als „Offenes Netzwerk“, das vorwiegend von den über 7.000 ehrenamtlichen Supportern lebt und sich dafür einsetzt, dass alle Menschen weltweit einen Zugang zu sauberem Trinkwasser sowie zu sanitärer Grundversorgung bekommen. Mit diversen Aktionen u.a. auf Konzerten, Festivals oder Spendenläufen begeistert VcA Menschen für soziales Engagement und sammelt Spenden für weltweite Wasserprojekte der Welthungerhilfe. Alle Aktivitäten verfolgen dabei stets ein gemeinsames Ziel: Wasser für ALLE! So konnten durch die Arbeit von VcA in den vergangenen Jahren bereits mehr als 500.000 Menschen u. a. in den Schwerpunktländer Äthiopien, Uganda, Indien und Nepal unterstützt werden. Die Wasserprojekte verfolgen immer den integrierten Ansatz, namens WASH – eine Abkürzung für WAter, Sanitation and Hygiene. Trinkwasserprojekte werden demnach kombiniert mit Sanitärprojekten und Hygienemaßnahmen und alle Maßnahmen wie z. B. Brunnen, Quelleinfassungen oder Latrinen werden bedarfsgerecht konzipiert und auf regionale Gegebenheiten ausgerichtet. Weitere Informationen findet ihr auf: http://vivaconagua.org/

Wir freuen uns auf alle Glubberer und eure (Becher)Spenden am Millerntor!
Hamburg im Oktober 2016

Initiative „Mein Club, mein Verein“ gegründet

Alle Infos unter: www.meinclubmeinverein.de
Verbreiten, teilen, unterstützen. Mitglied werden beim 1.FCN!

Mein Club, mein Verein

Lesung im Z-Bau: Fußballfibeln

Diesen Freitag, 2.9.2016 findet im Z-Bau eine Lesung aus drei Fußballfibeln statt. Ab 20 Uhr lesen Benny Wolf (1.FC Nürnberg), Alexander Mennicke (Chemie Leipzig) und Jente Knibbiche (1.FC Magdeburg). In ihren dieses Jahr erschienenen Büchern aus der Reihe „Bibliothek des Deutschen Fußballs“ haben alle drei Autoren versucht, das Wesen ihrer Vereine einzufangen (siehe dazu auch Ya Basta! #47). In Nürnberg kommen sie nun zusammen und gewähren Einblicke in ihre Machwerke. Kommt zahlreich! Der Eintritt kostet schlappe 3 Euro. Vor Ort gibt es einen Stand, an dem ihr alle bislang veröffentlichten Fibeln erstehen könnt.

Lesung Fu�ballfibeln

Ya Basta! #47 ab sofort erhältlich

The boys are back in town! Das neue Ya Basta! #47 erscheint am Freitag zum Heimspiel gegen Heidenheim. Wie gewohnt erhaltet ihr das Heft für 4 Euro rund um die Eingänge zur Nordkurve und Gegengerade (weil Blocksperre). Auf 140 Seiten erwarten euch dieses Mal folgende Themen:

★ Fußballfilme: In unserem Titelthema dreht sich dieses Mal alles um das Bewegtbild rund um den Ballsport
★ Amateure: Für unsere neue Rubrik zu den Glubb-Amateuren haben wir ein exklusives Interview mit Andy Wolf geführt
★ Staatsfeinde: Ein ehemaliger Stadionverbotler über seine Zeit vor den Toren
★ Nordkurve: Wir blicken auf das Saisonfinale 2015/16 zurück
★ EM & Copa: Ein Nürnberger Groundhopper war bei beiden Turnieren und berichtet von seinen Erfahrungen
★ Meine Stadt: Die Geschichte des Nürnberger Flughafens
★ und vieles mehr…

Da die Ausgabe gerammelt voll ist, mussten wir leider einige Themen auf den Saisonrückblick schieben. Dieser erscheint voraussichtlich kommenden Monat.

Ya Basta! #47 Cover

Glubbfibel out now

Unser Kumpel Benny vom Daggl hat es geschafft: In diesen Tagen erscheint die 1.FC Nürnberg-Fußballfibel. Auf 160 Seiten beschreibt Benny seinen Werdegang als Glubbfan. Es geht um den Verein, die Fanszene und persönliche Anekdoten. Die Glubbfibel erscheint in der Reihe „Bibliothek des deutschen Fußballs“, herausgegeben von Frank Willmann. In meist kurzen Erzählungen versuchen Fans das Wesen ihrer Vereine einzufangen. Bislang sind unter anderem Fibeln zum 1.FC Magdeburg, Chemie Leipzig und Hansa Rostock erschienen. Benny ist nun der erste, der einen Verein aus dem Westen porträtiert. Auf der Seite des Culturcon-Verlags kann das Buch vorbestellt werden.

Benjamin Wolf: 1.FC Nürnberg – Fußballfibel
160 Seiten (inklusive Bilder), 9,99 Euro
Vorbestellung unter: www.culturcon.de

Fu�ballfibel 1.FC Nürnberg

Leseprobe

Nach dem Abbruch-Spiel in Fürth kam der Club auch weiterhin nicht in die Gänge und der amtierende deutsche Rekordmeister richtete sich in der damals zweitklassigen Regionalliga Süd häuslich ein. In der Saison 1973/74 scheiterte die Mannschaft ganz knapp. Für die Rückkehr in die Bundesliga fehlte am Ende nur ein Tor. Zur Folgesaison führte der DFB die zweigleisige 2. Bundesliga ein, mit je 20 Mannschaften in einer Nord- und einer Südstaffel. Der Club verbrachte das erste Jahr in der neuen Liga im Mittelfeld. Erst in der Saison 1975/76 gelang der Mannschaft, trainiert von Hans Tilkowski, wieder der Einzug in die Aufstiegsrunde. 55.000 Zuschauer sahen im Städtischen Stadion eine 0:1-Niederlage gegen Borussia Dortmund, bevor auch das Rückspiel im Westfalenstadion mit 2:3 an die Schwarz-Gelben ging. Wieder war man gescheitert, wieder mussten sich die erfolgsverwöhnten Clubfans (die letzte Meisterschaft lag schließlich nicht einmal zehn Jahre zurück) auf ein Jahr im Unterhaus einstellen. So langsam aber sicher machte sich dies auch im Zuschauerzuspruch bemerkbar. Zum letzten Heimspiel der Saison 1976/77 gegen den oberfränkischen Vertreter Bayern Hof kamen gerade mal noch 1.743 Unerschrockene in das Städtische Stadion. Der Club belegte am Ende Platz fünf. Es waren triste Zeiten und aus dem ehemals ruhmreichen 1. FC Nürnberg wurde ein Verein, der seinen eigenen Ansprüchen, denen seines Umfelds und nicht zuletzt denen seiner Fans hoffnungslos hinterherhinkte und noch dazu in finanzielle Schieflage geraten war. (mehr…)

Leider geil: Gedanken zu WM und EM

Morgen tritt die Auswahl des DFB das erste Mal gegen den Ball. Es ist Europameisterschaft. Die einen freuen sich, die anderen sind genervt. In unseren Print-Ausgaben haben wir Welt- und Europameisterschaften immer wieder aufgegriffen. Immerhin stellt sich gerade als Ultras die Frage: Darf man das jetzt gut finden – oder nicht? Der vorliegende Kommentar beschäftigt sich mit genau diesem Dilemma. Er stammt aus der Ya Basta!-Ausgabe #40 (September 2014) und blickt auf die WM 2014 in Brasilien zurück.

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Leider geil – Warum mir die WM keine Ruhe lässt
Ein Kommentar

Meine erste konkrete Fußballerinnerung, das war die WM 1998. Nur am Rande bekam ich mit, dass Deutschland, damals unter Berti Vogts, im Viertelfinale gegen Kroatien verloren hatte. Denn der Star meiner Gang im späten Kindergartenalter, das war Zinedine Zidane. Jeder wollte so kicken wie er. Und wenn nicht so wie Zidane, dann vielleicht wenigstens wie Ronaldo. Oder Rivaldo. Die waren ja eigentlich auch ganz ok.

Wir versuchten ihre Tricks nachzustellen. Der bekannte Zidane-Übersteiger. Wer ihn beherrschte war der Gott auf dem Bolzplatz. Ebenso wie Zizou in den großen Stadien dieser Welt. – Heute versuche ich via Ebay das 98er-Zidane-Trikot aufzutreiben. Bislang ohne Erfolg. Wer würde es schon freiwillig hergeben?!

Es folgte das WM Turnier 2002 in Japan und Südkorea. Damals bekam ich von dem ganzen Trubel schon etwas mehr mit. Und: Inzwischen fieberte ich auch für Deutschland mit. Beim großen Favoritensterben in Fern-Ost schaffte es die damalige Rumpeltruppe, dank der überragenden Kahn und Ballack, bis ins Finale. Dort wartete das übermächtige Brasilien. Nach dem verlorenen Endspiel war ich erstmal geknickt. Brasilien war aber einfach besser.

2006 kam dann die WM im eigenen Land. Auch ich war, mit gerade 14 Lenzen auf dem Buckel, euphorisiert. Deutschland steigerte sich von Spiel zu Spiel. Beim Viertelfinale gegen Argentinien jubelte ich, nach dem Halbfinale gegen Italien weinte ich. – Ich wollte auch mal wissen wie es sich anfühlt, einen Titel zu gewinnen. Beim Glubb konnte ich schließlich nicht so schnell damit rechnen. (mehr…)

Restexemplare Jahresheft

Da uns immer wieder Nachfragen erreichen, ob es das Paket aus Jahresheft + T-Shirt + Saisonkarte noch gegen St. Pauli geben wird:
Ja, wir haben noch wenige Restexemplare, es empfiehlt sich daher, schon frühzeitig am Container zu sein!

Ya Basta! #46 out now

Das neue Ya Basta! #46 erscheint pünktlich zum Saisonendspurt beim Heimspiel gegen St. Pauli. Das Heft mit dieses Mal 120 Seiten erhaltet ihr wie gewohnt für 4 Euro an den Eingängen zur Nordkurve.

Ya Basta #46 Cover Bulthuis

Dieses Mal erwarten euch folgende Themen:

★ Titel: Spruchbänder – ehrlich, plakativ, kontrovers
★ Interview: Dave „The Machine“ Bulthuis
★ Greatest Moments: Meisterschaft 1936
★ Auswärtsblock: Clasico in Costa Rica
★ Nordkurve: 15 Spiele Glubb-Wahnsinn
★ Wintertrainingslager 2016: Krusty Malaka Tour reloaded

Als Leseprobe erhaltet ihr dieses Mal unseren Auswärtsblock zum Derby in Costa Rica: Deportivo Saprisso gegen Deportivo Alajuelense.
Leseprobe: Ya Basta! #46 – Auswärtsblock

Rückkehr des streunenden Köters

Unsere Kollegen vom Daggl bringen ihr neues Heft an den Start. Holt euch den Schinken und unterstützt die Nürnberger Fanzine-Kultur! – Außerdem gibt es auch noch einige Exemplare von Rot-schwarz am Bosporus, ebenfalls für 3,50 Euro rund um den Eingang Nordkurve und am UN-Container.

Der Köter wird freigelassen und wartet auf seine neuen Herrchen und Frauchen. Zu erwerben gibt es den Vierbeiner folgendermaßen:

- beim Heimspiel des FCN gegen Duisburg im Handverkauf. Unsere Verkäufer stehen nach den Kontrollen am Eingang-Nord und am Eingang Nord-West.

- zum Heimspiel der U21 am Montag, den 11.4, gegen Bayern München II.

- per Bestellung unter dagglmania@gmail.com / 3,50 pro Ausgabe zzgl. Versand.

- im Shop unter www.nofb-shop.de und bald auch im Shop unter www.blickfang-ultra.de

Inhalt:

Pünktlich zur Jubiläumsausgabe geht es auch sportlich beim geilsten Verein der Welt wieder bergauf. Der Aufstieg ist in erreichbarer Nähe, wenngleich sich abzeichnet, dass wir ein drittes mal seit Wiedereinführung der Relegation in die Verlängerung gehen dürfen. So erfreulich der sportliche Erfolg auch sein mag, im Kampf um die längst überfällige offizielle Korrektur des Stadionnamens in Max-Morlock-Stadion wird es uns gerade jetzt zum anstehenden Ende des derzeitigen Sponsoren-Vertrags weniger helfen. Aber da der Daggl in diesem Bezug ein echter Kampfhund ist, wird er auch weiterhin sein Revier vor daherkommenden Investoren verteidigen. Denn Aufgeben ist nicht unsere Hundewiese und so landete dieses Thema folgerichtig auch auf dem Titelcover.

In Ausgabe zehn gibt es wie gewohnt wieder allerhand Geschichten zu den Orten, an denen der Daggl zwischen April und November 2015 markiert hat. Nebst wie gewohnt aller Glubb-Spiele ging es quer durch Europa nach Serbien, Italien, Frankreich, Tschechien, Ungarn, Rumänien und Dänemark, auch mal auf die ein oder andere Insel (England, Schottland, Wales, Irland und die Färöer), in die Schweiz und ins Kaukasus-Dreieck nach Georgien, Armenien und Aserbaidschan. Aber auch außerhalb der UEFA-Länder wurde wieder geschnüffelt und gewittert, diesmal in Tansania und Kenia und das Sultanat Oman sollte gar ein zweites mal in der Geschichte dieser Postille besucht werden.

In der Jubiläumsausgabe lassen wir uns freilich nicht lumpen und legen wieder mal einige Seiten oben drauf, sodass auch noch Platz war für den beliebten Monatsrückblick, der Rubrik „Der Glubb is a Depp“ (diesmal die Busodyssee von Rostock ‚99) und die Fanzine-Reviews bleibt. Bei den Club Classics geht es diesmal zurück bis in die Saison 1979/80 sowie zu einem Heimspiel vor 24 Jahren, der Abschied des großartigen Bazaly-Stadions in Ostrava wird thematisiert und für Statistik-Fans wurde in mühseliger Arbeit auch gesorgt: Alle Daten und Fakten von zehn Ausgaben „Der Daggl“ auf einen Blick.

188 Seiten sind es so geworden, fast schon ein Taschenbuch. Das sollte doch genügen als Lektüre bis zum Aufstieg. Dann lesen wir uns wieder.

Bis dahin: ALLES FÜR DEN DAGGL! MAX-MORLOCK-STADION JETZT!!!“

Daggl Ausgabe 10

Nächste Runde: Red Bull

Den Freunden der Tastatur aus Leipzig juckt es sicherlich schon in den Fingern; wir tun ihnen und den Kommentarspalten gerne den Gefallen. – Nächste Woche spielt der 1.FCN zum vierten Mal gegen Red Bull Leipzig: Zeit für eine erneute inhaltliche Auseinandersetzung.

Dieses Mal wollen wir auf einen guten Text verweisen, den vor kurzem die Corillos aus Freiburg veröffentlicht haben. Sehr ausführlich, doch inhaltlich gelungen, inklusive interessanter Ansätze, die fast deckungsgleich auch auf Nürnberg anwendbar sind.

Doch wo war in den vergangenen Jahren das Aufbäumen der (kleinen) Vereine? Immer mehr Vereine haben ihre Profiabteilung in eine Kapitalgesellschaft ausgegliedert. In der Bundesliga spielen größtenteils nicht mehr eingetragene Vereine, als Zusammenschluss vieler verschiedener Menschen, sondern (gewinnorientierte) Unternehmen. Auch wenn wir diese Entwicklung sehr kritisch sehen, spielen wir dieses Spiel einmal mit und stellen einen einfachen Vergleich zur Wirtschaft her.

Hier steht ein Unternehmen im ständigen Wettbewerb zu anderen Unternehmen. Dringt nun ein neues Unternehmen von außen in den Markt, erhöht sich der Wettbewerb. In diesem Fall verstärkt sich die Konkurrenzsituation innerhalb des Marktes und der Kampf um das Überleben beginnt. Ist ein Unternehmen nicht innovativ genug oder hat verglichen mit den anderen deutlich geringere finanzielle Mittel, droht der Verlust von Arbeitsplätzen oder gar das Aus.

Beim Sport-Club sind unsere Innovationen im übertragenen Sinne die Fußballschule, die immer wieder neue Talente zum Vorschein bringt. RB ist ein neuer Wettbewerber auf dem Markt, der eigentlich aus einer ganz anderen Branche kommt. Dadurch hat RB, wie wir alle wissen, deutlich mehr finanzielle Mittel, die unsere „Innovationen“ in den Schatten stellen.

Langfristig werden wir uns als Sport-Club gegen diesen Wettbewerber nicht durchsetzen können. Dies gilt nicht nur für den Sport-Club, sondern auch für den Großteil der anderen Bundesligaclubs. Werfen wir wieder einen Blick auf die Wirtschaft. Tritt ein finanziell übermächtiges Unternehmen in einen neuen Markt, würden die anderen Unternehmen versuchen, dies zu verhindern. Denn sie wissen, dass der neue Wettbewerber ihre Existenz gefährdet. In der Regel ist es jedoch sehr schwer dies zu verhindern. Doch in unserem Beispiel wäre es durchaus möglich gewesen. Denn in der DFL regeln die Vereine ihren „Fußballmarkt“ in erster Linie selbst und machen ihre eigenen Regeln. Doch in dieser Richtung ist kaum etwas geschehen. Schade.

Zum gesamten Text: Red Bull und der Fußball

Sik tir, Red Bull!

Ya Basta! präsentiert: Rot-schwarz am Bosporus

Ein Mitglied unserer Redaktion verbrachte vergangenes Jahr fünf Monate in der Türkei. Entstanden ist ein kleines Fanzine: „Istanbul’da kirmizi-siyah – Rot-schwarz am Bosporus“. Das Heft ist eine Mischung aus Tagebuch und Hoppingheft über Fußball, Leben und Kultur in Anatolien. 172 Seiten, DinA5. Bereits in den kommenden Tagen erhältlich in den Shops von NOFB und BFU; oder beim nächsten Heimspiel gegen Red Bull für 3,50 Euro am UN-Container.

„Von Februar bis Juli 2015 habe ich knapp fünf Monate für ein Erasmussemester in Istanbul gelebt. Fünf Mal wöchentlich habe ich meine Wohnungstür in Richtung Uni verlassen. Die restliche Zeit verblieb für mein Hobby und ewige Konstante: König Fußball. Bis zum Saisonende Anfang Juni habe ich 20 Spiele, davon 19 in der Türkei und eines in Griechenland, besucht. In luxuriösen Arenen und baufälligen Bruchbuden; in Vorstadtmilieus und malerischen Landschaften. Die gewonnenen Erfahrungen möchte ich gerne mit euch teilen.“

Cover-Rot schwarz am Bosporus

**Leseprobe**

Ich setze mir den Schuss / 26.5.2015

Morgens hatte ich meinen Kumpel Victor erfolgreich Richtung Flughafen manövriert. Nach der anschließenden Vorlesung hatte ich mir fest vorgenommen einen Abend für die Uni und liegengebliebene Arbeit zu investieren. Dann wanderte mein Blick auf Mackolik. Es war bereits Saisonende, wahrscheinlich würde es nicht mehr viel zu sehen geben. Ich wurde eines besseren belehrt: Istanbulspor spielte gegen Çorum im Relegationsfinale für den Aufstieg in die 2. Lig. Ich checkte die Karte: Istanbulspor spielt normalerweise in Bahçelievler, nahe des Atatürk-Flughafens. Würde ich direkt aufbrechen, könnte ich mit leichter Verspätung dort sein. Dann wäre jedoch nicht sichergestellt, ob ich ein Ticket bekäme. Bei Pendik in der Vorwoche hatte es nicht geklappt. – Mein Kopf sagte „nein“, doch der Drang war stärker. Ich fotografierte mir die Karte ab und verließ fluchtartig die Wohnung. (mehr…)

Keine Derbychoreo

Nordkurve Nürnberg,

in den letzten Wochen und Monaten ist in uns eine Entscheidung gereift, die uns wahrlich schwer gefallen ist, im Hinblick auf die Zukunft einer freien und bunten Kurve jedoch nicht anders zu fällen war:

Beim kommenden Derby am 26.02.2016 wird es in der Nordkurve keine Choreographie geben.

Die Gründe dafür finden sich in zwei Ereignissen der jüngeren Vergangenheit, durch die jeweils von außen versucht wurde, die Choreographien der Fangruppen massiv zu reglemetieren und zu steuern.

1) Choreoverbot aufgrund einer DFB-Strafe im Herbst 2015

Ein Novum und gleichzeitig einen Tabubruch stellte das Eingreifen des DFB in die freie und kreative Entfaltung der Kurve dar. Für weiteren Missmut sorgte die Tatsache, dass sich auch der eigene Verein sehr zufrieden mit dieser Maßnahme zeigte. Nun ist die Strafe abgelaufen und wir „dürfen“ wieder. Doch wenn offenbar der eigene Verein selbst kein Interesse an einer bunten Kurve hat, sie reglementiert und darauf verzichten kann, für wen sollen wir dann die Choreographien machen?

2) Gemeinsame Erklärung des 1. FC Nürnberg und der SpVgg Greuther Fürth im Sommer 2015

Bereits vor dem Hinspiel gaben beide Vereine bekannt, Gästechoreographien zu verbieten und nur eine kleine Auswahl an Fanmaterialien zuzulassen. Diesen Maßnahmen wollen wir nicht stillschweigend trotzen, sondern müssen eindeutig Stellung beziehen.

Fanchoreographien auf beiden Seiten ohne Einschränkungen und ohne wenn und aber müssen selbstverständlich und unantasbar für das traditionsreichste Derby in Deutschland sein!

Schon beim Hinspiel war uns dieser Umstand ein Dorn im Auge, was auch durch die Aktion im Gästeblock thematisiert wurde. Ein nachhaltiger Protest, wie er nötig gewesen wäre, blieb jedoch aus – auch aufgrund der Untätigkeit der Gegenseite, auf der eitel Sonnenschein herrschte. Eine Tatsache, die sich im Rückspiel nicht wiederholen darf!

In einem Gespräch mit Vereinsvertretern baten wir um die Aufhebung der Materialbeschränkungen im Gästebereich. Leider ohne Erfolg. Das müssen wir akzeptieren, allerdings nicht ohne die Konsequenz unter all diesen Umständen selbst auf ein Choreographie zu verzichten, um somit ein nachhaltiges Zeichen zu setzen.

Uns ist es wichtiger mit dieser drastischen (und hoffentlich einmaligen) Reaktion das Bewusstein für eine selbstbestimmte Kurve zu sensibilisieren als mit einem bunten, vergänglichen Kurvenbild den tollen Schein aufrecht zu erhalten.

Ein zweites Mal in so kurzer Zeit stellt sich uns also die Frage: Für wen?
Natürlich tun wir das auch für uns selbst. Für unsere Kurve. Für uns Fans. Es bereitet uns Freude. All das tun wir jedoch immer im Namen unseres Vereins, der offensichtlich nicht verstanden hat, dass ihn diese Kultur ausmacht. Und da ist er leider nicht der einzige Verein.

Ultras Nürnberg, 14.02.2016

Ya Basta! #45 gegen Hertha

Ärgerlich: Wie wir heute erfahren haben, schafft es unser Heft erst am Montag aus der Druckerei. Das Ya Basta! #45 erscheint also erst am Mittwoch zum Pokalfight gegen Hertha. Tut uns leid, da waren wir etwas zu optimistisch. Wir hoffen, dass ihr nächste Woche trotzdem die Einkäufswägen stürmt. Gerne könnt ihr euch ein paar Hefte mehr holen. So eine Ausgabe macht sich mit Sicherheit auch gut unter dem Weihnachtsbaum!

Ya Basta! #45 gegen Hertha

Ya Basta! #45 out now

Keine Rast, keine Verschnaufpause. Die Saison nimmt Fahrt auf, der Glubb bläst zum Sturm auf die Liga und knapp einen Monat nach unserem letzten Heft gibt es bereits am Sonntag das Ya Basta! #45. Zum Heimspiel gegen Freiburg erhaltet ihr die neueste Ausgabe unseres Magazins; wie gewohnt für 4 Euro, rund um die Nordkurve.

Ya Basta! #45 Cover

Für den Titel haben wir seit längerer Zeit mal wieder ausführlich mit der Rot-Schwarzen Hilfe gequatscht. Da wir schon dabei waren, haben wir auch außerhalb Nürnbergs nachgefragt, wie der Status Quo ist rund um die Fanhilfen. Außerdem erwarten euch auf dieses Mal 132 Seiten folgende Themen:

★ Im Fokus: Sei so gut und rede mir nicht von Revolution!
★ Im Gespräch: Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Grethlein
★ Greatest Moments: Die Spielerrevolte 1984/85
★ Auswärtsblock: Das Clasico in Montevideo / Uruguay
★ Fight modern Football: Blatter, Beckenbauer und andere Betrüger
★ Staatsfeinde: Vorratsdatenspeicherung und die Furcht vor Freiheit
★ Meine Stadt: Von der „SS-Kaserne“ zum „Z-Bau“

Als kleinen Vorgeschmack gibt es dieses Mal einen Kommentar zum Choreoverbot des Vereins und DFBs gegen die Nordkurve Nürnberg:
Leseprobe: Ya Basta! #45 – Choreoverbot Kommentar