Archiv der Kategorie '6│ sehenswert'

„Grosser Bruder“ Filmtrailer

Die Freundschaft zwischen Ultras Rapid 1988 und Ultras Nürnberg 1994 hat mittlerweile 15 Jahre auf dem Buckel. Das Jubiläum wurde in beiden Städten ausführlich gefeiert. Ein Teil des Geschenks der Nürnberger an Wien ist der Dokumentarfilm „Grosser Bruder“. Nach einer Kinopremiere im Nürnberger Cinecittà läuft er demnächst noch als Österreichpremiere im Wiener Gartenbaukino.

Meinungen zur Ausgliederung

Die Initiative „Mein Club, mein Verein“ hat ein paar Stimmen zur geplanten Ausgliederung gesammelt. Sehenswert!

Heute vor 10 Jahren

„Handykamera aus!“ – doch bei diesem Video drücken wir gerne ein Auge zu. Die Impressionen vom Torjubel beim 3:0 des 1.FCN gegen die Bayern am 2.2.2007 sind einfach zu schön. 1:0 Saenko (13.), 2:0 Schroth (71.), 3:0 Vittek (86.). Danke für diese magische Nacht!

IN A STORMY NIGHT

Sharen, haten, liken – whatever!
Es ändert sowieso nichts an der Realität im Stadion :-)

Adi-Gedenkturnier 2016

15 Jahre FIASKO Nürnberg – die Würzburger blicken mit einem Video auf das zweite „Adi-Gedenkturnier“ zurück.

Glubb vs Duisburg
Video

Trailer Ayaktakımı: Singendes Gesindel

Ayaktakımı bedeutet ins Deutsche übersetzt so viel wie „Fußmannschaft”, im Türkischen auch „Gesindel”. Das Projekt „Geisterspiel/Boş tribünler“ (wir berichteten) liegt in seinen finalen Zügen. Die Macher Naz und Freddy haben nun einen Trailer zu ihrem fertigen Film „Ayaktakımı” veröffentlicht. Premiere der Dokumentation ist voraussichtlich bereits Ende November bis Anfang Dezember.

Weitere Infos: www.ayaktakimi.info

Video Düsseldorf Heimspiel

Das Online-Portal „Nordbayern.de“ hat es in der Tendenz schon richtig erkannt – die Nordkurve präsentierte heute eine farbenfrohe Choreographie zum Heimspiel. Das Video lässt aber Fragen aufkommen, ob doch nicht mehr dahinter steckt …

Hasta Luego Amigo Pino

Als Ultras Nürnberg im letzten Spiel der vergangenen Saison Javier Pinola mit einer großen Choreografie für 10 Jahre Vereinstreue ehrte, war noch nicht klar, wie es mit Pino weitergeht. Irgendwie war man nach seiner sportlich ordentlichen Rückrunde frohen Mutes, dass unser Argentinier weiter für den Glubb spielen wird. Sportlich möchten wir uns auch gar nicht als Experten einstufen – dafür arbeiten im Verein hochbezahlte Fachleute. Wie Pino letztendlich aber dann den Verein verlassen musste, ist in letzter Konsequenz alles andere als in Ordnung. Hier bewiesen die Verantwortlichen – Bader, Wolf und Weiler – wenig Fingerspitzengefühl für die Treue eines Pokalhelden, der mindestens einmal Verein über Einkommen (Schalke Angebot) gestellt hatte. Und er wäre gerne in Nürnberg geblieben, hätte am Ende sogar das nochmals verminderte Angebot des Vereins angenommen – aber da war die Entscheidung wohl schon gegen ihn gefallen. Mit Pinola musste das größte verbliebene Stück Nürnberger Fan-Identität innerhalb der Mannschaft nun gehen. Diese Identität kann man nicht kaufen – und das sollten die agierenden Personen wissen – sie muss innerhalb des Vereins wachsen. Es gibt auch jetzt ein paar Spieler in der Mannschaft, denen das durchaus zugetraut werden kann. Aber mindestens für die kommende Saison ist das Erbe von Pinola für alle potentiellen Kandidaten viel zu schwer. Die Verantwortlichen müssen sich dieser Kritik stellen und nur sportlicher Erfolg kann Trainer und Mannschaft vor weiterer Kritik schützen. Diese Situation hatte man in der Mannschaft schon sehr lange nicht mehr – immer waren Leute wie Andreas Köpke, Sasa Ciric, Andreas Wolf, Marek Mintal und Javier Pinola Teil des Kaders und somit ein wesentlicher Teil der Identifikation – unabhängig vom sportlichen Ausgang. Da nützt es auch nichts, dass auf der Homepage vollmundig von Abschiedsspiel und Integration von Pinola nach der Karriere geschrieben wurde – wir brauchen Identitäten innerhalb der Mannschaft, um gemeinsam den Karren durch den Matsch der zweiten Liga zu ziehen. Die Entscheidung gegen Pinola fokusiert den sportlichen Erfolg gegenüber Identifikation und Tradition. Nach den Pleiten der vergangenen Spielzeiten ein riskantes Spiel.

Welch bedeutende Rolle Javier Pinola für die Fanseele der Glubb-Fans hat und hatte, zeigt der musikalische Abschiedsgruß. Halt, es ist eigentlich kein Abschiedsgruß – die Fanszene sagt nicht Ade, sondern „Hasta Luego – Amigo Pino“, also sinngemäß: “Bis bald alter Freund!“

Gracias Pinola!

Video vom Geburtstag!

Mit den Choreographien in Ingolstadt konnte der 115. Geburtstag unseres Vereins gebührend gefeiert werden – anbei nun das Video. Ein dickes Danke an alle Leute, die mit ihren Spenden für das Mottoshirt die Aktion mitfinanziert haben. Übrigens können bei den nächsten Heimspielen die noch übrigen Mottoshirts auch einzeln (siehe Ankündigung „Braunschweig“ hier auf dem Blog) für 5 Euro pro Stück erworben werden. Die Kohle geht selbstverständlich in die Choreo-Kasse. In diesem Sinne: „Wir sehen uns im Stadion!“

Video aus Leipzig

Zum Spiel des Glubb in Leipzig ist schon viel gesagt worden – hier mal was für die Augen …

Was läuft hier eigentlich falsch?

Ein Kommentar

Gestern Abend, kurz vor 23 Uhr, ich chille noch etwas auf der Couch, parallel läuft SternTV (es geht um das Lohnniveau und die Methoden bei der Deutschen Post), da bekomme ich am Tablet noch einen interessanten Link-Tipp rein. 

Der Sport BILD auf die Finger geschaut – bedrohen die Ultras unsere Bundesliga auf turus.net

Schnell noch geladen, denn turus.net hat sich in der Vergangenheit schon mehrfach durch hohes (Kurven-) Fachwissen und den bei anderen Medien ebenfalls oftmals fehlenden „Blick von der anderen Seite“ ausgezeichnet. Auch dieses Mal spricht mir der Artikel einfach aus der Seele und ich würde mir wünschen, wenn noch mehr Leute auf solche Texte aufmerksam werden würden. Aber dazu fehlt natürlich die Lobby und relativ schnell beginne ich mich (wieder) damit abzufinden, dass er leider nie die Beachtung bekommen wird wie beispielsweise der kritisierte BILD-Artikel „Terror aus der Kurve“ – obwohl er fachlich und inhaltlich um Längen besser ist. Er hat eben nur die „falsche“ Aussage für die besorgte und genormte Gesellschaft. Der BILD-Artikel selbst lässt mich dagegen relativ kalt. Die übliche Polemik, die übliche Meinungsmache, über Wortwahl und einzelne Behauptungen will und kann ich mich nicht mehr aufregen. Das wird sich nur Sekunden später ändern.

Themenwechsel bei SternTV. Es geht um den Krieg in Syrien, genauer gesagt um den Dokufilm „Süchtig nach Jihad“ von Germanistik-Student Hubertus Koch, der versucht die Flüchtlingssituation in Syrien zu schildern. 

SternTV – Ein deutscher Student dokumentiert das Flüchtlingsdrama in Syrien
Die Doku „Süchtig nach Jihad“ auf Youtube“ (in mehreren Teilen)

Unweigerlich bleibt die Überschrift „Terror aus der Kurve“ des BILD-Artikels im Hinterkopf. Ich weiß natürlich, dass der Herr BILD-Chefreporter in seinem Bericht über uns Ultras das Wort „Terror“ als Stilmittel der Übertreibung verwendet hat – trotzdem hat er es bewusst verwendet. Ich unterstelle ihm auch, er weiß sehr genau, was wirklicher Terror ist, aber er wird sich damit rausreden, dass man es ja auch anders definieren kann – obwohl er es gezielt benutzt, um zu dramatisieren und dabei auch eine „Verwechslungsgefahr“ in Kauf nimmt. Ich weiß auch, dass wir in unserem Kurvenleben selbst oft und (leider) zu gerne zu solchen Übertreibungen und damit auch Fehlgriffen greifen. Dafür erfahren wir auch Kritik. Der Unterschied ist aber: Wir sind nun mal nicht Chefreporter eines Millionenblatts, welcher von Natur aus ein höheres Maß an Verantwortung und Weitsicht mitbringen sollte und kann – im Gegensatz zu einer heterogenen Fußballkurve. Ich empfinde es es sogar als bedenklich, wenn sich ein Mann in der Position eines Chefreporters bewusst einen solchen Fehlgriff leistet/leisten darf und mit solchen Worten/Vergleichen spielt. Denn er will durchaus diese drastische Assoziation unterbewusst beim Leser wecken und Empörung erzeugen.

Ersteres gelingt ihm bei mir „besser“ als ihm lieb sein dürfte, denn natürlich bringe ich ganz unweigerlich die beiden Beiträge, in denen es – mal mehr, mal weniger – um Terror geht, miteinander in Verbindung und erst bei dieser wirklich krassen Gegenüberstellung und dem kurzen Zeitintervall dazwischen – eine pure Zufallssituation –, merke ich, was für einen Fehlgriff sich der Herr BILD-Chefreporter hier geleistet hat. Hätte ich die beiden Beiträge unabhängig/zeitlich versetzt aufgenommen, hätte ich sie beide nicht so emotional verknüpft – so aber frage ich mich: Was läuft hier eigentlich falsch? 

Ich merke nun, wie mich das Thema innerlich aufwühlt. Es macht mich traurig & wütend. Sowohl der SternTV-Bericht selbst, als auch diese ganze Diskussion um „Neue Dimensionen der Gewalt“ beim Fußball. Ich erinnere mich plötzlich an eine kürzlich getätigte Aussage von Hans-Joachim Watzke (Geschäftsführer BVB), als es Ärger um das Solibanner der Desperados Dortmund für die Boyz Köln gab. „Je suis Boyz“ stand da drauf. Hans-Joachim Watzke meinte sinngemäß, er werde Stadionverbote prüfen, weil er darin eine „Verhöhnung der Opfer vom Anschlag in Paris“ sieht (siehe dazu auch Je suis Köln und der BVB auf turus.net). Unweigerlich frage ich mich, wie es dann beim „Terror-Bericht“ des Herrn BILD-Chefreporter ausschaut? Vielleicht sollte der DFB hier auch mal ein Stadionverbot prüfen? Vielleicht sollte der Herr BILD-Chefreporter aber auch einfach mal diesselbe Reise nach Syrien wie Hubertus Koch antreten. Und den Wendt kann er dazu gleich mitnehmen. Beiden will ich nämlich nicht absprechen, dass sie unsere (Stadion-) Welt etwas „besser“ machen wollen. Aber ich bin mir sicher, ihr Eifer wäre im Flüchtlingslager Bab Al-Salameh einfach viel besser angebracht und würde sie vielleicht auch mal wieder ein bisschen auf den Boden der Tatsachen zurück holen.

Apropos Eifer: Hubertus Koch merkt man ihn spürbar an und er hat mich mit seinen Aussagen und richtigen Fragen so gepackt, dass ich schon bald nicht mehr über die „gefühlten Ungerechtigkeiten“ und Stimmungsmache gegen uns Ultras nachdenke. Dieser Journalismus (daran könnte sich übrigens – rein fachlich gesehen – unser sogenannter BILD-Chefreporter eine Scheibe abschneiden) hat mich erreicht und er hat mir (mal wieder) gezeigt, dass es in der Tat wichtigere Dinge (ja, liebe Jungultras, da steht „wichtigere Dinge“ – eine Erkenntnis, die erst mit dem Alter kommt) als Fußball gibt und das Wenige, was ich tun kann, ist zumindest auf dieser Plattform darauf aufmerksam zu machen – und natürlich auf eine Auswahl von Spendenmöglichkeiten:

www.spendahilfe.de
www.uno-fluechtlingshilfe.de
www.spendenkonto-nothilfe.de
www.unicef.de
www.drk.de
(hier kann und muss natürlich jeder selbst entscheiden, welche Organisation man bevorzugt)

Vielleicht macht ihr es ja wie ich: Lasst am Samstag in Kaiserslautern die (heiß ersehnten) Weinschorlen einfach weg und spendet den 10er an Flüchtlingshilfen.

… weil das aber nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist, stell ich noch folgende Frage: Am 30. Spieltag trifft der FCN im Max-Morlock-Stadion auf Sandhausen, trotzdem werden bei diesem Spiel wieder hunderte Polizisten im Einsatz sein. Liebe Polizei, könnt ihr da nicht einfach daheim bleiben? Ich bin mir sicher, ihr wäret da vollkommen überflüssig. Und das eingesparte Geld, das überweist ihr dann einfach an eine der Flüchtlingshilfen. Was spräche denn dagegen?

PS: Vielleicht werden mir nun einige vorwerfen wollen, ich würde die Thematik um Syrien benutzen, um Politik gegen Boulevardpresse und Polizei zu betreiben. Natürlich nehme ich das auch zum Anlass, aber ich habe die Thematik „Terror“ nicht ins Spiel gebracht und es ist offensichtlich notwendig die Relationen mal wieder etwas zurecht zu rücken. Wer’s nicht nachvollziehen kann, der möge sich doch einfach dem Selbsttest unterziehen und die oben erwähnten Artikel nacheinander durchlesen/anschauen.

Ich gestehe BILD, Wendt & Co natürlich zu, Vorgänge in Deutschlands Fußballstadien zu kritisieren ohne dabei ein schlechtes Gewissen haben zu müssen, weil es in Syrien (und anderswo) noch viel schlimmeres bzw wirkliches Leid gibt. Aber dann sollen sie es sachlich und weniger skandalisierend tun und nicht immer wieder solche populistische Vergleiche ziehen! Denn das läuft hier definitiv falsch! Ich verachte eure Versuche, ein falsches Weltbild zu skizzieren und zu verklären, um damit Lobbyarbeit zu betreiben. Und ihr solltet euch selbst verachten!

… und wenn mein Kommentar sowohl bei den sogenannten Chefreportern als auch den Weinschorle-Liebhabern zum Nachdenken anregt, dann kann das ja nicht verkehrt sein. Aber machen wir uns nichts vor, bei letzteren wird es wohl eher ankommen.

Crowdfunding freigeschaltet

Dumm verloren. Das kennen wir vom Glubb zu genüge. Die Aufstiegsränge rücken dadurch etwas in die Ferne. Aber sind wir ehrlich: So wirklich hatte mit dem Aufstieg doch sowieso niemand mehr gerechnet.
Eine erfreuliche Nachricht erreichte uns dafür heute aus Istanbul. Das Crowfunding-Projekt von unserem Kumpel Freddy ist jetzt endlich freigeschaltet. Wer aktuell noch ein paar Groschen über hat, kann die gerne im Sinne einer guten Sache spenden. Von Fans für Fans. Falls die benötigte Spendensumme nicht erreicht wird, bekommt ihr euer Geld von Startnext natürlich zurück.

https://www.startnext.com/geisterspiel

Geisterspiel

Unterstützer werden: Geisterspiel / Boş tribünler

Aufgepasst Nordkurve: Wenn ihr ein paar Flocken über habt, könnt ihr damit eine coole Sache unterstützen! Freddy, ein bekanntes Gesicht aus der Nordkurve (Kurvenfunk, Daggl), wird die kommenden Monate in der Türkei verbringen. Gemeinsam mit seiner Freundin Naz, einer jungen Filmemacherin, möchte er dort die türkische Fanbewegung porträtieren. Der Film „Geisterspiel / Boş tribünler“ soll die aktuellen Fan-Proteste dokumentieren. Zur Finanzierung haben die beiden ein Crowdfunding-Projekt gestartet.

In der Türkei wurden nach den Gezi-Aufständen im Sommer 2013 auch gegen Fußballfans verschärfte Gesetze erlassen. Um ein Spiel in der ersten oder zweiten Liga zu sehen, muss man ein sogenanntes „Passolig“, eine Art Fankarte erwerben. Dafür müssen die Fans sämtliche Daten abgeben – und nebenbei ein 10-jähriges Kreidtkarten-Abo bei der „aktifbank“ abschließen. Die Folge sind leere Stadien und Geisterspielatmosphäre im ganzen Land. Naz und Freddy wollen die Situation der türkischen Fans für euch mit der Kamera einfangen.

Wir vom Ya Basta! wünschen den beiden viel Erfolg für ihr Projekt. Noch mehr würden wir uns freuen, wenn die zwei einige Unterstützer aus der Nordkurve finden! Die Mittel fließen im Wesentlichen in Equipment, Fahrten und Reisen.

Hier geht es zum Projekt. Lang lebe der Umbro-Pulli.