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Knecht Ruprecht liest Ya Basta!

Knecht Ruprecht liest Ya Basta!

2014 war ein anstrengendes Jahr für Knecht Ruprecht. Nicht nur die (Ultrà-)Jugend scheint frecher zu werden, auch die Sittenwächter in grün nehmen sich immer wichtiger. Da waren schon ein paar Anstands-Klapser mit der „Rute“ notwendig – und das obwohl Hr. Ruprecht doch so rein gar nicht auf SM steht.
Um sich nun über die Feiertage von den Strapazen zu erholen, gönnt er sich deshalb das neue Ya Basta! Ausgabe 41. Satte 152 Seiten für läppische 4 Euro bieten sicherlich genug Lesestoff um es sich bei Glühwein und Lebkuchen im Sessel bequem zu machen. – Das nächste Jahr wird schließlich hart genug. Und außerdem muss man ja aufpassen, dass die Buben nichts Falsches schreiben…

Deshalb gilt seit eh und je: Knecht Ruprecht liest Ya Basta!

…und wenn Ihr ganz besonders brav sein wollt: Macht es wie er und lasst trotz Rüpel-Image ein paar Groschen bei der Spenden-Aktion springen. ;-)

Am Anfang war der Verein

Wow, was war das denn am Freitag?! Die Mannschaft war giftig, der Oberrang richtig stark aufgelegt und am Ende gab es nur glückliche Gesichter! Der Sieg dürfte nicht nur aus sportlicher Sicht erleichtert haben, es war sicher auch eine Portion Genugtuung dabei, als der Schlußpfiff ertönte. Scheiß RB!

An dieser Stelle daher auch noch einmal ein Dank an die DK-Besitzer der Gegengerade! Die Spiele werden uns alle – nicht nur wegen der 6 Punkte – in positiver Erinnerung bleiben. Schönen Gruß nach Frankfurt an den DFB!
By the way: Ist euch auch aufgefallen, dass die Kommuikation mit dem Oberrang/Block 8 viel besser geklappt hat? Unser Eindruck war, dass man ihn von dieser Position viel besser wahrgenommen/gehört hatte, als sonst (wenn man quasi direkt darunter steht). Dementsprechend konnte auch öfters auf ihn eingegangen werden. Übrigens: Ebenso wie auf das Spiel. Die viel bessere Sicht von der Geraden schien dann doch ein Faktor gewesen zu sein, vielleicht täuscht der Eindruck aber auch nur, denn es waren ja wirklich zwei irrsinnig emotionale Spiele!

Wir sind auf einem guten Weg zurück in die Spur. Mehr nicht und mehr muss es dieses Jahr auch nicht mehr sein!

Ein paar Worte noch in eigener Sache: Nach nur einem Verkaufstag können wir die Nr. 40 als ausverkauft vermelden! Wir waren selbst überrascht wie schnell die Teile weggingen – trotz des erhöhten Preises aufgrund des voluminösen Heftes! Aber offenbar wissen die Clubfans auch, was sie an diesem Heft haben, was auch das wiklich zahlreiche, positive Feedback beim Verkauf bestätigte! Danke, das motiviert natürlich enorm!

Interessant war auch mal wieder zu beobachten, dass das Heft vor allem bei den vermeintlich „normalen Clubfans“ heißbegehert scheint – während der „Pseudo-Ultràjugend“ mit Binninger-Seidenschal die 4 Euro kaum mehr wert ist. Man muss ja für den nächsten Kapu sparen und lesen ist ja sowieso viel zu anstrengend. ;-)

Zum Schluss kommen wir dann doch nicht um das leidige Thema RB Leipzig herum. Die Protestaktionen hinterlassen gemischte Gefühle: Die Beteiligung war schwach, auch wenn die „Werbung“ im Vorfeld ebenso schwach und kurzfristig war. Kurz: Wir hätten mehr erwartet, denn bei so einem Thema sollte man eigentlich nicht mehr groß mobilisieren brauchen. Die Aktionen selbst bezeichnen wir dagegen als äußerst gelungen. Die radikalen Anti-Sachen waren es freilich nicht, aber wozu auch? Das Kind mit RB ist schließlich schon längst in den Brunnen gefallen. Viel wichtiger war es, uns Clubfans das gute Gefühl zu geben, die Gemeinschaft zu stärken und mit dem ganzen Scheiß nebenher auch noch etwas Gutes zu tun (wie bereits angesprochen kommen die Einnahmen des Assistenza-Gewinnspiels sozialen Zwecken zugute).

Fazit: Es ist gelungen, den Fokus mehr auf uns und den Glubb, als auf bzw. gegen RB Leipzig zu richten.

Ergänzend dazu (Nachhaltigkeit ist uns ja wichtig) wollen wir euch an dieser Stelle noch den Redebeitrag als PDF und ein kleines Spieltagsvideo zur Verfügung stellen.Bis dann, wir sehn uns im Stadion!

Die roten Bullen kommen

… und zwar am Freitag zum Heimspiel des 1.FC Nürnberg. Die Schlagzeile „Die roten Bullen kommen“ prangt auch auf dem aktuellen Cover des Transparent Magazins. Im Interview kommen dort zwei Personen vom nicht offiziellen RB Leipzig Fanclub „Rasenballisten“ zu Wort. Allzu kritische Fragen mussten sie nicht beantworten – vielmehr wird herausgearbeitet, wie sich bei Red Bull so etwas wie eine Fanszene bildet und welche Probleme die Leute dort haben. Die Antworten der „Rasenballisten“ lassen einem dann komplett die Haare zu Berge stehen. Sie sind in der Summe die vermeintlich guten, kritischen Fans – welchen es vorrangig um die Stadt Leipzig geht und die ein zu großes Engagement von Red Bull auch nicht gut heißen.

Kostprobe:
„Das ist meine Wunschvorstellung, dass sie nicht sagen >Bäh, jetzt müssen wir hier wieder auswärts zu Red Bull fahren< , sondern >Wir fahren nach Leipzig und da erwartet uns was, da können wir mit Stimmung im Stadion rechnen< , das ist so meine Vision.“ Das klingt alles ganz nach dem Motto des „Nach den Ultras“-Berichts in der am Wochenende erscheinenden Ya Basta! #40. Ehrlich gesagt weiß man bei dem zehn Seiten langen Interview nicht, ob die Fragen oder die Antworten einem mehr das sprichwörtliche Messer in der Hose aufgehen lassen!

Scheiß drauf – am Freitag dürfen die Leipziger-Dosen auf wenig Gegenliebe hoffen und das ist auch gut so. Wir werden hier am Mittwoch-Abend noch genauer mitteilen, wie der Tag seitens der Nordkurve Nürnberg geplant ist! Bis dahin empfehlen wir – für alle die sie noch nicht kennen – die ARD-Doku „Die dunkle Seite von Red Bull“ als Einstimmung.

Nächste Woche: RB Leipzig!

Red Bull erhitzt die Gemüter. Auch bei uns ist es bald soweit: Heute in einer Woche spielt der 1.FCN erstmals gegen RB Leipzig. Vor zwei Tagen hat 11 Freunde eine kleine Video-Reportage über die Fans von Austria Salzburg veröffentlicht. Dort war Red Bull 2005 eingestiegen. Sehenswert!
Einen ausführlichen und (in doppeltem Sinne) kritischen Bericht zum Thema Red Bull könnt ihr im neuen Ya Basta! #40 lesen.

Ich persönlich bin zufrieden, wenn ich meinen Kindern in 20-25 Jahren erzählen kann: „Es ist so wie früher“.

JHV 2014 – Die Erste

Fakten liefern wir zu einem späteren Zeitpunkt! Beginnen möchten wir die Berichterstattung zu den auf die Mitglieder zukommenden wichtigen Entscheidungen der JHV mit einem Lacher und der klaren Aussage: NEIN ZU SCHAMEL und NEIN ZU KOCH – der 1.Fc Nürnberg darf keine vorwiegend kapitalistisch ausgerichtete „Megamarke“ (wie es Schamel so schön in der SZ gesagt hat) werden. Eine Stadt – ein Verein!

Musik: „Der Tag wird kommen“

Schöner Song, wichtiges Thema und einige Glubbfans im Video: Gefällt uns!

Ruhe in Frieden, Adi!

Ruhe in Frieden

Am Sonntag, den 8.6.2014, erreichte uns eine Nachricht, die für uns so weit weg schien und noch heute so unwirklich klingt. Adi, ein langähriges Mitglied unserer Gruppe, ein treuer Weggefährte unseres 1. FC Nürnberg kam bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Mit nur 23 Jahren wurde er von einer Sekunde auf die nächste aus seinem und unser aller Leben gerissen.

Noch heute ist es uns unbegreiflich, es ist schwer vorstellbar, dass wir ihn nicht mehr erleben können. Seine Späße, sein Lachen, seine Art. Adi war jemand, von dem du dir gewünscht hast, dass du ihn noch öfters sehen würdest. Nicht weil dann eine helfende Hand mehr beim Choreomalen oder eine Stimme mehr im Auswärtsblock war, sondern weil du seine Gesellschaft geschätzt hast.

Das Leben meinte es nicht immer gut mit Adi, das hat es auf die ungnädigste Weise gezeigt. Aber Adi liebte das Leben und daran werden wir uns immer erinnern. Denn so lange er in unseren Herzen wohnt, lebt er weiter und kann nicht sterben!

Wir wissen, du bist jetzt an einem besseren Ort und schaust von oben auf uns nieder. Siehst uns in der Kurve stehen und deinen rot-schwarzen FCN spielen. Und wenn der Wind weht, so ist es, als hörten wir dich sagen:

Und wenn du dich getröstet hast, wirst du froh sein, mich gekannt zu haben. Du wirst immer mein Freund sein. Du wirst dich daran erinnern, wie gerne du mit mir gelacht hast.

Man muss so einen Schicksalsschlag (leider) erst erleben, um zu erfahren, was er verändert. Er verändert den Blickwinkel. Plötzlich geht es nicht mehr darum, die dicksten Eier in der Kurve zu haben, plötzlich geht es nicht mehr darum, (sportlichen) Erfolg zu haben.

Dir wird stattdessen bewusst, wie wertvoll die gemeinsame Zeit mit deinen Leuten in der Kurve ist. Dir wird bewusst, dass sie vergänglich ist und du willst jeden Moment genießen, bevor du erst in ein paar Jahren feststellen wirst, dass sie die geilste Zeit in deinem Leben ist. Und du bist nicht glücklicher, weil du in dieser Zeit Meister geworden bist oder eine wahnsinnige Choreo rausgehauen hast. Du bist glücklich, weil du mit deinen Freunden eine gute Zeit verbracht hast.

Mit diesem Bewusstsein gehen wir im Sommer 2014 in die 2. Liga. Denk auch du dran, wenn du wieder in die Kurve gehst, jedes Spiel: es ist die geilste Zeit in deinem Leben!

Danke Adi! Ruhe in Frieden!

Gegen den FSV Frankfurt erwiesen wir Adi im Stadion, seinem Lieblingsort, die letzte Ehre. Ein emotionaler Moment, dem auch seine Eltern und Freundin beiwohnten, die mit uns den Tag verbrachten. Sie haben einen kleinen Einblick in unser und Adis Fußball-Leben bekommen und wir hoffen, dass wir ihnen in dieser Zeit etwas Trost spenden konnten.

Video vom Aue Heimspiel

Anbei das Video vom Heimspiel gegen Aue – Mannschaft und Kurve haben gut in die neue Saison gefunden. Die Choreo hat nicht ganz wie geplant funktioniert – das war offensichtlich und trotzdem werden die Glubbfans nicht allzu geknickt auf die Aktion blicken. Zu schön und einmalig waren die rund 250 ganz speziellen Zaunfahnen und eine Kurve ohne Bandenwerbung sieht man leider auch nicht so oft. Respektabel, dass die Sponsoren hier über ihren Schatten gesprungen sind.

Die Zaunfahnenaktion war gleichzeitig das offizielle Ende der seitens Ultras Nürnberg 1994 initiierten Kampagne „Ich bereue diese Liebe nicht“. Natürlich bereuen wir diese Liebe auch in der neuen Saison und darüber hinaus in keinem Moment – wir sind Glubberer und unsere Treue ist mehr als nur sprichwörtlich. Die Kampagne „Ich bereue diese Liebe nicht“ ist bzw. war im Augenblick aber leider sehr mit dem Versagen der Mannschaft aus der letzten Saison verbunden. Gegen Aue war sie nun ein Zeichen an die neue Mannschaft – sinngemäß: Diese große Nordkurve Nürnberg gibt alles für den Verein und darf im Gegenzug auch alles einfordern – in erster Linie Kampf und bedingungslose Hingabe. Natürlich ist es jedem Fanclub selbst überlassen, wie und ob er die Kampagne weiterhin mit Leben erfüllt. Für Ultras Nürnberg 1994 ruht die Geschichte aber erst einmal. Jedoch in voller Überzeugung, dass der Moment kommen wird, wo wir die Mannschaft eben genau mit diesen Fahnen wieder konfrontieren werden – dann aber als Dank und Ehre für eine sportlich überzeugende Saison. Im besten Falle steht dann am Ende einer solchen Saison der Aufstieg – ob das schon im ersten Jahr klappt oder nicht. Wir sind uns doch alle einig – egal, wie lange wir auf die Rückkehr ins Oberhaus warten müssen – wir werden da sein!

Es geht wieder los

“There was me, that is Alex, and my three droogs, that is Pete, Georgie, and Dim, and we sat in the Korova Milkbar trying to make up our rasoodocks what to do with the evening. The Korova milkbar sold moloko-plus… This would sharpen you up and make you ready for a bit of the old ultra-violence.”

Letzte Chance

Vielen steht das Wasser jetzt schon zum Hals. Die Erwartungen nach der Niederlage gegen Gladbach sind rapide gesunken. Wolfsburg ist unsere letzte Chance!

Die Frage wie man mit dieser Situation umgehen will, wird jeder für sich anders beantworten. Nur in einer Sache werden sich alle treuen Glubbfans, die am Samstag nach Wolfsburg fahren, einig sein: Wir werden auch in der kommenden Saison zu unserem Verein stehen – egal in welcher Liga.

Dieses Treuebekenntnis wurde bereits in den letzten Wochen nach außen getragen und jeder Wolfsburg-Fahrer wird am Samstag eine Kleinigkeit (wird direkt am Stadioneingang ausgegeben) zurück bekommen. Es hätte mit Sicherheit einen schönere Rahmen für diese Aktion geben können, als möglicherweise den Tag der bitteren Gewissheit. Aber dieses „Danke an die eigenen Fans“ ist längst überfällig und es steht ohnehin über dem sportlichen Ausgang einer Saison.

Vielleicht ist es gerade deswegen auch ein aufmunterndes Zeichen an uns selbst und vielleicht erinnern wir uns in den schweren Zeiten wieder an so einfache Zeilen wie

Schon damals am Bolzplatz ein rot-schwarzes Trikot…

… und fragt mich doch mal heute, welche ich niemals bereute!

Video – FFM und Stuttgart

… und wie die Augen leuchten!

Spot Kirche

Wichtige Wochen liegen vor der Fanszene – lasst uns unseren Teil dazu beitragen, dass die Mannschaft wieder Fahrt aufnimmt und das Abstiegsgespenst „zur Hölle fahren kann“!

Derbyvideo

Choreovideo
Berlin

So und weil heute so ein geiler Tag ist, hat videocurvanord noch ein verschrubbtes Filmchen an den Start gebracht.
An dieser Stelle aber auch nochmal ein großer Dank an die Spendenbereitschaft von euch allen, wodurch die Aktion überhaupt erst möglich wurde.

… und nun rein ins Derbywochenende, möge die Macht mit uns sein!

Lasst es brennen!

Die Kampagne „Ich bereue diese Liebe nicht!“ nimmt viele unserer Ressourcen in Anspruch. Dennoch möchten wir es nicht versäumen euch auch ohne Print-Titel einige Denkansätze mit auf den Weg zu geben. Morgen beginnen die olympischen Winterspiele in Sotschi. Dazu kommentiert einer unserer Redakteure.

Wenn die olympische Fackel unter Blitzlichtgewitter ein letztes Mal überreicht wird, dann wird vieles vergessen sein: die Proteste, die persönlichen Schicksale und Tragödien. Ähnlich wie 2008 in Peking ist es einer Machtelite gelungen, ein klinisches Fest zu inszenieren. Das Ergebnis überzeugt: Die westliche Masse blickt ekstatisch ihrem lang ersehnten Februar-Soma entgegen.
Einige Medien werden natürlich darauf verweisen, dass der Schein trügt. In den zehnstündigen ZDF-Kunstschnee-Marathon-Sendungen lassen sich bestimmt auch kritische Beiträge platzieren. Programmauftrag, versteht sich. Zwischen der Kür muss das Pflichtprogramm abgespult werden. Gratis Betroffenheit für das plagende Gewissen des deutschen Michl, verpackt als dreiminütiges audiovisuelles Intermezzo. Genau die richtige Spanne, um direkt im Anschluss das nationale Selbstwertgefühl, beim Blick auf den Medaillenspiegel, steigern zu können. – Die Schattenseiten der diesjährigen olympischen Spiele lassen sich – ganz unverhohlen heuchlerisch – ausblenden.

Peace, Love & Harmony

Der grundsätzliche Fehler liegt in einer noch immer romantisiert-verklärten Wahrnehmung der olympischen Spiele in der breiten Öffentlichkeit. Dem IOC als Dachorganisation ist es gelungen eine Marke zu etablieren, deren Kern zwar noch nah am ursprünglichen Leitgedanken der Spiele der Neuzeit ist – die Ausrichtung der Spiele ist jedoch ganz klar eine kommerzielle Größe geworden. Schlimmer noch: dieses monetäre Interesse wird durch die Exklusivität und Prestigeträchtigkeit der Spiele zusätzlich verstärkt. Dem Geltungsdrang der Organisatoren sind keine Grenzen gesetzt. Eine gefährliche Mischung, siehe Sotschi.
Somit ist es auch unerheblich, wo die Spiele stattfinden. Ein IOC, das Spiele wie die in Sotschi forciert, beraubt sich selbst jeglicher Legitimation ein Multiplikator des Sports zu sein. Anders ist es auch nicht zu erklären, dass eine erneute Bewerbung für die Winterspiele in München so deutlich abgelehnt wurde. Es gibt eben kein richtiges im falschen, erst recht nicht bei den olympischen Spielen. Das haben selbst die Großkopferten in München erkannt.

Schlag auf Schlag

Erschreckend ist, dass die Schlagzahl dieser medial aufgebauschten Sport-Events stark zugenommen hat: heute Super Bowl, morgen Olympia, übermorgen WM in Brasilien. Inzwischen gibt es so viele Mega-Events, dass der gemeine Babo aus der Nordkurve schnell den Überblick verlieren kann. Immer schneller, höher, weiter – und das gefühlt immer häufiger. Das geht uns definitiv zu schnell.
Denn: Auch wir wollen guten Sport, insbesondere guten Fußball sehen. Er soll aber authentisch und greifbar sein – und nicht über Leichen gehen. Wir haben keinen Bock auf Heile-Welt-Fußball, wenn dafür am anderen Ende der Welt Leute sterben müssen. Unser Sport funktioniert auch ohne korrupte Weltverbände. Und wir müssen den Schrott, der in ihrer Verantwortung liegt, nicht mittragen. Die Großveranstaltungen in Russland, Brasilien und Katar sollten uns mahnende Beispiele sein.


„Putins Spiele“ – ARD Reportage zur Lage rund um Sotschi
http://www.ardmediathek.de/das-erste/reportage-dokumentation/die-story-im-ersten-putins-spiele?documentId=19305912

„Operation Sotschi“ – Kommentar auf Zeit Online
http://www.zeit.de/2014/07/olympische-winterspiele-sotschi-russland-putin

„Der Geist ist tot“ – Blog-Kommentar auf eurosport.de
http://de.eurosport.yahoo.com/blogs/abgeblogged/olympia-geist-tot-090052758--spt.html#more-id