Archiv der Kategorie '2│ nordkurve'

Blocksperre gegen Aue

Nordkurve Nürnberg,

in dieser Woche hat uns der DFB erneut mit einer Sperre der Blöcke 7,9 und 11 sanktioniert. Die Strafe greift im Heimspiel gegen Aue am 15. April 2017.

Nach den Vorfällen in Karlsruhe im Oktober 2016 ist das vermutlich nur eine Frage der Zeit gewesen. Wahrscheinlich haben wir auch damit rechnen müssen. Trotzdem ist uns die Sinnhaftigkeit solcher Sanktionen schleierhaft. Bereits zum vierten Mal sind unsere Stimmungsblöcke gesperrt.

Auch dieses Mal wird es in einem Stadion, das aktuell nur zur Hälfte ausgelastet ist, kein Problem sein, sich für einen anderen Sektor Karten zu organisieren. Die Nordkurve kann auch von der Gegengerade supporten. Die Frage ist nur: Wollen wir das überhaupt?

Wir sind uns diesbezüglich selbst unschlüssig. Deshalb würden wir gerne eure Meinung hören. Kommt deshalb bitte am Freitag, 31. März nach dem Spiel gegen Karlsruhe mit ins UN-Lokal und diskutiert mit uns! Wir wollen wissen, wie ihr dazu denkt und gemeinsam mit euch die richtige Entscheidung im Sinne der Kurve treffen. – Eine Entscheidung zusammen mit allen Betroffenen und nicht für die Betroffenen. Gerade jetzt müssen wir Stärke zeigen und mit einer Stimme sprechen.

Denn egal wie wir uns als Kurve letztlich entscheiden: Wir dürfen uns von derartigen Sanktionen niemals spalten lassen! Das ist nämlich das eigentliche Ziel der Maßnahmen: Einen Keil zwischen uns zu schlagen und uns nachhaltig zu schwächen.

Zeigen wir ihnen, dass die Nordkurve Nürnberg sich niemals unterkriegen lässt!

Wer nicht weiß, wo sich das Lokal befindet, kann nach Spielende vor den Block 911 kommen.

Ultras Nürnberg 1994

Blocksperre

Heimspiel in Würzburg – 23.04.2017

Heimspiel in Wuerzburg

Handballdamen am Samstag unterstützen

Servus Nordkurve,

ihr sucht nach einer entspannten Freizeitgestaltung am Wochenende? Ihr wollt euch Ärger und graue Haare sparen und trotzdem eure Stimmbänder strapazieren? – Keine Sorge: Ihr könnt die Flyer für den Kirchenchor in der Jackentasche verschwinden lassen. Die Nordkurve entert wieder die Halle am Valznerweiher!

Bei all dem Troubel der letzten Wochen haben wir natürlich nicht vergessen, dass es auch coole Damen im Dienste des FCN gibt. Die Zeiten bei den Handballdamen haben sich genauso geändert wie bei den Profi(?)kickern des FCN. Statt Deutscher Meister-Gesänge anzustimmen, gilt es das Team aus dem Keller der Bayernliga zu schreien. Gegner am Samstag ist der TSV Ottobeuren aus dem Allgäu. Anwurf am Valze ist um 18:00 Uhr. Kommt rechtzeitig und holt euch zusammen mit uns ein wenig von unserem Spaß zurück.

Le Glubb, c’est nous!

Die Luft wird dünner

Es ist bekannt, dass das Verhältnis zwischen Ultras Nürnberg und dem Verein derzeit auf einem Nullpunkt ist. Ultras Nürnberg hat seit November jeglichen Kontakt abgebrochen, weil man der Meinung ist, dass etwas Abstand beiden Seiten gut tun würde und dies besser als ein direkter Konfrontationskurs sei.

Daraus resultierte natürlich auch eine gewisse Einschränkung, was die Durchführung von Choreographien bei Heimspielen anbelangte. Große Blockfahnen oder Tausende von Zetteln lassen sich nun mal nicht einfach so mit ins Stadion nehmen. Diese benötigten in der Vergangenheit eine Anmeldung bzw. Genehmigung seitens des Vereins und selbst die Inhalte mussten bekannt gegeben werden. Ultras Nürnberg beschränkte sich seitdem auf Choreographien, die ohne Bürokratie, Abhängigkeit von Vereinsoffiziellen oder gar den viel zitierten sogenannten „Privilegien“ durchgeführt werden können.

Schaut man sich die vergangenen Aktionen an, dann muss man feststellen, dass diese Freiheit in keiner Weise missbraucht wurde. Weder die verwendeten Materialien noch die Inhalte waren zu beanstanden. Im Gegenteil: Die gezeigten Choreographien waren – trotz der genannten Einschränkungen – eine der wenigen positiven Erscheinungen im Max-Morlock-Stadion in der bisherigen Rückrunde. Schaut euch doch mal um, was in diesem Stadion von der „Faszination 1. FC Nürnberg“ noch geblieben ist!

Welchen Grund könnte es für einen Verein geben, sich nun daran zu stören, außer Machtspielchen?    

Denn schon bei der letzten Choreographie gegen Braunschweig wurden wir von der Sicherheitsabteilung belehrt, dass das große Banner angemeldet hätte werden müssen. Gegen Bochum wurde schließlich genauer hingeschaut und (nicht relevante) Teile der Choreo am Eingang verboten. Trotzdem hätte die Aktion durchgeführt werden können, wenn man nicht daran gehindert worden wäre, das Vereinslogo auf einem Banner vom Oberrang in den Unterrang zu spannen. Die Ordner im Oberrang hatten die „klare Anweisung“. Natürlich hätte man diese ignorieren und die Choreographie durchführen können, man wollte die Situation aber nicht eskalieren lassen. Es war uns die Sache dann einfach nicht wert und wir hatten es bereits gesagt:

„WIR BRAUCHEN DAS ALLES NICHT!“

Trotzdem haben wir uns in den letzten Wochen ungeachtet der erschwerten Bedingungen immer wieder aufgerafft, weil es unsere Bewegung ausmacht und weil wir natürlich auch eine gewisse Verantwortung gegenüber unserer Kurve und dem großen Namen 1. FC Nürnberg haben, um dem positiven Ruf der Nürnberger Choreographien weiterhin zu erhalten.

Diese Verantwortung trieb uns schließlich sogar dazu, zähneknirschend eine Anmeldung für das Derby direkt bei den Verantwortlichen der Westvorstadt vorzunehmen, welche jedoch nicht sofort bearbeitet wurde. Man wollte sich erst mit den Kollegen aus Nürnberg unterhalten, hieß es etwas überraschend. Kurz darauf wurde uns mitgeteilt, dass man darauf besteht, dass die Choreographie in Nürnberg angemeldet werden muss, bevor man alles weitere bespricht – das wäre ein standardisierter Ablauf.

Im Klartext: Wir sollten eine Choreographie, die wir der Fürther Fanbetreuung bereits offen gelegt hatten, nachträglich (nochmal!) in Nürnberg anmelden, damit diese sie (nochmal?) nach Fürth weiterleitet, denn nur dann dürfe/könne/wolle man in Fürth über eine Genehmigung entscheiden. Ob der Passierschein A38 auch noch verlangt worden wäre, wissen wir nicht, denn wir haben uns an dieser Stelle ausgeklinkt. Uns erschloss sich der Sinn dahinter nicht, außer Machtspielchen, denn die Nürnberger Fan- und Sicherheitsabteilung hätte sich sicher keinen Zacken aus der Krone gebrochen, wenn man über diesen „Formfehler“ hinweg gesehen hätte. Da kann man sich über die Presse noch so rechtfertigen und den schwarzen Peter schon mal weiterschieben. Wir werden dieses Mal aber nicht mit Empörung reagieren, wie sie es erwarten und erhoffen. Dann ist das eben so. Auch dieses Mal ist es uns die Sache einfach nicht wert.

Wir brauchen das alles nicht und wir fühlen uns darin bestätigt, weiterhin auf Abstand zu bleiben. Die Signale, die wir erhalten haben (einige weitere sind noch nicht für die Öffentlichkeit bestimmt), waren eindeutig und geben Anlass unsere gute Miene zum bösen Spiel zu überdenken. Denn wofür das Ganze? Für einen Verein, der durch seine derzeit handelnden Personen, so schlecht dasteht wie nie zuvor? Hört sich übertrieben an, aber schauen wir uns die Fakten an:

- Der 1. FC Nürnberg steht mit 29 Punkten nach dem 22. Spieltag in der 2. Liga auf Platz 9. Das ist die schlechteste Platzierung zu diesem Zeitpunkt der Saison seit der Regionalliga 1996/1997.

- Das Verhältnis innerhalb der Glubbfamilie (sowohl in der Kurve, als auch am Valznerweiher selbst) ist so schlecht wie nie. Meeske und Herrmann haben einen großen Anteil daran, dass das vorher noch nie so dagewesene Gemeinschaftsgefühl „Ich bereue diese Liebe nicht“ innerhalb von nur 2 Jahren komplett verloren ging und man sich voneinander entfernt. In einigen Themenfeldern treiben sie die Spaltung sogar bewusst voran.  

- Nicht unerwähnt darf bleiben, dass auch die Beschwerden der Gästefans über unwürdige Maßnahmen wie Ganzkörperkontrollen (zuletzt beim Heimspiel gegen Bochum) zunehmen. Auch dies ist kein Zufall!

- In sportlicher Hinsicht gibt es keinerlei Konzept, keinerlei Perspektive, außer das billige (Wahl-) Versprechen, dass nach einer Ausgliederung „vieles besser/einfacher“ werden würde.

- und wenn man nach den Gründen für die derzeitige Misere fragt, dann bekommt man immer noch zu hören, dass die „Vorgänger-Regierung“ ein Chaos hinterlassen hat und die Bedingungen (-> eV) so schlecht sind.

- ein Teil der Wahrheit ist aber auch, dass der 1. FC Nürnberg immer noch bessere Voraussetzungen als die meisten anderen Zweitligisten hat und es den verantwortlichen Personen trotzdem nicht gelingt, besser dazustehen. Mehr noch: Aus den letzten 1 1/2 Jahren können sie NICHTS vorzuweisen, was die Hoffnung wecken könnte, es würde mit ihnen wieder aufwärts gehen – ob ausgegliedert oder nicht.  

Der Abstand tat beiden Seiten gut, denn es war trotz des angespannten Verhältnis ruhig. Es ist also völlig unverständlich, warum der Verein in der jetzigen Situation unnötigerweise wieder auf Konfrontationskurs geht. Der FCN hat derzeit ganz andere Probleme und wenn er glaubt, dass er sich einen weiteren Nebenkriegsschauplatz leisten kann, dann zeigt es sehr deutlich, dass die handelnden Personen den 1. FC Nürnberg nicht verstanden haben und ihn verändern wollen.  

Ultras Nürnberg, März 2017  

Derby-Treffpunkt

Flyer Derby

Treffpunkt beim Bochum-Heimspiel

Treffpunkt Bochum

Crowdfunding für ein Max-Morlock-Stadion?

Zum Thema Max-Morlock-Stadion und Crowfunding-Projekt der Consorsbank zitieren wir die Stellungnahme der Initiative „Max-Morlock-Stadion jetzt!“:

In den letzten Tagen wurde bereits viel über das Max-Morlock-Stadion und die Pläne einer Bank diskutiert. Demnach wird sich die Bank die Namensrechte sichern und mittels einer Crowdfunding Kampagne den Namen „Max-Morlock-Stadion“ realisieren, wenn dadurch 800.000 Euro zusammenkommen.

Das klingt interessant und es zeigt wieder einmal, dass „Max-Morlock-Stadion“ eine Option ist, mit der sich alle Ebenen befassen oder befassen müssen, weil es nicht nur unumgänglich, sondern auch charmant und einzigartig ist!

Bevor wir jedoch in Jubel ausbrechen, weil das Achteck endlich seinen verdienten Namen bekommen soll, müssen wir noch einmal genauer hinschauen.

Crowdfunding, Bank und Namensrechte – das sind nun mal Begrifflichkeiten, die nicht mit unserer Welt der Fußballromantik zu vereinbaren sind. Denn natürlich verspricht sich auch die Bank von diesem Engagement Profit. Sie wird mit dem MMS und unserer Wertevorstellung Geld machen wollen. Und letztendlich ist sie es auch, die am Ende des Tages ganz alleine über den Namen entscheiden kann. Deshalb werden wir genau hinschauen, wie das Crowdfunding ablaufen soll. Wir werden intervenieren, sobald in Bereiche unseres Fandaseins eingegriffen wird. Genauso wie wir intervenieren, sollten Konzerninteressen über der Sache stehen.

Eine Kernaussage unserer Initiative war es, dass das „Max-Morlock-Stadion“ ohne Sponsor oder Gönner realisiert wird. Diese Kernaussage wird auch bestehen bleiben. Das bedeutet: Unabhängig vom Ausgang der Crowdfunding-Kampagne wird die Arbeit unserer Initiative weitergehen. Das Ziel ist noch nicht erreicht.

Klar ist aber auch: Diese Nachteile würde jeder Sponsor mit sich bringen. Der Vorstoß der Consors Bank könnte aber dagegen eine Türe öffnen. Hat sich der Name erst einmal im offiziellen Sprachgebrauch verankert, dann wird er danach unantastbar sein!

Wir sehen den jetzigen Schritt als Etappenziel. Es mag schwer fallen die Aktion einer Bank zu unterstützen – doch das gespendete Geld wandert an die Stadt Nürnberg und nicht an die Bank. Nach 10 Jahren wäre die Verwirklichung dieses Vorhabens wohl der größte Schritt zum Ziel! Es bleibt aber nur ein Etappenziel, das in der heutigen Zeit wahrscheinlich sogar unumgänglich ist, erreicht und überwunden werden muss.

Max Morlock Stadion

10 Jahre Pokalsieger

Große Ereignisse werfen ihren Schatten voraus… Kommt alle in den Löwensaal und erlebt noch einmal die magische Nacht vom 26. Mai 2007!

10 Jahre Pokalsieger

Heidenheim: Unbeschreibliche Momente

Eine Besonderheit der Glubbfamilie liegt darin, gerade dann Fußballfeste zu feiern, wenn es keiner erwartet. So geschehen gestern in Heidenheim. Auf dem Platz weckte eine junge Glubbelf Hoffnungen und erkämpfte sich einen verdienten 2:3-Auswärtssieg. Gleichzeitig zauberte die Nordkurve einen verrückten Auftritt ins Albstadion, frei von Zwang und Konventionen. Es hat einfach Spaß gemacht!

Passend dazu haben wir vor und während des Spiels zwei neue Lieder ausprobiert. Während eines eine spontane Kreation war, ist das zweite genau genommen ein mittlerweile 17 Jahre alter Klassiker, der nahezu in Vergessenheit geraten wäre. Auf die Melodie des NDW-Klassikers „Codo“ von DÖF singen wir:

Und wir düsen, düsen, düsen, düsen im Sauseschritt / und nehm‘n drei Punkte mit / von unser‘m Auswärtstripp.

Denn das siegen, siegen, siegen, siegen das macht uns Spaß / viel mehr Spaß / als irgendwas.

…und nicht vergessen: „Wir sind der HASS!“ ;-)

Daggl in Heidenheim

Samstag spielt der Glubb in Heidenheim. Folgende Info von den Kollegen vom Daggl:

Der Daggl fährt Auswärts! In Heidenheim wird der Köter vor dem Stadion unter das Volk gebracht und kann für den Einzelpreis von 4 Euro erworben werden. Wir haben auch ein paar wenige Glubbfibeln im Gepäck, also haltet die Augen und Ohren offen. Glubberer? – Fraaaalie!

Ein Kessel „Buntes“

Mit besonderem Blick auf das vergangene Heimspiel gegen Dynamo Dresden will das YaBasta! mal wieder ein paar Anmerkungen loswerden …

Zunächst einmal muss man den 1.FC Nürnberg loben. Den Gästefans aus Dresden wurden offenbar bezüglich einer großen Kurvenchoreografie kaum Hindernisse in den Weg gelegt – u.a. wurden offensichtlich Spruchbänder im gesamten Oberrang und eine Megafonanlage genehmigt. Das ist auf ganzer Linie zu begrüßen. Es bleibt spannend – wie werden die nächsten Gästefans im Max-Morlock-Stadion mit dieser neuen Freiheit umgehen?

Im Fokus der – zum Teil seitens der Nordkurve selbst gewählten – „Einschränkungen“, tun solche Bilder trotzdem vielen Fans ungeheuer weh. Hier ist seitens der Glubberer jedoch Standhaftigkeit gefragt. Es geht um nichts anderes als die Unabhängigkeit der Kurve, welche seit Jahren von der Sicherheitsabteilung nur repressiv behandelt wird. Wir hatten es doch schon alles: Zum Beispiel Choreoverbote, eingeschränkter Zugang zum Stadion oder Beschränkungen bei Foto-Arbeitskarten. Nürnberger-Fankultur steht vor allem bei der „Stadionorganisation“ unter einem ständigen Generalverdacht. Es ist schon mehr als verwunderlich, wie die zuständige Mitarbeiterin hier problemlos die Fronten wechseln konnte. Es ist beileibe kein Geheimnis, dass sie früher Teil der Nürnberger Ultras Bewegung gewesen ist. Im Ost-West-Jargon würde man den Begriff „Wendehals“ benutzen.

Zurück zum Dynamo-Spiel: Der Zustand am Gästeeingang scheint dann schon mehr in die Nürnberger Tradition der Fan-Unfreundlichkeit zu passen. Die „Schwarz-Gelbe-Hilfe“ berichtet von gefährlichen Situationen und offensichtlichen Fehleinschätzungen der Sicherheitsträger des 1.FC Nürnberg. Betroffene Personen können sich unter info@schwarz-gelbe-hilfe.de melden.

Dass das Leben kein Wunschkonzert ist, erlebte unser Sonnenkönig (Vorstand Meeske) im Zusammenhang mit dem Dresden-Heimspiel abermals. Wünschte er sich doch im Interview von Uli Digmayer (online auf nordbayern.de) den Auftaktsieg mehr als einen Frühbucherrabatt für das Trainingslager 2018 oder eine funktionierende Rasenheizung. Tja – für die beiden anderen Dinge könnte er im Zweifel selbst verantwortlich gemacht werden. Regelrecht paradox bleibt die Ausgliederungsgeschichte: „Unsere Planungen für die nächsten fünf Jahre gehen jetzt erst einmal vom Erhalt des e.V. aus.“ – da fällt einem eigentlich nichts mehr ein. Kann sich die Initiative „Mein Club – mein Verein“ jetzt auflösen? Nein, der Mann bleibt seinem Masterplan treu: Das Thema immer schön klein und unwichtig reden, und schon gar nicht seine Person daran binden – aber gleichzeitig keine Gelegenheit auslassen, um Werbung für die Ausgliederung zu machen. Die „Jetzt erst Recht“-Stimmung vom Neujahrsempfang empfindet aber mit Sicherheit nur ein elitärer Kreis. Werbetechnisch traditionell kreativ könnte man ja den Slogan „Hop etz – Jetzt erst Recht“ ins Spiel bringen – dann ziehen bestimmt wieder alle an einem Strang. Es ist schwer zu sagen, ob sportlicher Erfolg oder eben kein Erfolg eine mögliche Ausgliederung begünstigt. Die Herren werden es sich so oder so zurecht reden! Und mit der Nürnberger Versicherung scheint ja schon der erster Investor gefunden – oder deuten wir die Zeichen zwischen den Zeilen falsch?

Leider scheint auch bei der Weihnachtsaktion „Wünsch dir was“ nicht alles glatt verlaufen zu sein. Natürlich ist es streng genommen untersagt, an einer solchen Aktion herum zu nörgeln. Weil man sich aber auch hier eines Sponsors bediente, muss diese Kritik erlaubt sein – ohne dabei den positiven Grundgedanken zu untergraben. Eigentlich war für den 20.12.2016 im Club-Museum eine Art Bescherung geplant. Nachdem die Anzahl der Wünsche offensichtlich die Erwartungen übertroffen hat, sollten einige Geschenke abgeholt bzw. überbracht werden. Mitte Januar waren noch viele Geschenke nicht bei den Empfängern – Weihnachtsaktion bzw. Weihnachtsgeschenke? Selbstkritik – zum Beispiel die Aussage, dass man offensichtlich mit der puren Anzahl der Wünsche etwas überfordert war – sucht man beim Club aktuell allerdings vergeblich. Auf der Homepage herrscht bezüglich der Aktion eitel Sonnenschein. Allein die Reihenfolge sagt schon alles: Club, Sponsor und ein paar Weihnachtshelfer machten Wünsche wahr. Der überhebliche König nennt sich immer zuerst – wir bleiben das unliebsame Volk!

Treffpunkt Dynamo

Treffpunkt für alle Glubbfans ist am Sonntag beim Heimspiel gegen Dynamo um 10.30 Uhr an der Steintribüne. Solo Glubb!

Treffpunkt Dynamo

10 Jahre Pokalsieger: Die Feier

10 Jahre Pokalsieger - Die Feier

13.050 € bei Spendenaktion – kurzer Rückblick in die Vorweihnachtszeit

In der Vorweihnachtszeit hat der Arbeitskreis Assistenza erneut Spenden für einen guten Zweck gesammelt. Auch anderweitig waren die Mädels und Jungs sehr aktiv, um Menschen in und um Nürnberg ein frohes Weihnachten zu bescheren. Gerne leiten wir deshalb folgende Info weiter:

Eigentlich sind wir – die Assistenza – mit unseren Aktionen nie an die Öffentlichkeit gegangen. Aber bei uns ging es in der Vorweihnachtszeit ganz schön rund. Darüber wollen wir kurz berichten:

Weihnachtsspendenaktion

Dieses Jahr sind stolze 13.050,00 Euro zusammengekommen. Das heißt: BuntSTIFTung Nürnberg e.V., Herzhilfe Nürnberg e. V. und der Kinderfond des Martin-Luther-Hauses erhalten jeweils 4.350,00 Euro. Wir werden in den nächsten Tagen bei den Organisationen vorbeischauen und die Spenden übergeben. Fotos werden an gleicher Stelle nachgereicht. Die Weihnachtsspendenaktion ist mittlerweile eine Tradition in der Nordkurve Nürnberg und wird heuer wieder stattfinden. Also spart euch schon mal den 10er für Weihnachten 2017 ;)

Nürnberg gewinnt – Wünsch dir was

Natürlich haben wir die Aktion des Glubbs beobachtet. Uns ist aufgefallen, dass wohl keiner mit so vielen Wünschen der Kids gerechnet hat und viele davon waren noch nicht erfüllt. Am 15.12. haben wir uns tief in die Augen geschaut und unsere eigene Kasse geplündert. 24 Weihnachtsgeschenke konnten wir noch erfüllen. Ein Wochenende lang wurden die Geschenke eingepackt und beschriftet und am Montag vor Weihnachten am Valznerweiher abgegeben.

Wünsch dir was

Kinder- und Jugendwohnug Schneckenhaus

Das Schneckenhaus hat über Facebook nach Klamotten für die Kinder gefragt. Kurzerhand haben wir im Bekannten-, Freundes- und Familienkreis rumgefragt und konnten tatsächlich einen Kofferraum voller Klamotten sammeln. Dort angekommen, haben uns zwei große Kinderaugen nach einer Torwarthose gefragt. Natürlich haben wir noch eine gekauft. Außerdem war Weihnachten – also legten wir einen Kinobesuch für alle Kinder drauf.

Schneckenhaus-1

Schneckenhaus-2


Umzugshilfe für Bernd

Ebenfalls über Facebook haben wir einen Hilferuf gesehen. Glubbfan Bernd war einige Zeit im Pflegeheim und jetzt hat die Familie eine behindertengerechte Wohnung für ihn gefunden. Für den Umzug wurden Helfer gesucht. Eine Abordnung der Jungs von Ultras Nürnberg haben die Ärmel hochgekrempelt und geholfen, während wir die hungrigen Mäuler mit Leberkäs gestopft haben.

Bernd

Umzug Bernd


Plätzchen für Obdachlose in Nürnberg

Kaum einer von uns kann sich vorstellen wie es ist, Weihnachten auf der Straße zu verbringen. Um vielleicht ein bisschen für weihnachtliche Stimmung zu sorgen, sind wir am 25.12. vormittags losgezogen und haben Plätzchen an Obdachlose und die Wärmestube verteilt.

Plätzchen Obdachlose 1

Plätzchen Obdachlose 2

Schlussendlich bleibt noch zu sagen: Danke Nordkurve Nürnberg! Wir können zwar alles organisieren, aber ohne eure Spenden wäre das alles nicht möglich. Danke für jeden Cent an die Weihnachtsspendenaktion, Klamotten und/oder Plätzchen.

Ein Dank geht natürlich auch an alle Helfer, welche uns bei den Aktionen unterstützen.

Eure Assistenza
Ultras Nürnberg 1994

FC Nürnberg – mein Verein …

… du wirst niemals ohne uns sein – den Song kennt jeder in der Nordkurve. Aktuell sind die Tage am Valznerweiher mehr dunkel als hell – mit anderen Worten, es wird den Fans nicht gerade leicht gemacht nahe bei ihrem Verein zu sein. Ansonsten greifen wir im ersten Post des neuen Jahres gleich mal ein paar verschiedene Baustellen gewohnt sarkastisch auf:

Burgstaller

Burgstaller hat nun doch schon in der Winterpause den Verein verlassen – der Publikumsliebling und Top-Scorer ist bei Schalke 04 untergekommen. Eigentlich eine ganz normale Sache – er scheint sportlich zu gut für die zweite Liga und versucht sich nun an größeren Aufgaben. Auf dem Platz war Burgstaller immer ein Vorbild. Sein offensiv bereits in der Sommerpause zur Schau getragener Transferwunsch bleibt rückwirkend trotzdem mehr als fraglich (z.B. 29.06.2016 – sport.de). Vielleicht war er im Vergleich mit anderen Spielern aber einfach nur ehrlich – Fußball ist Business und jeder sucht für sich den besten Deal. Schade! Seine Ehrlichkeit hat weh getan und mit einer Club-Legende wird es jetzt auch nichts mehr – und trotzdem wird man sich gerne an ihn erinnern.

Trainingslager

Mit oder ohne Burgstaller – der Glubb-Fan will seinen Kickern immer nahe sein. Seit vielen vielen Jahren fahren mehrere hundert Fans regelmäßig mit ins Wintertrainingslager. Kurios, was sich hier dieses Jahr abgespielt hat: Erst sehr spät hat der Verein kommuniziert, dass man sich das Trainingslager diesmal nicht leisten will oder kann. Auf eine rechtzeitige und direkte Absage gegenüber den bekannten „Trainingslager-Junkies“ hat man seitens des Vereins mal lieber verzichtet. Getreu dem Motto „Urlaubstage im Überfluss?“ sieht eine gelungene Kommunikation anders aus! Nun ist es überraschend doch sehr kalt und ungemütlich in Nürnberg geworden. Kaum musste das erste Training und das erste Testspiel abgesagt werden, sind die Kicker für ein paar Tage nach Österreich zum Hallentraining und „Team-Building“. Passend dazu wurde verkündet, dass das natürlich kein Trainingslager ist – „Gott bewahre, am Ende fahren da noch Fans hin“. Beim, für das kommende Wochenende geplanten, Testspiel gegen und in Ingolstadt geht man offensichtlich den gleichen Weg. Kicker und Bayerischer Fußballverband haben/hatten das Spiel angekündigt (Sonntag, 15.01.2017 / 14.30 Uhr) – auch unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Informationen seitens des 1.FC Nürnberg – keine (Stand Dienstag, 10.01.2017). In der Presse konnte man nun vom sogenannten „Last-Minute-Trainingslager“ in der Sonne lesen (nordbayern.de), was bei anhaltender Kälte und Schnee dann wohl nächste Woche angetreten werden könnte. Sozusagen zum Schnäppchen-Preis einen Stern weniger am Hotelschild. Vorstand Bornemann relativiert die Kosten, denn zu diesem Zeitpunkt wären die meisten Erstligisten schon wieder aus Spanien abgereist – danke für diese brandaktuelle „News of the World“. Wenn es jetzt wirklich noch nach Spanien geht, dann war die Truppe diesen Winter mehr oder weniger in zwei Trainingslagern. Das ist gut, denn dann mischen wir die zweite Liga bestimmt auch ohne Burgstaller in der Rückrunde auf. Beleidigt sind vielleicht nur ein paar Idioten, die ihren Urlaub in der Regel gerne dort verbringen, wo ihr Verein ein Trainingslager abhält.

Ausgliederung

Apropos Verein – das Thema Ausgliederung scheppert auf den vereinseigenen Medien nur so vor sich hin. Hier wird kommuniziert was das Zeug hält – man könnte fast meinen, der Verein befinde sich in einem demokratischen Prozess (mit Arbeitsgruppe und so). Auch über die eigenen Kommunikationsformen hinaus präsentiert sich Sonnenkönig Meeske medial präsenter denn je – hier zum Beispiel auf infranken.de in gewohnter Überflieger-Manier. Und immer schön das „Ultratum“ (was soll das sein? so etwas wie das Vorstandtum?) nahe der Initiative „Mein Club – mein Verein“ verorten – billige Meinungsmache gepaart mit medialer Dominanz – wer will nochmal, wer hat noch nicht? Die Neujahrsgrüße waren aber echt der Knaller – optisch und akustisch. Der König in Weiß – im weißen Büro – beinahe „vom Himmel hoch“ bringt er in sagenhaften 1.13 Minuten rüber auf was es ankommt: Ab Sekunde 0.29 gibt es Werbebotschaften in demokratischer Frageform: „Wie soll, wie will und wie muss sich der Verein in der Zukunft organisieren, um eine möglichst gute Perspektive zu haben?“ – köstlich, „in Arbeitsgruppe we trust“. Viel Aufmerksamkeit (auch bei der Ansprache der FCN-Weihnachtsfeier) für ein Thema, was in Nürnberg noch große Wellen schlagen wird!

Und weil das YaBasta! schon immer der Opposition zugetan war, weisen wir gerne auf eine Veranstaltung der Initiative „Mein Club – mein Verein“ hin. Am Mittwoch (11.01.2017) findet ab 19.30 Uhr in den Stuhlfauthstuben der erste Stammtisch bzw. das „Forum e.V.“ statt. Eingeladen sind alle Mitglieder und Fans, die auf Augenhöhe miteinander über das Thema diskutieren wollen.